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Autor Thema: Wie Jobvermittler Arbeitssuchende abzocken  (Gelesen 11027 mal)
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Kater


Beiträge: 7110


« am: August 03, 2008, 12:06:56 »

Zitat
Wie Jobvermittler Arbeitssuchende abzocken
Von Heike Sonnberger

Rechtschreibfehler, wahllose Adressen, fehlende Anlagen: Im Auftrag von Arbeitslosen verschickt eine Berliner Agentur Bewerbungen, die vor Fehlern nur so strotzen. Das Unternehmen weist alle Vorwürfe zurück - und zeigt doch, wie bei der Arbeitsvermittlung Geld verschwendet wird.

Hamburg - "Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Gelgenheit geben würden das ich mich Ihnen näaher vorstellen kann." Dieser Satz stößt Walter G.* besonders auf. Er stammt aus einer Bewerbung, die die Berliner Vermittlungsagentur Joblife in seinem Namen verschickte. Walter G. suchte Arbeit als Fahrer, und die Privatagentur sollte ihm dabei helfen. Für eine Gebühr von fünf Euro pro Anschreiben versandte sie - so Walter G. - massenhaft fehlerhafte und unvollständige Bewerbungen.

Insgesamt stellte Joblife ihm dafür 170 Euro in Rechnung. Der damalige Hartz-IV-Empfänger protestierte - zunächst erfolglos. Hilfesuchend wandte er sich schließlich an die Initiative Erwerbslosen Forum Deutschland. Der war die Agentur schon lange bekannt.


weiter:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569479,00.html
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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #1 am: August 03, 2008, 14:26:27 »

Eine Frage erhebt sich da trotzdem.

Wieso zum Teufel schreibt der Typ seine Bewerbungen nicht selber?

Scheint auf jedenfall vielzuviel geld übrig zu haben.....
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flocke


Beiträge: 610


« Antworten #2 am: August 03, 2008, 14:45:12 »

Vielleicht hat der Typ ja gerade deshalb Hilfe gesucht, weil er Fahrer und ncht Germanisitikdozent ist. Es ist offensichtlich immer noch eine beliebte Methode seine Mitmenschen irgendwie abzuwerten, indem man sich auf deren Ausdrucks- und Rechtschreibschwierigkeiten einen runterholt, aber selber zu blöd ist, den Anhänger eines 30 Tonners an ne Rampe zu setzen

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Beiträge: 647


« Antworten #3 am: August 03, 2008, 15:39:06 »

Naja trotzdem ziemlich komisch.

Im Handwerksbereich läuft das oftmals per Handschlag,
wenn der Typ einen guten Eindruck macht.

Für hochpolierte Bewerbungen kann sich schließlich
kein Chef etwas kaufen......

Wenn er also in dieser Hinsicht Grenzdebil veranlagt ist
hätte er sich ja auch einfach persönlich vorstellen können.
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flocke


Beiträge: 610


« Antworten #4 am: August 03, 2008, 15:59:06 »

Offensichtlich scheints Du der Ansicht zu sein, dass die Fähigkeit sich schriftlich ausdrücken zu können, ein Zeichen von besonderer Intelligenz ist.

Ich will hier gar nicht über die ganzen Eventualitäten spekulieren, die jemand dazu bewegen mögen, schriftliche Bewerbungen unter die Leute zu bringen. Was ist wenn er Bewerbungsauflagen hatte? Vielleicht hat er sich bei Firmen beworben, die zig hundert Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt sind.

Schriftliches Ausdrucksvermögen ist eine Fähigkeit wie jede andere auch. Die ist kein bisschen höher zu bewerten, als beispielsweise einen LKW fahren zu können, oder Kinder zu erziehen, oder ein Musikinstrument zu spielen.

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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #5 am: August 03, 2008, 16:12:52 »

Zitat
Original von flocke
Offensichtlich scheints Du der Ansicht zu sein, dass die Fähigkeit sich schriftlich ausdrücken zu können, ein Zeichen von besonderer Intelligenz ist.

Nö, wie kommst du darauf?
Wobei man einen gewissen Zusammenhang sicherlich unterstellen könnte....

Zitat

Ich will hier gar nicht über die ganzen Eventualitäten spekulieren, die jemand dazu bewegen mögen, schriftliche Bewerbungen unter die Leute zu bringen. Was ist wenn er Bewerbungsauflagen hatte? Vielleicht hat er sich bei Firmen beworben, die zig hundert Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt sind.


Es gibt hunderte von Bewerbungsratgebern.
Und Beratungstellen die bei sowas sehr gerne , meist sehr
kompetent und vor allen kostenlos Hilfestellung geben.
Außerdem ist eine Bewerbung als Brummifahrer
sicherlich weitaus geringeren Ansprüchen an Form und Inhalt
unterworfen als beispielsweise Bewerbungen für akademische Berufe.

Zitat

Schriftliches Ausdrucksvermögen ist eine Fähigkeit wie jede andere auch. Die ist kein bisschen höher zu bewerten, als beispielsweise einen LKW fahren zu können, oder Kinder zu erziehen, oder ein Musikinstrument zu spielen.


Hab ja auch nichts derartiges behauptet.
Leider wird es  in realita höher bewertet..aber das ist wieder eine
ganz anderes Thema...


Mich erinnert das an Leute die Sceintologen oder Sannyassins
werden und sich anschließend weinerlich beklagen
das sie über den Tisch gezogen wurden....
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DanTheBanjoMan


Beiträge: 19


« Antworten #6 am: August 03, 2008, 17:38:48 »

Zitat
Original von Adelskronengang
Eine Frage erhebt sich da trotzdem.

Wieso zum Teufel schreibt der Typ seine Bewerbungen nicht selber?

Scheint auf jedenfall vielzuviel geld übrig zu haben.....
Wieso schreibt er überhaupt Bewerbungen? Ist er Masochist??
Nein, man kann das Arbeitsamt auch geschickter auskontern. Auch MIT selbstgeschrieben Billigbewerbungen, die trotzdem hieb-und stichfest sind.
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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #7 am: August 03, 2008, 18:24:08 »

Mmh, ich denke du hast das falsch verstanden.....

Der ist so verrückt und wollte wirklich (huch!) arbeiten!
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Mario Nette


Beiträge: 161


« Antworten #8 am: August 04, 2008, 18:23:01 »

Ausgangsthread:
http://www.elo-forum.org/job-netzwerk/24478-abzocker-kleinvieh-macht-mist.html

Reaktion:
http://www.elo-forum.org/job-netzwerk/26621-joblife-erhebt-keine-forderungen-jobcenter-bezahlt.html

Gegenwehr:
http://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-200808031878.html

Diskussion:
http://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/27851-jobvermittler-arbeitssuchende-abzocken.html
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=4778


Is' keine Schleichwerbung, sondern zum Verständnis des Ablaufs.

Mario Nette
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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #9 am: August 04, 2008, 18:42:10 »

Tut mir leid, das fügt nichts wirklich neues hinzu.

Ein bißchen Realitätssinn gehört auch dazu um nicht unter
die Räder zu kommen....auch wenn es böse klingt,
wer sich auf Bohrinseljobs bewirbt dem ist nicht mehr zu helfen.

Manchmal wird  Blödheit einfach bestraft...
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Mario Nette


Beiträge: 161


« Antworten #10 am: August 04, 2008, 18:59:28 »

Wie ist es damit: Der Anspruchsberechtigte sucht Arbeit, findet ein Angebot, stellt sich vor und es heißt:

"Sorry Mann, aber Stelle ist schon vergeben. Wir werden für dich tätig, bleib bei uns."
'Oh, klingt gut. Vielleicht haben die mehr.'
"Wir erstellen dir sogar professionelle Bewerbungen und halten den Konakt zu den Unternehmen."
'Cool, vielleicht hab ich eine Chance.'
"Ach ja, kostet natürlich ein klein bisschen."
-> "Huch!"
"Ja, aber können Sie sich ja von der ARGE holen das Bewerbungsgeld."
-> "Ähm nee, so mag ich das nicht."
"Na dann - wir können der ARGE natürlich auch bescheid geben, dass Sie sich unkooperativ zeigen. Sie wissen, was dann passiert."
'Scheiße, Falle.'

Mario Nette
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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #11 am: August 04, 2008, 20:19:17 »

Konstruierter Schnickschnack.

Ob Kettenbriefe, Avon Camps, linksdrehendes
Wasser,  Tupperparties, Dale Carnegie, Jürgen Höller,9/11,
Gottschalk und Krug Aktien, Passivrauchen ist gefährlich,Bergkristalle mit total voll Energy, die katholische Kirche oder Bhagwan/Scientology, es gibt immer Leute
die selbst auf den letzten Scheiss hereinfallen.




-------Das neue Perversil....wäscht jetzt noch weißer als Weiß!--------
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Kater


Beiträge: 7110


« Antworten #12 am: August 04, 2008, 21:56:30 »

@Adelskronengang

Klugscheißer  huh

Gruß, Kater
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Adelskronengang


Beiträge: 647


« Antworten #13 am: August 04, 2008, 23:37:26 »

Jawoll!

Muß manchmal einfach sein....
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Chlorophytum


Beiträge: 47


« Antworten #14 am: August 05, 2008, 12:23:40 »

@Adelskronengang
Ich finde nicht, dass das, was Mario Nette da beschreibt, "konstruierter Schnickschnack" ist.
Wenn man Arbeit sucht und immer nur Müll dabei herauskommt, greift man irgendwann automatisch nach allem, was auch nur annähernd nach Strohhalm aussieht.

"Wir können der Arge natürlich auch Bescheid geben, dass Sie sich unkooperativ gezeigt haben..."
Den Satz habe ich auch schon gehört. Das hat nix mit drauf reinfallen zu tun, im ersten Moment hat man wirklich Panik und keine Ahnung, wie man aus der Nummer wieder rauskommt.
Ich habe das Gespräch dann beendet und gehofft, dass es gut gehen würde, was dann auch wirklich so war.
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