Guten Tag Herr "Alex22",
die in dem Artikel dargestellten Äußerungen stammen nicht von mir.
Ich habe Ihnen nachfolgend meine heutige E-Mail an den verantwortlichen CDA-Kreisverband dargestellt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich hiermit an Sie als Verantwortliche für die Podiumsdiskussion Zeitarbeit am 06.08.09 in Gronau.
In verschiedenen regionalen Tageszeitungen erschienen Presseberichte über diese Veranstaltung, die auf meine Person und Funktion bezogen Inhalte und Aussagen darstellen, die ich so weder vertreten noch überhaupt geäußert habe.
Diese Artikel sind überwiegend nicht von RedakteurInnen dieser Zeitungen verfasst worden; sind also offensichtlich durch Ihren Verband initiiert oder geschrieben worden.
Ich bin sehr verärgert darüber, dass solche Veröffentlichungen
a) nicht vorab mit den Betroffenen abgestimmt werden und
b) falsche bzw. gar nicht getätigte Aussagen von mir enthalten.
Dies hat auch bereits entsprechende „Reaktionen“ in unseren Gremien hervorgerufen.
Ich erwarte von Ihnen, dass Sie den jeweiligen Redaktionen gegenüber eine entsprechende Stellungnahme abgeben, von der ich eine Kopie erhalte.
Freundliche Grüße
Bernd Bajohr
Geschäftsführung und Fachbereich Gemeinden
ver.di Bezirk Münsterland
Geschäftsstelle Münster
Wolbecker Str. 1
48155 Münster
Tel.: 0251-933000
mobil: 0160-90112538
Internet:
http://www.muensterland.verdi.de .......
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:Alex22
Gesendet: Mittwoch, 12. August 2009 22:31
An: Bajohr, Bernd
Betreff: Zeitarbeit
Sehr geehrter Herr Bajohr,
heute habe ich in der Borkener Zeitung lesen können, dass Sie der
Zeitarbeit positive Seiten abgewinnen können. So habe ich das auf dem
ersten Blick verstanden.
http://www.borkenerzeitung.de/lokales/kreis_borken/gronau/1104024_Schwarze_Schafe_zerstoeren_Image.htmlDass die Zeitarbeit in Deutschland noch immer ein besseres Image
brauche, sagte Verdi-Vertreter Bernd Bajohr. Er kritisierte die
unterschiedlichen Einkommen von Zeitarbeitern und
Unternehmensangehörigen, vertrat aber gleichzeitig die Auffassung, dass
die Zeitarbeitsbranche im Kern richtige Antworten auf die
Herausforderungen eines modernen Arbeitsmarktes gebt. Viele
Imageverluste müssten den schwarzen Schafen in dieser Branche
angekreidet werden. Hier gelte es, die Arbeitsbedingungen von
Zeitarbeitern menschenwürdig und sozial zu gestalten - für Bajohr ein
Problembereich mit deutlichem Handlungsbedarf. Wenn etwa bei
vierstelligen Massenentlassungen selbst Betriebsräte meinten, es würde
sich ja „nur um Zeitarbeiter handeln“, dann sei es an der Zeit, dass
Betriebsräte umdenken und endlich auch soziales Engagement für Menschen
zeigen, die auf dem Weg sind, im ersten Arbeitsmarkt wieder Tritt zu fassen.
Ich bitte Sie die Zeitarbeit voll und ganz als das zu sehen, was sie ist.
Sie ist ein Instrument der Ausbeutung und der Spaltung.
Auch ich sehe, dass sich Belegschaften in Stammbelegschaft und
Leiharbeiter teilen. Das ist der eigentliche Zweck der Zeitarbeit, neben
dem aktiven Lohndumping.
Die Gewerkschaften in Deutschland erscheinen vielen kritischen Menschen
als Systemstüzen. Als Stützen des kapitalistischen Ausbeutungssystem, in
dem der Mensche dem Menschen ein Wettbewerber ist.
Ich glaube aus dem obigen Artikel erkannt zu haben, dass Sie die
Zeitarbeit ablehnen. Ich würde mich freuen, wenn Gewerkschafter an der
Basis solches auch deutlich kund tun. Bitte positionieren Sie sich
deutlich gegen Lohndumping und Sozialabbau durch Zeitarbeitsfirmen.
Alle Zeitarbeitsfirmen sind schwarze Schafe, um nicht deutlichere Worte
zu verwenden.
Mit freundlichen Grüßen
Alex22
http://www.lag-hartziv-muss-weg.de/Ich denke das war eine erfolgreiche E-Mail.