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Autor Thema: Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen :(  (Gelesen 15857 mal)
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Ocean


Beiträge: 266


« am: Januar 10, 2008, 13:05:29 »

Moin,

kennt ihr das auch, dass man sich zu nichts mehr aufraffen kann, obwohl noch so viel zu erledigen und zu organisieren wäre?

Ich habe meinen Job im CallCenter zum 31.03.08 gekündigt, da ich es gesundheitlich nicht mehr aushalte (Depresssion mit Persönlichkeitsstörung). Ab dem 01.04.08 bin ich dann quasi arbeitssuchend. War auch schon im Arbeitsamt, usw.

Aber das Problem ist, dass ich mich zu nichts aufraffen kann. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause am PC und surfe im Internet, höre Musik, usw. Meine Eltern machen mir natürlich Druck, da es nicht sein kann, dass ein junger Mann arbeitslos ist. Aber die können das nicht verstehen.

So long,
Ocean
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Soulsurferin


Beiträge: 64



« Antworten #1 am: Januar 10, 2008, 13:52:01 »

Hey Ocean,

ich kenne das auch gut....Und manchmal denk ich auch, warum eigentlich? Aufraffen fällt oft soooo schwer und bringt dann auch oft nichts.

ABER irgendwie geht es immer weiter. Bei mir ist es oft so, dass ich denke, ok, hier kommste echt nicht weiter und das wars, aber dann öffnet sich eine neue Tür....Und arbeitslos sein ist keine Schande, sondern heutzutage Normalität. Klar, unsere Eltern entspringen noch der alten Generation und können uns vielleicht oft nicht verstehen, aber es ist Dein Leben und nicht das von Deinen Eltern.

Gib nicht auf. Was würdest du denn am liebsten machen?
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Ocean


Beiträge: 266


« Antworten #2 am: Januar 10, 2008, 14:05:27 »

Hey, danke für deinen Beitrag Smiley

Es ist wirklich schlimm, wenn man so in den Tag hineinlebt, ohne etwas sinnvolles fertig zu bringen. Wenn schon das alltägliche Einkaufen von Lebensmitteln zur unüberwindbaren Aufgabe wird, dann ist das schon krass.

Auf der anderen Seite habe ich gar keine großen Ansprüche. Ein ganz normaler einfacher Job. Früh aus dem Haus, nachmittags wieder nach Hause. Keine Karriere, noch sonst was...

Um ehrlich zu sein, ich habe absolut Null Selbstwertgefühl. Wobei das auch richtig ist, weil ich nichts kann. Ich habe zwar eine Ausbildung als Bürokaufmann, aber keine Ahnung von Buchhaltung oder so. Technisch habe ich gar keine Ahnung und handwerklich habe ich zwei linke Hände...

Zitat
Gib nicht auf. Was würdest du denn am liebsten machen?

Ja, kämpfe jeden Tag dafür, nicht aufzugeben. Hm, wenn ich nur wüsste, was ich gerne machen wollen würde, dann wäre ich schon einen Schritt weiter... *sfz*
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Soulsurferin


Beiträge: 64



« Antworten #3 am: Januar 10, 2008, 14:13:54 »

Also an Deiner Stelle würde ich mir irgendeinen Bürojob suchen, vielleicht auch erstmal nur in Teilzeit und dann kannst Du Dir überlegen, was Du mit Deinem Leben machen möchtest.

Mir gehts da eigentlich wie Dir....möchte auch keine Karriere machen, einfach nur arbeiten um zu Leben. Leider ist das ja nicht so einfach. Jobs sind rar und die Bedingungen schlecht....Man muß schon viel hinnehmen, was man nicht will. Trotzdem werde ich weitersuchen, weil irgendwann klappt das hoffentlich!

Am besten ist es Routine in seinen Tag zu bringen. Nicht zu spät aufstehen, Sport machen oder einfach nur raus an die frische Luft. Mir bringt das schon was und man fühlt sich Abends auch viel besser, weil man ja wenigstens irgendwas getan hat.....und es bringt auch a bissl was fürs Selbstwertgefühl.
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Ocean


Beiträge: 266


« Antworten #4 am: Januar 10, 2008, 14:19:19 »

Da hast du Recht. Ich stelle schon jeden Tag um 8 Uhr meinen Wecker, damit ich nicht den ganzen Vormittag verschlafe. Nur belastet mich die momentane Situation (ich weiß nicht, wie es mit meinem Leben weiter geht) so sehr, dass ich abends extreme Einschlafstörungen habe und mich bis 1 oder 2 Uhr nachts hin- und herwälze. Körperlich bin ich müde, aber meine Psychie fährt Karusell...

Ende Februar habe ich einen Termin bei einem Psychotherapeuten. Ich will eine ambulante Therapie machen, weil ich so nicht weiter komme... Aber bis Ende Februar ist es leider noch lange.
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Hexenbändiger
Gast
« Antworten #5 am: Januar 10, 2008, 14:27:36 »

Ich kenne dieses Gefühl, bin selbst manisch depressiv..
Ich schieße mich Soulsurferin an. Sport ist das beste. Das bringt den Kreißlauf in gang, vitalisiert und lenkt ab. Man ist wesendlich ausgeglichener.
Ansonsten.. sollte es der Fall sein, dass du kiffst, hast du die Ursache vor Augen.
Ich denke Therapie ist ineffizient. Da bekommste meit nur legale Drogen, um dich ruhigzustellen, bringt aber nix. Sport und viel mit Freunden unternehmen wirkt oft Wunder!  :cheer:
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Schraubenwelle


Beiträge: 1089



« Antworten #6 am: Januar 10, 2008, 15:10:52 »

Ich versuche möglichst eine geregelten Tag bei zu behalten...auch wenn es nicht immer klappt.
Stehe morgens fast immer zur selben Zeit auf esse möglichst um die selbe Zeit ..mache mir Ziele für die Woche die ich angehen will ...sehe zu das ich irgendwie so eine Regelmässigkeit rein bekomme.
Aber immer klappt das auch nicht so...manchmal wenn ich drüber nachdenke wie das weiter gehen soll...dann hab ich auch Durchhänger.
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Ocean


Beiträge: 266


« Antworten #7 am: Januar 10, 2008, 16:15:28 »

Ja das stimmt, am besten gar nicht erst über sein Leben nachdenken. Aber das klappt nicht. Naja, ich hab ja nicht mal eine Freundin. Lebe bzw. vegetiere so alleine vor mich hin.

Wenn ich so die wenigen Stellenanzeigen lese, die es hier gibt, dann krieg ich die Krise. Die suchen alle selbstbewusste, motivierte und selbständig arbeitende Mitarbeiter, die Eigeninitiative zeigen usw. Aber das bin ich alles nicht.  cry
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regenwurm


Beiträge: 3522



WWW
« Antworten #8 am: Januar 10, 2008, 18:30:26 »

Zitat
Lebe bzw. vegetiere so alleine vor mich hin.

Mensch Ocean jetzt ist es ganz dein Leben.
Versuch doch mal zu schauen wie andere so leben, vieleicht sich einer Gruppe anschließen. Als Beispiel Tierschutz, Menschenrechte, Blogger werden, Fotografieren, Wandergruppe undsoweiter...

Es ist deine Zeit zu Leben, wenn nicht jetzt wann dann.
Du bist nur in ein Tiefes Loch gefallen, weil du dich vorher von der Arbeitsstelle prägen lassen hast.(d.h. dei Hirm war Ausgeschaltet)

Mach mal 'ne Website. Such dir einen Avatar.

Und nu bist ganz du selbst. Laß dich inspirieren
das Leben muß erstmal neu gelernt werden.

Ich bin seit 7 Jahren ohne Wecker (Ohne jemand der mich bevormundet will, also Chefs und der ganze Kranke Konsumterror).

don't give up (setz dir kleine Ziele) jeden Tag um die selbe Zeit eine Halbe Stunde zum See oder so...
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Sektsauferle


Beiträge: 1693



« Antworten #9 am: Januar 10, 2008, 20:41:32 »

Zitat
Original von Ocean
Da hast du Recht. Ich stelle schon jeden Tag um 8 Uhr meinen Wecker, damit ich nicht den ganzen Vormittag verschlafe. Nur belastet mich die momentane Situation (ich weiß nicht, wie es mit meinem Leben weiter geht) so sehr, dass ich abends extreme Einschlafstörungen habe und mich bis 1 oder 2 Uhr nachts hin- und herwälze. Körperlich bin ich müde, aber meine Psychie fährt Karusell...

Ende Februar habe ich einen Termin bei einem Psychotherapeuten. Ich will eine ambulante Therapie machen, weil ich so nicht weiter komme... Aber bis Ende Februar ist es leider noch lange.


das theater hab ich zwei jahre mitgemacht, ich war den ganzen tag daheim, und hab nix auf die reihe gebracht, garnichts, wie ein zombie.
wenn meine tochter nicht da wäre, ich hät nicht mal geschafft früh aufzustehen, aber einschlafstörungen hatte ich wie sau.
ein alptraum, 2005 war ganz schlimm.
das jahr ist an mir komplett vorbei gegangen, ich kann mich an nichts mehr erinnern, außer gerichtsvollzieher und enbw zwecks strom abstellen wollen.

im moment hab ich urlaub, und ich hab mich so auf den urlaub gefreut, bis mir kurz vor weihnachten mein auto verreckt ist.
seither gehts schon wieder los, mit den schlafstörungen und und und.

und ich bin , bis auf mein kind auch allein, selten weg, zwecks geldmangel, wo soll da n freund herkommen, tja.....

versuch irgendwas dagegen zu tun, n hobby vielleicht, sonst geht das jahr genauso an dir vorbei, wie bei mir damals, ist schrecklich, echt.
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In Memory of Menschenrechte !!!
ritchjoe


Beiträge: 215



« Antworten #10 am: Januar 10, 2008, 23:01:37 »

Zitat
Original von Ocean
Ja das stimmt, am besten gar nicht erst über sein Leben nachdenken. Aber das klappt nicht. Naja, ich hab ja nicht mal eine Freundin. Lebe bzw. vegetiere so alleine vor mich hin.

Wenn ich so die wenigen Stellenanzeigen lese, die es hier gibt, dann krieg ich die Krise. Die suchen alle selbstbewusste, motivierte und selbständig arbeitende Mitarbeiter, die Eigeninitiative zeigen usw. Aber das bin ich alles nicht.  cry


Hm, das kenn ich auch , im Moment ist auch wieder ganz extrem , alles ist mir zu viel, hab Zeit krieg nichts hin , ärgere mich nur rum bes mit dem Dreck vom Amt... ich hab nun 8 Wochen jede Untersuchung machen lassen die man sich vorstellen kann und am Dienstag muß ich ( oder sagen wir mal  :Pdarf ich) zum Neurologen , hab keinen Plan was dann passiert... ich hab eigentlich jedlichen Lebensmut verlohren .....und Freundin vergiss es ....die lassen Dich dann wenns eng wird auch noch im Stich ......
Is bei mir auch so , kann kaum mehr schlafen .. und wenn dann wach ich naßgeschwitz auf , völlig erledigt ......ich fühle mich so richtig ausgepauert und wenn ich dran denke das ich noch länger auf das Amt angewiesen sein soll und die mich Schikanieren wie Sie wollen ... ist doch Müll ....Ne vernüftige Arbeit find ich auch net , mein altes Leben ist schon lange tot!

Vielleicht sollten wir ne Selbsthilfegruppe gründen und uns und anderen helfen , heißt doch immer gemeinsam ist man stark huh
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Hätte ich doch schreiben gelernt....??

Ich war traurig das ich keine Schuhe hatte,
bis ich einen Traf der keine Füsse hatte......
regenwurm


Beiträge: 3522



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« Antworten #11 am: Januar 11, 2008, 10:03:30 »

Zitat
... ich hab eigentlich jedlichen Lebensmut verlohren
 kann kaum mehr schlafen ..


Zitat
Depressionen - Depression
 (deprimere = herabdrücken)

Depressionen betreffen nicht nur einzelne Menschen. Es sind inzwischen Millionen Bundesbürger, die schon einmal depressive Phasen gehabt haben beziehungsweise regelmäßig haben. Dabei ist das Alter, das Geschlecht oder die soziale Stellung nicht wichtig. Sowohl Frauen als auch Männer, Schüler, Studenten, Rentner, Beamte oder auch Arbeitslose sind von dieser Krankheit betroffen. Man schätzt, daß inzwischen 50 % der Bundesbürger direkt selbst erkrankt oder als Angehöriger oder Freund schon einmal mit dieser Krankheit in Kontakt gekommen ist. Circa 20 % davon waren oder sind selbst von einer Depression betroffen.  

 Überraschenderweise treten Depressionen gerade in Gesellschaften wie unserer immer häufiger auf. Im ersten Moment ergibt sich daraus ein Widerspruch. Denn man sollte meinen, daß es uns ja allen, verglichen zum Beispiel zu Ländern der Dritten Welt, sehr gut geht. Gerade in den ärmeren Ländern der Welt jedoch sind Depressionen nicht so oft vorzufinden. Es müssen also andere Ursachen als das relativ gute und gesunde Leben für diese Krankheit zuständig sein.  

  Daß die Depression eine sehr ernstzunehmende Krankheit ist, zeigt allein die Zahl der Todesfälle. Mehr als 10 % der schwer an Depressionen erkrankten Menschen begeht Selbstmord.  Bis es jedoch zu so einer ausgeprägten Depression kommt, gibt es meist eine lange Krankheitsgeschichte.  Bei vielen depressiven Menschen bemerkt man anfänglich nichts von ihrer Krankheit. Sie versuchen sie mit sehr viel Aktivitäten zu verstecken. Manche Erkrankte sind wie überdreht, reden viel und wirken hektisch.

Normalerweise entwickeln sich die Auswirkungen der Krankheit langsam. Meist fängt alles mit Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit an, dazu kommt noch das ständige Gefühl, daß alles in der Welt negativ ist. Man verliert so in sehr kurzer Zeit sein Selbstwertgefühl, gibt sich für alles Schuld und sieht schwarz in die Zukunft.

 Unsere moderne Gesellschaft trägt zu der schnellen Ausbreitung dieser Krankheit bei. Viele Leute werden arbeitslos, sind einsam, die Zahl der Scheidungen steigt immer weiter an und viele Menschen in unserer Gesellschaft haben keine planbare Zukunft. Hinzu kommt, daß viele Kinder ohne Vater oder Mutter aufwachsen müssen. Diese Faktoren ziehen vielen Betroffenen den Boden unter den Füßen weg, sie verlieren die Zuversicht und das Vertrauen in eine für sie positive Zukunft.  

Eine Depression kann aber auch aus anderen bereits vorhandenen Erkrankungen entstehen. So sind z. B. Menschen, die an Zwängen, Angsterkrankungen, Alkoholismus, Phobien, Schlaflosigkeit oder chronischen Schmerzen leiden, anfällig für eine Depression.

Quelle des Textes

Leute tut was dagegen, das wird nicht besser sondern wird chronisch und schlimmer.Auf was wartet Ihr, das es von alleine weggeht. Das die welt plötzlich besser wird.Schließt euch 'ne Gruppe an.
Man muß Mittel und wehge finden aus der Geschichte raus zu kommen.Geht auch mal zum Psychiater und laßt euch helfen.
Erholsamer Schlaf ist eine wichtige Vorraussetzung zur Lebensbewältigung. Bewegung ist ein Mittel gegen Depressionen.
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derpate


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« Antworten #12 am: Januar 11, 2008, 10:56:43 »

Einen guten Physchater zu finden ist aber verdammt schwer! Spreche da aus meiner eigenen Erfahrung!
Vor 7 Jahren fing bei mir der Vietnam an und da sind Dinge passiert, die möchte ich lieber nicht aufschreiben....
Von einem Gehirnklempner zum Nächsten gerannt! Nichts half, wurde sogar noch depressiver. Habe gelesen wie ein Wahnsinniger -Freud, Wurmser, Riemann...-anstatt dass es was half, bin ich noch tiefer gefallen, trotzt Job, Familie, Geld!
Was wirklich geholfen hat, war eine Selbsthilfegruppe; alle irgendwie im gleichen Boot, man konnte quatschen oder auch nicht, machte Freundschaften, tauschte sich aus.... und ganz langsam ging wieder die Sonne auf!
Wichtig bei allem, ist der Wille, ohne den kannste alles vergessen, habe mich oft zwingen müssen nicht wieder in meine alten Denkmuster zu verfallen!
Also, rafft Euch auf, tut was und dann kommt auch ein wenig Selbstbewußtsein! Wenn man auf nichts stolz sein kann, wo soll denn das Selbstbewußtsein herkommen? Selbstmitleid sollte man sich irgendwo hinstecken!!!!
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Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten.
ritchjoe


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« Antworten #13 am: Januar 11, 2008, 11:59:08 »

Ich weiß nicht, ich bin einfach der Meinung das jeder Depri werden kann , aber es hat immer eine Uhrsache, warscheinlich bei jedem anders, da Menschen verschieden sind, aber von alleine kommt das nicht ....
Und ich glaube das Problem ist auch das man es selber viel zu spät merkt .... ich meine wer gibt das schon gerne zu, heißt dann höchstens... KOMM RAFF DICH MAL AUF , LAß DICH NICHT SO GEHEN, WEGEN SOWAS huh huh
NIcht jeder Mensch ist gleich belastbar , aber das ist halt so , was für den anderen noch garnicht schlimm ist empfindert ein anderer als Weltuntergang ......
Ich war eigentlich immer ein starker Mensch , und so ging man auch mit mir um , dh ich ließ mir zuerst garnichts anmerken , hab alles verdrängt damit ja niemand was merkt ....ich hab mich geschämpt, da ich ja eh ne Schande für jeden wurde ....

Wenn ich zurück denke mußte ich immer für alles kämpfen egal in welcher Hinsicht , ich hab immer versucht alles richtig zu Machen und wollte blos ein guter Mensch sein , meine Arbeit tun , Freunde haben was unternehmen , ich hab immer jeden fair behandelt , und was ist jetzt , mein Leben hat sich wie eine Spirale nach unten gedreht .... Ausschlaggebend war mit sicher die Arbeitslosigkeit, ich kannte das nicht und ich wuste nicht WAS da abgeht .....ich war naiv und gutgläubig ... und merkte viel zu spät das Du schnell Deinen Wert verlierst , mit reden war nichts, schließlich will jeder nur die schönen Zeiten mit mir verbringen , wenns Probleme gab war eigentlich nie jemand da ... und so sagte ich nicht viel , denn ich bekomme heute noch zu hören , von Seiten meiner Mutter das ich selber schuld bin wäre alles nixcht passiert wenn ich DAMALS auf Sie gehört hätt und was vernüftiges gelernt hätte ...
Also was solls .... so hab ich versucht mich ständig abzulenken hab mich viel mit Musik beshäftigt , ist mein Hobby , aber irgentwann hatte ich nichtmal mehr daran Freude ......Alles was ich anfing wurde sofort zu Scheiße, egal wie ich es machte ... in jeder Hinsicht, jetzt komme ich mir vor wie ein Fußball der von jeder Seite einen Tritt kriegt ... ich könnt mich in ne Ecke setzten und nur noch flennen ... und weiß manchmal garnicht für was ich noch aufstehe....ich hab das Vertrauen zu allen und zu jedem verlohren ,ich will mit niemand reden , gehe meist so aus dem Haus das ich niemand treffe ... mal schnell einkaufen weil ich Angst hab das mich jemand anspricht .....

Es ist schlimm das bin nicht mehr ich .... natürlich hoffe ich das der Neurologe mir nun helfen kann ....ich dachte immer das vergeht schon wieder, aber ich fühle mich sowas von mieß....
Das komische ist das die Menschen die ich am meisten geliebt habe mich jetzt auch noch im Stich gelassen haben , einfach so , ich bin für niemanden mehr wichtig , mich braucht niemand ich bin immer zur falschen Zeit am falschen ort ......was füe einen Sinn hat das Huh???Ich sehen da keinen ......dieses weshalb warum und wieso .....

Ich war früher so selbstbewust und stark und jetzt .....oft frage ich mich was hab ich getan , damit das so ist , das ich garnimmer hoch komme....aber ich sehe schon das es mehr Menschen gibt denen es so geht
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Hätte ich doch schreiben gelernt....??

Ich war traurig das ich keine Schuhe hatte,
bis ich einen Traf der keine Füsse hatte......
derpate


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« Antworten #14 am: Januar 11, 2008, 12:58:05 »

Du hast Recht, alles hat seine Gründe, meistens sind die leider schon in der Kindheit zu suchen. Als mir vor genau 21 Jahren ein Arzt erzählte, dass in meiner Kindheit was nicht gestimmt hat, dachte ich, der hätte nen Knall! Alles Bestens, null Problemo, was will der eigentlich?
Ich kam mit Jedem klar, war für jeden Spass zu haben, hatte aber immer schon ein Problem mit dem "Nein" sagen.
Dass meine Mutter mir noch vor einem Jahr im Krankenhaus, wo es mir total beschissen ging, auch so einen Spruch reinhaute " Dir standen Tore und Türen auf....!" Das war echt der Höhepunkt!!!!
Mittlerweile kenne ich meine Krankheit, eine Persönlichkeitsstörung, die ich leider meinen Eltern, insbesondere, meiner Mutter zu verdanken habe.
Heute kann ich darüber reden, bin frei von Lügen und anderen Faktoren, aber früher..Huh? Habe ständig ne Show abgezogen, wie gut es mir geht und habe gearbeitet wie ein wilder Stier, nur um zu verstecken, dass ich überhaupt nichts tun wollte! War nie krank gemeldet, egal was ich hatte!
Ich hatte das Glück, aus meiner Fantasiewelt rauszukommen, weil ich so krank wurde, dass ich das nicht mehr verstecken konnte.
Dieses Gefühl, sich ständig zu fragen, wozu ich lebe und was das ganze soll, zog sich wie ein seidener Faden durch mein Leben!
Heute, wo es mir wirklich Scheiße gehen sollte (schwerbehindert) und sinnlos Zuhause, ohne eine richtige Aufgabe, heute fühle ich mich wertvoll und zufrieden! Klingt bekloppt, ist aber so!
Und auch Du solltest mal daran denken, wie wertvoll Du bist! Es gibt immer Menschen, die mögen Dich genauso wie Du bist und Dich gibts nur einmal!
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