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Autor Thema: an der Schule: WERBEN FÜRS STERBEN  (Gelesen 4675 mal)
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Kuddel


Beiträge: 4011


« am: April 14, 2008, 18:45:46 »

am samstag, den 12. april 2008 begab sich ein kleiner haufen antimilitaristischer aktivistinnen zum gymnasium buckhorn in hamburg-volksdorf, um vor der schule gegen die beteiligung der bundeswehr an der "infobörse beruf und ausland" zu protestieren.

antimilitaristische aktion an schule
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rodion


Beiträge: 146


« Antworten #1 am: April 14, 2008, 19:52:19 »

was denn?
die bundeswehr will ihre auslandseinsätze als normale berufe anpreisen? ich schmeiß mich weg.
so nach dem motto "arbeiten wo andere urlaub machen"...
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Zoe


Beiträge: 718



« Antworten #2 am: April 15, 2008, 05:18:29 »

Das war schon immer so und die bekloppte Menschheit wird auch in Zukunft nichts mehr dazu lernen. In Zeiten wo die Arbeitslosigkeit explodiert und die Spekulanten ungestraft ihr Unwesen treiben dürfen, wenns bald nichts mehr zu Fressen gibt, Energie zur Luxusware mutiert - dann kann nur noch ein Krieg die Lage regulieren. Die Hälfte der Menschheit auslöschen und den Quark von neuen beginnen.
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NUR WER KRIECHT KANN NICHT STOLPERN Cheesy
Pinnswin


Beiträge: 3865



WWW
« Antworten #3 am: April 16, 2008, 09:04:07 »

Vorraus schauend denken
Särge schenken
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski . <°)))o><
Kater


Beiträge: 7110


« Antworten #4 am: August 25, 2008, 22:45:02 »

Bericht aus der Zivilgesellschaft:

Zitat
Trachtler schnuppern Bundeswehr-Luft
Die Bundeswehr war am Mittwoch bei der Oberpfälzer Trachten-Jugend in Bruck vertreten.

Bruck. Anlässlich des einwöchigen Jugendzeltlagers der Nachwuchs-Trachtler in Bruck fand am Mittwoch ein „Tag der Bundeswehr“ statt. Die Feldjäger-Pateneinheit des Marktes Bruck aus Roding war mit schwerem Gerät auf dem Pausenhof der Volksschule vertreten. Vom Kampfpanzer Leopard über Mannschaftstransporter bis hin zu anderen Waffensystemen wie Gewehren, Pistolen oder Panzerfäusten (diese jedoch nur in Kunststoff-Ausführung), wurde eine große Palette von Wehrtechnik gezeigt. Die Waffenschau wurde ergänzt durch Schaubilder und Informations-Tafeln.

Blick ins Innere möglich

Größtes Interesse zeigten die Kinder am Kampfpanzer Leopard. Die Jugendlichen konnten in das Innere des Kettenfahrzeuges klettern und sich von der Technik und der Enge in dem Stahlkoloss überzeugen. Natürlich gaben die Soldaten der Feldjäger-Einheit zusätzliche Erläuterungen und Hinweise zum Thema.

Empfindliche Spürnasen

Ein besonderes Erlebnis waren auch die Vorführungen der Bundeswehr-Hundestaffel aus Amberg, die am Trainingsplatz der Schulsport-Anlage gezeigt wurden. Zu sehen waren Hunde die auf das Erschnüffeln von Sprengstoff oder Rauschgift spezialisiert sind. Gezeigt wurde auf das Stellen von Verdächtigen durch die Hunde oder der Zugriff auf Flüchtige. Die Hundeführer gingen in ihren Erläuterungen auch auf die Dauer der Hunde-Ausbildung für die speziellen Zwecke ein das vielfältige Einsatzspektrum ein.(tlh)


http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/region/schwandorf/ausderzeitung/artikel/trachtler_schnuppern_bundesweh/275541/trachtler_schnuppern_bundesweh.html
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unkraut


Beiträge: 2541



« Antworten #5 am: August 26, 2008, 07:23:56 »

Ja die Geschichte wiederholt sich .
Gabs schon im Reich , auch in der DDR ...
Ich meine so eine bayrische Tracht hat doch schon was von Uniform .

Zum Thema Hunde und Panzer :  Wink
 http://de.wikipedia.org/wiki/Vier_Panzersoldaten_und_ein_Hund
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Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945
ManOfConstantSorrow


Beiträge: 5652


« Antworten #6 am: Januar 20, 2009, 15:07:12 »

LehrerInnen in Uniform
Bundeswehr mischt in NRW bei der Schulausbildung mit

       
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von Tim Carlitscheck

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit haben das "Bildung"sministerium NRW und die Bundeswehr am 29. Oktober letzten Jahres eine weit reichende "Kooperationsvereinbarung" geschlossen, von der die etwa 1,8 Millionen SchülerInnen der Sekundarstufen 1 und 2 sowie der Berufskollegs betroffen sind. Inhaltlich geht es um eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Armee, die bundesweit ein Novum ist und zeigt wie wenig Anstand die Herrschenden haben, die Schule für ihre menschenverachtenden Kriegszwecke zu instrumentalisieren.

Laut dieser Vereinbarung sollen in Zukunft so genannte Jugendoffiziere regelmäßig den Unterricht besuchen und dort mit den SchülerInnen "Möglichkeiten der Friedenssicherung [...] erörtern", doch wie bei der Bundeswehr "Friedenssicherung" normalerweise gehandhabt wird, werden die SchülerInnen hier selbstverständlich nicht erfahren. Damit wird die höchst bedenkliche Praxis von Rekrutenwerbung an Schulen ministeriell abgesegnet, die bisher während Berufsfindungstagen der einzelnen Schulen stattgefunden hat.

Die zweite gefährliche Neuerung betrifft den Bereich der LehrerInnenausbildung, denn auch hier wird die Armee des Kapitals zukünftig aktiv mitarbeiten. Beschränkte sich die Einflussnahme des Militärs und ihrer Historiker bisher nur auf die Schulbücher, sollen die LehrerInnen nun der verlängerte Arm der Rekrutenwerber werden. Geschult werden LehrerInnen zukünftig auch durch Per sonal der Bundeswehr, beispielsweise zu Themen wie "Sicherheitspolitik". Auf dem Programm der LehramtsanwärterInnen stehen dann auch Besuche bei Einrichtungen der Bundeswehr und die "praktische Anwendung" von Ausrüstung.

Hier lernen die PädagogInnen dann das Rüstzeug für den kommenden Wehrund Rekrutierungsunterricht und werden gleichzeitig "auf Linie" gebracht. Das Ziel dieser Vereinbarung ist klar. Den SchülerInnen soll ein positives Bundeswehrimage vermittelt werden und schon die Kleinen sollen neben Mathe und Deutsch lernen, dass die Bundeswehr ein ganz "normaler" Arbeitgeber ist, denn bisher haben weder Ausbildungsplatzmangel, Studiengebühren oder Hartz IV dazu geführt, dass sich Jugendliche gerne als Kanonenfutter missbrauchen lassen. Die meisten Jugendlichen ziehen trotz breit angelegter Militärpropaganda eine zivile Karriere der militärischen vor.

Widerstand muss jetzt von den LehrerInnengewerkschaften und den SVen organisiert werden, denn die Schule ist die Achillesferse des deutschen Militarismus. Ohne Nachschub an Kanonenfutter, zumeist aus der ArbeiterInnenjugend, ist dieser handlungsunfähig. Daher ist diese Vereinbarung nicht das Ende, sondern der Anfang der Militarisierung des Schulsystems und es ist nur eine Frage der Zeit, bis widerspenstige LehrerInnen, SchulleiterInnen und SchülerInnen mit Repressionen zu rechnen haben.

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=813&PHPSESSID=2cf6ed21f8a6ea12fc73958c28b039e5
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #7 am: Juni 28, 2009, 15:20:11 »

Krieg, kindgerecht serviert
Auswärtiges Amt verstärkt Kriegspropaganda gegenüber Kindern



Poppige Propagande für Deutschlands "humanitäre" Kriege

Mit einem eigens eingerichteten Internetportal verstärkt Berlin seine Kriegspropaganda gegenüber Kindern. Die vom Auswärtigen Amt erstellte Website hat bereits Eingang in Schulbücher und staatliche Bildungsangebote für Lehrer gefunden. Zentrale Themen sind die Operationen der Bundeswehr in Afghanistan, im Kosovo und vor der Küste Somalias. Diese werden analog traditioneller deutscher Kriegspropaganda als Reaktion auf Streitigkeiten zwischen verschiedenen "Völkern" dargestellt. Ökonomische Konfliktursachen bleiben ebenso unerwähnt wie deutsche Expansionsinteressen und deutsches Großmachtstreben; vielmehr erscheinen die deutschen Streitkräfte als weltweit engagierte Friedensstifter. Die propagandistische Initiative des Außenministeriums korrespondiert mit dem Versuch der Bundeswehr-"Jugendoffiziere", Kinder und Jugendliche systematisch als "Rekrutierungspotential" für das Militär zu erschließen.

Für 10- bis 14-Jährige


Das mit aufwendiger PR-Begleitung im September letzten Jahres zum "Weltkindertag" ans Netz gegangene Internetportal www.kinder.diplo.de rühmt sich, "mit einer kindgerechten Sprache" über "politische Aufgaben und Entscheidungsprozesse" der deutschen Außenpolitik aufzuklären. Wie das Auswärtige Amt mitteilt, seien 10- bis 14-Jährige die primäre "Zielgruppe" seiner "Informations-Initiative".[1] Behandelt werden auf der Website Themen wie "Umweltschutz", "Sport", "Kultur", "Frieden" und "Menschenrechte". Dass in diesem Zusammenhang Militärpropaganda betrieben wird, ist zunächst nur an zwei Stellen erkennbar: Die auf dem "Dialogfeld" zum Thema "Frieden" abgebildete Friedenstaube trägt einen Stahlhelm; ein weiteres "Informationsangebot" befasst sich mit "deutsche(n) Soldaten im Kosovo".

Frieden stiften


Warum deutsche Besatzungssoldaten in der serbischen Provinz Kosovo stehen, wird auf www.kinder.diplo.de folgendermaßen erklärt: Nach dem Fall der "Mauer in Deutschland" 1989 seien sich die "Völker in Mittel- und Osteuropa" bewusst geworden, "dass sie mit dem Ende des Ost-West-Konflikts große Freiheit gewonnen hatten" - "sogar die Freiheit, sich zu entscheiden, ob sie noch Teil des Staates sein wollten, in dem sie damals lebten". Auch im Kosovo, so heißt es, "waren Ende der 90er Jahre immer mehr Menschen für eine Unabhängigkeit ihres Landes von Serbien".
Aus "Sorge, dass sich aus den Kämpfen um eine Unabhängigkeit des Kosovo eine humanitäre Katastrophe für die Bevölkerung entwickeln könnte", habe dann die NATO mit deutscher Beteiligung zwischen März und Juni 1999 "Krieg gegen Serbien" geführt. Die Besatzungstruppe KFOR "helfe" seither dabei, "dass die verschiedenen Volksgruppen, die im Kosovo leben, friedlich miteinander umgehen".[2] Mit Aussagen wie diesen schließt das Auswärtige Amt direkt an tradierte Argumentationsmuster deutscher Kriegspropaganda an, wie sie im Kaiserreich, aber auch zur NS-Zeit genutzt wurden: Das einstige Jugoslawien erscheint als "Völkergefängnis", das um der Freiheit und Selbstbestimmung willen habe militärisch zerschlagen werden müssen.

Brunnen bohren

Auch im Fall Afghanistans wird das Motiv der Humanität als ursächlich für die militärischen Aktivitäten Deutschlands benannt. Dort, so heißt es, "helfen" deutsche Soldaten "das Land zu sichern, damit andere Helfer Schulen und Straßen bauen, Brunnen bohren oder auch Lehrer und Polizisten ausbilden können".[3] Der deutschen Ausstattungs- und Ausbildungshilfe für die afghanische Polizei ist auf www.kinder.diplo.de eigens ein längerer Beitrag gewidmet. Technische Unterstützung aus Deutschland sei notwendig, so wird erklärt, damit die Repressionsbehörden in Afghanistan für "Ruhe und Ordnung" sorgen könnten.[4] Dass auch nach fast acht Jahren Besatzung Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Afghanistan alltäglich ist und das Land hinsichtlich der Kindersterblichkeit einen weltweiten Spitzenplatz einnimmt, bleibt demgegenüber unerwähnt - Informationen wie diese könnten das positiv gezeichnete Bild von der militärischen "Entwicklungshilfe" Deutschlands trüben.

Nahrung bewachen

Entsprechend wird der Einsatz der deutschen Kriegsmarine gegen Piraten vor der Küste Somalias vorrangig mit der Sorge um die notleidende Bevölkerung des ostafrikanischen Staates begründet. "Im Legoland" oder "mit Playmobil" Seeräuber zu spielen sei zwar "ganz lustig", allerdings stellten Freibeuter "auch heute noch ein großes Problem" dar, heißt es in typisch "kindgerechter" Weise. Denn damit "Nahrungsmittel auf Schiffen" nach Somalia gelangen können, sei es notwendig, dass "Soldaten vor der Küste (...) aufpassen, dass die Piraten nicht mehr wie bisher so leicht Beute machen können". Die Verantwortung für die Piraterie am Horn von Afrika wird umstandslos der Gier einzelner Bevölkerungsteile zugeschrieben: Somalis würden zu Seeräubern, erklärt das Auswärtige Amt, "weil das eine Möglichkeit für sie ist, schnell Geld zu verdienen" - "denn auf dem Meer vor Somalia ist mehr zu erbeuten als im Land selbst".[5] Kein Wort verlieren die Autoren der Website darüber, dass die von europäischen Fangflotten verursachte Überfischung der somalischen Küstengewässer maßgeblich zur Verarmung der Einwohner beigetragen hat und aus diesem Grunde insbesondere Fischer - mangels anderer Verdienstmöglichkeiten - zu Freibeutern werden.

Anschaulich und motivierend

Das Internetportal www.kinder.diplo.de wird mittlerweile von zahlreichen deutschen Bildungsinstitutionen als Referenzlektüre angepriesen. Als unterrichtstauglich eingestuft wird die Website unter anderem vom "Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht", der schulspezifischen Medienzentrale der deutschen Bundesländer, und vom "Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung" (DIPF). Das "Amt für Lehrerbildung Hessen" hält www.kinder.diplo.de ebenso für pädagogisch wertvoll wie das rheinland-pfälzische Erziehungsministerium. Der Ernst Klett Verlag, führender Produzent deutscher Schulbücher, verweist in der "Online-Ergänzung" zu seinem Sozialkunde-Lehrbuch "Anstöße 1" auf das Internetportal. Das Buch samt Anhang liefere "anschauliche Materialien und motivierende Einstiegsfragen", um Schülern "sukzessive ein Problembewusstsein auch für komplexe Themen wie etwa Globalisierung und Ökologie" zu vermitteln, heißt es.[6]

Akzeptanzwerbung

Die vom Auswärtigen Amt gegenüber Kindern lancierte Propaganda korrespondiert mit dem erklärten Bemühen der Bundeswehr, Kinder und Jugendliche "systematisch als Rekrutierungspotential zu erschließen". Während bei entsprechenden Maßnahmen der "Jugendoffiziere" des deutschen Militärs kindliche Technikbegeisterung und der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz für die Personalwerbung der Truppe instrumentalisiert werden (german-foreign-policy.com berichtete[7]), liefert die "Kinderseite" des Außenministeriums neben umfassender Akzeptanzwerbung eine direkte Legitimation für die kriegerische Ausübung des Soldatenberufs.

http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=884&PHPSESSID=2cf6ed21f8a6ea12fc73958c28b039e5
« Letzte Änderung: Juni 28, 2009, 15:26:50 von ManOfConstantSorrow » Gespeichert

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« Antworten #8 am: Juni 28, 2009, 19:29:33 »

Zitat
Denn damit "Nahrungsmittel auf Schiffen" nach Somalia gelangen können, sei es notwendig, dass "Soldaten vor der Küste (...) aufpassen, dass die Piraten nicht mehr wie bisher so leicht Beute machen können".
So verdreht man die Tatsachen. Die Schiffe fahren ja mit ihren Nahrungsmitteln gar nicht nach Somalia.
Zum Kotzen...

Und das hatte ich ja bereits schon angemerkt. Ausländische Fischkutter fischen ohne Genehmigung die Fischgründe vor Somalia leer - und niemand tut etwas dagegen.
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Arwing


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« Antworten #9 am: Juni 28, 2009, 23:17:18 »

Na herzlichen Glückwunsch. Die Militarisierung der Gesellschaft jetzt auch an Schulen und in Lehrplänen.

Wirklich sehr unmoralisch den Kleinen unserer Gesellschaft schon zu suggerieren, dass Deutschland keine ökonomischen und machtpolitischen Interessen als Anhang der USA verfolgt, die ohne weiteres kein Problem damit haben einen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen.

Wenn ich das schon höre:  „sollen in Zukunft so genannte Jugendoffiziere regelmäßig den Unterricht besuchen"

Jugendoffiziere... Eine tolle neue Umschreibung für das gesellschaftlich verachtete Wort „Hitlerjugendführer"

Was passiert eigentlich, wenn vor allem Geschichtslehrer nicht politisch korrekt in Bezug auf die jüngste politische Geschichte Deutschlands und der Nato unterrichten? Greift dann der „Jugendoffizier ein, arrestiert den Lehrer und führt den Unterricht politisch konform weiter?

Dieses Land... abscheulich.
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Kuddel


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« Antworten #10 am: August 04, 2009, 19:40:19 »


"Liebst du das Abenteuer? Bist du topfit?" – Mit diesen Fragen wirbt die Bundeswehr seit einiger Zeit auf einer Webseite von Deutschlands größtem Jugendmagazin BRAVO für "tolle Tage im Ausbildungscamp der Einzelkämpfer" in der Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr im oberbayerischen Altenstadt.



http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30845/1.html

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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #11 am: August 29, 2009, 18:00:32 »

Antimilitaristischer Protest in Düsseldorf



Heute (28. August) Mittag, gegen 13 Uhr, haben 20 Mitglieder des "Aktionsbündnis gegen Miltiarismus und Krieg" auf der Berufsmesse "Chancen im Rheinland" in der Philippshalle in Düsseldorf gegen die Präsenz der Bundeswehr protestiert. Friedlich versammelten sich die AntimilitaristInnen vor dem Messestand der Bundeswehr um ihr Anliegen mit Transparenten und Flugblättern den MessebersucherInnen kund zu tun. Nach kurzer Zeit kam ein Mitarbeiter der Messe und ging sogleich gewaltsam gegen die AntimilitaristInnen vor, zerriss ein Transparent und wurde handgreiflich.
Rekrutierungsstände der Bundeswehr sind mittlerweile auf nahezu jeder Berufsmesse zu finden, so auch in Düsseldorf. Die Berufsmesse "Chancen im Rheinland", die dieses Jahr zum ersten Mal in der Philipshalle statt fand, bildete da keine Ausnahme. Der Bundeswehr wurde sogar ein besonders prominenter Platz im Messe-Rahmenprogramm eingeräumt. An beiden Messetagen (27. und 28. August) war ein Vortrag zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Bundeswehr vorgesehen.

Der Protest des "Aktionsbündnis gegen Militarismus und Krieg" richtete sich gegen die Rekrutierung von Schülerinnen und Schülern für den Kriegsdienst bei der Bundeswehr. Die Bundeswehr befindet sich im Kriegseinsatz. Sie ist weltweit aktiv, sei es in Afghanistan, im Kosovo, am Horn von Afrika, um nur die bekanntesten Beispiele zu nennen. Es handelt sich nicht um Friedenseinsätze, sondern um die militärische Durchsetzung von geostrategischen Interessen, etwa um die Sicherung von Absatzmärkten, Handelswegen oder regionalem Einfluss.

Für diese Einsätze werden immer mehr Soldaten benötigt. Den SchülerInnen wird vorgegaukelt, dass sie bei der Bundeswehr eine "Karriere mit Zukunft" vor sich hätten. Doch Krieg hat keine Zukunft. Befehlen, gehorchen, töten und sterben – das ist der Beruf, der auf die SchülerInnen wartet. Und wie gefährlich diese Einsätze sind, hat der Tod dreier deutscher Soldaten im Juni in Afghanistan gezeigt.
http://de.indymedia.org/2009/08/259285.shtml
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #12 am: Januar 15, 2010, 13:06:22 »

"Jede Zusammenarbeit mit der Bundeswehr einstellen"
In Freiburg regt sich Widerstand gegen die Kooperation des Schulministeriums mit dem Militär. Ein Gespräch mit Sven Fred


Sven Fred ist Mitglied im Unabhängigen Studierendenausschuß der Pädagogischen Hochschule Freiburg und im Bildungsstreikbündnis Freiburg aktiv:

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/schule-bw.html
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Kuddel


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« Antworten #13 am: Februar 17, 2010, 19:36:25 »

Über 400.000 Jugendliche sind im vorigen Jahr in der Schule von Offizieren der Bundeswehr beeinflusst worden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage" der Fraktion den Linkspartei hervor. Jugendoffiziere der Bundeswehr haben demnach mit Vorträgen und Diskussionen über 113.000 Schüler erreicht. So genannte Wehrdienstberater, also Rekrutierungsoffiziere, haben im Jahr 2009 über 11.600 Vorträge an Schulen gehalten – vor rund 290.000 Jugendlichen. Die Bundeswehr-Offiziere wollen den Jugendlichen die imperialistischen Ziele Militärpolitik der Bundesregierung vermitteln, stellen den Afghanistan-Krieg als legitim dar und werben für das Zeitsoldatentum.

http://www.rf-news.de/2010/kw06/13.02.10-bundeswehr-beeinflusst-massenhaft-schulkinder
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Arwing


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« Antworten #14 am: Februar 22, 2010, 13:33:36 »

Die Werbe- und sterbeoffiziere sollten den Jugendlichen auch vermitteln, wie Soldaten nach Kriegseinsätzen, auch in Deutschland, zeitlebens gezeichnet sind. Darunter fallen nicht nur körperliche Verwundungen mit wahrscheinlichem Verlust von Gliedmaßen sondern es folgen auch psychische Erkrankungen wie das „beliebte" PTBS nach Kriegserfahrungen und -einsätzen (z.B. die Bundeswehr im Kosovo und Afghanistan). PTBS steht für eine Posttraumatische Belastungsstörung, die nur zugerne Soldaten befällt und die durch eine sehr geringe Anzahl von Bundeswehrpsychologen kaum bis gar nicht behandelt werden kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatische_Belastungsst%C3%B6rung

Ein Freund von mir leidet unter PTBS seit den Einsätzen der Bundeswehr als Soldat im Kosovo. Stichwort: Angriff, Selbstverteidigung, Unruhestifter niederknüppeln und Massengräber ausheben... Er sagt selbst. dass man in Deutschland „als erkrankter Soldat mit körperlichen Kriegsverstümmelungen oder traumatischen Belastungen nach und nach im Stich und sich selbst überlassen wird."

Überträgt man diese Verstümmelung des menschlichen Körpers und seiner Seele durch Kampf- und Kriegseinsätze der Bundeswehr im Ausland auf junge Menschen, dann werden sich noch viele wundern, warum sie nach ihren Auslandseinsätzen so ziemlich lebenslänglich mit den Einsatzfolgeschäden an Körper und Geist beschäftigen müssen.

Beide Weltkriege, durch machtgierige deutsche Herrschaften angezettelt, schickten Jugendliche direkt von der Schulbank in den Krieg und sie blieben als eine zerbrochene Generation  zurück, sofern sie nicht starben. Dazu eine gute Literatur: Im Westen nichts Neues http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues

« Letzte Änderung: Februar 22, 2010, 13:38:54 von Arwing » Gespeichert

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