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Autor Thema: mein 1 € Job-Tagebuch  (Gelesen 4009 mal)
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Vincent_Vega


Beiträge: 122



« am: Juli 13, 2009, 18:15:29 »

Hallo Leute,

Morgen werde ich meinen 1 € Job antreten und will Euch hier täglich alles brühwarm berichten. heute war bereits ein Einführungstag und ich bin in einer Kolonne extra für meinen Lehrberuf im Handwerk untergekommen.

1 Std. Sicherheitsunterweisung, danach etwas Monolog des hauseigenen Arbeitsvermittlers.
Anschliessend ein kurzer Rundgang durch die Räumlichkeiten. Morgen früh soll´s dann "richtig" los gehen Wink
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In Deutschland wird nicht die Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitslose bekämpft.
Ziggy


Beiträge: 4851



« Antworten #1 am: Juli 13, 2009, 18:53:57 »

Bin sehr gespannt. Alles Gute für dich!
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Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben!
Vincent_Vega


Beiträge: 122



« Antworten #2 am: Juli 16, 2009, 15:50:32 »

Danke, Ziggy.

So nun sind einige Tage vergangen und ich will meine ersten Eindrücke mal hier hinterlassen:

Die Stimmung zwischen den Leuten in meinem Gewerk ist- bis auf 2 arschkriechende Ausnahmen- sehr positiv und äusserst kollegial. Die beiden bringen einfach durch zu viel Gerede und Klugscheisserei Unruhe rein. Die anderen Kollegen, die ich bisher kennen lernen durfte, sind alle in Ordnung.

Ich werde aber längst nicht alle zu Gesicht bekommen, da ich mich für Mo-Mi eingetragen habe.

Die Tätigkeit als solche ist eine gewerksübliche und findet innerhalb städtischer Räumlichkeiten statt. Es gibt nur zu wenig Werkzeug usw., um wirklich effektiv tätig sein zu können.

Das Fahrgeld werde ich leider nicht extra einstreichen können, da wir angehalten sind, per ÖPN direkt zum Objekt zu fahren. Im Gegenzug dazu wird täglich mind. 1h unter den Teppich gekehrt. Fahrkarte stellt der Träger.

Einige meiner "Kollegen" haben über die vorher ausgeübte EEJ Tätigkeit eine Anstellung im Haus finden können, mit der sie (sogar als ungelernter) immerhin etwa € 1.000 netto verdienen können-für mich mit meinen Qualifikationen käme das allerdings nicht in Frage.

Bei der Vorbesprechung am ersten Tag durfte ich den - sehr engagierten- hauseigenen Arbeitsvermittler kennen lernen, mit dem ich auch direkt für den Morgen des dritten tages einen persönlichen Termin innerhalb der Arbeitszeit wahrnehmen durfte. Er nahm sich viel zeit für mich (etwa eine Stunde), damit wir in Ruhe meine Daten aufnehmen und generell besprechen konnten, was ich als adäquate Anstellung erachte.

 Er versuchte in keiner Weise, mir irgendnen Scheiss aufs Auge zu drücken. Nur einen Tag später, also heute, kam er bei mir zu Hause vorbei um mir Stellenangebote zu überreichen, die in mein "Beuteschema" passen. Diese werde ich morgen auf Aktualität überprüfen und dann, kommenden Montag, ggf. ,mit ihm zusammen in der Arbeitszeit schriftliche Bewerbungen verfassen. Das er mir dabei hilft, war meine Idee- ich habe Bewerbungen schreiben vor 19 Jahren gelernt.

Ich bin bei der EABG gelandet. Ich sehe das als echte Chance, nochmal Fuss fassen zu können in meinem Beruf und hoffe, daß ich nicht ernüchtert werde.

 Danke fürs Lesen.

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mabeaffm


Beiträge: 54



« Antworten #3 am: Juli 29, 2009, 16:19:18 »

Hallo ; )

Entschuldige meine Unwissenheit, mich interessiert:

was ist bitte eine EEJ ? Roll Eyes

Liebe Grüße
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götzb


Beiträge: 75



« Antworten #4 am: Juli 29, 2009, 16:29:47 »

Hallo ; )

Entschuldige meine Unwissenheit, mich interessiert:

was ist bitte eine EEJ ? Roll Eyes

Liebe Grüße

E in
E uro
J ob
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Vincent_Vega


Beiträge: 122



« Antworten #5 am: August 06, 2009, 09:45:46 »

Soooo

Es gibt Neuigkeiten!

Um mich bewerben zu können, muss ich ja erst die Kostenfrage regeln.

Also schnell Termin gemacht beim JC wegen Bewerbungskostenübernahme.

Dann der Schock: Um das da beantragen zu können muss zwangsläufig eine EGV MIT Rechtsfolgenbelehrung unterschrieben werden  Shocked

naja, meine ist jetzt relativ abstrakt und frei formuliert, also darin heisst es nur, daß ich mich intensiv bemühen will, wieder in Arbeit zu kommen. Dennoch war es natürlich erstmal schockierend, besonders die Rechtsfolgenbelehrung mit den ganzen Kürzungen.

Mein SB sagte mir aber zu, ich hätte nichts zu befürchten. Naja, mal sehen.

Ansonsten der Ein-Euro-Job: Andere Baustelle jetzt, andere Leute, Stimmung ok, Business as usual.  Wenn sich wieder was tut, melde ich mich  Grin
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hoessi666


Beiträge: 311


« Antworten #6 am: August 06, 2009, 15:38:50 »

Mein SB sagte mir aber zu, ich hätte nichts zu befürchten. Naja, mal sehen.

Es gibt natürlich nie was zu befürchten; die wollen doch nur unser Bestes...  Grin

Die Bewerbungskosten können vom Sachbearbeiter aus seinem Vermittlungsbudget auch ohne Eingliederungsvereinbarung gezahlt werden. Ist allerdings seine Ermessenssache, ob er Dir was zahlt (nur auf Antrag übrigens...)
Stehts in einer EGV kannst Du auf die Zahlung pochen. Steht Dir ja laut Vertrag zu.

Wenn Dein SB also so nett ist wie er tut, wird er Deine Bewerbungsunkosten auch ohne EGV erstatten, gell?
Also die kommende EGV SEHR gründlich lesen...

Ach ja, lass auf jeden Fall reinschreiben, dass zur Erstattung nur Anschreiben in Kopie und Stellenanzeige nötig sind. Gerne wrid nämlich auch nur erstattet bei vorliegender Arbeitgeberantwort.
Und da sieht man meist alt aus, sprich ist abhängig vom Gusto eines Dritten...
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"Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat." (Voltaire)

"Ich befürchte, die Stellvertreter Gottes werden die Willfährigkeit der Menschen so lange missbrauchen, bis diese zuletzt doch noch klug werden." (Voltaire)
KI-SH


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« Antworten #7 am: August 06, 2009, 22:15:17 »


Um welches "Gewerk" handelt es sich denn bei dem 1 € Job ?
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16_LE


Beiträge: 56


« Antworten #8 am: August 07, 2009, 01:12:04 »

Einige meiner "Kollegen" haben über die vorher ausgeübte EEJ Tätigkeit eine Anstellung im Haus finden können, mit der sie (sogar als ungelernter) immerhin etwa € 1.000 netto verdienen können-für mich mit meinen Qualifikationen käme das allerdings nicht in Frage.
Darf man fragen: Warum nicht?
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Ziggy


Beiträge: 4851



« Antworten #9 am: August 07, 2009, 07:40:15 »

Einige meiner "Kollegen" haben über die vorher ausgeübte EEJ Tätigkeit eine Anstellung im Haus finden können, mit der sie (sogar als ungelernter) immerhin etwa € 1.000 netto verdienen können-für mich mit meinen Qualifikationen käme das allerdings nicht in Frage.[

Darf man fragen: Warum nicht?/size]

Vielleicht besitzt er die Frechheit, von dem Haufen Geld halbwegs leben zu wollen? Vielleicht bildet er sich sogar ein, daß ihm aufgrund seiner Qualifikation (für die er ja irgendwann Opfer gebracht hat!) eine bessere Bezahlung zusteht? Möglicherweise ist er sogar so dreist, eine private Altersvorsorge zu planen? Oder er möchte nicht in die Schuldenfalle graten, nur weil er mal für 2 Wochen ins Krankenhaus muß? Und zu guter Letzt träumt er vielleicht sogar von Löhnen, die nicht die Gemeinschaft bezahlen muß, sondern der Drecksack, der von seiner Arbeitskraft profitiert und der seiner 1 EUR-Sklaven? Und vielleicht - vielleicht! - hat er auch nur Angst, bald wieder arbeitslos zu sein und dann ein so beschissenes ALG zu kriegen, daß er gleich wieder den Schikanen der Arge ausgesetzt ist? Nur weil sein generöser Arbeitsherr wieder einen billigen Sklaven zugewiesen bekommen hat, den er ausnutzen kann.

Es gibt Leute, wenn die posten, möchte ich nur noch ...
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KI-SH


Beiträge: 123


« Antworten #10 am: August 07, 2009, 08:33:46 »

Einige meiner "Kollegen" haben über die vorher ausgeübte EEJ Tätigkeit eine Anstellung im Haus finden können, mit der sie (sogar als ungelernter) immerhin etwa € 1.000 netto verdienen können-für mich mit meinen Qualifikationen käme das allerdings nicht in Frage.[

Darf man fragen: Warum nicht?/size]

Vielleicht besitzt er die Frechheit, von dem Haufen Geld halbwegs leben zu wollen? Vielleicht bildet er sich sogar ein, daß ihm aufgrund seiner Qualifikation (für die er ja irgendwann Opfer gebracht hat!) eine bessere Bezahlung zusteht? Möglicherweise ist er sogar so dreist, eine private Altersvorsorge zu planen? Oder er möchte nicht in die Schuldenfalle graten, nur weil er mal für 2 Wochen ins Krankenhaus muß? Und zu guter Letzt träumt er vielleicht sogar von Löhnen, die nicht die Gemeinschaft bezahlen muß, sondern der Drecksack, der von seiner Arbeitskraft profitiert und der seiner 1 EUR-Sklaven? Und vielleicht - vielleicht! - hat er auch nur Angst, bald wieder arbeitslos zu sein und dann ein so beschissenes ALG zu kriegen, daß er gleich wieder den Schikanen der Arge ausgesetzt ist? Nur weil sein generöser Arbeitsherr wieder einen billigen Sklaven zugewiesen bekommen hat, den er ausnutzen kann.

Es gibt Leute, wenn die posten, möchte ich nur noch ...

So unberechtigt finde ich die Frage gar nicht.
Zumindest liest sich der Bericht des 1 € Jobs nicht gerade so, als wäre der Betroffene unglücklich bei der Sache.

Offenbar ist bisher immer noch nicht bis in den letzten Winkel angekommen, daß 1€ Jobs ein dickes Eigentor darstellen.
Aber gut, wer meint, daß er sich auf die Zukunft gesehen selbst schädigen muß, der soll es tun.
Umso eher platzt die Blase.

Wenn dieser Träger, der 1 € Jobs vergibt, ehem. 1 € Jobber in ein festes Arbeistverhältnis übernimmt, so kann es sich um nichts Seriöses handeln.
Keiner der 1 € Jobber geschäftigt ist seriös, es sind allesamt Schmarotzer.
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16_LE


Beiträge: 56


« Antworten #11 am: August 07, 2009, 12:12:43 »

Vielleicht besitzt er die Frechheit, von dem Haufen Geld halbwegs leben zu wollen? Vielleicht bildet er sich sogar ein, daß ihm aufgrund seiner Qualifikation (für die er ja irgendwann Opfer gebracht hat!) eine bessere Bezahlung zusteht? Möglicherweise ist er sogar so dreist, eine private Altersvorsorge zu planen? Oder er möchte nicht in die Schuldenfalle graten, nur weil er mal für 2 Wochen ins Krankenhaus muß? Und zu guter Letzt träumt er vielleicht sogar von Löhnen, die nicht die Gemeinschaft bezahlen muß, sondern der Drecksack, der von seiner Arbeitskraft profitiert und der seiner 1 EUR-Sklaven? Und vielleicht - vielleicht! - hat er auch nur Angst, bald wieder arbeitslos zu sein und dann ein so beschissenes ALG zu kriegen, daß er gleich wieder den Schikanen der Arge ausgesetzt ist? Nur weil sein generöser Arbeitsherr wieder einen billigen Sklaven zugewiesen bekommen hat, den er ausnutzen kann.
Wow, ich bin beeindruckt  Roll Eyes - somit dürfte es quasi kaum bis gar keine Stütze geben, die Diskussion um Mindestlohn gäbe es ohnehin nicht usw.

Es gibt Leute, wenn die posten, möchte ich nur noch ...
Ja, was? Was??
Es gab einen gewissen Hintergedanken warum ich fragte! Ich kenne etliche, denen ich im Studium geholfen habe, die ohne großes Wissen jetzt Geld verdienen und über vieles durchaus Relevantes wenig bis nichts wissen und die sich über Teile ihres Klientels lustig machen und einige dieser Menschen wäre sich sicherlich zu fein, auch mal unter ihrem Standard arbeiten zu müssen.

Dies alles wollte ich aber nicht unterstellen, sondern fragte einfach mal nach, kapito?
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Ziggy


Beiträge: 4851



« Antworten #12 am: August 07, 2009, 14:08:35 »

Zitat
und einige dieser Menschen wäre sich sicherlich zu fein, auch mal unter ihrem Standard arbeiten zu müssen

Du findest also, jemand ist "sich zu fein", wenn er für seine Arbeit eine angemessene Bezahlung verlangt? Ich finde das völlig in Ordnung, wenn jemand sagt, für 1000 netto gehe ich nicht arbeiten! Wenn das alle machen  würden, wäre die Scheiße nicht so, wie sie jetzt ist. Warum sollte jemand "unter seinem Standard" arbeiten? Was ist denn der Standard? Und wer legt das fest? Ich finde das schlimm, wenn jemand sich rechtfertigen soll, weil er nicht für 1000 netto arbeiten will. Ich fände es logischer, den AG zu fragen, warum er so beschissen zahlt! Aber auf die Idee kämst du wohl nicht.
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Onkel Tom


Beiträge: 2268



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« Antworten #13 am: August 07, 2009, 14:10:42 »

..
Die Stimmung zwischen den Leuten in meinem Gewerk ist- bis auf 2 arschkriechende Ausnahmen- sehr positiv und..
..

Glückwunsch zu Deinem Sprung ins kalte Wasser.
 Wie kollegial sich das unter Euch entwickelt, stellt sich immer erst dann heraus, wenn es um die
Wurst geht.. Zudem werden A-kricher von der Anleiterschaft gerne dazu benutzt, Infos über
Kollegen etc. zu bekommen.

Zitat
..
Einige meiner "Kollegen" haben über die vorher ausgeübte EEJ Tätigkeit eine Anstellung im Haus finden können, mit der sie (sogar als ungelernter) immerhin etwa € 1.000 netto verdienen können...
..

Ach, diese Darstellungsweisen sind vorzugsweise in Lehrmaterialien von Arbeitspädagogen
und Anleiterschaft zu finden. Allein das Wort "können" weckt Hoffnungen und beweisen rein
garnichts.
Auf diesen Hoffnungen kann mann mehr Recurcen aus der Arbeitskraft heraus holen

Zitat
Bei der Vorbesprechung am ersten Tag durfte ich den - sehr engagierten- hauseigenen Arbeitsvermittler kennen lernen, mit dem ich auch direkt für den Morgen des dritten tages einen persönlichen Termin innerhalb der Arbeitszeit wahrnehmen durfte. Er nahm sich viel zeit für mich (etwa eine Stunde), damit wir in Ruhe meine Daten aufnehmen und generell besprechen konnten, was ich als adäquate Anstellung erachte.

 Er versuchte in keiner Weise, mir irgendnen Scheiss aufs Auge zu drücken. Nur einen Tag später, also heute, kam er bei mir zu Hause vorbei um mir Stellenangebote zu überreichen, die in mein "Beuteschema" passen. Diese werde ich morgen auf Aktualität überprüfen und dann, kommenden Montag, ggf. ,mit ihm zusammen in der Arbeitszeit schriftliche Bewerbungen verfassen. Das er mir dabei hilft, war meine Idee- ich habe Bewerbungen schreiben vor 19 Jahren gelernt.

Joo, da durftest Du Dich wahrscheinlich darin mit Informationen auslassen, was Du bisher
gemacht hast und wie es um Deinem sozialem Umfeld steht ?
Nun wurden dabei im Auftrage der ARGE alle Daten über Dich gesammelt, die die ARGE für
wichtig hält (§61-SGB-II)..
 Das die ARGE auch Schuldenstand interessiert ist nicht nur einseitig zur Schuldnerberatung
gerichtet..  Wer will schon ständig zwischen Dumpinglohn und Gerichtsvollzieher stehen ?

Zudem fliegt mir fast der Hut hoch, dass Dich Dein Arbeitsvermittler zuhause besucht..
Hat er sich in Deiner Wohnung umgeschaut ? Erkenntnisse zu Privatgeheimnissen gewonnen ?

Sorry, mir wird es schlecht, wenn ich hier lesen muss, wie einfaches Spiel Anleiterschaft mit ihren
EEJ's haben. Ich behaupte es mal so, das der Ein Euro Job nicht nur dazu da ist, Erwerbslose
auf Trapp zu halten.. Weiter im Hintergrund wird der Erwerbslose ausgehorcht nach dem Motto
"Irgendwie muss der Teilnehmer ja Defizite haben, sonst wäre er ja nicht hier".

Im Übrigen wirst Du es ggf selber zu spüren bekommen, wenn Du mit dem Träger in Unstimmigkeit
gerätst.. (Alles was Du sagst, kann gegen Dich verwendet werden).

Ich möchte Deine Neugierde nicht verderben, aber "Holzauge" sei wachsam und lass privates
außer Haus des Träger..

Wenn Du nicht "gedurft" hättest, hättest Du "gemusst" und hast ja nun genug Zeit dazu, Deine
Sache gut zu durchleuchten. Ausnahmen bestätigen die Regel und eine Ausnahme ist es durch
einen EEJ eine Arbeit zu finden, von der Mensch leben kann.

Die meisten Teilnehmerinnen am EEJ haben nach 3 Monaten die Schnauze voll vom gefake und
suchen nach Abbruchsmöglichkeiten ohne Sanktion hinnehmen zu müssen.

Nimm meine Zeilen nicht böse, aber ich habe Anfangs auch Hoffnungen etc. gehabt.
Nach meinen Einblick hinter den Kulissen von EEJ-Trägern hat sich die Realität ins Gegenteil
behauptet und EEJ = lebendes Kopfgeld hat schon seine Bedeutung und Folgen..
« Letzte Änderung: August 07, 2009, 14:13:02 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen ! Jeden Montag ELSE..
16_LE


Beiträge: 56


« Antworten #14 am: August 08, 2009, 15:26:44 »

Zitat
und einige dieser Menschen wäre sich sicherlich zu fein, auch mal unter ihrem Standard arbeiten zu müssen

Du findest also, jemand ist "sich zu fein", wenn er für seine Arbeit eine angemessene Bezahlung verlangt?
Das habe ich wo gesagt?
Nur: Wenn jemand in der Scheiße steckt, dann nimmt man auch sowas als Sprungbrett - aber wie gesagt: Ich habe gefragt, ich kenne ja die Hintergründe nicht.

Ich finde das völlig in Ordnung, wenn jemand sagt, für 1000 netto gehe ich nicht arbeiten! Wenn das alle machen  würden, wäre die Scheiße nicht so, wie sie jetzt ist.
Wie wäre sie dann? - Eigentlich ein netter Ansatzpunkt, dumm nur: Die Leute haben nichts, teils aber Familie und ggf. die ein oder andere Verpflichtung, das "Amt" streicht und einen Arbeitgeber gibt es nicht, was würdest Du tun?

Warum sollte jemand "unter seinem Standard" arbeiten? Was ist denn der Standard? Und wer legt das fest?
Keine Ahnung.

Ich finde das schlimm, wenn jemand sich rechtfertigen soll, weil er nicht für 1000 netto arbeiten will. Ich fände es logischer, den AG zu fragen, warum er so beschissen zahlt! Aber auf die Idee kämst du wohl nicht.
Ist das in diesem Forum inzwischen nötig auf alles, was vom Staat kommt, zu pinkeln, maßvolle Kraftausdrücke zu verwenden, Mitglieder meist vorzuverurteilen und anzupinkeln und den ganzen Tag zu sagen, wie beschiss** die Arbeitgeber mit ihrem Klientel umgeht? Wenn ja, war es hier einst besser; wie ich finde.
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