Bis zu sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt will die
Gewerkschaft-Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der kommenden Tarifrunde durchsetzen.
"Die Beschäftigten haben einen Anspruch darauf, dass sowohl der Produktivitätsfortschritt als auch die Entwicklung der Lebenshaltungskosten angemessen berücksichtigt wird.", man habe "das klare Ziel, keine Tarifverträge mehr mit Stundenlöhnen von weniger als 7,50 Euro abzuschließen".Neuer Tarifvertrag für die Systemgastronomie
Der Bundesverband der Systemgastronomie und die Gewerkschaft NGG haben einen neuen Entgelt- und Manteltarifvertrag abgeschlossen. Der Lohn für die rund 80.000 Beschäftigten von McDonald’s, Burger King, Kentucky Fried Chicken und Pizza Hut steigt in den kommenden drei Jahren schrittweise um bis zu 17,8 Prozent.
NGG setzt Weiterbeschäftigung bei Burger King durch
Gökmen Yücel und Selvathirasa Selvarasa dürfen vorerst ihre Arbeit bei Burger King in Dortmund-Kley wieder aufnehmen. Nach der Betriebsratswahl im Mai 2006 war ihnen - wie auch zwei weiteren Betriebsratsmitgliedern - wegen angeblicher Wahlmanipulation gekündigt worden. Die Gerichte entschieden jedoch, dass beide bis zum endgültigen Abschluss des Kündigungsschutzverfahrens weiterzubeschäftigen seien.
Da Burger King sich weigerte, beantragte NGG schließlich die Vollstreckung: unter Androhung von bis zu 25.000 Euro Zwangsgeld oder der Zwangshaft gegen den Geschäftsführer der Burger King GmbH in München. Unter diesem Druck ließ der Restaurantleiter Yücel und Selvarasa am 3. Januar 2007 wieder arbeiten. Manfred Sträter , Geschäftsführer der NGG-Region Dortmund, traut dem Frieden nicht. Dafür spreche auch ein Schreiben der Fastfood-Kette, in dem es über den „Streitfall“ Yücel unter anderem heiße: „Wir halten das Urteil in der Sache unverändert für unrichtig, wollen ihm aber gleichwohl Rechnung tragen.“
Arm trotz Arbeit?
Von Arbeit muss man leben können. Wir brauchen den GESETZLICHEN MINDESTLOHN. Jetzt mit 7,50 Euro beginnen und schrittweise auf 9,00 Euro erhöhen.
Quelle NGG