Bonn/Berlin -
Jan Kindervater. macht weiter wie bisher – doch nun offenbar deutschlandweit. Mitglieder des Erwerbslosen Forum Deutschland entdeckten vor einiger Zeit die neuen Machenschaften des Geschäftsführers von JobLife / Arbeitsvermittlung Berlin [2] mit Hauptsitz in der Mohrenstraße 63 in Berlin.
K. sorgt dafür, dass die Negativschlagzeilen um sein Geschäftsgebaren auch zur Weihnachtszeit nicht abreißen – siehe hierzu ferner [3] und [4]. Seine neuste Masche beinhaltet eine bei E-Mail-Spammern seit Urzeiten benutzte Technik: Die möglichst komplette Verschleierung der Herkunft durch falsche, aber authentische wirkende Informationen. Dem Erwerbslosenforum liegen diverse Stellenangebote des Unternehmens, mittlerweile auch unter den Namen
active-work24
active-works24
active-work
active-works
vor, deren einziges Ziel es ist, die Lesenden dazu zu bewegen, die Website
www.active-work24.de aufzusuchen und sich dort auf die als Stellenangebote vorgegebenen und schon aus der Vergangenheit bekannten Pseudo-Stellenangebote zu bewerben. Die dabei zu akzeptierenden Datenschutzbestimmungen haben es in sich. Sie scheinen ferner aus diversen Quellen zusammengeklaubt zu sein. Bedenkt man, wie der Vorgänger – JobLife / Arbeitsvermittlung Berlin – in der Vergangenheit mit personenbezogenen Daten umgegangen ist und es bisweilen immer noch tut, sollte man sich genau überlegen, was man dem Unternehmen mitteilt. In den Stellenangeboten lautet es:
Bitte nur unter
http://www.active-work24.de / bewerben
Lebenslauf und Zeugnisse müssen vorhanden sein.
Das müssen sie deswegen, weil active-work24 diese bei der Bewerbung auf der angegebenen Website als PDF-Dateianhang verlangt.
Zurück zu den Stellenangeboten: active-work24 inseriert nicht nur unter stetig wechselnden Unternehmensnamen, sondern Adressen, Regionen, Ansprechpartnern und Arbeitsorten. Selbst die E-Mail-Adressen scheinen ungültig zu sein. In Berlin mag man mit derlei Stellenanzeigen seit den letzten Monaten hinlänglich vertraut sein, doch gerade in NRW, das als eines der Zielgebiete auserkoren wurde, werden sich genügend Personen finden, die nach der „Dienstleistung“ des Unternehmens ebenfalls Zweifel hegen werden. Auch beispielsweise bei der Suche nach Stellenangeboten in Schleswig-Holstein ist nicht ausgeschlossen, dass man auf die Angebote von active-work24 stößt.
Ein Ableger von active-work24 ist workcompany12 - Agentur für Arbeitsvermittlung und Dienstleistung. Bis auf die dort momentan nicht geschaltete Werbung und das geänderte Impressum sind die zugehörigen Websites identisch. Ob der im Impressum als Geschäftsführer genannte Christian G.
[zensiert von Cyberactivist], der von [
XXX] eine[r] anonyme[n] Briefkastensammelstelle – die Geschäfte führen soll, von seinem Glück weiß, ist derzeit unklar. Sein Name jedenfalls ist an dieser Adresse vermerkt.
Klar jedoch ist, dass die Domain
www.workcompany12.de selbst auf die JobLife / Arbeitsvermittlung Berlin, genauer: Hindi Dishoni, angemeldet ist. Klar ist ebenfalls, dass die Domains
active-work24.de
berlin-kredit24.de
berlin-pav.de
jlav.de
workcompany12.de
alle auf denselben Server verweisen. Von Zufall kann dabei wohl keine Rede sein.
K. selbst firmiert dem Klingelbrett zu urteilen, momentan gemeinsam mit Al-Dishoni in der videoüberwachten Friedrichstraße 63 im Herzen Berlins, unweit der Mohrenstraße 63 und der Kleinen Kurstraße 1. Der Name Dishoni ist uns bereits ein Begriff. In unterschiedlichen Abänderungen findet er seit Jahren Anwendung in der Berliner Arbeitsvermittlungsszene: Dehoni Hind, Hindi Dehoni, H. Dihoni und eben Al-Dishoni – die Vielfalt scheint schier grenzenlos. Ob diese Person tatsächlich existiert und ob nicht selbst Herr Jan K. nur ein Hirngespinst eines verrohten, geldgeilen Hämpflings ist, mögen wir nicht beurteilen. Sicher ist, dass er für JobLife / Arbeitsvermittlung Berlin auch den Namen Jana K. in Anwendung brachte, ebenso K. Jahn. Rechnungsbeträge schließlich lässt K. momentan auf ein Konto mit der Bezeichnung Abbas überweisen. Selbst wenn in den jeweiligen Impressen jeweils unterschiedliche Steuernummern genannt sind, hat die Vermutung durchaus Substanz, diese seien entweder ausgedacht oder K. hat tatsächlich Gehilfen (womöglich: Komplizen).
Erneut müssen wir bemängeln, dass die Bundesagentur für Arbeit derartige Angebote über ihre Stellenbörse weltweit verbreitet. Wir raten allen Betroffenen, sich Stellenangebote genau anzusehen und vor allem nicht leichtfertig ihre persönlichen Daten durch die Weltgeschichte zu schicken.
Darum können wir nur jedem Erwerbslosen raten: Lassen Sie die Finger von privaten Arbeitsvermittlern! Suchen Sie sich selbst im Internet die Unternehmen heraus, bei denen Sie sich wirklich bewerben wollen – JobLife [Anm.: oder wie man jetzt auch heißen mag] macht nichts anderes. Denn nur Sie selbst wissen wirklich, ob ein Angebot für Sie interessant ist oder nicht. Und Ihre eigenen Bewerbungen wirken doch auch wesentlich authentischer.
Wir bitten weitere Betroffene in dieser Angelegenheit, sich beim Erwerbslosen Forum Deutschland zu melden. Sie können sich z. B. im Forum [5] anmelden und uns berichten.
http://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-200812302095.html