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Autor Thema: Sargnägel für die Zeitarbeit  (Gelesen 28431 mal)
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admin
Administrator

Beiträge: 1162


« Antworten #90 am: Juni 15, 2010, 15:23:55 »

Ich möchte an dieser Stelle auf eine Kampf von Leiarbeitern in Kiel hinweisen, der von überregionaler Bedeutung ist:

400 Leiharbeiter der TABEL GmbH kämpfen gegen Lohndumping durch die KIELER NACHRICHTEN.


http://www.chefduzen.de/index.php/topic,21494.0.html
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Kuddel


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« Antworten #91 am: August 28, 2010, 19:47:00 »

Zitat
Darmstadt: GALIDA - Aktion gegen Zeitarbeit

Unter dem Motto: Billiglohn und Zeitarbeit – dafür ham´wir keine Zeit! protestierte die GALIDA heute gegen die Zeitarbeitsmesse der ARGE Darmstadt in den Räumen der Agentur für Arbeit im Groß-Gerauer-Weg 7.
Wie nicht anders zu erwarten, war die Polizei schon vor Ort, als wir vor der Agentur eintrafen. Zu unserer Überraschung war sogar die Agentur-Leitung vertreten, welche uns in einem Akt umschmeichelnder Höflichkeit erlaubte, innerhalb der Agentur aufzuschlagen und dort unsere Flugblätter (siehe Anlage) unter die Erwerbslosen zu bringen.


Das taten wir dann auch mit großer Freude. Nachdem wir mit Transparenten und Flugblättern eine große Runde an den Zeitarbeitsinfotischen vorbei gelaufen waren, informierten wir die Anwesenden Erwerbslosen über Hintergrund der Aktion und ihre Rechte gegenüber den Firmen.

Nach getaner Tat, verließen wir, natürlich unter wachsamen Augen der Staatsdiener, nach etwa 45 Minuten wieder den Ort des Geschehens.

Vor dem Gebäude wurden wir dann noch von vier Erwerbslosen angesprochen, welche große Sympathie für die Aktion kundtaten und von ihren miesen Erfahrungen bei Zeitarbeitsfirmen berichteten.

Wir haltes es mit Paulchen Panther: Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!
http://de.indymedia.org/2010/08/288462.shtml
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DJ1980


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« Antworten #92 am: August 29, 2010, 08:19:50 »

Sauber! Weiter so!!!
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Egal, was ich hier schreibe: Es handelt sich dabei niemals um eine Rechtsberatung, sondern Grundsätzlich nur um meine eigene Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.
Scheiß auf Dolce&Gabbana! Ich trage Smith&Wesson!

Banken sind gefährlicher als stehende Armeen
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Kuddel


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« Antworten #93 am: September 25, 2010, 17:39:29 »

Habe gerade einen schon ein paar Monate alten Artikel gefunden:

Zitat
Stop Leiharbeit – Proteste gegen boomende prekäre Arbeit

Ein Bericht von den Protesten gegen boomende prekäre Arbeit  am 29.4.2010 in Bremen


Stop Leiharbeit –


Unter diesem Motto fand heute in der Bremer Innenstadt auf dem Liebfrauenkirchhof eine Kundgebung und eine parallele „Besuchsaktion“ einer Leiharbeitsfima statt. Mit beiden Aktionen sollte in der „Hochburg der Leiharbeit Bremen“, 2 Tage vor dem 1. Mai, gegen Prekarisierung und Ausbeutung protestiert und für die aktive Beteiligung am Bremer 1.Mai geworben werden



400 Leiharbeitsfirmen allein in  Bremen.


Mit der befristeten Einstellung und schnellen Kündigung von Arbeitskräften und der Ausweitung der Leiharbeit wälzen die Unternehmen die Folgen der kapitalistischen Krise zunehmend auf die lohnabhängig Beschäftigten ab. So ist durch den Anstieg der Zahl der Leiharbeitsfirmen von 120 in 2008 auf über 400 im Jahr 2010 Bremen zu einer Hochburg der Leiharbeit geworden. Die Zahl der LeiharbeiterInnen hat sich in den letzten 10 Jahren verdreifacht. Die Löhne der Leiharbeiter liegen dabei um bis zu 40%  unter denen der fest Beschäftigten . Kein Wunder das Leiharbeit bundesweit und auch in Bremen boomt.
Während der Anteil der LeiharbeiterInnen an allen Arbeitsverhältnissen bundesweit nur 2,8% beträgt ist er in Bremen schon auf 4,5 % gestiegen.


Arbeiten in Zeiten der Krise.

Nach dem Modell Schlecker soll der Ausweg aus der Krise über zunehmende Leiharbeit erfolgen. In Bremen am deutlichsten an der Entwicklung der Arbeit in den Hafenbetrieben erkennbar: Feste Angestellte des Gesamthafenbetriebsvereins und Rhenus Midgard werden entlassen und durch flexibel abrufbar, schlecht bezahlte und wenig oder gar nicht organisierte Leiharbeiter ersetzt.
In der Krise und Phase wirtschaftlicher Konsolidierung lassen sich mit der Ausweitung der Leiharbeit blendende Geschäfte machen. Sowohl bei den Firmen, die Leiharbeiter in Ihren Betrieben einsetzen, als auch bei den Leiharbeitsfirmen.



Ergänzt wird das repressive System der Lohnsenkung und Flexibilisierung durch die Praxis der 1€ Jobs und Verfolgungsbetreuung der Ämter und privaten Vermittler, mit denen die Erwerbslosen für die deregulierte Leiharbeit „konditioniert“ werden. Berechtigte Existenzängste der Menschen fördern dabei die Passivität und Akzeptanz miesester Arbeitsbedingungen.  Diese schlagen dann auf reguläre Beschäftigungsverhältnisse zurück und erzeugen auch dort erhöhten Druck bei den Erwerbstätigen.

Solidarität



Zum Widerstand ermuntern.

Die Protestkundgebung und die „Besuchsaktion“ der Bremer Leiharbeitsfima in der Innenstadt von politischen AktivistInnen, 2 Tage vor dem 1. Mai, sollten auf das Thema „Krisenbewältigung durch boomende Leiharbeit“ aufmerksam machen.
Den InitiatorInnen vom Bremer Euro-Mayday –Bündnis kann nach der erfolgreichen Aktion heute nur beglückwünscht werden.  Trotz guten Vorlaufes der Aktiven  sind die geplanten Aktionen zu den Leiharbeitsfirmen durchgesickert; waren sie auf evtl. politischen Protest-„Besuch“  vorbereitet.  Die erfahrenen politischen Aktivisten haben auf diese Entwicklung flexibel und erfolgreich reagiert.
Mit Transparenten, Schildern und Protestreden vor der „besuchten“ Leiharbeitsfirma wurde der Unmut über  prekäre Arbeitsverhältnisse und die „Krisengewinner“ artikuliert und erfolgreich für die Beteiligung an der Bremer 1. Mai-Demo des DGB geworben. Wie im letzten Jahr zum 1. Mai soll der Protest gegen zunehmende prekäre Arbeitsverhältnisse mit eigenen Transparenten und Schildern der Betroffenen auf die Straße gebracht werden.
Gleichzeitig wird damit angeknüpft an die erfolgreiche Praxis der Flash-Mob Aktionen, bei denen politische AktivistInnen, Arbeitslose, prekär Beschäftigte, Schüler und Studenten mit verschiedenen Gewerkschaftern die Gegenwehr gegen die Abwälzung der Krisenlasten lautstark in die öffentliche Wahrnehmung gerückt und zur Beteiligung ermuntert haben.

http://www.kapitalismuskrise.org/bremen/
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Kuddel


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« Antworten #94 am: Februar 01, 2011, 16:28:27 »

Tut sich etwas bei den DGB Gewerkschaften?
Nicht mehr "Leiharbeit verbessern!", sondern Leiharbeit stoppen!



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dejavu


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« Antworten #95 am: Februar 01, 2011, 19:02:25 »

Cooler Button!
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Doppelausbeutung durch Leiharbeit? Nein Danke!!!
wargh


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« Antworten #96 am: Februar 03, 2011, 21:47:07 »

Boa, das wäre ein absoluter Freudentag, wenn die ZAF's mal "ausgeschalten" werden.

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dejavu


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« Antworten #97 am: Februar 05, 2011, 01:50:22 »

Zitat
"Wer dran bleibt, erreicht auch Erfolge"

Na bitte, es geht doch! So halten wir's hier auch, immer schön dranbleiben.
Glückwunsch Alexandra, und weiterhin viel Erfolg!
Zitat
Interview - Klinikum Essen: Personalrat schafft Leiharbeit ab

von Herbert Schedlbauer

Alexandra Willer ist Personalratsvorsitzende und stellvertretende ver.di Vertrauenskörper-Vorsitzende am Uniklinikum Essen.

UZ: Die rot-grüne Bundesregierung hat vor sieben Jahren Tür und Tor für Leiharbeit geöffnet. Mit Duldung der Gewerkschaften. Betroffen war auch das Uniklinikum Essen. Wie habt ihr erreicht, dieses Lohndumping zu beenden?

Alexandra Willer: Prekäre Arbeitsverhältnisse wurden in dieser Gesellschaft lange Zeit überhaupt nicht wahrgenommen. Schlimmer noch, die Menschen hatten sie als normal betrachtet. Mit Schlecker und seinen XXL-Märkten gab es dann eine Situation, wo auch die Beschäftigten in Essen am Uniklinikum aufhorchten. Unser Vertrauensleutekörper, ver.di als Gewerkschaft sowie wir als Personalrat, waren fünf Jahre an dem Thema dran. Als die miesen Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter an die Oberfläche kamen, gelang es uns auch die Medien dafür zu interessieren.

UZ: Schlechte Arbeitsbedingungen und Lohndrückerei müssen also öffentlich gemacht werden?

Alexandra Willer: Ja. Die innerbetriebliche Auseinandersetzung ist die eine Seite. Ein weiterer Schritt ist die Politik zu fordern. Karl-Josef Laumann (CDU), der abgewählte Arbeitsminister der schwarzgelben Landesregierung, musste sich in unserer Personalratssitzung äußern. Anschließend erklärte er gegenüber dem WDR, das Uniklinikum wäre ein "unanständiger Arbeitgeber". Auch der frühere nordrhein-westfälische DGB Vorsitzende Guntram Schneider (SPD), der jetzt Arbeitsminister ist, nutzte den Wahlkampf. Er sprach mit Leiharbeitern und zeigte sich empört. Wir nehmen ihn nach dem Regierungswechsel in NRW in die Pflicht. Wir werden als Personalrat nicht locker lassen.

UZ: Im Uniklinikum Essen vertretet ihr 3 000 Arbeiter und Angestellte. Dazu kamen rund 300 Leiharbeiter. Die wurden extra in einer dafür vom Klinikmanagement gegründeten Serviceagentur (PSG) beschäftigt. Wie sah die Entlohnung dort aus?

Alexandra Willer: Zum Beispiel: Eine am Klinikum beschäftigte Verwaltungsangestellte, deren Vertrag auslief, sollte für 400 Euro weniger im Monat die selbe Arbeit machen. Wer in die PSG kam, hatte kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Keine betriebliche Altersversorgung. Es gab 24 Tage Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz, statt 30 Tage nach dem Tarifvertrag. Das waren die Haupteinschnitte für den materiellen Unterschied. Hochgerechnet auf die unterschiedlichen Beschäftigungen wurde zwischen 25 und 30 Prozent weniger verdient.
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UZ: Wie sah Euer Widerstand aus, welche Aktionen habt Ihr gemacht? Wie gelang es dem Personalrat, die Belegschaft einzubeziehen?

Alexandra Willer: In den fünf Jahren der PSG, der dadurch entstandenen Zweiklassenbelegschaft, haben wir immer wieder diesen Zustand in und außerhalb des Klinikums angeprangert. Auf jeder Personalversammlung konfrontierten wir den Vorstand der Klinik damit. Es gab Postkartenaktionen, bei denen sich das Stammpersonal mit den Leiharbeitern solidarisierte. Mit einer Fotoserie "Wir alle sind das Klinikum" zeigten wir, dass wir anders arbeiten wollen. Unter Bedingungen, die keine unterschiedliche Entlohnung duldet für gleiche Arbeit. Mit immer neuen Ideen und Aktionen, ist vier Jahre gekämpft worden, bis wir letztendlich erfolgreich waren.
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Den ganzen Text lest ihr: hier
« Letzte Änderung: Februar 05, 2011, 01:52:56 von dejavu » Gespeichert

Doppelausbeutung durch Leiharbeit? Nein Danke!!!
DJ1980


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« Antworten #98 am: Februar 05, 2011, 08:11:46 »

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr mir dieser Artikel Hoffnung gibt!
Und so müsste es nun Bundesweit laufen! Weg mit der Scheiße!
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Tiefrot


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« Antworten #99 am: Februar 05, 2011, 21:57:47 »

DJ1980 schrob:

Zitat
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr mir dieser Artikel Hoffnung gibt!
Und so müsste es nun Bundesweit laufen! Weg mit der Scheiße!

Dies halte ich persönlich für einen absoluten Ausnahmefall.
Kaum einer dieser kranken Gewinnmaximierer wird -wie hier- ein Einsehen haben.  cry
Nie nicht.
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Schwarz Rot Gold gehört nicht der Politik, sondern uns. Wir sind das Volk !

Mit 95 noch an der Drehbank stehn ?
Sich via Leiharbeit doppelt ausbeuten lassen ?
Zu chinesischen Löhnen arbeiten und deutschen Preisen leben müssen ? Nicht mit mir !
dejavu


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« Antworten #100 am: Februar 06, 2011, 22:05:05 »

Zitat
Dies halte ich persönlich für einen absoluten Ausnahmefall.
Noch ist das sicher so, aber wer weiß vielleicht setzt sich bei Betriebs/Personalraten langsam die Erkenntnis durch, das Leiharbeit im Betrieb im Endeffekt nur Nachteile für die gesamte Belegschaft bringt. Die UZ ist das bislang einzige Printmedium das über diese Vorgänge an der Uniklinik Essen berichtet hat, glaub ich.
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Judy


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« Antworten #101 am: Februar 07, 2011, 21:19:22 »

Ich hab gehört, dass fast jede ZAF irgendwie was Rechtswidriges macht, entweder jede Menge falscher Lohnabrechnungen, rechtswidrige Dinger im Arbeitsvertrag usw.
Können dann nicht die Leute, die sich ansonsten mit Tricks oder AU von ZAF freihalten, sich einfach mal kurz einstellen lassen, die Rechtswidrigkeiten dokumentieren, und danach anzeigen? Danach hat man dann sicherlich Ruhe vor denen, die werden einen dann nie mehr einstellen wollen, wenn das aber genug Leute machen, kann das vielleicht auch den Tod der ZAF bedeuten, ich denke auch nicht, dass jemand dafür sanktioniert werden kann, dass er ne Rechtswidrigkeit anzeigt.
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dejavu


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« Antworten #102 am: Februar 08, 2011, 02:10:36 »

Du, Judy ich hab gehöhrt das das hier schon einige gemacht haben sollen. Grin Grin Grin
Zitat
wenn das aber genug Leute machen, kann das vielleicht auch den Tod der ZAF bedeuten,
Das Problem ist, die sind wirklich zäh die Biester! Aber wir sinds auch... Grin Grin Grin
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DJ1980


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« Antworten #103 am: Februar 08, 2011, 07:37:27 »

Ich hab gehört, dass fast jede ZAF irgendwie was Rechtswidriges macht, entweder jede Menge falscher Lohnabrechnungen, rechtswidrige Dinger im Arbeitsvertrag usw.
Können dann nicht die Leute, die sich ansonsten mit Tricks oder AU von ZAF freihalten, sich einfach mal kurz einstellen lassen, die Rechtswidrigkeiten dokumentieren, und danach anzeigen? Danach hat man dann sicherlich Ruhe vor denen, die werden einen dann nie mehr einstellen wollen, wenn das aber genug Leute machen, kann das vielleicht auch den Tod der ZAF bedeuten, ich denke auch nicht, dass jemand dafür sanktioniert werden kann, dass er ne Rechtswidrigkeit anzeigt.


Das Problem mit dem "Anzeigen" ist ja immer erstmal jenes:

1.: Handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat? Das meißte sind wohl Owigs, und schon juckt es die StA nicht mehr, sondern dann ist das zuständige Gewerbeaufsichtsamt zuständig, die dann, wenn überhaupt, eine lächerliche Geldbuße ansetzt!

2.: Besteht genügend öffentliches Interesse, insofern es sich überhaupt um eine Straftat handelt? Und das ist genau der Punkt: Da die ganzen Leihficker bislang nahezu ungeschoren davon gekommen sind, denkt die Öffentlichkeit, genau so wie bei den ganzen Hartz IV Sachen, dass das schon alles seine Richtigkeit hat, und schon behauptet die StA, das kein ausreichendes öffentliches Interesse besteht.


Dazu kommt, und ich kann es gar nicht oft genug betonen, das es ja immer noch hunderttausende von hirntoten Vollidioten gibt, die sich den ganzen Ausbeuterscheiß gefallen lassen, ja schlimmer noch, die sogar froh sind, "überhaupt einen Job zu haben", stichwort "Hauptsache nen Job"!
Und solange dieses Selbstzerstörerische und gegen jede Vernunft verstoßende Denken nicht aus dem engstirnigen Deutschen Volk raus ist, wird sich in Zukunft wohl auch nix ändern.....
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« Antworten #104 am: März 29, 2011, 18:35:44 »

ALSO-Aktion zur Leiharbeitsmesse in Oldenburg
Am vergangenen Mittwoch (23.3.2011) fand in der Oldenburger Messehalle eine sog. Zeitarbeitsmesse statt. Knapp 20 Zeitarbeitsläden suchten sich in gutem Bild darzustellen. Das gelang wohl nicht. Zum einen waren die meisten Messe'besucher' zwangsrekrutiert - ganze Gruppen von Maßnahmenteilnehmern wurden durch die Halle geschleust. Zum anderen hatten schon viele allzu üble Erfahrungen mit diesen Unternehmen gemacht. Die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) konnte mit vielen Besuchern gute Gespräche führen, informierte über das Urteil des Bundesarbeitsgericht, wonach der Christliche Leiharbeitstarif ungültig ist wie auch die Möglichkeit, in bestimmten Fällen den Lohn der Entleihbetriebe nachzufordern. Siehe dazu:


Leiharbeit? „Ja, warum denn nicht?“
 „Zeitarbeitsmesse – das klingt gut, das klingt seriös. Auf Messen werden neue Waren und Dienstleistungen präsentiert. Bei der Zeitarbeit wird auch mit Ware gehandelt: mit der Ware Arbeitskraft. Allerdings ist die Ware Arbeitskraft fest mit lebendigen Menschen verbunden. Menschenhandelsmesse? – Das klingt schon nicht mehr so gut. (…) Sklavenhändlermesse – wie klingt das?...“
ALSO-Flyer zur Messe: http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/psa/also0311a.pdf


Verleiher, vollen Lohn nachzahlen! Volle Löhne einfordern!

ALSO-Flugblatt zum Bundesarbeitsgerichtsurteil http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/psa/also0311b.pdf
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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