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Autor Thema: Standort Tectum Essen West  (Gelesen 2944 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Ritchie


Beiträge: 2


« am: April 01, 2008, 18:15:49 »

Die Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht !!!


Die Geschäftsleitung ruft zu einer Sitzung auf !
Wo war eigentlich der Betriebsrat ?

Den Mitarbeitern wird mitgeteilt das die Kundenservice Abteilung für T-Com in Essen West um 50 % verkleinert werden soll weil angeblich zu wenig Call Volumen anliegt. Den Mitarbeitern wird versprochen, das sie ihre Arbeitsplätze behalten können. Sie könnten für das gleiche Gehalt (1450 € brutto ) und einer 42,5 Stundenwoche in Gelsenkirchen für das Projekt Arcor weitertelefonieren.
Wo ist eigentlich das Gesetz von einer 42,5 Stundenwoche für Call Center verankert wo man doch am Standort Essen die 40 Stunden Woche hat ?
Keine Antwort auf die Frage !!!!
Auch keine Frage der Mitarbeiter....
Weiterhin wurde auch die Frage, was nach einer dreimaligen Vertragsverlängerung passiert, lapidar unter den Tisch gekehrt !

So weit das Szenario, nun die Realität !!!!


Die Machthaber der Geschäftsführung kennen das Potenzial, welches eigentlich in uns steckt, fürchten sich sogar davor. Aber anscheinend haben sie einen Weg gefunden uns zu kontrollieren. Es ist das schleichen. Wie ein Flugzeug dem Vogel, ein Helikopter der Libelle, das Schleichen der Schlange, haben sie die Idee aus der Natur gestohlen. Das langsame Herantasten an die Grenze des Fassbaren, bis sie selbst sich wieder ein Stück verschiebt. Unsere Freiheit, unsere Mündigkeit und unsere Glückseligkeit wird auf diese Art langsam, schleichend aber Todsicher immer erbärmlicher, aber eben so langsam, dass man es nicht sofort merkt und kommende Einschränkungen als „eigentlich irgendwie schon immer da gewesen“ zu denken mag oder diese einer Anstrengung zur Gegenströmung als Unwürdig erklärt.
Man weiß doch eben was für uns das Beste ist…ja ?


Die Bahn streikt, wenn es ihnen schlecht geht. IG-Metall auch. Aber seit den letzten Studentenstreiken in den 70ern scheint sich kein jüngeres Individuum was bei Tectum arbeitet, mehr für sein Wohl und das Wohl seiner Mitmenschen zu interessieren. Resignierend blicken sie jeder weiteren Einschränkung in ihrem Leben entgegen. Es ist nicht so, dass die das toll finden, wie mit ihnen gespielt wird, aber den Mumm dagegen anzutreten, ihre Meinung zu vertreten, ihre Rechte zu benutzen, haben sie nicht.
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Agent0815


Beiträge: 170


« Antworten #1 am: April 02, 2008, 08:01:57 »

den Mumm hat kaum einer da wir in der CC-Branche uns so etwas nicht leisten können,es gibt keine Tarifverträge und wer seine Meinung sagt,fällt unangenehm auf und fliegt.Klar,jetzt kann man sagen,es gibt ja soviele Callcenter,soll man sich doch einfach ein Anderes suchen.
Dann kommt man aber vom Regen in die Traufe.
Die Angst den Job zu verlieren,darum wissen die Vorgesetzten. Das nutzen sie aus und machen mit den MAs was sie wollen.In jedem Land gehen die Leute auf die Strasse um für ihre Rechte zu kämpfen.Wíeviel muss in Deutschland noch passieren damit die Leute endlich auf die Strasse gehn und sagen: BIS HIERHIN-UND NICHT WEITER!!!!
Ich bin ja selber CCA und erlebe jeden Tag,das man die Leistung ständig verbessern soll aber nichts dafür bekommt.Bei mir in der Firma verdienen Die Ma die 40-Std woche haben genauso viel wie Leute die nur 30-Std machen mittlerweile.
Leider sind die Mitarbeiter immer ersetzbar,irgenteiner findet sich immer der die Lücke wieder schliesst wenn jemand aus Unzufriedenheit kündigt.
So muss man sich nicht um die MAs bemühen...
wie in der Legebatterie.Ein Huhn stirbt,das nächste wird an seiner Stelle in die Box gesetzt.Huhn ist Huhn!
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blackadder


Beiträge: 253


« Antworten #2 am: April 02, 2008, 16:46:29 »

Das ist nun mal die deutsche Erziehung.
Da wird nicht aufgemuckt, schon gar nicht der/die Chef/s kritisiert.
Wenn woanders z.B. Frankreich schon längst Barrikaden brennen würden, ist in Deutschland immer noch Ruhe die erste "Bürgerpflicht".
Wozu sowas führen kann, hat mann in der NS-Zeit gesehen.
Nix sehen oder einfach alles verdrängen.

Zurück zu tectum.
Ich hab schon im letzten Jahr meinen TL gefragt, wie weit die
"Daumenschrauben" noch angezogen werden sollen.
Antwort: Sei doch froh, das sichert deinen Arbeitsplatz. :kotze>
Ja, das sieht man.

Aber um den Standort Essen brauchst Du dir keine Sorgen zu machen,
den gibt es bald eh nicht mehr dank der hervorragenden Arbeit zweier bestimmter TL/AL.
Die waren mehr damit beschäftigt sich selbst zu inszenieren, als ihren Job zu machen. Das Ergebnis sieht man ja zu deutlich.
Aber die beiden, werden schon irgendwie ihr Schäfchen ins Trockene kriegen.
Wie Agent0815 schon feststellte, Agents sind nicht mehr als Vieh, das jederzeit ersetzbar ist.
Jeder ist ersetzbar, auch die sog. Führungsebene, nur leider wird davon kein Gebrauch gemacht,
denn Schuld sind grundsätzlich Andere( MA, Auftraggeber, das Wetter,etc.etc). Das ist aber keine tectumspezifische Ansicht.
Gespeichert
BO


Beiträge: 1


« Antworten #3 am: Januar 11, 2009, 03:59:31 »

wer ist den zur zeit überhaupt noch da . im bereich t-com?
war selber mal mitarbeiter.
 bin selbständig mittlerweile und hätte da ne zusammen arbeit mit euch vor.
 gruss arda

arda_acar@gmx.de
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RedStar


Beiträge: 27


« Antworten #4 am: Januar 11, 2009, 11:37:10 »

Jetzt mal abgesehen davon das ich es eine Sauerei finde fürs gleiche Geld länger zu arbeiten: Aber der Wechsel von T-Com (wenns nur die KT1000 ist) zu Arcor ist für einen Call Center Agent Gold wert... Der seriöse rosa Riese springt derzeit mit seinen Outgesourcten und Kunden um als gäbs kein Morgen. Wird bei anderen zwar auch nicht anders sein, aber bei Arcor ist das Portfolio überschaubarer.
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