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Autor Thema: Meine Erfahrung mit Tectum  (Gelesen 222136 mal)
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mlawrenz
test
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Beiträge: 414



« Antworten #990 am: Juli 10, 2009, 16:53:47 »

Kannst Du hier sehen:
Tectum-Demo vor Ver.di Bochum 3
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"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt

MMueller


Beiträge: 64



« Antworten #991 am: Juli 10, 2009, 16:56:25 »

ok. das erklärt mir gerade einiges Wink

danke für das video
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blackadder


Beiträge: 253


« Antworten #992 am: Juli 10, 2009, 17:02:54 »

Mir auch.
Da wird doch nicht irgendwie mit Standortschliessung
gedroht worden sein ?

Honni soit qui mal y pense
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John_Doe
Global Moderator

Beiträge: 261



« Antworten #993 am: Juli 10, 2009, 18:09:00 »

So nach und nach kommt Licht in die kuriose Aktion von Tectum. Der Flyer welcher geschrieben und verlesen wurde, stammt von einem Mitarbeiter, der seine Teamleiterin, auch liebevoll „Königin“ nennt. Ender H. betreibt unter anderem bei Studi VZ eine Gruppe, die sogenannte Dolphins Gruppe. Als Einleitungstext liest man hier folgendes:
Zitat:
The Dolphins ist ein sehr erfolgreiches Team in einem Unternehmen, was für den größten Mobilfunkanbieter Deutschlands ihrer professionellen Fachkompetenz anbietet. Unter der perfekten Monarchie der Königin Nadine M.herrscht ein nobles Königreich, wo alle mit Leib und Seele für die gesamte Volkszufriedenheit arbeiten.
Zitat Ende
Es sollte ebenfalls erwähnt werden, das die „Königliche Teamleiterin“ gleichzeitig im Betriebsrat ist.
Aber was wäre eine „Königin“ ohne ein eigenes Reich? Ebenfalls bei Studi VZ eine Gruppe mit dem Namen „Dolphin Rules“, Gründerin und Gruppenleiterin Nadine M. Sie stellt ihre Gruppe mit folgender Einleitung vor:
Zitat:
Das beste Team der Welt!!!
Ich bin so froh das ich Euch habe!!
Es macht so viel Spass mit Euch zu arbeiten..
In Liebe Eure Königin ;o)))
Zitat Ende

Okay, das Königreich ist noch nicht sehr groß, 3 Mitglieder sind ihr allerdings schon treu ergeben. Die Meute vor Verdi war da schon beeindruckender. Allerdings hat die von Ender H. verfasste Erklärung den Charakter der Veranstaltung zerstört, da die vorgetragene Erklärung nun wirklich lächerlich und überzogen war. Die Veranstaltung hätte nun wirklich Eindruck auf die Öffentlichkeit schinden können, aber der Text zerstörte die Wirkung. Man kann nun wirklich den Eindruck gewinnen, ihr durchlauft dort eine Gehirnwäsche.
Zitat:
- Ich habe einen Bereichsleiter vom Allerfeinsten. Eine bescheidene, hochgebildete, sehr intelligente Persönlichkeit, die sich für jeden einzelnen Mitarbeiter bei Bedarf Zeit nimmt und deren Anliegen mit grosser Ernsthaftigkeit auffasst und handelt.
Zitat Ende
Hat der Bereichsleiter das selbst schreiben dürfen? Zeugt nicht gerade von bescheidenheit…..
Zitat:
Ich bin kein graues, erst recht kein schwarzes Schaf, sondern ein durchaus glücklicher Mitarbeiter der Tectum Group, der auch gerne Krankenrückkehrergespräche bei Bedarf durchführt, damit die menschlichen Verhältnisse zu der königlich geehrten Teamleiterin gesichert sind.
Zitat Ende
Vielleicht weiß man nun was ich meine. Der ganze verlesene text ist hier zu finden: http://www.1oglinks.de/index.php?section=news&cmd=details&newsid=44
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HCann


Beiträge: 22


« Antworten #994 am: Juli 10, 2009, 21:36:11 »

Zunächst mal kurz zu mir: Ich arbeite bei Tectum im normalen "Fußvolk" (mich hat da noch nie jemand in Krawatte gesehen Wink ), das seit 3,5 Jahren, kann mich über meine bisherigen Abteilungen nicht beklagen, ohne Tectum dafür gleich einen Orden verleihen zu wollen.
Nach vielen Monaten stummen Mitlesens hat mich folgender Beitrag allerdings genug geärgert, um hier auch mal was zu schreiben.

@ ehrliche Haut
Wurdet ihr in DO den nicht darüber informiert?
Klar waren es Tectum-Mitarbeiter, zumeist Neueingestellte und angehende Teamleiter- was hier natürlich die Glaubhaftigkeit der versammelten Truppe erhöht- aber eine Klasse Idee war es allemal

Wie kommst Du dazu, die dort anwesenden Tectum-Mitarbeiter derart abzuqualifizieren? Ich kenne eine ganze Reihe von Kollegen (aus GE), die mitgefahren sind. Keiner davon ist unter zwei Jahren in der Firma, alle haben einen Festvertrag, keiner ist Teamleiter (oder auch nur in der Nähe davon), alle sind freiwillig hingefahren. Wärest Du dagewesen und hättest Du einfach mal die Leute gefragt, die da waren, wäre Dir wohl auch klargeworden, WARUM die da hingefahren sind.

Nicht, weil sie dafür bezahlt worden wären. Nicht, weil man sie gezwungen hat.
Sondern weil sie sich persönlich angegriffen fühlen, wenn man ihnen unterstellt, sie würden für einen Sklaventreiberbetrieb arbeiten und sich nicht wehren. Mich hat sogar meine Mutter gefragt, ob das denn wirklich so schlimm da wäre. Ich konnte sie beruhigen, natürlich ist es das nicht. Das bedeutet nicht, dass alles total toll ist und wir täglich auf einer rosa Wolke in den Betrieb einfahren. Es gibt Probleme, teilweise bestimmt auch Teamleiter, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind, Auseinandersetzungen über Prämien usw. Kurz: Es gibt genau die Probleme, die es in jedem Betrieb gibt. Aber es gibt Ansprechpartner, Lösungswege und Hilfe. Ganz wesentlich zu nennen sind die drei Freigestellten des Betriebsrats in GE, die schon oft vermittelt haben, unfaire Behandlung von Mitarbeitern zu beseitigen, und weder die Zusammenarbeit noch den Konflikt mit der Geschäftsführung scheuen.

Und genau an diesem Punkt kommt ver.di ins Spiel, und zwar mit einem perfiden Spiel, das nicht nur mich wütend macht - ver.di umgeht den Betriebsrat, kontaktiert und informiert ihn nicht und spielt sich als Ansprechpartner bei Problemen auf, für die der Betriebsrat zuständig ist. ver.di tut damit allerdings niemandem einen Gefallen. Durch eine hohle Pressekampagne wird Tectum in eine Ecke gedrängt, in die der Laden nicht reingehört. Der Betriebsrat wird vorgeführt, bis hin zur unverschämten Aussage eines Herrn Vatterot in "Der Westen", man habe den Betriebsrat nicht überlasten wollen und ihn darum nicht einbezogen. Wer ist denn bitteschön Herr Vatterot, dass er sich das Recht herausnimmt, den demokratisch gewählten Betriebsrat in einer solchen Weise zu gängeln?  Der Betriebsrat wird damit geschwächt - gegenüber den Mitarbeitern, die nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen, und durch zusätzliche Arbeit, die haltlose Propaganda verursacht.

JohnDoe, ich unterstelle Dir mal, dass es Dir grundsätzlich wirklich um Missstände bei Tectum geht und wie man sie beseitigen kann. Die Wahl des Betriebsrats in GE hat sicher auch etwas mit Deinen Aktivitäten zu tun. Und in den letzten Jahren ist auch eine deutlich positive Entwicklung bei Tectum zu beobachten, siehe oben ohne Paradiesergebnis, aber der Fortschritt ist eine Schnecke, die nur gelegentlich mal einen Sprung macht. Du hast verschiedentlich die Arbeit des BR in GE positiv gewürdigt. Warum beteiligst Du Dich dann an einer Aktion, die eindeutig gegen den BR gerichtet ist? Was ver.di will, ist doch offensichtlich - selbst einen Fuß in die Tür bekommen, und zwar GEGEN den BR, nicht mit ihm. Es geht ver.di nicht darum, Tectum zu einem besseren Unternehmen zu machen, sondern Einfluss in einem großen Unternehmen zu gewinnen, in dem sie keine Rolle spielt. Lässt Du Dich da instrumentalisieren, oder hast Du Dein persönliches Ziel geändert?
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elHauso


Beiträge: 23


« Antworten #995 am: Juli 10, 2009, 23:14:15 »

Ich möchte jetzt mal ganz gerne meinen Standpunkt mitteilen:

Ich habe bei Tectum selbst mehrjährige Erfahrung und habe mir mehrere Abteilungen anschauen können. Größtenteils in den vertrieblichorientierten Projekten hat man mitbekommen, dass sehr viele Mitarbeiter mit den Arbeitsbedingungen nicht zufrieden waren. Das war für mich der Punkt, um auch nach meinem Abschied aus dem Unternehmen aktiv etwas dagegen zu unternehmen.

Wenn ich mir die aktuelle Situation mal aus der Vogelperspektive anschaue, kann ich die Mitarbeiter verstehen, die sich von Verdi missverstanden bzw. übergangen fühlen, welche sich bei Tectum wohl fühlen. Euch möchte ich folgendes mitteilen: Seid froh, dass es euch so gut geht bei Tectum! Aber warum gönnt ihr das nicht auch denen, die sich derzeit noch nicht wohl fühlen?
Es gibt genügend Aussagen von ehemaligen und aktuellen Beschäftigten, die genau diese Missstände unabhängig voneinander erläutert haben - dies trifft besonders auf die vertriebsorientierten Abteilungen zu. Wir sprechen hier auch nicht nur von einer Hand voll Beschäftigten, die sich an dem WAZ Artikel beteiligt haben, sondern von einer ganzen Stange mehr.

Sicherlich gibt es auch hier einige Trittbrettfahrer, die Unwahrheiten bzw. Halbwahrheiten verbreiten. Von diesen Berichten möchten wir uns auch ganz klar distanzieren. Die meisten Aussagen über die Arbeitsbedingungen im Hause Tectum wurden auch nicht öffentlich über Plattformen wie Chefduzen verbreitet, sondern diskret an uns bzw. Verdi geschickt.

Die oben genannten Trittbrettfahrer können sich aber bequem hinter der Anonymität verstecken, welche eigentlich zum Schutz derjenigen gedacht ist, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und auch nur ihre eigenen Erfahrungen mitteilen.
Bei mir z. B. ist es so, dass meine Identität bei Tectum bekannt ist. Würde ich also tatsächlich Unwahrheiten verbreiten, wäre es ein Leichtes für Tectum, mich abzumahnen.
Was wäre mein Motiv, Unwahrheiten über ein Unternehmen zu verbreiten und ca. 2500 Arbeitsplätze zu gefährden? Hier wurde schon öfter das Wort "Rache" genannt. Aber mal ganz ehrlich: Auch wenn ich mit Tectum nicht im Guten auseinander gegangen bin, wäre mir der Aufwand für etwas Genugtuung und vor allem auch das Risko eine teure Abmahnung zu erhalten wären zu groß.

Es geht mir bei Tectum keinesfalls um einen Kleinkrieg der geführt werden soll. Wir hätten es auch viel besser gefunden, wir einfach eine Rückmeldung erhalten hätten, dass den angesprochenen Missständen auf die Spur gegangen wird. Stattdessen wurde durch die GF nur dementiert. Jetzt hatten wir zwei Möglichkeiten: Entweder wir geben einfach auf oder wir gehen einen Schritt weiter.
Doch auch hier gabs kein Einlenken der GF, sondern es wurde auf Konfrontation gegangen - was man an einem Punkt wie diesen auch in gewisser Weise nachvollziehen kann, denn auch für die GF galt: entweder aufgeben oder einen Schritt weiter gehen.

Das Resultat war heute eine Demonstration vor den Türen Verdis. Die Menge war gemischt von Mitarbeitern, die wirklich hinter Tectum stehen. Doch es waren auch genug Mitarbeiter vor Ort, die sich einfach nur das Spektakel anschauen wollten, um so ein paar Stunden dem Arbeitsalltag zu entgehen.

Betrachtet man das Geschehen mehr von der Vogelperspektive, so erhält man auch immer mehr den Anschein, dass beiderseits der sogenannte "Point of no Return" erreicht ist, der zwingend durchbrochen werden muss!
Unsere Arbeit soll nicht auf den Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werden, die sich im Unternehmen wohl fühlen und ich hoffe, dass die Führungsetage im Hause Tectum das genauso sieht.

Ich möchte hier an die Gesprächsbereitschaft appellieren, um diesem Treiben ein Ende zu setzen. Sollte bei einem meiner alten Teamkollegen gesprächsbedarf bestehen, bin ich selbst auch bereit, mich an einen Tisch zu setzen bzw. Telefonate zu führen.

Ich hoffe, man kommt bald zu einer Lösung, denn das ist das Ziel, welches wir verfolgen.
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HCann


Beiträge: 22


« Antworten #996 am: Juli 10, 2009, 23:29:08 »

elHauso,

selbstverständlich ist die Situation von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich, vermutlich betrifft das auch den Anteil der zufriedenen Mitarbeiter.
Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass es Unzufriedenheit unter den Beschäftigten gibt, genauso wie niemand bestreiten kann, dass es eine große Anzahl von zufriedenen Mitarbeitern gibt. Tectum ist kein Ponyhof, aber eben auch keine Galeere.

Was aber hier auch wieder durchkommt und was von Dir und JohnDoe entweder nicht bedacht wird oder bewusst als Teil einer ver.di-Einflussstrategie in Kauf genommen wird, ist die Beschädigung der BR-Arbeit bei Tectum.

Um es ganz deutlich zu sagen: Ihr seid nicht Mitglied des gewählten Betriebsrats. Wer sich an Euch wendet, kann nicht erwarten, dass ggf. bestehende Probleme gelöst werden. Ihr versucht Euch in das Unternehmen reinzudrängen, und dabei VERdrängt Ihr den Betriebsrat, oder Ihr versucht es. Ihr erreicht nichts, garnichts für die Beschäftigten, wenn Ihr den BR sabotiert, und genau das tut Ihr ganz systematisch.

Auf dieser Basis gibt es übrigens auch keinen Grund für den BR, mit ver.di zusammenzuarbeiten. ver.di hat bewiesen, dass ihr der BR gleichgültig bzw. lästig ist. Jetzt Gesprächsangebote zu unterbreiten ist aberwitzig.
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MMueller


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« Antworten #997 am: Juli 11, 2009, 00:15:29 »

also ich muss mich doch zu später bzw. früher stunde auch mal zu wort melden.

es versucht niemand, den BR zu schädigen. normalerweise ist ein betriebsrat das bindeglied zwischen angestellten und führungsebene und gewerkschaft.

an 1 oder 2 standorten von tectum scheint das wohl auch ganz gut zu klappen, aber leider nicht an allen.

in dortmund ist es z.b. so, daß der betriebsrat nur für die führungsebene arbeitet. ich als mitarbeiter in dortmund habe schon öfter versucht per mail mit dem dortigen BR kontakt aufzunehmen. leider bekam ich nie eine antwort. und dies habe ich von mehreren kollegen gehört.

der betriebsrat in dortmund gibt vorgesetzten tips, wie man mitarbeiter mit festanstellung loswerden kann.

und genau das soll unterbunden werden. el hauso und john doe wollen einen funktionierenden BR nicht abschaffen oder vertreiben, sondern nicht funktionierende BR ersetzen.

und was ist daran bitte falsch?
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HCann


Beiträge: 22


« Antworten #998 am: Juli 11, 2009, 00:38:10 »

es versucht niemand, den BR zu schädigen. normalerweise ist ein betriebsrat das bindeglied zwischen angestellten und führungsebene und gewerkschaft.

Nö, der BR ist eine Vermittlungs- und ggf. auch eine Konfliktinstanz zwischen den Beschäftigten, die ihn gewählt haben, und der Geschäftsführung. Dass da auch die Gewerkschaft etwas mit zu tun hat ist mir neu, im Betriebsverfassungsgesetz steht davon m.W. nix. Es ist im Gegenteil oft genug zu Konflikten zwischen Gewerkschaften und BRs gekommen, weil letztere nicht so woll(t)en wie erstere. Selbstverständlich können sich Gewerkschaften auch bei BR-Wahlen engagieren, eine Liste aufstellen und sich wählen lassen - aber auch dann ist der BR kein "Bindeglied" zwischen Unternehmen und Gewerkschaften, der BR ist für die Beschäftigten da, nicht für die Gewerkschaft.

Bei tectum (in GE, das kann ich beurteilen) ist ver.di nicht vertreten und hat keinen Einfluss. Das wird ver.di gewiss nicht gefallen...

in dortmund ist es z.b. so, daß der betriebsrat nur für die führungsebene arbeitet. ich als mitarbeiter in dortmund habe schon öfter versucht per mail mit dem dortigen BR kontakt aufzunehmen. leider bekam ich nie eine antwort. und dies habe ich von mehreren kollegen gehört.

der betriebsrat in dortmund gibt vorgesetzten tips, wie man mitarbeiter mit festanstellung loswerden kann.

und genau das soll unterbunden werden. el hauso und john doe wollen einen funktionierenden BR nicht abschaffen oder vertreiben, sondern nicht funktionierende BR ersetzen.

und was ist daran bitte falsch?

Ich kann die BR-Arbeit bei Tectum in Dortmund nicht einschätzen und werde sie darum auch nicht kommentieren.

Ich sehe aber in den ver.di-Aktionen keine Zielrichtung "nicht funktionierende Betriebsräte ersetzen". Die Zielrichtung ist "Tectum insgesamt in den Dreck ziehen" und indirekt "alle BRs von Tectum unterminieren". Denn wenn die Situation bei Tectum in GE wirklich so mittelalterlich wäre wie behauptet, müsste man in der Tat die Arbeit des BRs hinterfragen bzw. ihm Wirkungslosigkeit bescheinigen.

Ich werfe übrigens bewusst JohnDoe und elHauso in einen Topf mit ver.di, weil hier ja offenbar zusammengearbeitet wird. Daher ja auch meine Nachfrage, wo denn wirklich die persönliche Motivation ist. Der EFFEKT der Aktionen ist jedenfalls nicht positiv für die Beschäftigten bei Tectum, weder für die Zufriedenen noch für die Unzufriedenen. Und das sollte mit der Demo heute gezeigt werden - dass JohnDoe das in bester Verschwörungstheoretiker-Manier im Sinne von "wenn etwas so aussieht, als würde es meiner Auffassung widersprechen, muss es gefälscht sein" abtut, ist ausgesprochen beunruhigend.
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ehrliche.haut


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« Antworten #999 am: Juli 11, 2009, 08:53:47 »

Ich muss mich, nachdem ich mir die Videos angetan habe, noch einmal zu Wort melden. Sicherlich schrieb ich in der Vergangenheit recht moderat und positiv über die Tectum Dortmund, diese Einstellung hat sich auch nicht geändert. Hier und Heute will ich mich aber ganz bewusst von dem Aufmarsch bei Verdi distanzieren. Ich bin angewidert vom Text, der verlesen wurde, der ganz sicher nicht vom Verlesenden verfasst wurde. Im Video sind Frau N.M und Herr Ü.P. , beides Mitglieder des Betriebsrats in Dortmund zu sehen, den beiden würde ich gern die Frage stellen, warum sie nicht das Gespräch mit Verdi gesucht haben. Ich gebe auch sofort die passende Antwort dazu........sie wissen nicht wie man sowas macht, weil sie sich gepflegt aus ernsthafter BR Arbeit heraushalten.
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MMueller


Beiträge: 64



« Antworten #1000 am: Juli 11, 2009, 09:30:20 »

ich habe mich anscheinend an einigen stellen nicht ganz korrekt ausgedrückt.

Zitat
es versucht niemand, den BR zu schädigen. normalerweise ist ein betriebsrat das bindeglied zwischen angestellten und führungsebene und gewerkschaft.

wenn eine firma einen tarifvertrag hat und gleichzeitig einer gewerkschaft angehört und der betriebsrat gewerkschaftlich organisiert ist, dann vermittelt der BR nicht nur zwischen arbeitgeber und arbeitnehmer.

in dortmund ist es aber leider so, daß viele (ich schreibe deshalb viele, weil ich nicht von allen weiss, ob es so ist) mitglieder des dortigen BR nur mit der geschäftsführung "vermitteln". der arbeitnehmer kommt dort um einiges zu kurz. es wird ja nichtmal auf anfragen reagiert, die per mail an die BR-email-adresse gerichtet sind. und da hat doch eigentlich jedes BR-mitglied zugriff drauf oder?

Zitat
der betriebsrat in dortmund gibt vorgesetzten tips, wie man mitarbeiter mit festanstellung loswerden kann.

ich meinte mit den vorgesetzten eher die direkten vorgesetzten wie teamleiter. ich meine nicht die rechtsanwälte die evtl. bei tectum beschäftigt sind - die werden eh lücken kennen, wie man festangestellte los wird. hmmm. evtl. wissen die es auch nicht, sonst würde tectum nicht so viele verhandlungen verlieren. aber das ist ein anderes thema.


Zitat
Ich bin angewidert vom Text, der verlesen wurde, der ganz sicher nicht vom Verlesenden verfasst wurde.

da kann ich dir nur teilweise zustimmen. der "verlesende" hat sicherlich einiges zu den inhalten dieses textes beigetragen, die formolierungen waren aber sicherlich eine gemeinschaftsarbeit.
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John_Doe
Global Moderator

Beiträge: 261



« Antworten #1001 am: Juli 11, 2009, 09:56:27 »

@HCANN
Dein Beitrag ist mit der vernünftigste, den ich seit langem gesehen habe. Er ist einigermaßen objektiv, sachlich und enthält Kritik.
So ziemlich alle Beschwerden, die wir erhalten kommen aus den Outboundprojekten, daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Schriftführer aus einem Dortmunder Inboundprojekt kommt. In diesem ist die Welt ja scheinbar wirklich noch heile, so wie in vielen anderen Inboundprojekten Tectums auch. Die angeprangerten Zustände betreffen hauptsächlich den Outbound.Wir scheren die Mitarbeiter nicht alle über einen Kamm, dass machen diese selbst.

Zu meiner Motivation. Es ist keine persönliche Racheaktion an Tectum. Auch ich hatte einige schöne Momente bei Tectum. Auch muss man sagen, dass im Gegensatz zu anderen Arbeitgebern der Lohn immer pünktlich auf dem Konto, abgesehen von diversen Abrechnungsfehlern. Die Gemeinschaft untereinander harmonierte in der Tat, allerdings nur unter den Agenten. Ich hatte in meiner Abteilung einen Teamleiter, zu dem ich absolutes Vertrauen hatte und für mich als Agent das Gefühl hatte, er tickt richtig (Nein Herr M. B., nicht Sie). Irgendwann erhielt ich selbst Kampagnen Verantwortung und musste die Leute schleifen. Dies habe ich damals schon als "John Doe" beschrieben und mich dabei selbst kritisiert- ich habe also die eigens geschaffenen Umstände angeprangert. Warum habe ich nicht sofort aufgehört zu arbeiten? Weil ich immer mehr Einblick in die Methoden erhielt. Damals bestand schon Kontakt zu Wallraff, der mir riet alles aufzuschreiben, was ich auch tat. Sei es Quotenschönung gegenüber dem Auftraggeber (in der Sim Karten oder IP-TV Kampagne)oder Fehlinformation der Agenten, damit diese noch mehr telefonieren. Bezeichnend auch, als eine Teamleiterin zu uns nach Arcor kam und uns bat für eine Stunde ein Neckermann Outbound Projekt zu telefonieren, da ihre Agenten nicht mit der Abarbeitung hinterher kamen. So telefonierte die ganze Arcor Mannschaft 1 Stunde lang ein Neckermann Outbound Projekt, natürlich ohne Wissen der Auftraggeber. Diese Zeit, bekamen die Agenten natürlich nicht provisioniert Dies ist nur ein Beispiel von vielen.

Meine Motivation ist Küppers Patriachentum, da er denkt mit den Mitarbeitern machen zu können was er will. Seien es die ständigen Punktekürzungen
oder aber auch der viel zu niedrige GRUNDLOHN von 5,95. Ja, ich weiß, nachher kommt wieder von irgendeinem User- ich bekomme aber 8,50.-
Die Bereitschaft mit Verdi zusammen zu arbeiten liegt in dem angestrebten Tariflohn, denn mit diesem hättet ihr inkl. Provision nichtmehr 8,50.- sondern knapp 10.-
Für mich steht gar nicht zur Debatte, ob Verdi oder Die Linke Liste ein schlechter Partner für dieses Vorhaben ist. Zudem ist Tectum schon knapp 3 Jahre ein Politikum, also auch nichts neues. Nur war das ganze Thema nie so öffentlich.

Zitat:
"wenn etwas so aussieht, als würde es meiner Auffassung widersprechen, muss es gefälscht sein" abtut, ist ausgesprochen beunruhigend.
Zitat Ende

Ich kann dich beruhigen. So ist es nicht ganz. Man muss immer die Begleitumstände sehen. Die Demo war annähernd glaubwürdig, bis zu dem Zeitpunkt als die Erklärung verlesen wurde. Hier fing nicht nur die Presse an zu zweifeln. Gestern Abend noch, habe ich mit einem Medienvertreter telefoniert, der mir sagte das der vor Ort anwesende Reporter die Veranstaltung als "seltsam " einstufte. Skepsis muss bei solchen Sachen angebracht sein. Als die TNT und PIN Angestellten vor einiger Zeit gegen den Postmindestlohn demonstrierten, bei dem sie mehr verdient hätten, kam auch im nach hinein heraus dass die Demonstranten dies nicht aus eigener Überzeugung taten.

Meine Zielsetzung ist folgende. Ich möchte dass die Tectum Mitarbeiter fair bezahlt werden, ein transparentes Lohnsystem erhalten, bei dem sie überprüfen können, wie viele Aufträge tatsächlich storniert wurden, welcher Auftrag welches Geld eingebracht hat usw. Der Betriebsrat (ausgenommen Gelsenkirchen) soll nicht mehr Arbeitgebergesteuert sein. Eine offene Kommunikation zwischen BR und Verdi, ohne das Küpper droht Standorte zu schließen.

Ich stehe voll hinter den Aktionen von Verdi und der Linken Liste Oberhausen. Allerdings hat sich meine persönliche Einstellung nie geändert, sie war damals schon die selbe. Ich bin wahrlich kein Samariter, nicht Fehlerlos. Ich stehe nicht über den Dingen und behaupte - alle lügen, ich hab Recht. Kritik nehme ich ernst und versuche auch zu Recht kritisierte Vorgehensweisen zu überdenken. Weder erhalte ich von irgendjemandem Geld hierfür, noch lasse ich mich instrumentalisieren. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.

Zitat:
Was aber hier auch wieder durchkommt und was von Dir und JohnDoe entweder nicht bedacht wird oder bewusst als Teil einer ver.di-Einflussstrategie in Kauf genommen wird, ist die Beschädigung der BR-Arbeit bei Tectum.
Zitat Ende

Dies setzt ja zumindest mal eine funktionierende BR Arbeit voraus. In den Standorten (GE ausgenommen) sitzen leider nur Arbeitgebergesteuerte BR.

Zitat:
Du hast verschiedentlich die Arbeit des BR in GE positiv gewürdigt. Warum beteiligst Du Dich dann an einer Aktion, die eindeutig gegen den BR gerichtet ist?
Zitat Ende

Das ist so nicht richtig. Die Flyeraktion damals vor den Tectum-Gebäuden wurde spontan ausgerichtet und der BR noch vor der Aktion informiert. Natürlich nur der Gelsenkirchener. Der SAT1 Bericht vor einigen Wochen war auch nicht von Verdi,mir oder sonst jemandem geplant. SAT1 kam von sich aus auf die Beteiligten zu. Als sich herausstellte, dass ein Bericht gemacht wird, wurde der BR in Gelsenkirchen von mir 3 Stunden vor dem Besuch bei Tectum von diesem Vorhaben informiert. Und zwar umgehend nachdem ich die Uhrzeit des eintreffens bei Tectum wusste. Die Information des BR war mit Gerd Vatterot abgesprochen.Wer den Betriebsrat nicht informierte war die Geschäftsführung. Es war sage und schreibe 3 Stunden Zeit um sich vorzubereiten und den Betriebsrat offiziel seitens der Führung zu informieren. Dies wurde nicht gemacht. Mir ist keine Aktion bekannt, über die der Betriebsrat nicht vorher informiert wurde. Die Aussage von Gerd Vatterot "man habe den Betriebsrat nicht überlasten wollen und ihn darum nicht einbezogen." bezieht sich auf das einladen aller BR Mitglieder der Standorte. Zum Gelsenkirchener BR bestand eine offene Kommunikation. Die Arbeitgebergesteuerten BR-Mitglieder wären überfordert gewesen, nicht der GELSENKIRCHENER.
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blackadder


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« Antworten #1002 am: Juli 11, 2009, 10:15:50 »

Viele stellen die Aktionen von ver.di infrage
und meinen,es ginge der Gewerkschaft nur um Mitgliederwerbung.
Ich sehe das etwas anders.
Natürlich möchte ver.di Mitglieder - zahlende Mitglieder- werben,
das ist aber sicher nicht Hauptzweck der Aktionen.
Eine Gewerkschaft ist nun mal auf die Mitgliedsbeiträge angewiesen, um ,
wie zB momentan die KiTa-Mitarbeiter, im Streikfall finanziell unterstützen zu können.
Von allen anderen Aufgaben mal abgesehen.

Welcher tectum-MA würde im Zweifelsfalle für seine Interessen streiken,
wenn er nicht wüsste, dass er trotzdem weiterhin seine Rechnungen
bezahlen kann?
Keiner. Und das zu recht.
Somit sässe der Arbeitgeber immer am längeren Hebel, weil er einfach für nicht geleistete
Arbeit bezahlt.
Wer hat schon so reichlich auf der hohen Kante, dass er mal auf eine Woche Gehalt verzichten kann?

Wie gesagt, die Gewerkschaft nimmt eure Interessen in noch vielfältiger Form wahr.
Was hätte ver.di davon, tectum in den Dreck zu ziehen und eine Entlassung von
2000 MA zu riskieren?
Davon würden die Mitgliederzahlen sicherlich nicht steigen und
als Totengräber so vieler Jobs - mögen sie noch so erbärmlich sein -
steht keiner gerne da.

Natürlich geht es im Fall tectum sicherlich um sowas wie Macht,
aber bisher steht H.K. doch als "Herr über Leben und Tod" da.
Auch er muss lernen, wie Demokratie funktioniert.

Denkt mal drüber nach, bevor ihr ver.di verteufelt
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mlawrenz
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« Antworten #1003 am: Juli 11, 2009, 13:27:00 »

http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/07/10/hubertus-kuepper-mahnt-die-linke-ab/

Hubertus Küpper mahnt die Linke ab
von Redaktion @ 21:04. abgelegt unter Deutschland, Zensur

Einen Wahlkampfspaß der anderen Art hat sich gerade der Besitzer der Callcenter-Bude Tectum Group aus Gelsenkirchen, Hubertus Küpper, ausgedacht. Seine Tectum Group hat den Essener Rechtsanwalts Patrick Kreimer mit einem Schreiben an den Kreisverband Oberhausen der Linkspartei wegen ein paar Kommentaren zum Beitrag “Wir brauchen Tectum nicht” beauftragt. Die Linke NRW berichtet:

    In diesem Schreiben werden wir aufgefordert diverse Kommentare, in unserem Internet-Blog www.richtig-rot.net, die zu dem Beitrag ‚Wir brauchen Tectum nicht’ gepostet wurden, bis zum heutigen Freitag, 11:00 Uhr zu entfernen.

    Beigefügt war diesem Schreiben eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung in der DIE LINKE. Kreisverband Oberhausen sich verpflichten soll, folgende sinngemäße Inhalte nicht mehr zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.

    Die Unterlassungsgläubiger oder einer der Unterlassunggläubiger

    * betrügen Kunden und Mitarbeiter
    * arbeiten illegal bzw. bedienen sich illegaler Methoden
    * halten ihre Mitarbeiter an, Kunden anzulügen
    * lügen in der Öffentlichkeit
    * machen die Einstellung von Arbeitnehmern von einer Zwangsmitgliedschaft bei RWO abhängig
    * begehen Lohnbetrug
    * betreiben Datenmissbrauch

    Bewehrt ist diese Unterlassung- und Verpflichtungserklärung mit einer Vertragsstrafe von 50.000 EURO.

    Ein ähnliches Schreiben erhielt zeitgleich auch Andre Fahnemann, Mitarbeiter von Günter Wallraff.

So geht das. Bisher war Hubertus Küpper allenfalls im Ruhrgebiet bekannt. Nach seiner Abmahnerei wird er nun sicherlich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt werden. In dem Beitrag, dessen Kommentare nun von Hubertus Küpper abgemahnt wurden, steht zum Beispiel:

    „Untragbar” seien laut verdi die Verhältnisse in den Call-Centern der Tectum Group, die in nur wenigen Jahren zum größten Call-Centerbetreiber in NRW aufgestiegen ist. Verdi-Sekretär Markus Neuhaus spricht in diesem Zusammenhang von „Galeeren-Sklaven-Zuständen” bei Tectum. So werden, nach Informationen ehemaliger MitarbeiterInnen, Verträge nach Krankheit gekündigt. Oder aber Provisionen für Teammitglieder gekürzt, wenn eines von ihnen krank ist. Um den Druck auf die MitarbeiterInnen möglichst schnell möglichst viele Verträge abzuschließen zu erhöhen, griffen Teamleiter auch zu Mitteln der körperlichen Bestrafung. Call-Center-Agents, die aus Sicht ihrer Vorgesetzten nicht schnell genug seien, zu wenige Verträge abschließen, werde auch schon mal der Stuhl entzogen, so dass sie im Stehen arbeiten müssten. Auch von direkten körperlichen Übergriffen gibt es Berichte. So hätte es Vorfälle gegeben, bei denen Teamleiter ihre Untergebenen mit Stricknadeln stechen, um diese „auf Trab zu bringen”.

Und dann ist da noch von 4,50 Euro Stundenlohn (ohne Provision) die Rede. So sehen sie aus, die neuen Arbeitsplätze auf die die Bundesregierung so stolz ist. Demnächst werden sicher noch Arbeitsplätze zum Rudern auf Galeeren als Erfolg im Kampf gegen die Arbeitslosen gefeiert. Und wer was anderes denkt oder das gar Sklavenarbeit nennt, bekommt erst eine Abmahnung und dann von der Justiz die Nase poliert. So sieht es aus, das Deutschland des 21. Jahrhunderts.
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"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt

mlawrenz
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« Antworten #1004 am: Juli 11, 2009, 13:28:41 »

10. Juli 2009

http://www.dielinke-nrw.de/946.html?&tx_ttnews[tt_news]=10160&tx_ttnews[backPid]=939&cHash=b094c49c77

Von: DIE LINKE. Oberhausen
Das Imperium schlägt zurück

Am heutigen Morgen erreichte uns ein Schreiben des Essener Rechtsanwalts Patrick Kreimer, der von der Tectum Group mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt wurde. In diesem Schreiben werden wir aufgefordert diverse Kommentare, in unserem Internet-Blog www.richtig-rot.net, die zu dem Beitrag ‚Wir brauchen Tectum nicht’ gepostet wurden, bis zum heutigen Freitag, 11:00 Uhr zu entfernen.

Beigefügt war diesem Schreiben eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung in der DIE LINKE. Kreisverband Oberhausen sich verpflichten soll, folgende sinngemäße Inhalte nicht mehr zu verbreiten oder verbreiten zu lassen.                    

Die Unterlassungsgläubiger oder einer der Unterlassunggläubiger                  

    * betrügen Kunden und Mitarbeiter
    * arbeiten illegal bzw. bedienen sich illegaler Methoden                
    * halten ihre Mitarbeiter an, Kunden anzulügen                      
    * lügen in der Öffentlichkeit                  
    * machen die Einstellung von Arbeitnehmern von einer Zwangsmitgliedschaft bei RWO abhängig                            
    * begehen Lohnbetrug                  
    * betreiben Datenmissbrauch                    

Bewehrt ist diese Unterlassung- und Verpflichtungserklärung mit einer Vertragsstrafe von 50.000 EURO.

Ein ähnliches Schreiben erhielt zeitgleich auch Andre Fahnemann, Mitarbeiter von Günter Wallraff. Außerdem rief die Tectum Group ihre Mitarbeiter dazu auf, am heutigen morgen vor der Ver.di-Zentrale gegen die Gewerkschaft zu demonstrieren. Sie bekämen dafür einen bezahlen freien Arbeitstag. Ca. 150 Mitarbeiter/innen fanden sich letztendlich ein, mit Trillerpfeifen und Sprüchen wie „Wir brauchen Ver.di nicht“.                        

Wir bedauern es, dass die Tectum Group den Weg der juristischen Auseinandersetzung beschritten hat und offensichtlich nicht bereit ist sich den gegenüber ihr erhobenen Vorwürfen inhaltlich zu stellen.                            

Eine juristische Überprüfung der durch die Tectum Group gegen uns geltend gemachten Ansprüche seitens unserer Anwälte, hatte zum Ergebnis, dass diese in der gemachten Form NICHT haltbar sind.
Gespeichert

"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt

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