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ManOfConstantSorrow
Anmeldungsdatum: 17.01.2003
Beiträge: 469
Verfasst am: 25.10.04 um 10:43 Titel:
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23.10.04 - Junge Frau durch Bausparkasse in Freitod getrieben 
Fulda
Liebe Genossinen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitmenschen im Internet,
ich möchte Ihnen/Euch die traurige Mitteilung machen, dass im bundesweiten Immobilienbetrug eine weiteres Suizidopfer zu beklagen ist. Die Tochter unseres Genossen und Kollegen Klaus Schüller, stellv. Vorsitzender der AfA Thüringen und Funktionär des DGB Thüringen wurde von der BADENIA Bausparkassse laut Auskunft der Eltern in den Tod getrieben. Sie war nicht die erste. Und wird möglicherweise nicht die letzte bleiben.
Anja Schüller war Krankenschwester in Würzburg. 1998 wurde sie von Zuführern der BADENIA-Bausparkasse überredet, eine Immobilie in Chemnitz als Altersvorsorge zu erwerben. Die junge Frau erkannte schon sehr bald, welcher Mogelpackung sie aufgesessen war. Ihre daraus erwachsenden Sorgen und ihre finanzielle Not wurde immer größer. Trotz Rechtsberatung und Vertretung der im Mai 2003 beauftragten Anwaltskanzlei Reiter & Collegen und den mit dieser Kanzlei kooperierenden Bundesminister a.D. Gerhart Rudolf Baum war es unmöglich, einen akzeptablen Vergleich mit der Bausparkasse BADENIA hinzubekommen. Einen solchen Vergleich hätte die BADENIA mit Kunden abgeschlossen, deren Einkommen um 100 Euro über der Pfändungsfreigrenze liegt. Anjas Einkommen lag sage und schreibe 200 Euro höher. 200 Euro, die letztendlich wohl über Leben und Tod von Anja Schüller dem Vernehmen nach entschieden haben.
Am 17.09.2004 erhielten die Eltern von Anja Schüller einen Brief ihrer Tochter mit der Bitte, sie heimzuholen. Vor allem der beiliegende Wohnungsschlüssel ließ die besorgten Eltern in großer Unruhe nach Würzburg eilen, wo sie ihre Tochter dann tot in ihrem Bett auffanden. Sie hatte sich eine Infusion gelegt und ihr Leben damit beendet. Vor ihr auf dem Tisch lagen zusammen mit erschütternden Abschiedsbriefen an die Eltern und ihre Freunde beiliegend auch die Zwangsvollstreckungsbescheide der BADENIA i.H. von über 70.000 Euro.
Die näheren Umstände dieser Verzweiflungstat haben ergeben, dass Anja Schüller an den Anwälten Reiter & Collegen vorbei massivst per Gerichtsvollzieher und Gehaltspfändungen durch die BADENIA unter Druck gesetzt wurde. In ihrem Brief an die BADENIA Mitarbeiter werfen die Eltern von Anja Schüller der BADENIA vor, dass ihre Tochter möglicherweise noch leben könnte, wenn die BADENIA den standesrechtlichen Weg über die eingeschalteten Anwälte Reiter & Collegen eingehalten hätte. Aus der näheren Umgebung von Anja Schüller verlautete, dass sie unter Tränen verzweifelt war über den ihr abgezwungenen Offenbarungseid und die Gehaltspfändung durch die BADENIA.
Die SWR-Reihe "betrifft ..." berichtete am 18.10. 45 Minuten lang über die "Bausparfalle" Badenia (
http://www.swr.de/betrifft/2004/10/18/index.html) und den Selbstmord von Anja Schüller. (...) Den offenen Brief der Eltern von Anja Schüller an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Regional- und Gebietsleiter der BADENIA-Bausparkasse in Karlsruhe und Deutschland findet Ihr auf:
http://www.badenia-opfer.de/elternbrief.pdf Den Brief an die Geschäftspartner der BADENIA , die Konzernmutter AMB-Generali sowie über 1000 Versicherungs- und Anlageberatungsagenturen, die per E-mail von Klaus Schüller angeschrieben wurden, findet Ihr unter:
http://f25.parsimony.net/forum62454/messages/19780.htm (...)
In Solidarität mit der Familie von Klaus Schüller (
klaus-schueller@gmx.de)
Gerd Renner
Mitglied im SPD OV Petersberg (UB Fulda)
Kollege im GEW Kreisverband Fulda
und Initiator der Internetinitiative
http://www.immobetrug.de gegen Immobilienbetrug in Deutschland
Quelle:
http://www.rf-news.de/rfnews/aktuell/Wirtschaft/article_html/News_Item.2004-10-23.4920 (dort gibt´s auch ein Foto von Anja Schüller )
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
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ManOfConstantSorrow
Anmeldungsdatum: 17.01.2003
Beiträge: 469
Verfasst am: 12.11.04 um 18:07 Titel:
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12.11.04
Suizid vor der Arbeitsagentur Sindelfingen: Unter dieser Überschrift war gestern der folgende Artikel von Günther Jungnickl in der "Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung" zu lesen:
Bietigheim-Bissingen - Erschütternde Verzweiflungstat eines Arbeitslosen: Mit seinem Pkw raste ein 51-jähriger gelernter Fernmeldetechniker am Dienstagabend gegen den Haupteingang der Bietigheimer Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit, das Fahrzeug fing Feuer, und der Mann verbrannte darin bis zur Unkenntlichkeit.
Um 19.40 Uhr schoss ein Citroen Saxo quer über die Straße und knallte gegen den Haupteingang. Danach gab es laut Augenzeugen eine Explosion, und der Kleinwagen stand in Flammen. Nach den Löscharbeiten entdeckte man auf dem Fahrersitz einen toten Mann. Nur kurze Zeit rätselte die Polizei, ob es sich bei dem Toten tatsächlich um den Fahrzeughalter handelte und ob es "nur" ein tragischer Unfall war. Doch dann fanden die Einsatzkräfte die geöffnete Gasflasche auf dem Beifahrersitz. Damit stand fest: Der Unglücksfahrer hatte seinen Tod selbst herbeigeführt. Nach ersten Ermittlungen hatte er die Flasche geöffnet und war schließlich gezielt auf das Gebäude zugefahren. Beim Aufprall entzündete sich das Gas.
Warum der Mann ausgerechnet die Bietigheimer Filiale der Arbeitsagentur ausgesucht hatte, war auch schnell klar. Der geschiedene Mann, der aus Sachsenheim stammt, war nicht nur verschuldet, sondern bereits seit einiger Zeit auch arbeitslos gemeldet. Erst kürzlich war ihm das Arbeitslosengeld gestrichen worden, weil er offenbar die angebotenen Jobs nicht angenommen hatte.
Auch der Leiter der Ludwigsburger Agentur für Arbeit, Wolfgang Heckmann, schloss gestern einen Zusammenhang zwischen dem Unglück und der Agentur nicht mehr aus, nachdem die Identität des Mannes feststand. Bis letzten Monat habe der Sachsenheimer noch zu den Kunden der Bietigheimer Geschäftsstelle gehört, bestätigte er und vermutet deshalb eine "Verzweiflungstat, die auf das schwere persönliche Schicksal des Opfers zurückzuführen ist".
Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
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