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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #210 am: September 17, 2009, 10:54:23 » |
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Alcatel-Lucent-Fabrik in Battipaglia besetzt!
Aus Verzweiflung und in der Hoffnung, den Beschluss von ALU, die Fabrik in Battipaglia zu schließen, zu stoppen, haben sich fünf Beschäftigte in der Fabrik verschanzt und drohen, sich selbst in die Luft zu jagen, falls auf ihre Forderungen nicht eingegangen wird. http://www.netzwerkit.de/projekte/alcatelucent/chronik/battipaglia
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mohandry
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« Antworten #211 am: September 17, 2009, 15:14:40 » |
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bringt auch nur Wasser auf die Mühlen derer, die Personen aus der unteren Bevölkerungsschicht am liebsten pauschal wegschliessen würden.
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Den wahren Wert einer Gesellschaft erkennt man nicht an deren Vermögen, sondern daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht. www.fair-sozial-gerecht.de
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #212 am: September 17, 2009, 15:31:00 » |
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Klar doch! Man sollte auf keinen Fall kämpfen, denn es könnte sein, daß es schlechte Presse gibt. Oder Repression.
Also lassen wir es. Wie gehabt.
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mohandry
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« Antworten #213 am: September 17, 2009, 17:43:21 » |
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nee nee, falsch formuliert (etwas kurz):
ich bewundere Leute, die nicht nur den Mut, sondern auch die Motivation haben, sich aktiv gegen bestehende "Ungerechtigkeiten" aufzulehnen. Ich wollte konkret aussagen:
Hut ab vor den Leuten, aber leider wird es Ihnen sehr wahrscheinlich persönlich nicht helfen, aber die Leute, die sowieso die unteren Bevölkerungsschichten gerne "kasanieren" wollen, werden sowas zum Anlass nehmen, Ihre Positionen und/oder Vorhaben damit zu untermauern.
So, jetzt denke ich, ist es besser verständlich ....
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Kater
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« Antworten #214 am: Oktober 11, 2009, 22:35:27 » |
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Wieder Bossnapping in Frankreich
In Frankreich ist erneut ein Firmenchef von Arbeitern als Geisel genommen worden. Sie fordern eine Abfindung von 100 000 Euro pro Mitarbeiter, da das Werk geschlossen werden soll.
Die Mitarbeiter der Spezialkleber-Fabrik Rohm and Hass im zentralfranzösischen Semoy halten seit gestern Abend ihren Direktor in seinem Büro fest. Sie wollen mit der Aktion wegen der geplanten Schliessung ihres Werks eine Abfindung von 100 000 Euro pro Mitarbeiter erzwingen, teilte die Gewerkschaft CFDT am Dienstag mit. Sie fordern dazu Verhandlungen mit dem Frankreich-Chef des US-Mutterkonzerns Dow Chemical.
Die Fabrik, die Kleber für die Auto- und Verpackungsindustrie herstellt, hat 97 Angestellte. Sie soll Ende 2010 geschlossen werden. In Frankreich haben Arbeiter seit Mitte März immer wieder Firmenchefs festgesetzt, um Forderungen durchzusetzen. Seit Juli gab es auch mehrere Fälle, in denen Entlassene sogar mit der Sprengung ihrer Fabriken drohten. http://www.20min.ch/finance/news/story/Wieder-Bossnapping-in-Frankreich-27438359
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Kater
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« Antworten #215 am: Oktober 27, 2009, 08:08:08 » |
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Deutschlandfunk: Das Feature 27.10.2009 · 19:15 Uhr Neue Protestformen in Frankreich Von Ruth Jung
Millionen Franzosen folgten im Frühjahr 2009 dem Aufruf der Gewerkschaften zum Generalstreik. Beschäftigte aus allen Branchen traten am 29. Januar und am 19. März in den Ausstand. Im Übersee-Département Guadeloupe sogar über sechs Wochen lang.
Politiker zeigten sich überrascht von dieser Mobilisierung. Vergleiche mit 1936 und 1968 drängten sich auf. Wie aber sieht es nach dem Generalstreik aus? Haben die Gewerkschaften der sozialen Erosion wirklich etwas entgegenzusetzen? In Grenoble nahm die von Massenentlassungen bedrohte Belegschaft des Großunternehmens Caterpillar die Sache selbst in die Hand und stellte sich offen gegen die Gewerkschaft. Verantwortliche Manager wurden "festgesetzt" und zu Verhandlungen gezwungen. Das Beispiel macht Schule.
"Die traditionellen Mobilisierungskampagnen zur Verteidigung von sozialen Rechten funktionieren heute nicht mehr", sagen Aktivisten. Neue Protestformen sind gefordert. Doch wie sehen die aus? http://www.dradio.de/dlf/programmtipp/dasfeature/1016617/
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Kater
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« Antworten #216 am: Januar 21, 2010, 19:55:59 » |
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Belegschaft in französischem Metallwerk hält Manager fest
In Frankreich haben Arbeiter wegen der geplanten Schließung ihrer Metallfabrik mehrere Manager als Geiseln genommen. Beschäftigte eines Werks des schwedischen Stahlkonzerns Akers im südfranzösischen Fraisses hinderten vier ihrer Chefs daran, das Unternehmen zu verlassen. Unter den Gefangenen sind der Chef von Akers France, Philippe Bello, und sein Personalchef Dominique Lasalle. Sie mussten wie ihre zwei Kollegen eine Nacht auf Feldbetten in einem Konferenzraum der Fabrik verbringen.
Das Werk zur Herstellung von Walzzylindern südwestlich von Lyon soll im Juni geschlossen werden. Die 120 Beschäftigten sind bereits seit über einer Woche im Streik, um höhere Abfindungen wegen ihrer Entlassung durchzusetzen. Sie wollen neben den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen 30.000 bis 60.000 Euro; der schwedische Konzern bietet bisher 10.000 bis 30.000 Euro an.
Das "Bossnapping" war in Frankreich im vergangenen Jahr über Monate zu einer verbreiteten Protestform geworden. Seit der Sommerpause kam es aber zu keinen neuen Vorfällen. Die Akers-Führung will jetzt hart bleiben. Sie entzog den gefangenen Managern jegliches Verhandlungsmandat. Unterstützung bekam sie von der französischen Regierung. Industrieminister Christian Estrosi erklärte in Paris, es werde keine Gespräche mit den Beschäftigten geben, solange die Manager gefangen seien. "Nichts kann ein so unverantwortliches Verhalten rechtfertigen." http://de.news.yahoo.com/2/20100121/tde-belegschaft-in-franzoesischem-metall-4cfbaad.html
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antonov
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« Antworten #217 am: Januar 22, 2010, 07:25:15 » |
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hmmm, ich seh bei den link nen andren artikel Belegschaft in französischem Metallwerk lässt Manager frei vor 11 Std. 14 Min.
In Frankreich haben Arbeiter wegen der geplanten Schließung ihrer Metallfabrik mehrere Manager vorübergehend als Geiseln genommen. Die vier Manager des schwedischen Stahlkonzerns Akers konnten die Fabrik im südfranzösischen Fraisses am Donnerstagabend verlassen, in der sie seit Mittwochabend festgehalten worden waren. Die verärgerten Arbeiter wollten mit der Geiselnahme höhere Abfindungen erzwingen. Diesen Artikel weiter lesen
Unter den Gefangenen waren der Chef von Akers France, Philippe Bello, und sein Personalchef Dominique Lasalle. Sie mussten wie ihre zwei Kollegen die Nacht zum Donnerstag auf Feldbetten in einem Konferenzraum der Fabrik verbringen. Gewerkschaftsangaben zufolge wollten die Angestellten mit der Geiselnahme eine einheitliche Abfindung für jeden Arbeiter in Höhe von 28.500 Euro durchsetzen. Der schwedische Konzern bietet nach Angaben eines Arbeiters jedoch nur 6000 Euro.
Die Akers-Führung war hart geblieben, hatte den gefangenen Managern jegliches Verhandlungsmandat entzogen und deren Freilassung gefordert. Das Werk zur Herstellung von Walzzylindern südwestlich von Lyon soll im Juni geschlossen werden. Die 120 Beschäftigten sind bereits seit über einer Woche im Streik.
Das "Bossnapping" war in Frankreich im vergangenen Jahr über Monate zu einer verbreiteten Protestform geworden. Seit der Sommerpause kam es aber zu keinen neuen Vorfällen.
http://de.news.yahoo.com/2/20100121/tde-belegschaft-in-franzoesischem-metall-4cfbaad.html
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« Letzte Änderung: Januar 22, 2010, 07:28:12 von antonov »
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Abraxas
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« Antworten #218 am: Januar 22, 2010, 19:56:13 » |
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Arbeitskampf mal anders weil die Tarifkomision der NGG bei den verhandlungen mit dem Catterer Eurest nicht weiter kommt plant sie daß NGG mitglieder schwarze binden tragen sollen. Ob die vertreter des Arbeitgebers demnächst mit wattebällchen beworfen werden konnte nicht in erfahrung gebracht werden. Derweil verdient ein Teil der beschäftigten unter harz IV
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"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"
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Kater
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« Antworten #219 am: Februar 09, 2010, 13:30:21 » |
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Ikea-Mitarbeiter besetzen Firmensitz in Frankreich
Aus Protest gegen zu geringe Lohnerhöhungen haben Ikea-Mitarbeiter den Firmensitz des Möbelhauses in Frankreich besetzt. Belegschaftsvertreter harrten den zweiten Tag in Folge in dem Gebäude in Plaisir westlich von Paris aus, wie ein AFP-Journalist berichtete. Verhandlungen mit der Ikea-Geschäftsführung am Montagnachmittag waren erfolglos geblieben.
Ikea bietet den Gewerkschaften zufolge dieses Jahr nur leistungsabhängig Lohnerhöhung an, so dass ein Teil der Belegschaft leer ausgehen würde. Die Arbeitnehmervertreter verlangen dagegen eine einheitliche Anhebung der Gehälter um vier Prozent. Drei Ikea-Häuser blieben wegen des Konflikts geschlossen. http://de.news.yahoo.com/2/20100209/tde-ikea-mitarbeiter-besetzen-firmensitz-4cfbaad.html
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Abraxas
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« Antworten #220 am: Februar 10, 2010, 05:40:48 » |
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aus solidarität mit den misshandelten kolleginen in köln ist die gesammte belegschaft von eurest in der commerzbank frankfurt am montag den 8. februar kurzfristig auf die strasse gegangen und hat mit flugblättern die kunden informiert. doppelt hervorheben möchte ich daß die kolleginnen noch nie in ihrem leben so etwas vorher gemacht haben. NGG behauptet seit jahren sie wären nicht zu mobilisieren. und sihe es geht doch
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #221 am: Februar 19, 2010, 23:53:49 » |
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Auch wenn es keine Schlagzeilen macht - es wird weiter festgesetzt"Vor knapp einem Jahr, im Laufe des Frühjahrs 2009, breitete sich die neue Kampfform wie ein ,Modephänomen’ in Frankreich aus – und das „Bossnapping“ war vorübergehend in aller Munde. Es handelte sich um das vorübergehende Festsetzen von Manager/inne/n, Betriebsleitern oder Unternehmenschefs, in aller Regel mit dem Ziel, deutlich höhere Abfindungszahlungen für von Entlassung bedrohte Lohnabhängige herauszuholen. Derzeit ist es in der breiten Öffentlichkeit weitgehend still um dieses Phänomen geworden; und tatsächlich hat es im weiteren Halbjahr 2009 kaum noch „Vorfälle“ solcher Art gegeben. Und dennoch kommt es auch weiterhin zu Arbeitskonflikten, bei denen seitens der abhängig Beschäftigten auf diese Kampfform zurückgegriffen wird. Von sich reden machte in den letzten Wochen in diesem Zusammenhang besonders die Möbelhandelskette ,Pier Import’, bei welcher es Anfang Februar dieses Jahres zu einem „Bossnapping“fall kam – und wo der Kampf der Lohnabhängigen um bessere Abfindungsbedingungen in anderer Form bis heute anhält" so beginnt der Artikel "FRANKREICH: Neue Bossnapping-Affären" http://www.labournet.de/internationales/fr/festsetzen11.html Total-Raffinerie besetzt Die Raffinerie von Total in Dünkirchen beschäftigt 370 Arbeiter - und 450 Zeitarbeiter. Seit September sind alle auf voller Kurzarbeit: Die Befürchtung, das Unternehmen könnte die Niederlassung schliessen, ist also nicht weit hergeholt. Seit dem 12. Januar hat die Belegschaft den Streik ausgerufen - die Unternehmensleitung reagierte mit Verweigerung von Verhandlungen und nahm eine private Wachfirma unter Vertrag. Diese "Security guards" waren nun der konkrete Anlaß für eine Betriebsbesetzung durch rund 150 Beschäftigte - die Forderung, die Wachfirma zu entlassen war bei der Aktion zentral. Die Sicherheitsleute stellten sich den Besetzern entgegen, konnten sie aber nicht aufhalten, anschließend wurden mit Leitern die Büros besetzt. http://libcom.org/news/total-refinery-dunkerque-occupied-16022010
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Kater
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« Antworten #222 am: März 02, 2010, 07:57:43 » |
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Französische Siemens-Mitarbeiter halten zwei Manager fest
In einem Siemens-Werk in Frankreich haben die Beschäftigten zwei Manager festgesetzt, um gegen den drohenden Stellenabbau zu demonstrieren. Bei den beiden Managern handele es sich um den Finanzchef sowie die Personalchefin des Werkes in Saint-Chamond in der Nähe von Lyon, teilten Gewerkschaftsvertreter am Montagabend mit. Die beiden sollten auch über Nacht festgehalten werden. "Wir haben ihnen etwas zu essen und Getränke gebracht", versicherte ein Gewerkschaftssprecher. Mit der Aktion wollten die Beschäftigten gegen drohenden Stellenabbau in dem Werk des Münchener Industriekonzerns protestieren.
Die Aktion ist nicht der erste Fall von "Bossnapping" in Frankreich. In der Vergangenheit hatten immer wieder aufgebrachte Beschäftigte in verschiedenen Unternehmen des Landes Manager vorübergehend festgesetzt, um für ihre Belange zu demonstrieren. http://de.news.yahoo.com/2/20100301/tde-franzoesische-siemens-mitarbeiter-ha-a4484c6.html
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #223 am: April 26, 2010, 14:23:32 » |
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Angst vor Jobverlust: Mitarbeiter besetzen Wäscherei 26. April 2010
Glückstadt - Aus Angst um ihre Arbeitsplätze haben Mitarbeiter der Berendsen Wäscherei am Wochenende ihren Betrieb in Glückstadt besetzt. Die Großwäscherei versorgt das Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit steriler Wäsche. Nun drohe zum 1. Mai der Verlust des Auftrags mit einem Volumen von fünf Millionen Euro, sagte der Bezirksbevollmächtigte der IG Metall Unterelbe, Uwe Zabel, am Sonntag.
Der Betriebsrat befürchtet, dass die Wäscherei mit 120 Beschäftigten dann geschlossen wird. Ein Teil der Mitarbeiter übernachtete in der Wäscherei, 20 bis 30 ketteten sich an den Türen des Betriebs symbolisch an. Am Montag wollten die Mitarbeiter die Besetzung unterbrechen. Die Patienten in Kiel und Lübeck sollten nicht unter der Situation leiden, sagte Zabel.
Nach Angaben der Gewerkschaft kümmert Berendsen sich seit fünf Jahren um die Wäsche des UKSH. 2009 wurde dieser Auftrag neu ausgeschrieben und ging an eine Rostocker Firma. Diese arbeite zu Dumpingpreisen, sagte Zabel. Das Oberlandesgericht Schleswig habe aber den Zuschlag gestoppt und ein neues Ausschreibungsverfahren verlangt. In dieser Zeit versorgte Berendsen die Uniklinik weiter - mit einem sogenannten Notversorgungsauftrag. Der sei nun aber an die Rostocker vergeben worden, sagte Zabel. lno http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article7337676/Angst-vor-Jobverlust-Mitarbeiter-besetzen-Waescherei.html
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #224 am: April 29, 2010, 23:00:12 » |
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Belegschaft droht mit Hungerstreik
Beschäftigte von Großwäscherei in Glückstadt halten Betrieb besetzt. Kampf um Arbeitsplätze spitzt sich zu
Von Mirko Knoche
Im schleswig-holsteinischen Glückstadt hat sich ein Arbeitskampf dramatisch zugespitzt. Bereits am letzten Samstag hatten die 120 Beschäftigten der Großwäscherei Berendsen ihren Betrieb besetzt. Grund war die Entscheidung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein von vergangener Woche, die Notversorgung mit Krankenhauswäsche ab dem 1. Mai an den Billigkonkurrenten Sitex zu vergeben. Am Montag nahm die Belegschaft zwar die Arbeit wieder auf, um die Gesundheit der Patienten nicht zu gefährden. In einer geheimen Urabstimmung, die bis zum heutigen Donnerstag abgehalten wird, will die Belegschaft aber entscheiden, ob sie in einen Hungerstreik tritt.
Das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein hatte am letzten Freitag nach Gewerkschaftsangaben zwar entschieden, daß die Auftragsvergabe an den Billiganbieter Sitex von Ende letzten Jahres rechtlich ungültig sei. Nach Bekanntgabe des Urteils habe die Uniklinik aber die laufende Versorgung mit Klinikwäsche bis zur Neuentscheidung im Juni von Berendsen abgezogen und vorläufig an Sitex vergeben. Der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Unterelbe, Uwe Zabel , betrachtet den ungewöhnlichen Vorgang als Fall für den Rechnungshof. Sogar Bestechung schloß der Metallgewerkschafter nicht aus.
Zabel sagte weiter, die Arbeiterinnen und Arbeiter ließen sich »nicht kampflos in die Arbeitslosigkeit schicken«. Bedingt optimistisch zeigte sich der IG-Metall-Mann, in geheimen Tarifverhandlungen mit dem Wäscherei-Unternehmen zu einer Einigung zu kommen, die den Hungerstreik abwenden könnte. Dafür müßte aber auch eine Lösung mit der Landesregierung und der Uniklinik gefunden werden. Die Geschäftsleitung würde sonst rund 20 Beschäftigte in andere Wäschereien abziehen und den Glückstädter Betrieb stillegen, so Zabel auf jW-Nachfrage.
Der Berendsen-Betriebsratsvorsitzende Antonio Gagliardi bezichtigte die CDU/FDP-Koalition in Schleswig-Holstein, bei der Vergabe öffentlicher Aufträge auf eine »Geiz ist geil«-Politik zu setzen. Der »Schmutzkonkurrent Sitex/Wulf« beute seine Beschäftigten mit Dumpinglohnen aus. Die IG Metall hat Sitex seit langem im Visier. Die angebliche Tariftreue der Firma beruhe auf einem Abkommen mit der »gelben Scheingewerkschaft« DHV im Christlichen Gewerkschaftsbund, informierte die Gewerkschaft damals ihre Mitglieder. Die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau, hatte vor einem »ruinösen Unterbietungswettbewerb« gewarnt. Im Juni 2009 hatten die Berendsen-Beschäftigten mit einer Betriebsbesetzung Entlassungen und Lohnabbau noch verhindern können. Das Unternehmen wollte damals Aufträge mit Angeboten unterhalb des Niveaus der Billigkonkurrenz an Land ziehen. http://www.jungewelt.de/2010/04-29/050.php
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