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Autor Thema: Rentenangst - Der Kampf um die Altersversorgung  (Gelesen 14391 mal)
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Troll


Beiträge: 2405



« am: April 10, 2008, 11:49:40 »

Zitat
Rentenangst (SR)
Der Kampf um die Altersversorgung

Film von Ingo Blank und Dietrich Krauß

Die aktuelle Diskussion um die Riester-Rente hat noch einmal gezeigt: Viele der heute aktiven Menschen werden im Alter vor großen finanziellen Problemen stehen. Denn die wachsende Zahl der Senioren und viele politische Entscheidungen der vergangenen Jahre werden dazu führen, dass das Niveau der gesetzlichen Rente systematisch sinken wird.

Kritiker überbieten sich schon seit langem in ihren Nachrufen auf das gesetzliche Rentensystem. Immer wieder wird verkündet, dass allein eine private Absicherung die Rentner von morgen vor dem Absturz retten könne. "Eigenvorsorge" heißt das Stichwort. Kapitaldeckung statt Umlagefinanzierung ist das Konzept, das dahinter steckt.

Aber: Ist die gesetzliche Rente tatsächlich so schlecht wie behauptet? Sicher ist: Ohne Generationenvertrag wäre es überhaupt nicht möglich gewesen, nach dem Krieg und Zusammenbruch ein System aufzubauen, das vom ersten Tag an funktionierte. Und auch nach dem Zusammenbruch der DDR hätten die Rentner im Osten in die Röhre geschaut, wenn man sie nicht sofort in die gesetzliche Rente integriert hätte.

Beispiele aus anderen Ländern zeigen zudem: Private Systeme sind oft weder sicherer noch günstiger. Seit die Aktienmärkte nicht mehr automatisch steigen, schaffen es viele Pensionspools nicht mehr, die erforderlichen Renditen zur Finanzierung der Renten zu erwirtschaften. Die hauseigenen Pensionskassen etlicher amerikanischer Großunternehmen haben in den vergangenen Jahren enorme Defizite angehäuft, die sie dann mit allen möglichen Tricks auf ihre Pensionäre abwälzten.

Warum steht die gesetzliche Rente trotzdem so unter Beschuss? Und wer hat überhaupt Vorteile davon, dass das Solidarsystem immer weiter gekappt wird? Diesen Fragen gehen Dietrich Krauß und Ingo Blank in ihrer Dokumentation "Rentenangst! Der Kampf um die Altersvorsorge" nach.

ARD-Dokumentation Rentenangst


Wiederholung
PHOENIX, Montag 5. Mai 2008, 21:00 Uhr
und Dienstag, 06. Mai 2008, 14.00 Uhr

oder auf Youtube (5Teile) (war gelöscht, nu isses wieder da)
Rentenangst - Rentenbetrug01/05

Rentenangst - Rentenbetrug02/05

Rentenangst - Rentenbetrug03/05

Rentenangst - Rentenbetrug04/05

Rentenangst - Rentenbetrug05/05
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Jiddu Krishnamurti
rodion


Beiträge: 146


« Antworten #1 am: April 10, 2008, 16:33:42 »

letztens habe ich in der zeitung gelesen, daß die riesterrente bei den finanzhaien gut ankommt. sie verdienen sich durch diesen sch.... noch ne goldene nase. es wurde geprahlt, riesterrente lässt die dividenden steigen.
wenn man bedenkt, wieviel geld diese haie zum spekulieren in den rachen geworfen bekommen, ist bei einem guten geschäft mit diesem geld der ertrag für die einzahler eher lächerlich. geht dagegen der versicherer pleite, ja was dann?  

wenn nicht bald genügend menschen freiwillig "riestern", wird noch per gesetz erlassen, daß man sein geld zur altersvorsorgung den privaten versicherern überweisen muss. das geht dann zusätzlich wie bei den staatl. sozialversicherungen wie von selbst, wird nicht einmal auf dem kontoauszug erscheinen.
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dafina


Beiträge: 68


« Antworten #2 am: April 10, 2008, 19:44:07 »

Dieser Riesterkrams ist nur höchstens interessant für Leute mit besserem Einkommen(würde mal meinen ab 1500euro netto)...
Das viele Menschen mit ihrem Lohn kaum oder gerade mal über die Runden kommen(geschweige denn noch was für Altersvorsorge einzuzahlen),da denkt keiner dran... :aggressiv>
Ich kann nichts privates abschließen...
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antonov


Beiträge: 1157


« Antworten #3 am: April 11, 2008, 13:51:08 »

ich denk garnicht dran privat vorzusorgen

selbst wenn ich es könnte  Smiley

weil wenn man sich das mal genau anschaut mit der Riesterrente dann kann man das System ganz leicht erkennen

dann geb ich doch lieber mein geld so aus  und lieg dem staat später auf der tasche

hört sich egoistisch an, is es auch  Smiley

also die nächste Stufe wäre glaube ich bei der Riesterrente um die höchste förderung zu erhalten das man 4% seines jahresbruttoeinkommens zahlen muss
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Petrophaga


Beiträge: 21



« Antworten #4 am: Mai 04, 2008, 20:19:44 »

Zur Erinnerung:

Zitat
Original von Troll

Wiederholung
PHOENIX, 5. Mai 2008, 21:00 Uhr


Unbedingt sehenswert. Erstaunlich, dass sowas in unseren nahezu gleichgeschalteten Medien überhaupt gezeigt wird.

Und zu Riester:  RiesterRentenBetrug
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Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, daß Arbeit als Gnade vergeben wird.
Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech. (Kurt Tucholsky)
Woki


Beiträge: 781


« Antworten #5 am: Mai 04, 2008, 23:35:42 »

Ist gelöscht worden...


Egal...
Zur Erinnerung:
Wiederholung am 5.5. auf Phoenix um 21 Uhr

UND

6.5. um 14 Uhr. Wink
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Fullquote ist ganz schlechter Stil...  Tongue
antonov


Beiträge: 1157


« Antworten #6 am: Mai 07, 2008, 22:27:11 »

neuer link zum video
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Troll


Beiträge: 2405



« Antworten #7 am: Mai 10, 2008, 08:57:51 »

Zitat
Professor Sinn für Riester-Pflicht. Wie ist es möglich, dass ein solcher Blödsinn Eingang und Verbreitung in unseren Medien findet?

Am 8.5. erschien in den „Ruhr Nachrichten“ die Forderung von Professur Sinn nach Verpflichtung zur Riester-Rente. Die sie nicht nutzen seien Trittbrettfahrer. Diese Meldung wurde in mehreren Medien verbreitet, u. a. in ZDF heute, bei ntv, im Focus und in der Welt. Links siehe unten. - Sinns Forderung ist in mehrerer Hinsicht bodenlos. Die Riester-Rente ist eine Privatvorsorge. Diese wurde uns mit dem hehren Anspruch, die Eigenverantwortung wahrzunehmen, verkauft. Jetzt soll Eigenverantwortung zur Pflicht gemacht werden. Absurd. - Auch die Beschimpfung jener, die keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, als Trittbrettfahrer ist wirklich, verzeihen Sie, bescheuert. Albrecht Müller.

Jene, die meist aus Geldmangel oder aus rationaler Überlegung - zum Beispiel, weil sie nicht einsehen, dass sie der Versicherungswirtschaft das Geld in den Rachen werfen sollen - keine Riester-Verträge abgeschlossen haben, subventionieren zur Zeit mit ihrer Lohnsteuer, Mehrwertsteuer und Mineralölsteuer die Subventionen des Staates/der Steuerzahler für die Privatvorsorge über Riester-Rente und Rürup-Rente. Trittbrettfahrer sind also nicht diese Steuer- und Subventionszahler, Trittbrettfahrer sind jene, die riestern. Sie werden von jenen subventioniert, die sich die Riester-Rente oder die Rürup-Rente nicht leisten (können).

Obwohl bei beiden unseligen Äußerungen des Herrn Sinn die Sinnlosigkeit klar ist, transportieren viele Medien diese wirkliche Zumutung. Darüber mache ich mir Sorgen, weil die Gedankenlosigkeit und Kritiklosigkeit der Medien in der Frage der Altersvorsorge langsam bedrohliche Formen und Dimensionen annimmt. Dazu fallen mir zwei Erklärungen ein, vielleicht Ihnen als Leser noch andere: .....

Quelle und vollständiger Artikel: NachDenkSeiten
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antonov


Beiträge: 1157


« Antworten #8 am: Mai 21, 2008, 05:26:49 »

Zitat
20. Mai 2008  NachDenkSeiten
„Blüm antwortet Riester“

Weil wir offen darüber schreiben, dass der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Walter Riester die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente willentlich reduziert hat, dass er damit den privaten Rentenversicherern ein lukratives Geschäftsfeld eröffnet hat und selbst daran verdient, werde ich zum Beispiel von Spitzenkräften der baden-württembergischen SPD heftig kritisiert. Zu Unrecht, wie ich finde, denn ich habe nichts anderes geschrieben als die traurige Wahrheit.

Walter Riester selbst schlägt um sich und redet sich raus. Unter anderem mit einem Positionspapier, das er am 22.04.2008 auf seiner Webseite veröffentlicht hat: “Die Wirkungen der Rentenreform 2001 im Vergleich zum Rentenrecht vor der Reform.“ Norbert Blüm hat diesen Text für die NachDenkSeiten analysiert. Wir veröffentlichen ihn in der Rubrik andere interessante Beiträge. Noch lieber hätte ich die kritische Analyse eines führenden Sozialdemokraten veröffentlicht. Warum schweigen sie zur politischen Korruption mit dem Namen Riester-Rente? Albrecht Müller.
....


vollständiger Artikel:„Blüm antwortet Riester“
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #9 am: Mai 21, 2008, 07:57:34 »

Die Riesterrente ist die Ersatzdroge und -lösung für die privaten Geldanlegefirmen wie Banken und Versicherungen.

Warum mußte der starre, unflexible Riesterscheiß kommen?

Weil das große, bequeme Geschäft für Banken und Versicherung, aber für die Kunden wenig passgerechte Geldanlage die Kapitallebensversicherungen waren. Bekanntlich mußten Alg-II-Bezieher diese Geldanlageform zwangsauflösen und die daraus gewonnenenen Erträge zum Lebensunterhalt verbrauchen, bevor sie überhaupt eine amtliche Lohnersatzleistung von der Arbeitsagentur/ARGE beziehen durften.

Da ging ein großes Geheul durch Banken und Versicherungen, was diese Geschäfts-, Umsatz- und Profitverluste betrifft und Riester ließ sich diese Dummenfanglösung für die Banken und Versicherungen und auf Befehl der Unternehmerparteien einfallen.

Fernziel ist es, die gesetzlichen Sicherungssysteme von Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherungen medial schlecht zu reden, praktisch in der Substanz zu demontieren und die Klientel den privaten Geldinstituten zum Abzocken zuzutreiben.

Man könnte das Ganze wie bei Stargate Atlantis umschreiben:

Die Wraith, also die Banken und Versicherungen, suchten neue Weidegründe und neue bzw. alte Opfer und Riester war einer von vielen, der sie ihnen zutrieb.

Für diese Privatbanken und -versicherungen steht Walter Riester als Ex-Gewerkschaftsfunktionär der IG Metall in Honorardiensten, wo er Vorträge und Reden vor erlauchtem Publikum des Kapitals abhält:

- Agentur referenten & themen, Hohenstein-Ernstthal, Vorträge, 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Allianz Pension Partners GmbH, München, Vortrag, Juni 2006, Stufe 1 (1000 bis 3500 Euro)
- AWD Holding AG, Hannover, Vorträge, April 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Badischer Genossenschaftsverband e.V., Karlsruhe, Vortrag, Februar 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- BBBank Anlagenberatungs- und Versicherungsbereich, Karlsruhe, Vorträge, Mai 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- bbg Betriebsberatungs GmbH, Bayreuth, Vortrag, September 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V., Rostock, Vortrag, Oktober 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)
- Bundesverband Deutscher Vermögensberater, Frankfurt/Main, Vorträge, Mai 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- BVF GmbH, Rochlitz, Vorträge, 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Delta Lloyd Deutschland AG, Wiesbaden, Vorträge, 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- DEVK Versicherungen, Köln, Schwerin, Vortrag, Dezember 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro), Vortrag, Februar 2007, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)
- Econ Referenten-Agentur, Starnberg, Vortrag, März 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Erhard Redner- und Persönlichkeitsmanagement, München, Vortrag, November 2005, Stufe 1 (1000 bis 3500 Euro)
- EUTOP SpeakersAgency, München, Vortrag, Mai 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)
- Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherungen AG, Berlin, Vorträge, 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Focus Magazin Verlag GmbH, Focus-Money, München, Vorträge, 2005, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- geno kom Werbeagentur GmbH, Köln, Vortrag, September 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Georg Seil Consulting GSC GmbH, Wiesbaden, Vortrag, September 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Heimrich & Hannot GmbH, Leipzig, Vortrag, Mai 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)
- Nürnberger Versicherungsgruppe, Nürnberg, Vortrag, Juli 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt, Magdeburg, Vortrag, Mai 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)
- Saarland Versicherungen, Saarbrücken, Vortrag, September 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Sparda-Bank Baden-Württemberg eG, Stuttgart, Vortrag, Januar 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro), Vortrag, Oktober 2006, Stufe 1 (1000 bis 3500 Euro)
- Sparkasse Einbeck, Einbeck, Vortrag, November 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- The London Speaker Bureau, Karlsruhe, Vortrag, März 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Union Investment Privatfonds GmbH, Frankfurt/Main, Vorträge, 2006, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro); März 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- universa Lebensversicherungen a.G., Köln, Vorträge, 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Volksbank Lahr, Lahr, Vortrag, April 2007, Stufe 3 (mindestens 7000 Euro)
- Westfälische Provinzial Versicherungen AG, Münster, Vortrag, Januar 2006, Stufe 2 (3500 bis 7000 Euro)

Quelle zu der Honorarliste: http://www.nachdenkseiten.de/?p=2467

Also wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing!

Gilt auch für Beckmann, Kerner, Sinn, Raffelhüschern, Roman Herzog, Ex-Grüner Metzger, Wirtschaftsweise wie Rürup, Peffekoven, Meinhard Miegel u.a.

Man sehe sich neben den Meinungsmanipulationen der BertelsmannStiftung, der INSM, Konvent für Deutschland, Du bist Deutschland, der Unternehmensberatungen McKinsley und Roland Berger, die Manipulationen der von Roman Herzog ( Roman-Herzog-Institut ) und ( [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Wirtschaft_und_Gesellschaft]Institut für Wirtschaft und Deutsches Institut für Altersvorsorge ) geführten Institute und deren Finanzierungsgrundlagen an.

ARD/WDR, Sendung Monitor", Pressemeldung vom 10.01.2008: Trotz Riester-Rente keinen Euro zusätzlich

Interne Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung wecken Zweifel am Nutzen der Riester-Rente für Geringverdiener

Millionen zukünftiger Rentner laufen Gefahr, trotz Riester-Rente im Alter keinen Euro zusätzlich in der Tasche zu haben. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR auf Grundlage interner Zahlen der Deutschen Rentenversicherung. Diese hatte berechnet, dass selbst ein Durchschnittsverdiener, der 32 Jahre in die Rentenkasse einzahlt, im Jahr 2030 voraussichtlich keinen Nutzen von Riester haben wird. Das Fazit des internen Papiers: "Je weniger Beitragsjahre ein Versicherter hat und je geringer in dieser Zeit seine Beiträge sind, desto weniger lohnt sich Riester."

Der Renten-Experte und langjährige Regierungsberater Winfried Schmähl warnt in MONITOR, dass davon keineswegs nur heutige Hartz-IV-Empfänger betroffen seien. "Millionen" müssten damit rechnen, "dass sich ihre Riester-Förderung gewissermaßen in Luft auflöst". Schuld sei das seit Jahren sinkende Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung und eine gesetzliche Regelung, die bislang selbst Experten kaum bekannt ist: Die Anrechnung der Riester-Ersparnis auf die Grundsicherung.

GRUNDSICHERUNGSFALLE
Davon betroffen ist jeder, der im Alter so wenig hat, dass er auf Grundsicherung angewiesen ist - so heißt die Sozialhilfe im Alter. In die Berechnung des Grundsicherungsanspruchs fließt auch die private Riester-Vorsorge ein. Die staatliche Unterstützung wird dann genau um den Betrag der angesparten Riester-Rente gekürzt. Der Wirtschaftsweise Bert Rürup forderte in MONITOR eine Änderung der Gesetzeslage. Wer riestert, müsse das Geld später tatsächlich zusätzlich in der Tasche haben.

MANGELHAFTE BERATUNG DURCH RIESTER-ANBIETER
Stichproben von MONITOR ergaben zudem, dass Banken, Sparkassen und Versicherungen die Versicherten über diesen Sachverhalt selbst auf Nachfrage nicht aufklärten. Die BW Bank (Landesbank Baden-Württemberg) rechtfertigte dies gegenüber dem ARD-Magazin damit, "Beratungen zur Gesamtthematik, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld 1 und 2, Grundsicherung" seien ihr "per Gesetz nicht erlaubt". Den "allgemeinen Hinweis zu Anrechnung von Einkommen und Vermögen auf die Grundsicherung" wolle man aber "zukünftig deutlicher herausstellen".

TAZ vom 11.01.2008:
Altersarmut trotz Riester

Privatvorsorge lohnt sich für Geringverdiener gar nicht, weil sie mit staatlicher Grundsicherung verrechnet wird

KÖLN dpa In 15 bis 20 Jahren laufen Millionen RentnerInnen Gefahr, trotz "Riester-Rente" keinen Euro zusätzlich in der Tasche zu haben. Nach Recherchen des ARD-Magazins "Monitor" greift das Sozialamt auf die private Altersvorsorge zurück, wenn der Anspruch auf die gesetzlich verankerte Grundsicherung berechnet wird.

In einem internen Papier der Deutschen Rentenversicherung, das "Monitor" vorliegt, wurde errechnet, dass schon für einen Durchschnittsverdiener die Riester-Rente nicht sinnvoll ist. Je weniger Beitragsjahre ein Versicherter hat und je geringer seine Beiträge sind, desto weniger lohnt sich "riestern". Schon einem Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen, der 32 Jahre Beiträge gezahlt hat, wird die Riester-Rente nichts nützen. Rentenexperte Winfried Schmähl warnt, dass viele Rentner in den nächsten Jahren unter die Grundsicherung abrutschen. Grund seien das sinkende Leistungsniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung und verkürzte Einzahldauer beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit.

Stichproben von "Monitor" ergaben, dass in Beratungsgesprächen bei Banken und Versicherungen der Eindruck erweckt wird, der Staat schließe die Versorgungslücke zwischen Rentenanspruch und Grundsicherung und die Riester-Rente werde zusätzlich gezahlt. Der "Wirtschaftsweise" Bert Rürup bestätigte aber, dass es sich für Geringverdiener nicht lohne, einen Riester-Vertrag abzuschließen. Er fordert deshalb: Wer privat vorsorge, müsse das Geld auch tatsächlich später zusätzlich in der Tasche haben. Rürup will eine Reform der Rentenversicherung: eine Mindestrente für alle und die Riester-Rente zusätzlich.

Reuters vom 11.01.2008: Regierung stemmt sich gegen Kritik an Riester-Rente

Gegen Hartz: Riester Rente nicht geeignet bei Hartz IV
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« Antworten #10 am: Mai 23, 2008, 16:29:18 »

Zitat
Vier Beiträge zur Altersvorsorge von RA Dr. Fiala unter Mitarbeit von Aktuar Schramm

Beim gestrigen „Monitor“ über „Milliarden Subventionen für die Versicherung dank Riester?“ wurde auch der Aktuar Peter Schramm zu Rate gezogen. Dieser arbeitet mit dem Rechtsanwalt Dr. Fiala zusammen. Beiträge der beiden hatten wir schon einige Male übernommen. Auf die letzten vier weisen wir aus aktuellem Anlass hin. Hier die Themen:

- Rückkaufswert britischer Policen oft unter gesetzlichem Mindestrückkaufswert Nachforderungen in mehrstelliger Millionenhöhe möglich

- Arbeitnehmerschaden durch betriebliche Altersversorgung * Arbeitgeberhaftung für „Wertgleichheit“ statt „Zillmerung“ trotzt VVG-Reform

- Wohn-Riester: Vorsicht neue Eigenheim- und Bauspar-Falle * Wie Immobilienkäufer viel Geld erst beim Kauf - und später im Alter verlieren können

- Bundesgerichtshof: Anleger tragen Risiken schlechter Lebensversicherungsrenditen*

Quelle und vollständiger Artikel: NachDenkSeiten


Zitat
Milliarden Subventionen für die Versicherung dank Riester?
Bericht: Markus Schmidt, Markus Zeidler, Ingo Blank

Millionen Deutsche haben eine Riester-Rentenversicherung abgeschlossen, Jahr für Jahr gibt der Staat Milliarden für deren Förderung aus. Nun zeigen Monitor-Recherchen, dass ein großer Teil dieser staatlichen Subventionen viele Rentner nie erreichen wird, stattdessen landen sie bei den Versicherungen. Der Grund: Kaum ein Sparer wird alt genug werden, um in den Genuss der staatlichen Förderung zu kommen. Versicherungsexperten haben für MONITOR auf der Grundlage von Sterbetafeln und Garantiezinsen berechnet: Ein Sparer muss bei der Riester-Rentenversicherung in der Regel älter als 87 Jahre werden, um mehr als seine Eigenleistung zu erhalten. Doch die meisten Riesterrentner werden früher sterben. Der SPD-Sozialpolitiker Dressler fordert deshalb die Bundesregierung jetzt auf, diese "unsinnigen Subventionen" wieder abzuschaffen.

Quelle und mehr: Monitor und mehr
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« Antworten #11 am: Mai 23, 2008, 18:21:52 »

ARD/WDR, Sendung "MONITOR Nr. 578 am 22. Mai 2008: Milliarden Subventionen für die Versicherung dank Riester?

Bericht: Markus Schmidt, Markus Zeidler, Ingo Blank

Sonia Mikich: "Achtung, Alter! Die Riester-Rentenversicherung! Bei Millionen Bürgern besonders beliebt und kräftig vom Staat subventioniert. Aber wird diese staatliche Förderung - und das sind immerhin Milliarden - überhaupt bei den Sparern ankommen? Was werden die Versicherungen davon kassieren?

Wir haben rechnen lassen. Fazit: Hoffentlich werden Sie, die Sparer, steinalt! Damit Sie noch in den Genuss der Milliarden-Subventionen kommen. Markus Schmidt, Ingo Blank und Markus Zeidler erklären die komplizierten Zusammenhänge von Lebenserwartung und Auszahlung. Ach ja, den besten Schnitt macht man im Greisenalter."

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104 Jahre alt ist er. Hätte Johannes Heesters die Möglichkeit gehabt, mit 35 eine private Riesterrente abzuschließen, er hätte einen super Schnitt gemacht. Weil er steinalt geworden ist. Aber ein solch ein Fall ist die seltene Ausnahme, denn der Durchschnitts-Deutsche stirbt erheblich früher.

Riesterrentenverträge, sie sind der Renner unter den vielen Riesterangeboten. Mehr als acht Millionen Verträge wurden abgeschlossen, mit Milliarden vom Staat subventioniert. Fehlgeleitete Subventionen, das sagt Peter Schramm. Er gehört zur kleinen Gilde der Aktuare. Aktuare, das sind Mathematiker, deren Geschäft es ist, für Versicherungen neue Produkte zu entwickeln und zu berechnen, wie viel eine Versicherung damit verdient. Schramm kann und darf Versicherungen also beurteilen. Von dem Produkt Riester Rentenversicherung hält er wenig.

Peter Schramm, gerichtlich bestallter Gutachter: "Zum einen liegt das an den höheren Verwaltungskosten und Abschlussgebühren. Aber vor allen Dingen auch an den längeren Lebenserwartungen, mit denen die Versicherer kalkulieren. Hier wird von Lebenserwartungen von 98 Jahren und mehr ausgegangen für einen Rentner. Dagegen im Bevölkerungsschnitt ist die Lebenserwartung um zehn Jahre niedriger, also nur etwa 88 Jahre. Und selbst das sind noch sehr optimistische Hochrechnungen des statistischen Bundesamtes."

Wer das verstehen will muss wissen, wie eine Riesterrente funktioniert. Die Versicherer kalkulieren mit biblischen Lebenserwartungen von 98 Jahren und mehr, völlig legal. Der Versicherte spart während seines Arbeitslebens Geld an. Bei Riester mit staatlicher Unterstützung. Geht er mit 67 in den Ruhestand, zahlt ihm die Versicherung aus seinem Ersparten plus Subventionen eine Rente. Die garantierte monatliche Rate ist so kalkuliert, dass dieses Geld quasi erst aufgebraucht ist, wenn der Rentner 98 Jahre alt werden würde. Schlecht für ihn, wenn er deutlich früher stirbt, so wie die meisten Deutschen. Seine Riester Ersparnisse, inklusive der Subventionen, fließen dann erst einmal als Risikoüberschüsse in die Rücklagen der Versicherungen. Die Gewerkschaften sehen Reformbedarf.

Annelie Buntenbach, Deutscher Gewerkschaftsbund: "Die Versicherungskonzerne müssen mit realistischen Lebenserwartungen rechnen. Es geht nicht, davon auszugehen, dass jeder Bauarbeiter so alt wird wie Johannes Heesters."

Der Mechanismus Riester-Rente und die volle Besteuerung bei der Auszahlung sorgen dafür, dass rein rechnerisch die Subventionen erst nach Jahren dem Riester-Rentner zufließen. Laut Gutachter Schramm dauert es - nicht garantierte Überschüsse außen vor - circa 20 Jahre. In den ersten Jahren bekommt der Riester-Rentner danach umgerechnet nur die Summe garantiert, die er selber eingezahlt hat, also sein verzinstes Erspartes, das Eigenkapital. Der Durchschnittsrentner müsste demnach in der Regel älter werden als um die 87 Jahre, damit er netto etwas von den hohen Subventionen abbekommt.

Gutachter Schramm kommt zu diesem Ergebnis auf der Grundlage von Berechnungen seiner Standesorganisation - der Deutschen Aktuarvereinigung DAV. Die hat in einem internen Papier die "Nachsteuerrenditen von verschiedenen Rentenprodukten" miteinander verglichen. MONITOR legt die Berechnungen dem SPD Rentenexperten Rudolf Dreßler vor.

Rudolf Dreßler, SPD: "Dem Rentner wird suggeriert, dass er einen hohen Anteil dieser Subvention auch tatsächlich erhält. Die Wahrheit ist aber, dass er im Durchschnitt nur 87 Jahre alt wird. Die Subvention würde ihn aber erst erreichen, wenn er viel älter wird als 87 Jahre. Also ist das der zweite Skandal. Suggestion: du erhältst es - Tatsache: du stirbst vorher. Dieses geht nicht auf. Und ein Gesetzgeber, der so etwas sieht, wenn man es ihm nach einigen Jahren in den Untersuchungen sagt, der muss dieses korrigieren!"

Auch der Wirtschaftswissenschaftler Professor Klaus Jaeger hält wenig von Riester-Renten. Der anerkannte Versicherungsfachmann hat ein eigenes Computerprogramm entwickelt, um die verschiedenen Versicherungsangebote zu vergleichen. Auch seine Berechnungen ergeben: Die hohen Subventionen kommen netto kaum beim Riester-Rentner an.

Prof. Klaus Jaeger, Fachmann für Renditeberechnungen: "Und da zeigt sich, dass bei den Garantie-Renten die Unterschiede in den Renditen zwischen einer klassischen Renten-Versicherung und einer Riester-Renten-Versicherung minimal sind. Und das bedeutet eben im Umkehrschluss, dass die Subventionen, die ja nicht unerheblich sind, nicht beim Riester-Sparer ankommen."

Die Deutsche Aktuarvereinigung - von MONITOR auf die eigenen Berechnungen angesprochen - reagiert ausweichend. Man dürfe die Riester-Rentenversicherung nicht allein nach Renditegesichtspunkten betrachten. Es handele sich schließlich um ein besonderes Produkt mit einer Garantieerklärung auf Lebenszeit.

Kurt Wolfdsorf, Deutsche Aktuarvereinigung: "Also bei einer Rentenversicherung haben Sie die Garantie, dass Sie bis zu Ihrem Lebensende eine Rente beziehen. Und das kann im Extremfall deutlich mehr sein, sogar das Doppelte oder mehr als das Doppelte dessen, was Sie jemals eingezahlt haben."

Wenn man denn 100 Jahre oder älter wird.

Die Versicherungskonzerne, zusammengeschlossen in der GDV, bezeichnen die vorgelegten Berechnungen als falsch. Der Riester-Rentner profitiere nicht erst nach 20 Jahren von den Subventionen. Die tatsächlich ausgezahlten Renten fielen durch ausgeschüttete Überschüsse erheblich höher aus. Außerdem steige die Lebenserwartung. Man sei gesetzlich verpflichtet, vorsichtig zu kalkulieren. Im Übrigen gelte:

Zitat: "Die Lebenserwartung der Rentenversicherten liegt höher als die Lebenserwartung im Bevölkerungsdurchschnitt."

Stimmt das tatsächlich? Riester-Sparer: eine besondere Gruppe, die besonders alt wird? Tatsache ist: 44 Prozent aller Riester-Sparer verdienen nur bis zu 20.000 Euro im Jahr, sind also Geringverdiener. Und je geringer das Einkommen, umso geringer auch die Lebenserwartung.

Prof. Karl Lauterbach, SPD: "Die Riester-Rente - genau wie die gesetzliche Rente - benachteiligt denjenigen, der eine kurze Lebenserwartung hat. Das sind in der Regel die Einkommensschwachen. Die Einkommensschwachen sterben sieben bis zehn Jahre früher, das heißt sie zahlen lange für die Riester-Rente oder für die gesetzliche Rente ein, beziehen aber nur kurz die Gegenleistung."

Dass es anders gehen kann, beweist die SOKA-BAU Pensionskasse der Bauwirtschaft. Sie ist nicht gewinnorientiert. Auch sie bietet für ihre Branche Riester-Produkte an, aber hier kommt der Riester-Rentner schneller an die Subventionen. Die SOKA BAU garantiert höhere Monatsrenten schon beim Renteneintritt, eben weil Bauarbeiter ihr Leben lang hart arbeiten und in der Regel früher sterben als der Durchschnittsdeutsche:

Konstantin Hünewinkel, Versicherungsmathematiker, SOKA-BAU: "Wir wollen also nach Möglichkeit möglichst viel Rente sofort zahlen. Ich sage mal aufgrund unserer Rechnungsgrundlagen sind wir eigentlich ein Stückchen näher an der Wirklichkeit dran, sowohl was den Zins anbetrifft, als auch die Lebenserwartung."

Anders die gewinnorientierten Versicherungskonzerne wie Victoria, Allianz oder Hamburg Mannheimer und andere. Sie werden in Zukunft an den hohen Subventionen kräftig mitverdienen - Milliarden dank Riester. Von den Risikoüberschüssen dürfen sie 25 Prozent einbehalten, eine satte Marge. MONITOR fragt nach bei der Bundesregierung in den zuständigen Ministerien Finanzen und Arbeit. Hier sieht man keinen Grund, an der Förderpraxis etwas zu ändern. Die von MONITOR vorgelegten Berechnungen seien nicht nachvollziehbar. Der DGB sieht das anders:

Annelie Buntenbach, Deutscher Gewerkschaftsbund: "Hier fließen bei der Riester-Rente Mittel, die die Versicherten sich mühsam abgespart haben: Beiträge. Und es fließen öffentliche Fördergelder, deswegen hat der Gesetzgeber hier die Verantwortung dafür zu sorgen, dass das Geld nicht auf den Konten der Konzerne verschwindet, sondern eben wirklich auch den Versicherten zugute kommt."

Damit nicht nur Menschen, die so alt werden wie Johannes Heesters und Besserverdienende nachhaltig von Riestersubventionen profitieren.

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Sonia Mikich: "Private Altersvorsorge, ja. Aber könnte Herr Steinbrück, der Finanzminister, nicht einfach mal prüfen, ob diese Steuergelder in Milliardenhöhe für die Riester-Rentenversicherung vernünftig investiert sind? Er achtet ja sonst auch auf jeden Cent Subvention."

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Verbraucherzentrale Hamburg: Riester-Verträge - Versicherer kassieren Zulagen

Verbraucher haben von den staatlichen Zulagen für Riester-Verträge häufig nichts, weil diese von den Verwaltungskosten der Versicherungs-gesellschaften aufgefressen werden. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hamburg hin.

Mit der Zulage macht der Staat den Bürgern die private Altersvorsorge schmackhaft. Wer einen geförderten Vertrag abschließt, bekommt 154 Euro im Jahr vom Staat geschenkt; pro Kind noch einmal zusätzlich 185 Euro. Doch wer den falschen Vertrag abschließt, hat nichts von der Zulage, warnt die Verbraucherzentrale. Nicht selten sind die Verwaltungskosten so hoch, dass sie die Zulage auffressen und sogar noch das selbst Angesparte anknabbern.

So erging es Herrn T. aus Uetersen. Er schloss bei der BHW-Lebensversicherung im Oktober 2005 einen geförderten Sparvertrag ab. Als er seine Abrechnung prüfte, traute er seinen Augen nicht: Für das Jahr 2005 wurden 111,17 Euro an Verwaltungskosten abgezogen - die Zulage betrug in dem Jahr 76 Euro. Im Jahr 2006 lag der Kostenabzug bei 164,68 Euro - gegenüber der Zulage von € 114. Das macht ein Minus von rund 86 Euro für Herrn T.: 190 Euro Zulage bei Verwaltungskosten von 275,85 Euro.

Es kann nicht im Sinne der Erfinder sein, aus Steuermitteln die Versicherer zu unterstützen. Die Verbraucherzentrale rät, nur Riester-Verträge mit niedrigen Verwaltungskosten abzuschließen, zum Beispiel Bank- oder Fondssparpläne.
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Troll


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« Antworten #12 am: Juni 04, 2008, 09:13:40 »

Zitat
Altersarmut in Ostdeutschland (05.05.2008)

Arbeit und Soziales/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/MPI) Die FDP thematisiert die künftige Entwicklung der Altersarmut in Ostdeutschland. In einer Kleinen Anfrage (16/8940) wollen die Abgeordneten unter anderem wissen, welche Personengruppen dabei in welchem Ausmaß betroffen sein werden.

Quelle: hib-Meldung


Zitat
Entwicklung der Altersarmut aus Sicht der Regierung nicht abschätzbar (03.06.2008)

Arbeit und Soziales/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Ohne eine private Altersvorsorge erreicht ein Vollzeitbeschäftigter mit einem Stundenlohn von 7,50Euro brutto nach 45 Jahren nicht das heutige Grundsicherungsniveau von 627 Euro. Vielmehr erlange er eine Anwartschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von "gut 600 Euro", schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/9185) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8940). Sie betont jedoch, dass die Frage, ob in der Zukunft Anspruch auf Grundsicherung im Alter besteht, von allen Einkünften, dem vorhandenen Vermögen sowie von Unterhaltsansprüchen gegen Ehe- und Lebenspartner entscheidend abhänge. "Unterstellt man beispielsweise für den betrachteten Fall, dass zusätzlich vier Prozent des Bruttogehalts in einen privaten Altersvorsorgevertrag eingezahlt wurden, läge das gesamte Alterseinkommen deutlich oberhalb des Grundsicherungsniveaus", erörtert die Regierung.

Weiter heißt es in der Antwort, die Zahl der Personen, die im Jahr 2020 auf Leistungen der Grundsicherung im Alter angewiesen sein werden, könne heute weder deutschlandweit noch getrennt für West- und Ostdeutschland abgeschätzt werden. Allerdings sei "ein Anstieg der Bezieherzahlen in Ostdeutschland nicht auszuschließen".

Quelle: hib-Meldung


Man will es wohl lieber nicht abschätzen, der Betrug und Verrat wäre zu offensichtlich.
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« Antworten #13 am: Juni 04, 2008, 12:48:57 »

auf SWR kommt grad die Wiederholung von "Rentenangst"
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #14 am: Juni 04, 2008, 15:00:10 »

Zitat
Original von Troll
...
Zitat
Entwicklung der Altersarmut aus Sicht der Regierung nicht abschätzbar (03.06.2008)

Arbeit und Soziales/Antwort

... Weiter heißt es in der Antwort, die Zahl der Personen, die im Jahr 2020 auf Leistungen der Grundsicherung im Alter angewiesen sein werden, könne heute weder deutschlandweit noch getrennt für West- und Ostdeutschland abgeschätzt werden. Allerdings sei "ein Anstieg der Bezieherzahlen in Ostdeutschland nicht auszuschließen".

Quelle: hib-Meldung


Das hieß aber bei Volker Pispers aus der letzten Sendung "Neues aus der Anstalt" ganz anders. Da wußte man mit Sicherheit Bescheid wie hoch der Rentenversicherungsbeitrag bis auf die 15 Stelle nach dem Komma für das Jahr 2050 zu prognostizieren ist.

Also was nun?

Eins von beiden kann nur stimmen und uff seine Regierchung musse mer sich verlosse könne oder och nich?

ZDF-Mediathek: Video Neues aus der Anstalt - Folge 15

E bissel Geduld braucht's schon bis man ans Stichwort für Volker Pispers mit der Prognose rannkommt.
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