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Autor Thema: Rentenangst - Der Kampf um die Altersversorgung  (Gelesen 14395 mal)
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #45 am: November 12, 2008, 12:53:42 »

Frau Merkel und Herr Steinbrück: Gibt es einen Rettungsfonds für geprellte Kreditkunden, die ihre Altersvorsorge über Anlageprodukte der Landesbanken aufbessern wollten?

Wohl kaum!!!

Aus diesen Blickwinkel sollte man die Finanzkrise auch mal betrachten!!!

Aber es gibt einen Rettungsfonds für diese kriminell handelnden Landesbanken, denn die Bankmanager liegen ihnen näher am Herzen als die von Landesbanken und Versicherungen beschissenen Bürger.

Und sie wollen Volksparteien darstellen?

ARD, HR, Sendung Plusminus" vom 11.11.2008, 21:50 Uhr: Pleite im Alter - Tausende Anleger verlieren ihr Erspartes

Videopodcast

Wenn Hans Hermann Schöfer an seine Altersvorsorge denkt, dann muss er sich erstmal abreagieren. Er leidet mittlerweile unter Depressionen und ist in ärztlicher Behandlung. Der Grund ist ein Vertrag über eine Privatrente, den Herr Schöfer vor acht Jahren abgeschlossen hat. Der Fehler seines Lebens, erzählt er: „Heute steh ich mit einem Berg Schulden da, hab keine Rente, keine Altersversorgung, und wenn alles schlecht läuft, stehe ich auch vor der privaten Insolvenz, weil ich nicht in der Lage bin, diesen Berg an Schulden abzutragen.“ Das Rentenmodell, das Herr Schöfer abgeschlossen hat, wurde unter vielerlei Namen vertrieben: Lex-Konzept, Europlan, Novarent. Im Detail unterscheiden sich die Produkte erheblich, der Kern aber ist immer derselbe: Der Kunde nimmt bei einer Bank ein Darlehen auf, zu einem Zins von weniger als sechs Prozent.

Dieses Geld wird direkt in eine Versicherung einbezahlt. Die erwirtschaftet, so wurde es vorgerechnet, Traumrenditen von acht Prozent und mehr. Der Wert der Versicherung wächst also schneller als der Schuldenberg aus Darlehen samt Zinsen. Nach 15 Jahren wird der Kredit mithilfe der Versicherung abbezahlt. Es bleibt ein Überschuss, und damit wird eine lebenslange Rente gezahlt. Soweit das schöne Versprechen. Hans Herrman Schöfer ließ sich überreden, einen Kredit von 316.000 Euro aufzunehmen. Das ist ein vielfaches seiner Jahreseinkünfte. Geblieben ist ihm aber statt einer lebenslanger Rente ein Schuldenberg von rund 180.000 Euro.

Ein „theoretisches Risiko“ realisiert sich

Auch Martha und Hans Stiene hatten an die sichere Rente geglaubt. Der Elektromeister und die Sekretärin haben für 120.000 Euro unterzeichnet. Ihr Schaden dürfte zwischen 30.000 bis 40.000 Euro liegen. Dass in diesem Modell ein fatales Risiko schlummert, war weder den Stienes noch Herrn Schöfer bewusst. „Laut Aussage von dem Versicherungsagenten gab es keine Risiken“, sagte Martha Stiene. „Und wir haben auch gesagt, weil bereits in einem Aktiengeschäft erhebliche Verluste zu dem Zeitpunkt hatten, wir wollen eine absolut seriöse Geschichte haben. Eine sichere Sache, die in keiner Weise risikobehaftet ist. Und da hat er gesagt: Also wenn es was Sicheres gibt, dann das.“ Auch Hans Hermann Schöfer wollte das Risiko so gering wie möglich halten: „Wenn die Risiken aufgezeigt worden wären, die letztendlich sich als Risiken entwickelt haben, hätte ich das nie im Leben unterschrieben. Nie im Leben. Das ist ganz klar.“

Das Risiko lag darin, dass die Versicherungen keine Gewinne machen – und so kam es auch. Statt acht Prozent und mehr liegen die Renditen nur bei etwa einem Prozent. Das Darlehen muss aber trotzdem mit den höheren Zinsen zurückgezahlt werden, im Zweifel aus den eigenen Ersparnissen. Den Kunden wurde dieses Risiko zwar genannt, aber als völlig theoretisch und unrealistisch dargestellt, sagen die Anwälte der Betroffenen.

Rente auf Kredit?

Einer von ihnen ist Tobias Pielsticker: „Es geht nicht darum, dass im Kleingedruckten irgendwo steht, dass es auch weniger sein kann. Dieses theoretische, dieses abstrakte Risiko war vielen unserer Mandanten durchaus bewusst. Sondern es geht um die Voraussetzungen, wann es sich so entwickeln kann und da ist man halt von falschen Umständen ausgegangen. Man hat zwar gesagt, unter ganz extrem schlechten Umständen kann es natürlich auch mal nicht klappen. Aber dass es gar nicht schlechte Umstände sein müssen, dass es nicht klappt, sondern dass es auch ganz normale Umstände sein können, die dazu führen, dass es nicht klappt, das war nicht ersichtlich.“

Statt sicherer Rente Verluste auch unter ganz normalen Umständen. Das Modell, warnt der Experte Lilo Blunck vom Bund der Versicherten, war hoch spekulativ: „Das ist Unsinn, das ist Blödsinn. Da kann man gar nicht genug vor warnen. Da muss man einfach sagen: Finger weg davon. Mit Krediten kann man keine Rente finanzieren.“ Trotzdem haben öffentliche Banken nicht davor zurückgeschreckt, solche Modelle zu finanzieren. Vor allem Landesbanken , wie die Bayern LB, die Helaba oder die HSH Nordbank haben dafür Kredite an Menschen vergeben, die das Risiko der Anlage offensichtlich nicht einschätzen konnten. „Gerade bei Landesbanken sollte man eine Kultur der verantwortlichen Kreditvergabe pflegen“, so Pielsticker . „Und die würde dazu führen, dass man so was nicht macht. Und besonders problematisch ist, dass man es hier in einem Sektor gemacht hat, der auch aus meiner Sicht eigentlich nicht zum angestammten Aufgabenbereich zählt.“

Prüfung nach banküblichen Gesichtspunkten

Daß gerade öffentliche Banken im Boot waren, war offenbar kein Zufall, sondern ein gezieltes Verkaufsargument. Martha Stiene schildert ihre Einschätzung: „Das ist eine öffentliche Bank und da dachte man: da kann gar nichts schief gehen, wenn so jemand dahintersteht.“ Die Reaktion der Banken auf Nachfragen fällt müde aus, Beispiel Bayern LB: Die Finanzierung sei „nach banküblichen Gesichtspunkten geprüft“ worden. Man habe „auf den spekulativen Charakter des Produkts sowie auf die Folgen ... hingewiesen“. Zum moralischen Vorwurf, dass die Bank unerfahrenen Kunden viel zu hohe Kredite ohne Sicherheiten gegeben hat, schweigt die Landesbank. Viele, die wie Herr Schöfer, die vermeintlich sichere Privatrente gezeichnet haben, wissen noch gar nicht, auf welchem Schaden sie am Ende sitzen bleiben. Insgesamt wird der Schaden auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt.

Bericht: Sascha Hingst

 




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Kuddel


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« Antworten #46 am: November 16, 2008, 12:06:52 »


2007 wurden 55,1 Prozent der Rentner die Renten durch Abschläge gekürzt, weil sie vorzeitig in Rente gingen. Im Durchschnitt sank die Rente dadurch um 100 auf 745 Euro im Monat. Der Anteil der Neurentnerinnen mit Abschlägen stieg in Westdeutschland von 40,3 auf 49,1 Prozent, in Ostdeutschland um 4,1 Prozentpunkte auf 79 Prozent.
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #47 am: November 16, 2008, 13:16:09 »

Kuddel, was mich an der Formulierung stört, dass es so dargestellt wird, jeder Ex-AN wäre freiwillig vorzeitig in den Vorruhestand gegangen und damit mit den Rentenabschlägen konfrontiert. Man unterschlägt den § 428 SGB II als nötigendes Druckmittel gegen ältere Arbeitslose und die Verhaltensweise von Geschäftsführern und Firmenmanager, ältere AN mit Nachdruck aus den Belegschaften zu drängen. Da hätten wir die Altersdiskriminierung wieder.
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Troll


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« Antworten #48 am: November 26, 2008, 10:46:42 »

Zitat
Bundesregierung: Bei Riester-Rente planlos
Wie wirkt sich die Finanzkrise auf Millionen Riester-Verträge aus? Die Antwort der Bundesregierung: keine Ahnung…

Doch sind die Verträge eine gute Investition? Oder sackt die Rendite durch die Finanzmarktkrise ab? Die Antwort der Bundesregierung ist
einfach: Sie weiß es nicht. “In welchem Umfang Riester-Verträge in Form von Fondssparplänen und fondsgebundenen Rentenversicherungen konkret betroffen sind, ist der Bundesregierung […] nicht bekannt”, antwortet sie auf eine Anfrage der Linken-Fraktion, die der taz vorliegt. Das Risiko hänge vom Produkt ab…
Für den Fall, dass ein Rentenanbieter pleitegeht, verweist die Regierung auf die üblichen Sicherungen. Wie bei Tagesgeld oder Sparbüchern gelte hier die gesetzliche Einlagensicherung. Sie sichert bei jedem Betroffenen bis zu 20.000 Euro ab, bei einem Vertrag kann sich jedoch sehr viel mehr Kapital ansammeln. Dann verspricht die Regierung den Riester-RentnerInnen das, was sie den Sparern versprochen hat - sie übernimmt für höhere Sparguthaben selbst die Garantie.
Quelle: taz

Quelle: NachDenkSeiten Pkt. 13


Kleine Anfrage (PDF)

Antwort der BR (PDF)
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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #49 am: November 26, 2008, 13:37:16 »

Zitat
Bundesregierung: Bei Riester-Rente planlos
Wie wirkt sich die Finanzkrise auf Millionen Riester-Verträge aus? Die Antwort der Bundesregierung: keine Ahnung…

Doch sind die Verträge eine gute Investition? Oder sackt die Rendite durch die Finanzmarktkrise ab? Die Antwort der Bundesregierung ist
einfach: Sie weiß es nicht. “In welchem Umfang Riester-Verträge in Form von Fondssparplänen und fondsgebundenen Rentenversicherungen konkret betroffen sind, ist der Bundesregierung […] nicht bekannt”, antwortet sie auf eine Anfrage der Linken-Fraktion, die der taz vorliegt. Das Risiko hänge vom Produkt ab…
Für den Fall, dass ein Rentenanbieter pleitegeht, verweist die Regierung auf die üblichen Sicherungen. Wie bei Tagesgeld oder Sparbüchern gelte hier die gesetzliche Einlagensicherung. Sie sichert bei jedem Betroffenen bis zu 20.000 Euro ab, bei einem Vertrag kann sich jedoch sehr viel mehr Kapital ansammeln. Dann verspricht die Regierung den Riester-RentnerInnen das, was sie den Sparern versprochen hat - sie übernimmt für höhere Sparguthaben selbst die Garantie.
Quelle: taz

Quelle: NachDenkSeiten Pkt. 13


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Das Problem: Aller vier Jahre gibt es neue Politiker oder die alten Politiker sind auf neuen Posten und für ihre alten Versprechen nicht mehr verantwortlich zu machen. Was für ein großer Versprecher. Wie sagte doch das Merkel? Man braucht das Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen der Sparer.

Gestern in der ZDF-Sendung "Neues aus der Anstalt" rannte Georg Schramm alias preußischer Rentner und notorischer SPD-Getreuer Lothar Dombrowski mit einem schönen Plakat "Jump! You Fuckers" - "Springt! Ihr Arschlöcher!" aus der Weltwirtschaftskrise 1929 rum, oder ist's die aktuelle Krise, wo er die Investmentbanker und Börsenspekulanten zum lemmingemäßigen Selbstmord aufrief, von den Dächern ihrer Geldinstitute in den Tod zu springen? 1929 passierte das an der Wallstreet reihenweise.

Mit dem Plakat wollte er im Bankenviertel von Frankfurt am Main hin und her rennen.

ZDF-Mediathek: Neues aus der Anstalt - Folge 19 vom 25.11.2008

Wer springt heute von den Dächern der Banken oder als Politiker von der Reichstagskuppel herunter. Alles rückgratlose, vaterlandslose Gesellen ohne Verantwortungsbewußtsein und ohne Ehre.
« Letzte Änderung: November 26, 2008, 13:44:20 von joachimkuehnel » Gespeichert
Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #50 am: November 28, 2008, 13:41:53 »

ZDF, Sendung Maybrit Illner am 27.11.2008: Sparen fürs Alter - Wem kann man in der Krise noch trauen?

Wiederholung: Phoenix, 28.11.2008, 17:30 Uhr

Über die gesetzliche Rentenversicherung hat man mit einem Jahreseinkommen knapp über 30.000 Euro brutto gegenwärtig nach 27 Rentenversicherungsjahren einem Anspruch von ca. 717 Euro zu erwarten. Tendenz absteigend bei jährlich steigenden Lebenshaltungskosten und steigender Inflation. Durch größer werdende Ausfallzeiten, vorrangig durch Arbeitslosigkeit und länger werdender Lebenserwartung bei gleichzeitigem Rückgang der Geburten verursacht, sehen CDU-Politiker es als notwendig an, daß die Renten nur noch ca. 40% der bisherigen Bruttoeinkünfte ausmachen sollen. Bei Arbeitslosen unter Alg-II-Bedingungen entsteht durch die Halbierung der Beitragsabführung an die gesetzliche Rentenversicherung jedes Jahr nur ein Rentenzuwachs um knapp über 2 Euro.

2 Euro * 45 Jahre Arbeitslosigkeit - Das vorgeprägte Lebensziel für heutige Schulabgänger einer Hartz-IV-Schule wie die vom WDR vorgestellte Fröbelschule --> ca. 90 Euro brutto im Monat statt derzeit den Alg-II-Regelsatz. Es kann nicht garantiert werden, daß mit Eintritt dieser Lebenslangarbeitszeitlosen ins Rentenalter es überhaupt noch eine Grundsicherung geben wird.

Die CDU/CSU/FDP sind auf Befehl der AG-Verbände drauf und dran, sämtliche sozialen Sicherungssysteme systematisch und langfristig zu zerschlagen. Es fängt ja schon mit der nunmehr 4. Runde der Unternehmenssteuersenkung und SV-Beitragsbefreiungen an. Was an diesen Mitteln in den Haushalten der Kommunen fehlt, ist auch nicht mehr für die Maßnahmenfinanzierung aus den Sozialtöpfen verfügbar. Das bleibt in den Taschen der Unternehmer, Manager, Aktionäre zum Verprassen. Und genau diese Kreise wollen keine Mindest- und Tariflöhne, sondern Hungerlöhne. Die von Hungerlöhnen betroffenen prekär Beschäftigten sind kaum in der Lage, die notwendigen Lohnsteuern und SV-Beiträge aufzubringen. Also bleiben in den Sozialkassen Jahr um Jahr immer weniger bis eines Tages nichts mehr da ist.

Dann haben Unternehmer die Zerschlagung des Staates erreicht und es herrscht Unternehmerdiktatur und -anarchie. Gnade uns dann Gott!!!

Der Rest soll über private Altersversorgungen, vornehmlich durch verschieden, für Finanzkrisen anfällige Riesterprodukte kommen, die weitestgehend unrentabel und unwirtschaftlich sind, aber eine gute Profitquelle von Privatbanken und -versicherungen darstellen, schrauben doch diese Geldgeber die Grenze, wo ein Riesterkunde tatsächlich seine eingazahlten Beiträge in gleicher Höhe ohne jegliche Zinsvergütung wieder heraus haben würde, auf ein Alter von 91 Jahren lt. Aussagen von Verbraucherzentralen und Finanzexperten. Das heißt, da viele der Anleger erheblich früher versterben, kassieren Banken und Versicherungen schätzungsweise 25% der eingezahlten Beiträge, ohne je eine Gegenleistung zu erbringen. Wenn das kein Raub oder Diebstahl ist, abgesegnet durch Gesetzgebundung der Großen Koalition.

Nur diese Bescheißerei veröffentlichen weder der Ex-Bundesminister Riester, noch die besagten Banken und Versicherungen, noch die Werbetrommeln rührenden Politiker.

Die erheblich bessere Alternative wäre gewesen, wenn die BRD wie die DDR bereits Anfang der 70er Jahre staatliche sozialpolitische Maßnahmen zur Förderung junger Ehen aufgelegt hätten, verbunden mit einer Geburten- Kinder-, Jugend- und Bildungsförderung. Dann hätten wir jetzt keine Rententricksereien, keine durch Verarmungsfaktoren beeinflußte Rentenkürzung bis zur Altersarmut zu befüchten. Aber das hat seit den 70er Jahren keinen Politiker und keine Realwirtschaft interessiert, die Sozialsysteme durch eine ausreichend sichere Anzahl von arbeitenden und gutbezahlten Arbeitskräften abzusichern. Jetzt haben wir das große Rentenlamento und keiner der bisher verantwortlichen Politiker, der Regierung beratenden Sozial- und Finanzwissenschaftlerund AG-Verbände hat sich um die Lösung dieses langfristigen, gesellschaftspolitischen Problems gekümmert. Keiner dieser Verantwortlichen wird juristisch zur Verantwortung gezogen Jetzt läßt man die Bevölkerung verlustreich bis in die Altersarmut hinein büßen.

Das ist bundesdeutsche, asoziale Sozialdemokratie und christliches Demokratieverständnis wie sie oder es leibt und lebt.


 
« Letzte Änderung: November 28, 2008, 14:21:59 von joachimkuehnel » Gespeichert
NOT-AUS


Beiträge: 38



« Antworten #51 am: November 28, 2008, 14:14:53 »

Ich habe die Sendung auch gesehen. Einfach widerlich dieser Raffgierhülschen! Ich hoffe das es schnell zu Ende geht mit diesem System scheißegal wie!
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #52 am: Dezember 16, 2008, 12:20:08 »

... oder wie die Bundesregierung die Zerschlagung der gesetzlichen Rentenversicherung durch sich unsolidarisch, egoistisch verhaltene Selbstständige und Freiberufler fördert

Genau diese Personengruppe flieht aus der Mitgliedschaft der gesetzlichen Rentenversicherung, was zur Folge hat, daß weniger Rentenversicherungsbeiträge in die Rentenkassen hineinfließen und das ausgerechnet von Leuten mit besser gefüllten Geldbeuteln.

Auch so betreibt die Bundesregierung unter Führung der CDU/CSU und SPD aktiv und vorsätzlich Sozialabbau durch finanzielle Destabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung, weil sie Klientelpolitik für die Gutbetuchten betreiben. Die SPD legt bei dieser CDU-Politik nicht mal Einspruch ein und blockiert die Flucht des Mittelstandes aus der gesetlichen Rentenversicherung. SPD - die in aller Öffentlichkeit immer laut über die  Bürgerversicherung herumschwadroniert, hält ausgerechnet hier ihr großes Maul. Von der sozualdemokratischen Politik für den kleinen M;ann ist da herzlich wenig zu spüren.

Und nun erzähl mir noch einer, daß alle verbliebenen Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung gezwungen werden, zukünftig höhere Rentenbeiträge, längere Lebensarbeitszeit und Minirenten bzw. die Hungerleider-Grundsicherung wegen der demographischen Verschiebung, der zahlenmäßigen Zunahme der geburtenstarken Jahrgänge unter den Altersrentnern in Kauf zu nehmen.

Wenn man die Flucht der Selbstständigen und Freiberufler aus der gesetzlichen Rentenversicherung zuläßt, duldet oder sogar fördert, der soll uns Bürgern nicht einreden, Beitragserhöhungen und Rentenkürzungen haben ihre Ursache in der Vergreisung der Bevölkerung.

CDU/CSU und SPD machen Klietelpolitik für die Besserverdienenden und gegen den Rest der Bevölkerung, haben keine sozialpolitischen Maßnahmen in den 70er Jahren aufgelegt wie die DDR, um junge Ehen und die Geburten zu fördern. Erst jetzt, wo das Kind schon lange in den Brunnen gefallen und dort ersoffen ist, kommt man auf den Trichter mal was für Familien durch Kindergeldzahlungen, durch kleine Veränderungen in der Bildung was zu verbessern, wo man sich später auch zahlungskräftige AN erhofft, die höhere Beiträge in die Sozialkassen einzahlen können. Man hat 30 lange Jahre beim Finanzieren der gesetzlichen Altersversorgungssysteme als Politik vorsätzlich auf Befehl der Unternehmensverbände verschlafen, weil die ihre AG-Beitragsanteile zu den Sozialkassen kürzen wollen bzw. sich daraus auf lange Sicht völlig verabschieden wollen.

Die Folge: Jetzt wälzt die Bundesregierung auf Befehl der Unternehmerverbände aus genannten Profitmotiven die ganze Finanzierungspflicht zur Altersvorsorge allein auf die AN ab, begleitet mit den CDU-Schlagworten der privaten Eigenvorsorge und - Eigenverantwortung.

NDR, Sendung "Panorama" vom 30.11.2008: Nichts wie weg - Flucht aus der Rentenversicherung

Videopodcast: Nichts wie weg - Flucht aus der Rentenversicherung

Die Zahlen sind erschreckend: Rund 37 Jahre, so haben Wissenschaftler errechnet, wird der Durchschnittsdeutsche zukünftig in die Rentenversicherung einzahlen müssen, um gerade einmal eine Rente in Höhe der Sozialhilfe zu bekommen. Nie war die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung so schlecht wie heute.

So verwundert es nicht, dass in den letzten Jahren eine Flucht aus dem System stattgefunden hat. Die Dummen sind diejenigen, die als Angestellte zur Einzahlung verpflichtet sind.

Gut verdienende Geschäftsleute bemühen Anwälte und Finanzagenturen, um nach Schlupflöchern aus der Versicherung suchen zu lassen. Und auch die Niedriglohnarbeiter, für die die gesetzliche Rentenversicherung eigentlich einmal als Absicherung im Alter erfunden wurde, sagen inzwischen "nix, wie weg". Sie machen sich selbstständig, versuchen privat vorzusorgen oder verlassen sich auf die Sozialhilfe, die im Alter sowieso jedem Menschen zusteht. Auch wenn er oder sie niemals in die Sozialsysteme eingezahlt hat. So wird die Sozialhilfe mehr und mehr zum Ersatz für die gesetzliche Rentenversicherung.

Panorama über den dramatischen Verfall der deutschen Rentenversicherung.

Sendemanuskript

Panorama Nr. 705

Anmoderation Anja Reschke:
„In unserem nächsten Beitrag fallen Worte wie Flucht und Befreiung. Den Wunsch, da irgendwie rauszukommen. Den äußern aber nicht Gefangene oder Geiseln. Nein. Es handelt sich um Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung. Oha, um unsere Rente muss es schlecht stehen. Dass zu wenig Junge einzahlen für zu viele Alte, wissen wir. Dass hohe Arbeitslosigkeit dem System schadet, ist bekannt. Aber dazu kommt ein anderes
Problem: Wer irgendwie kann, bricht aus der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Selbstständigkeit ist der Schlüssel. Von oben und unten bröckeln die Beitragszahler weg. Übrig bleibt eine immer kleiner werdende Mitte, die die Finanzierung irgendwann nicht mehr wuppen kann. Tamara Anthony, Ben Bolz und Sonia Mayr über die Flucht aus der Rentenversicherung.“

Seit einem Jahr ist Matthias Möller ein freier Mann. Der Steuerfachangestellte hat es geschafft, aus der gesetzlichen Rentenversicherung rauszukommen. Mit dem Geld sorgt er nun privat vor.

O-Ton Matthias Möller,Steuerfachangestellter:
„Vorher hat man das Gefühl, man haut die Kohle in einen großen Topf und kriegt nur einen ganz kleinen Teil zurück. Auch wenn es das Prinzip der Solidargemeinschaft ist, aber man muss schon schauen, wo man am Ende bleibt.“

Matthias Möller profitiert von einer Sonderreglung im gesetzlichen Rentensystem: Er arbeitet bei seiner Frau. In Familienbetrieben können Angestellte von der Rentenversicherung befreit werden, weil man sie wie Selbstständige einstuft.

O-Ton Matthias Möller, Steuerfachangestellter:
„Dann köpft man auch mal ne Flasche Sekt und freut sich, dass das Alter auch ein Stück weit besser gesichert ist. Und man muss aber weiterhin aufpassen, dass die Umstände so bleiben. Ich meine, eine Scheidung würde das ganze natürlich wieder eliminieren und man darf auch wieder in die gesetzliche Sozialversicherung zurückfliegen. Also die Umstände müssen fortwährend so bleiben.“

Raus aus der Rentenversicherung – das dürfen eigentlich nur Selbstständige. Deswegen nutzen immer mehr Menschen dieses Deckmäntelchen, um aus der gesetzlichen Altersvorsorge zu fliehen. Dieser Mann hat daraus eine Geschäftsidee entwickelt. Stephen Nickel befreit wohlhabende Angestellte von der schweren Last der gesetzlichen Rentenversicherung.

O-Ton Stephen Nickel, Finanzberater:
„Wir helfen Personen aus der Sozialversicherung heraus, die z.B. Gesellschafter sind, Geschäftsführer sind, Vorstände sind, die Interesse daran haben, so etwas zu werden innerhalb eines Betriebes. Diesen Personen helfen wir aus der Versicherungspflicht rauszukommen.“

Und dank Nickels Kreativität funktioniert das auch – da werden angestellte Führungskräfte per Vertrag plötzlich zum Vorstand einer hauseigenen Aktiengesellschaft. Denn Vorstände werden im gesetzlichen Rentensystem wie Selbstständige behandelt und müssen nicht einzahlen.

O-Ton Stephen Nickel, Finanzberater:
„Ein Vorstand einer Aktiengesellschaft unterliegt Kraft Gesetz nicht der Rentenversicherungspflicht. Dadurch, dass er nicht Kraft der Rentenversicherungspflicht unterliegt, kann man natürlich jetzt ganz gezielt innerhalb der Betriebe es auch so einrichten, dass wir dort einen Vorstandsposten für einen Abteilungsleiter schaffen. Das ist unser Modell, das wir dort teilweise umsetzen.“

Mal trickreich, mal ganz einfach – rund tausend Menschen hat allein Nickel in den letzten Jahren aus dem Rentensystem rausgeholt. Wer kann, der flieht.

O-Ton Prof. Stefan Sell, Volkswirtschaftler:
„Die klaren Verlierer sind doch die, die zwangsweise drin bleiben müssen. Der normale Angestellte, der normale Arbeitnehmer, der hohe Beiträge zahlen muss und dessen Leistungen, das, was er bekommt, immer weniger wird. Das wird definitiv immer weniger.“

Fred Krabbes gehört zu den Verlierern. 221 Euro zahlt er monatlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Und der Pförtner weiß schon heute, dass er von seiner Rente im Alter kaum wird leben können.

O-Ton Fred Krabbes, Pförtner:
„Wenn man kein Geld als Rentner hat, dann siecht man nur noch vor sich hin und das ist kein Leben, kein menschenwürdiges Dasein, was man im Rentenalter führen kann. Wo ich der Meinung bin, wenn ich mein ganzes Leben gearbeitet habe, dann steht mir auch zu, im Alter vernünftig zu leben, bis es eben soweit ist, dass ich abberufen werde.“

Krabbes hat immer brav eingezahlt in die gesetzliche Versicherung. Und doch wird er nach 44 Arbeitsjahren letztendlich nur auf eine Rente von rund 900 Euro kommen – knapp über den Leistungen der Sozialhilfe.

O-Ton Fred Krabbes, Pförtner:
„Das löst Ärger aus, aber wie gesagt, da die Möglichkeit nicht besteht, da rauszukommen, muss man das akzeptieren, ob man will oder nicht, weil als Angestellter hat man ja keine andere Möglichkeit.“

Früher war er Angestellter, jetzt ist er Selbstständiger. Ein-Mann-Unternehmer. Deswegen konnte er aus der Rentenversicherung aussteigen. Manuel Diekmann ist Personal Trainer. Er gehört zu der Generation der neuen Selbstständigen. Solche Existenzgründungen hat die Politik in den letzten Jahren gefördert.

O-Ton Manuel Diekmann, Personal Trainer:
„Vor zweieinhalb Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und damals war ich rentenkassenpflichtig und nun bin ich das nicht mehr, weil ich selbstständig bin, freiberuflich tätig und ich finde das sehr gut, dass ich da nicht einzahlen muss, da das System ziemlich marode ist.“

Diekmann hat sich privat versichert und hofft, dass dies für das Alter reicht. Doch er kennt auch selbstständige Kollegen, die gar nicht vorsorgen.

O-Ton Manuel Diekmann, Personal Trainer:
„Viele junge Menschen vor allen Dingen verdrängen das Thema ziemlich stark. Also, wennich so mit Kollegen gesprochen habe im meinem Alter jetzt, die sagen: „so, ich will jetzt erst mal richtig Gas geben, bißchen Spaß haben. Was kost die Welt? Für die Rente sparen kann ich immer noch, wenn ich 35 bin.“

O-Ton Prof. Stefan Sell, Volkswirtschaftler:
„Wir können relativ sicher voraussagen, dass ein nicht geringer Teil der Selbstständigen, vor allem der neuen Selbstständigen, der Ein-Mann-/ oder Ein-Frau-Selbstständigen in Zukunft unter das Problem der Altersarmut fallen wird. Warum? Weil deren aktuelle Einkünfte so niedrig sind, dass die gar nicht in der Lage sind, auch wenn sie willens sind, privat für das Alter vorzusorgen. Die haben das Geld nicht. Das heißt: Die werden definitiv im Alter auf Sozialhilfe, auf die Grundsicherung angewiesen sein.“

Und damit bekommen sie dann fast genauso viel wie der Pförtner Fred Krabbes, der 44 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben wird.

O-Ton Fred Krabbes, Pförtner:
„Natürlich ärgert mich das. Auf der anderen Seite kann ich die Sozialhilfeempfänger verstehen, die wollen auch leben, nur da muss sich der Staat was einfallen lassen, das ist nicht mein Problem.“

O-Ton Prof. Stefan Sell, Volkswirtschaftler:
„Wir haben hier ein fundamentales Gerechtigkeitsproblem. Der Arbeitnehmer, der übrigens zwangsweise in der Rentenversicherung drin ist und jeden Monat einzahlen muss, aber weil er so wenig verdient am Ende trotzdem nur eine Rente bekommt, die der Sozialhilfe entspricht. Wenn der sich vergleicht mit einem Selbstständigen, der sein ganzes Erwerbsleben jetzt wegen seiner niedrigen Einkünfte da nichts eingezahlt hat und dann auch auf Sozialhilfe angewiesen ist. Dann hat natürlich der Arbeitnehmer hier ein Gerechtigkeitsproblem und er hat es zurecht.“

Die Zahl der Ein-Mann-Selbstständigen wächst – in den letzten sechs Jahren um eine halbe Millionen. Förderung der Selbstständigkeit, Mini Jobs, Ich-AGs. An die Alterssicherung der Menschen haben die Arbeitsminister der letzten Jahre dabei nicht gedacht. Die Politik schaut tatenlos zu, wie zigtausende aus der Rentenversicherung fliehen und das System zunehmend an Legitimation verliert.

O-Ton Prof. Stefan Sell, Volkswirtschaftler:
„Wir brauchen ein System, in dem alle versichert sind, egal, ob sie abhängig beschäftigte Arbeitnehmer sind oder ob sie Selbstständige sind. Das wäre eine Reform, die nur eine große Koalition hätte leisten können. Und das ist das große Versäumnis, dass die große Koalition diesen systematischen Umbau – diese Erweiterung der Rentenversicherung, ja, sich davor gedrückt hat.“

Bericht: Tamara Anthony, Ben Bolz, Sonia Mayr
Kamera: Phillip Hühnerfeld, Torsten Lapp
Schnitt: Rouven Schröder

Abmoderation Anja Reschke: „Wir haben nachgefragt beim zuständigen Arbeitsministerium. Ein Interview wollte man uns nicht geben. Aber schriftlich erklärte man uns, das Thema sei so komplex, dass man kurzfristig jetzt erst mal nichts machen könne. Na bravo.“
« Letzte Änderung: Dezember 16, 2008, 12:43:30 von joachimkuehnel » Gespeichert
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #53 am: Januar 02, 2009, 11:12:22 »

Youtube: Volker Pispers - Riesterrente und Hartz IV


Youtube: Monitor - Volksverarsche Riesterrente


Youtube: Plusminus - Riesterrente - Die Schmutzigen Tricks der Rentenversicherungen
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Troll


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« Antworten #54 am: Januar 08, 2009, 14:21:51 »

Zitat
Im Bundestag notiert: Rendite von Riester-Renten

Finanzen/Kleine Anfrage

Berlin: (hib/HLE) Nach der Rendite von Riester-Renten fragt die Linksfraktion in einer Kleinen Anfrage (16/11103). Die Abgeordneten wollen von der Regierung wissen, warum die private Versicherungswirtschaft bei Riester-Renten eine selbst erstellte Sterbetafel verwendet, bei der die durchschnittliche Lebenserwartung fast 10 Jahre höher liegt als bei den vom Statistischen Bundesamt prognostizierten 82 Jahren. Die Regierung soll außerdem die Differenzen bei den Berechnungen der Lebenserwartung begründen.

Quelle: hib-Meldungen


Übersicht
Kleine Anfrage (PDF)
Antwort der Bundesregierung (PDF)

Antworten verweisen z.T. auf folgende Dokumente:
Bundesdrucksache 16/09243 (PDF)
Bundesdrucksache 16/10988 (PDF)
« Letzte Änderung: Januar 08, 2009, 14:55:36 von Troll » Gespeichert

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« Antworten #55 am: Januar 31, 2009, 04:04:18 »


2007 wurden 55,1 Prozent der Rentner die Renten durch Abschläge gekürzt, weil sie vorzeitig in Rente gingen. Im Durchschnitt sank die Rente dadurch um 100 auf 745 Euro im Monat. Der Anteil der Neurentnerinnen mit Abschlägen stieg in Westdeutschland von 40,3 auf 49,1 Prozent, in Ostdeutschland um 4,1 Prozentpunkte auf 79 Prozent.


745€ im Monat als DURCHSCHNITT. Wenn man die Krankenversicherung mit berücksichtigt, komme ich da mit Grundsicherung / Hartz-IV auch hin.
Ich sags doch: Ein weiterer Grund Arbeit lebenslang zu verweigern. So werd ich wenigstens nicht gemobbt und von Chefidioten angebrüllt und kann tagsüber meist tun was ich möchte (außer wenn Zoff mit der ARGE ansteht).
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« Antworten #56 am: Januar 31, 2009, 07:51:13 »

... 745€ im Monat als DURCHSCHNITT. Wenn man die Krankenversicherung mit berücksichtigt, komme ich da mit Grundsicherung / Hartz-IV auch hin.
Ich sags doch: Ein weiterer Grund Arbeit lebenslang zu verweigern. So werd ich wenigstens nicht gemobbt und von Chefidioten angebrüllt und kann tagsüber meist tun was ich möchte (außer wenn Zoff mit der ARGE ansteht).

Da bist Du aber auf dem Holzweg, daß Du mit Arbeitsdrückerei bis zum Erreichen der Grundsicherung und danach um die Runden kommen kannst. Bedenke, Die Unternehmerparteien CDU/CSU/FDP, die Arbeiterverräterpartei SPD und die AG-Verbände haben bis dahin ihr Ziel mit Sicherheit erreicht, das es sämtliche Sozialsysteme inklusive der Grundsicherung nicht mehr geben wird.

Die legen es darauf an, daß alle Arten von Sozialversicherungen KV, PV, RV, AV und UV einschl. Grundsicherung nach der Salamischeibentaktik Scheibe um Scheibe beseitigt werden. Denen ist das Soziale an der Marktwirtschaft zu lästig und ist in ihren Augen eine Verschwendung. Hauptsache ihre Profite und Diäten steigen ins Astronomische. Das Volk kann ja auf dem Zahnfleisch kriechen.
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« Antworten #57 am: Januar 31, 2009, 08:00:42 »

IG-Bau-Newsletter 3/2009 - 30. Januar 2009: Altersarmut ist eine Folge politischer Fehlentscheidungen - DGB-Kampagne „Rente muss zum Leben reichen“ gestartet

Unter dem Motto „Rente muss zum Leben reichen“ hat der DGB am 28. Januar 2009 in Berlin seine Kampagne zur Stärkung der solidarischen Alterssicherung in Deutschland gestartet. Ziel ist es, die Ursachen der drohenden Altersarmut deutlich zu machen und die Politik dazu zu bewegen, die notwendigen Reformen rasch auf den Weg zu bringen.

„Millionen Menschen droht morgen Altersarmut, weil sie heute mit Hungerlöhnen abgespeist werden und gleichzeitig die Rentenleistungen um bis zu 25 Prozent gekürzt worden sind. Altersarmut ist also eine Folge politischer Fehlentscheidungen und der ‚Geiz-ist-geil-Mentalität’ der Arbeitgeberseite. Deshalb brauchen wir einen politischen Kurswechsel für mehr Sicherheit im Alter“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bei der Vorstellung der Kampagne.

Der DGB will die Debatte um die Alterssicherung vom Kopf auf die Füße stellen. „Die Gesetzliche Rentenversicherung ist absolut alternativlos. Das Problem ist aber, dass die Rentenleistungen massiv gekürzt worden sind und die Kosten für die Altersvorsorge durch die Teilprivatisierung einseitig auf die Beschäftigten verschoben werden“, sagte Buntenbach. Dabei werde bewusst verschwiegen, dass die – stets mit der demographischen Entwicklung begründeten – Rentenkürzungen einzig und allein die Arbeitgeber entlasten sollen. „Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre führt nicht etwa zur Entlastung der jungen Generationen, sondern trifft gerade sie mit aller Wucht“, so Buntenbach.

Mit seiner Rentenkampagne drängt der DGB auf eine Stärkung der solidarischen Alterssicherung. Als Kernforderungen nannte Buntenbach u. a. den Ausbau der Gesetzlichen Rente zur Erwerbstätigenversicherung, die bessere Absicherung von Geringverdienern, Langzeitarbeitslosen und Erwerbsgeminderten, die Rücknahme der Rente mit 67 sowie die Einführung von Mindestlöhnen.

Der DGB will die Parteien rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf zu einem Umsteuern in der Rentenpolitik bewegen. Die erste Plakatwelle startet deshalb bereits am 3. Februar und zeigt die konkreten Probleme der Menschen unter dem Slogan „Zum Leben. Zu wenig“. Mitte März folgen dann die konkreten DGB-Lösungsvorschläge auf Großplakaten mit dem Slogan „Rente: Da ist mehr drin“.

Neben Regionalkonferenzen in Leipzig, Bochum, Hannover und Mannheim sind parallel zahlreiche Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet geplant. Unterschiedliche Aktionsformen, lokal und im Internet unter www.ichwillrente.net, sollen zum Mitmachen anregen. Dazu gehören zum Beispiel eine Postkartenaktion, eine Multimedia-Plakataktion sowie eine Transparent-Aktion, die den Abschluss einer Fahrradtour von Mannheim nach Berlin am 4. April bilden wird.
 
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« Antworten #58 am: Januar 31, 2009, 15:36:52 »

... 745€ im Monat als DURCHSCHNITT. Wenn man die Krankenversicherung mit berücksichtigt, komme ich da mit Grundsicherung / Hartz-IV auch hin.
Ich sags doch: Ein weiterer Grund Arbeit lebenslang zu verweigern. So werd ich wenigstens nicht gemobbt und von Chefidioten angebrüllt und kann tagsüber meist tun was ich möchte (außer wenn Zoff mit der ARGE ansteht).

Da bist Du aber auf dem Holzweg, daß Du mit Arbeitsdrückerei bis zum Erreichen der Grundsicherung und danach um die Runden kommen kannst. Bedenke, Die Unternehmerparteien CDU/CSU/FDP, die Arbeiterverräterpartei SPD und die AG-Verbände haben bis dahin ihr Ziel mit Sicherheit erreicht, das es sämtliche Sozialsysteme inklusive der Grundsicherung nicht mehr geben wird.

Die legen es darauf an, daß alle Arten von Sozialversicherungen KV, PV, RV, AV und UV einschl. Grundsicherung nach der Salamischeibentaktik Scheibe um Scheibe beseitigt werden. Denen ist das Soziale an der Marktwirtschaft zu lästig und ist in ihren Augen eine Verschwendung. Hauptsache ihre Profite und Diäten steigen ins Astronomische. Das Volk kann ja auf dem Zahnfleisch kriechen.

Das macht mir keine Angst. Wir haben dann etwa 5 Millionen Arbeitslose und nochmal soviele Rentner die von Grundsicherung überleben.
Also 10 Millionen Leute die keinen Cent mehr bekommen würden?  HALLO BÜRGERKRIEG!!  Grin Grin Grin
Oder glaubst Du das die dann leise weinend verhungern werden?
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« Antworten #59 am: Januar 31, 2009, 15:53:24 »

die Bundeswehr mit stehenden 250.000 Mann sieht dann etwas alt aus, trotz Bewaffnung. 250.000 gegen 10 Millionen. 1 gegen 40. Sehr ungünstiges Zahlenverhältnis im Kriegsfall. Zumal die Aufständischen durch Beutewaffen ja auch regelmäßig stärker werden.
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