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milly
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« Antworten #225 am: November 20, 2009, 05:32:52 » |
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entschuldigung wenn ich mich einmische, aber ich finde angesichts des og hochbrisanten themas einen wettbewerb an pauschalstatements und videos vor.....
-habt ihr denn eine antwort für das thema gefunden und wollt ihr mir die auch verraten?
lg milly
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Kater
Beiträge: 7110
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« Antworten #226 am: November 21, 2009, 20:51:08 » |
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»Preisverleihung beflügelt Kampf um Frieden in Nahost«
Blue Planet Award 2009: Stiftung ehrt israelischen Friedensaktivisten und Publizisten Uri Avnery. Ein Gespräch mit Vivian Valente Cosme Interview: Markus Bernhardt
Vivian Valente Cosme ist Mitglied des Teams zur Vorbereitung des Festaktes anläßlich der Verleihung der beiden internationalen ethecon-Preise 2009 Die »ethecon«-Stiftung verleiht am kommenden Sonnabend den »Blue Planet Award« an den israelischen Friedensaktivisten Uri Avnery.
Warum haben Sie sich für ihn als diesjährigen Preisträger entschieden?
»ethecon« ist eine junge Stiftung »von unten«, für Frieden, Umweltschutz und Gerechtigkeit. Der von dem Künstler Otto Piene jeweils als Unikat geschaffene internationale ethecon-»Blue Planet Award« wird seit vier Jahren an Menschen verliehen, die sich in herausragender Weise für die grundlegenden ethischen Prinzipien der Menschheit einsetzen. Uri Avnery ist so ein Mensch. Seit Jahrzehnten leistet er in seinem Kampf für ein friedliches Miteinander in Palästina, für Frieden und Menschenrechte ethisch überragende Beiträge.
Bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts warb er aktiv für die Zwei-Staaten-Lösung und den Frieden im Nahen Osten. Er hat mehrfach sein Leben riskiert und sich sogar als »lebender Schutzschild« vor Palästinenserpräsident Yassir Arafat gestellt. Noch beim Gaza-Krieg im Januar 2009 durchbrach er die Blockaden der israelischen Armee. Dafür wird er jetzt mit dem »Blue Planet Award 2009« geehrt.
Abraham Melzer, Herausgeber des Magazins Der Semit, wird die Laudatio halten. Die Thematisierung der israelischen Kriegspolitik ist auch innerhalb der Linken nicht gerade einfach …
Unsere Stiftung orientiert sich an den Prinzipien der international breit ausgeschriebenen Preisfindung und dem Votum der Juroren. Es geht um beispielhaft herausragende ethische Leistungen von Menschen hinsichtlich der Durchsetzung von Frieden, Menschenrechten, Gerechtigkeit und Lebensgrundlagen für alle. In diesem Fall im Nahen Osten, mit all seinen Verbindungen und Verwebungen für den gesamten Planeten. Dem Krieg steht stets die Anstrengung für den Frieden entgegen. Diese muß befördert werden, soll der Nahe Osten gerettet werden, das steht außer Frage.
Neben Avnery wird mit André Shepherd ein US-Deserteur geehrt, der zum Thema »Fahnenflucht« referiert. Beschäftigt sich die deutsche Linke genügend mit den Ansichten ehemaliger US-Soldaten?
Natürlich befaßt sich – nicht nur – die deutsche Öffentlichkeit zu wenig mit Fahnenflucht und den Fahnenflüchtigen. Und sie hat schon gar keine angemessene Haltung zu diesem Thema. Selbst diejenigen, die die Befehle der Terror-Armee der Nazis verweigerten, finden nicht die eigentlich selbstverständliche breite Zustimmung in der Bevölkerung. US- oder andere Soldaten, die im Irak desertieren, sind Helden dieses Krieges. Sie verweigern sich der Unmenschlichkeit und quittieren den Dienst für die nach Profiten gierenden Imperien. Niemals darf vergessen werden, daß sie das nicht aus Feigheit tun, daß es für jede einzelne und jeden einzelnen eine schwere Entscheidung war und daß sie alle Konsequenzen – und es sind harte, sehr harte Folgen! – auf sich nehmen.
Welches politische Signal erhoffen Sie sich von der Preisverleihung?
»ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie« wurde erst vor fünf Jahren gegründet. Erst zum vierten Mal werden die beiden internationalen ethecon-Preise verliehen. Alle Preisverleihungen bisher stärkten und beflügelten die Auseinandersetzungen für Frieden, Umweltschutz und Gerechtigkeit, für Wahrung und Schutz der menschlichen Ethik.
Insbesondere, da die Kräfte des Ruins und der Zerstörung unseres Planeten, die die ethischen Prinzipien in den Boden stampfen, in der Offensive sind. ethecon setzt an den Ursachen an, am Spannungsfeld Ethik und Ökonomie. Die auf Profit ausgerichtete Ökonomie bestimmt das gesellschaftliche System. Ohne einen Wandel des Profitsystems hin zu einem Solidarsystem wird es keinen Frieden, keinen Umweltschutz und auch keine Gerechtigkeit geben. http://www.jungewelt.de/2009/11-19/051.php
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Kuddel
Beiträge: 4011
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« Antworten #227 am: Dezember 07, 2009, 19:34:06 » |
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Die israelische Journalistin Amira Hass wird von der Organisation "Reporter ohne Grenzen" als "Journalistin des Jahres" ausgezeichnet. Amira Hass, die selbst Jüdin ist und aus einer Familie von Holocaust-Überlebenden aus Osteuropa stammt, lebt seit vielen Jahren unter Palästinensern und nimmt Partei für ihren Kampf - zuerst in Gaza, jetzt in Ramallah. Sie arbeitet unter anderem für die israelische Tageszeitung Haaretz. In Israel gilt sie vielen als Nestbeschmutzerin.
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #228 am: Dezember 11, 2009, 19:29:10 » |
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Israel mauert sich ein Nach Medienberichten soll die 260 km lange Grenze nach Ägypten vor allem gegen afrikanische Migranten gesichert werden.
Die 260 km lange Grenze zwischen Israel und Ägypten ist noch relativ offen. Meist ist sie durch einen niedrigen Stacheldrahtzaun gesichert, manchmal gibt es auch gar keine Markierung in der Sinai-Wüste. Der Zaun aber stellt kaum ein Hindernis für Schmuggler und Migranten dar, die aus Nordafrika oder aus Somalia oder Eritrea nach Israel wollen. Auch für Kamele, die auf der Suche nach Futter oder geschickt von Schmugglern über die Grenze kommen, stellt der Zaun offenbar kein Hindernis, wie das israelische Landwirtschaftsministerium unlängst beklagte.
Nach dem israelischen Militär wird seit einiger Zeit die Grenze nach Sinai schärfer bewacht, weil Terrorgruppen vermehrt von Ägypten nach Israel eindringen würden. Schon seit Jahren ist auch die Rede davon, neben der Mauer zum Westjordanland und der zum Gazastreifen auch die Grenze mit Ägypten mit einer ähnlichen Mauer abzusichern.
Jetzt hat die israelische Zeitung Maariv, wie andere Medien melden, dass der israelische Ministerpräsident Netanyahu im Kabinett dem Bau einer Grenzmauer zugestimmt hat. Als Hauptgrund wird nicht die Abwehr von Schmugglern oder Terroristen genannt, sondern die von afrikanischen Migranten. (...) http://www.heise.de/tp/blogs/8/146717
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ManOfConstantSorrow
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« Antworten #229 am: Dezember 13, 2009, 15:39:04 » |
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21 Linke in Ost-Jerusalem verhaftet
   Massive Repression gegen eine Demonstration in Solidarität mit den palästinensischen Familien aus Sheikh Jarrah, Ost-Jerusalem.
  
Hintergrund:Bereits seit einigen Wochen demonstrieren Linke jeden Freitag Nachmittag um ihre Solidarität mit den palästinensischen Familien aus Sheikh Jarrah zu bekunden. Der Großteil dieser Familien wurde 1948 aus ihren Häusern in West-Jerusalem und Jaffa vertrieben. 1956 teilte die damalige jordanische Regierung zusammen mit der UNRWA den Flüchtlingen Häuser in Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem zu. Seit über einem Jahr versuchen Siedler_innen sowohl auf “legalem”, als auch auf illegalem Wege die Familien aus ihren Häusern zu vertreiben und die Nachbarschaft für sich einzunehmen. In den letzten Monaten sind dadurch drei Familien obdachlos geworden. Unter anderem bezieht sich die Anwaltschaft der Siedlerorganisation dabei auf Papiere, die vor 1948 ausgestellt wurden und die besagen, dass es sich bei den fraglichen Häusern um jüdisches Eigentum gehandelt hat. Den Eigentumsansprüchen die Bezug auf diese Dokumente nehmen, wurde z.T. vor Gericht bereits Recht gegeben. Resultierend aus dieser Rechtssprechung, stellt sich theoretisch die Frage über die Eigentumsansprüche derjenigen palästinensischen Familien, die 1948 aus ihren Häusern in Jaffa (u.a. Orten) vertrieben wurden. Praktisch wäre eine solche Folgerung unhaltbar, was eindeutig darauf hinweist, dass es in Israel zwei verschiedene Rechtssysteme am Werk sind, eines welches auf jüdische Bürger_innen anwendbar ist und ein zweites, welches Bezug auf die (Un)Rechte palästinensischer Bürger_innen nimmt. Während der gestrigen Demonstration an der ungefähr 100 Aktivist_innen teilnahmen kam es zu massiver Gewalt durch die Polizei. Nach einem Protestmarsch queer durch West-Jerusalem, während dem die Demonstrant_innen von Passant_innen beschimpft und an einer Stelle von einer Wohnung aus mit Wasser besprüht und Tomaten und Eiern beworfen wurden, wurden sie in Sheikh Jarrah von israelischer Grenzpolizei empfangen. Die offizielle Seite behauptete im Nachhinein die Demonstrant_innen hätten versucht sich gewaltsam Einlass in das von den Siedler_innen besetzte Haus zu verschaffen. Nach der ersten Festnahme eines Aktivisten, dessen Abführung verhindert werden sollte, kam es zu Ausschreitungen, innerhalb dessen sich die Aktivist_innen jedoch keineswegs gewaltsam benommen haben. Die Polizei setzte massive körperliche Gewalt und Pfefferspray ein. Einem Aktivisten wurde, nachdem er von der Polizei verprügelt und er bereits an den Händen gefesselt war, Pfefferspray direkt in die Augen gesprüht, wie auch auf einem Video bewiesen werden kann. Er musste später in ein Krankenhaus eingeliefert werden. In der Folge wurden 21 Leute, die Mehrheit von ihnen israelische Aktivist_innen, festgenommen. Ihnen wird u.a. Unruhestiftung und tätliche Beleidigung eines Beamten vorgeworfen. Sie werden heute Abend einem Richter vorgeführt. http://www.flickr.com/photos/activestills http://de.indymedia.org/2009/12/268571.shtml
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alfred
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« Antworten #231 am: Januar 12, 2010, 10:20:29 » |
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Anschlag in Teheran: Bei einer ferngezündeten Bombenexplosion kam ein Universitätsprofessor ums Leben. Laut der Nachrichtenagentur Fars handelt es sich um einen Atomwissenschaftler. Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar. quelle"Die Hintergründe der Tat sind bislang völlig unklar... " 
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To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)
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Senor_Ding-Dong
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« Antworten #232 am: März 05, 2010, 21:42:19 » |
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Polizei stürmt Tempelberg in Jerusalem
Jerusalem - Israelische Sicherheitskräfte haben erneut den Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem gestürmt. Nach Polizeiangaben hatten zuvor Palästinenser nach dem traditionellen Freitagsgebet jüdische Gläubige an der unterhalb des Plateaus gelegenen Klagemauer mit Steinen beworfen. Bei den Krawallen wurden nach Angaben von Polizeisprecher Mickey Rosenfeld 15 Beamte verletzt. Nach palästinensischen Angaben mussten 60 Personen nach dem Einsatz von Tränengas behandelt werden.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf den israelischen Sicherheitskräften vor, «alle roten Linien überschritten zu haben, um die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zu vermeiden». Abbas warnte erneut vor dem Ausbruch eines Religionskrieges im Nahen Osten.
Nach Angaben des Polizeisprechers waren mehrere hundert Araber in die Krawalle verwickelt. Rosenfeld wies Berichte zurück, wonach die Polizei Gummigeschosse eingesetzt oder die Al-Aksa-Moschee gestürmt habe. Die Polizei habe sich nach dem Einsatz wieder zurückgezogen.
Der Tempelberg (Haram El-Scharif) mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam nach Mekka und Medina in Saudi-Arabien. Die Klagemauer ist die heiligste Stätte im Judentum. Die Palästinenser werfen der israelischen Polizei vor, immer wieder Siedler auf den Tempelberg zu begleiten.
Die seit etwa zwei Wochen anhaltenden Krawalle in der Altstadt von Jerusalem sowie in Hebron im südlichen Westjordanland begannen, nachdem Israel zwei im Westjordanland gelegene Kulturstätten zum Nationalerbe erklärt hatte. Für weitere Verärgerung unter den Palästinensern sorgt die Absicht von Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat, 22 Häuser im besetzten arabischen Ostteil der Stadt abreißen und an deren Stelle einen Bibelpark bauen zu lassen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte das Projekt wegen der zu erwartenden Proteste in letzter Minute gestoppt.
© dpa http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/detail_dpa_24125870.php
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Kater
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« Antworten #233 am: März 11, 2010, 00:09:38 » |
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Israels Siedlungspläne stoßen international auf Kritik Die neuen israelischen Siedlungsbau-Pläne sind international auf Kritik gestoßen.
Die Regierung in Jerusalem bemühte sich am Mittwoch um Schadensbegrenzung, nachdem das Vorhaben ausgerechnet während des Besuchs von US-Vizepräsident Joe Biden bekanntgeworden war.
Biden schalt Israel öffentlich: "Es ist für beide Seiten nötig, eine Atmosphäre zu schaffen, die Verhandlungen fördert, und nicht sie komplizierter zu machen." Biden äußerte sich an der Seite von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas in Ramallah im Westjordanland. Die Entscheidung der israelischen Regierung, neue Wohnungen in Ost-Jerusalem zu bauen, untergrabe das Vertrauen, "das Vertrauen, das wir gerade jetzt brauchen, um lohnende Verhandlungen zu führen".
Der US-Vizepräsident hatte bereits am Dienstagabend in Jerusalem den geplanten Bau von weiteren 1600 Wohnungen in besetzten Gebieten vehement kritisiert. Bei einem Abendessen ließen Biden und seine Frau den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seine Gattin 90 Minuten warten.
Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den geplanten Siedlungsbau. Ban bekräftige, dass die jüdischen Siedlungen gegen das internationale Recht verstießen, sagte sein Sprecher. Außerdem würde dadurch jeder Schritt hin zu einem gangbaren Friedensprozess untergraben.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, der fortgesetzte Siedlungsbau stehe nicht im Einklang mit der Roadmap. "Dieser Schritt ist (...) nicht akzeptabel. Damit wird sowohl inhaltlich als auch vom Zeitpunkt her ein völlig falsches Signal ausgesandt."
ISRAELISCHER MINISTER ENTSCHULDIGT SICH FÜR "PEINLICHKEIT"
Der israelische Sozialminister Isaak Herzog entschuldigte sich für die "Peinlichkeit" und sagte, dies hätte nicht während Bidens Besuch geschehen dürfen. "Wir müssen uns für diesen groben Fehler entschuldigen", fügte Herzog im Armeerundfunk hinzu.
Netanjahus Berater sagten, die Ankündigung des Siedlungsbaus durch das Innenministerium habe den Ministerpräsidenten selbst überrascht. Das Innenressort wird von der ultra-orthodoxen Schas-Partei geführt, die ein wichtiger Koalitionspartner in der israelischen Regierung ist. Die Pläne für die jüdische Siedlung Ramat Schlomo waren während der Bemühungen Bidens um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern an die Öffentlichkeit gekommen.
Palästinenserpräsident Abbas rief die israelische Führung auf, die Entscheidung zu revidieren. Abbas hatte indirekten Gesprächen mit Israel zugestimmt und einen Stopp des Siedlungsbaus zur Bedingung für die Wiederaufnahme des Friedensprozesses gemacht. Abbas ließ aber nicht erkennen, ob die Gespräche nun verschoben würden. Auch Biden äußerte sich nicht zu einer möglichen Verschiebung. Er sprach von "indirekten Gesprächen, die aufgenommen werden" und zu direkten Verhandlungen führen sollten. Einen Termin nannte er nicht. http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE6290IQ20100310
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Senor_Ding-Dong
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« Antworten #234 am: März 23, 2011, 22:34:38 » |
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He Kater, im Osten leider nichts neues...  ***
Eine Explosion im Zentrum von Jerusalem erinnerte gestern an die vergangenen Zeiten schwerer Selbstmordanschläge in israelischen Städten. Bei dem Attentat wurde eine Frau getötet, weiters 30 Menschen verletzt, drei davon schwer. Der kleine Sprengkörper war offenbar in einer Tasche bei einer Telefonzelle neben einer Autobushaltestelle deponiert gewesen, durch die Detonation wurden zwei Busse beschädigt.
Zuvor war die Aufmerksamkeit auf den Gazastreifen gerichtet gewesen. Dort hatten palästinensisches Raketenfeuer auf relativ tief im Landesinneren gelegene israelische Städte und harte Militärschläge Israels zur schlimmsten Eskalation seit dem Krieg vor rund zwei Jahren geführt. Mittwochfrüh schlug im Zentrum der rund 40 Kilometer von der Grenze entfernten israelischen Großstadt Beer-Scheva eine Grad-Rakete ein. Ein Mann wurde verletzt. Weitere Grad-Raketen landeten bei Beer-Scheva und bei den Küstenstädten Aschdod und Aschkelon, ohne Schaden anzurichten. Im grenznahen Gebiet schlugen Salven von Mörsergranaten ein.
Im Gazastreifen waren zuvor durch israelisches Feuer insgesamt neun Palästinenser getötet worden. Unter ihnen waren drei Jugendliche, die in Sajaya von einem Artilleriegeschoß getroffen wurden. Israel äußerte "Bedauern" für den Tod unbeteiligter Zivilisten - die Angriffe hätten Terroristen gegolten. "Kein Land kann bereit sein, Raketenfeuer auf seine Städte und seine Bürger hinzunehmen", sagte Premier Benjamin Netanjahu.
Seit Samstag haben mehr als 70 Raketen und Granaten in Israel eingeschlagen. Die israelische Armee bombardierte nicht mehr wie zuvor bloß leerstehende Gebäude und unterirdische Tunnels, sondern auch bemannte Einrichtungen. Zu den letzten Raketenangriffen bekannte sich die Palästinensergruppe Islamischer Jihad - es hieß, sie wolle gegen den Willen der regierenden Hamas bewusst eine neue Phase herbeiführen, indem sie nun nicht nur israelische Grenzdörfer, sondern auch entfernte Städte beschießt.
Die Palästinenserführung in Ramallah verdächtigte Israel, eine Versöhnung zwischen den Fraktionen Fatah und Hamas verhindern zu wollen. Umgekehrt warnte Israel die Hamas vor einem neuen Krieg: "Wenn das so weitergeht, wird es keine andere Alternative geben als eine Militäroperation mit dem Ziel, das Hamas-Regime zu stürzen", sagte Vizepremier und Regionen-Minister Silvan Schalom im Radio. (Ben Segenreich aus Tel Aviv, STANDARD-Printausgabe, 24.03.2011) http://derstandard.at/1297821243874/Eskalation-mit-Hamas-Terror-in-Jerusalem
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Efeu
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« Antworten #235 am: März 24, 2011, 20:08:53 » |
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Im Gazastreifen waren zuvor durch israelisches Feuer insgesamt neun Palästinenser getötet worden. Unter ihnen waren drei Jugendliche, die in Sajaya von einem Artilleriegeschoß getroffen wurden. Israel äußerte "Bedauern" für den Tod unbeteiligter Zivilisten - die Angriffe hätten Terroristen gegolten. "Kein Land kann bereit sein, Raketenfeuer auf seine Städte und seine Bürger hinzunehmen", sagte Premier Benjamin Netanjahu.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die einseitige Berichterstattung über diese Geschehnisse erschreckend finde. Über mehrere Verletzte und eine (!) tote Frau durch einen Anschlag wird mehr berichtet als über die anschließenden Toten auf der anderen Seite (da hieß es in den Nachrichten nur, dass im Zuge der Vergeltung "mehrere Palästinenser getötet wurden" - noch nicht einmal wie viele!). Was soll das? Das ist ungerecht, das Gro der Bevölkerung ist auf der einen Seite genau so unbeteiligt wie auf der anderen. Sind Militärschläge "richtiger" als Attentate? Die Mittel zeugen doch nur von den ungleichen finanziellen Möglichkeiten. Und beides lässt den Opfern keine Chance. Aber die Toten der anderen Seite werden nicht mehr als in einem Nebensatz zu erwähnt, es werden keine Blutlachen, keine Verletzten gezeigt, den Auswirkungen für die andere Seite kein Gesicht gegeben. Wie verzerrt ist das bitte?
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