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Autor Thema: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation  (Gelesen 5467 mal)
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Sybilla


Beiträge: 273


« am: Juli 28, 2009, 21:33:10 »

Bericht zur Lage der Nation Juli 2009

1.Lage am Arbeitsmarkt

Wer offiziell arbeitslos ist - und wer nicht
Fast 1,5 Millionen von Kurzarbeit bedroht

Arbeitsmarkt Juni 2009

Arbeitslose:

 Die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit sank im Juni 2009 ungewöhnlich gering um 48.048 Personen auf 3.409.980 Personen (Mai 3.458.028). Allerdings befanden sich Im Monat Juni 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.

Darunter sind 326.798 Personen in einer Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II

Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 250.211 (Mai 174.794 Personen) an.

Leistungsempfänger: (ALG I; ALG II; Sozialgeld)

7.842.588 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Juni 2009 Seite 52. Darunter 6.033.002 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

- Arbeitslosengeld 1.101.389
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.931.613
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.809.586

Außer den Leistungsempfängern gab es im Februar noch 388.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen


Saisonbereinigt steigt die Zahl der Arbeitslosen um 31.000 auf 3.495.000 an (Seite 59 BA Bericht Juni 2009)


Kurzarbeit:

Ein ansteigen der Arbeitslosigkeit verhindert im Augenblick noch die Kurzarbeit,. Nach vorläufigen Berechnungen der BA waren davon im Mai 1,3 – 1,6 Millionen Personen betroffen. (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juni 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juni 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.



Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Mit Beginn des Jahres 2009 ist eine weitere Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, das „Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, in Kraft getreten. Im Monat Juni 2009 befanden sich 1,62 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (Seite 6 BA Bericht Juni 2009)


2. Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008 

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008 

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008 

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08
Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um  - 3,0%  gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008 
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5%  gesunken

November 08
Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0%  gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real  - 0,3%   weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real    -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009  Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real    - 5,3% gesunken  Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real   - 1,5% niedriger    als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009
Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um    - 0,8% gesunken    

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009  Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real    - 2,9% niedriger als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Juli 2009 GfK  Gesamtindikator  Konsumklima2,9 Punkte
August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
http://www.wiwi-treff.de/home/index.php

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste  Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

Zitat


3. Lage der Wirtschaft

WTO sieht für den Welthandel noch schwärzer Rückgang um sogar 10 Prozent im laufenden Jahr prognostiziert

Zitat


Der Bundestagswahlkampf hat begonnen und in den gleich klingenden Medien wird über das nahende Ende der Wirtschafts- und Arbeitsmarktkrise (ausgelöst durch die Agenda 2010 Politik) berichtet und wenn diese psychologische Manipulation so viel Erfolg zeigt, als die prognostizierte Kauflust der Konsumenten durch die GfK Prognosen, sind die Neoliberalen mit ihrer Kunst mit höchster Wahrscheinlichkeit am Ende der Fahnenstange angekommen.
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« Antworten #1 am: August 03, 2009, 21:07:17 »

Wie von vielen erwartet läuft der Trend des GFK - Konsumklima Aufwärtstrend und die Ergebnisse im Einzelhandelsumsatz Abwärtstrend weiter auseinander.

GfK: Deutsches Konsumklima setzt Aufwärtstrend fort

Zitat


Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um 1,6% gesunken
Im ersten Halbjahr 2009 wurde im deutschen Einzelhandel nominal 2,3 und real 2,1% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.

Zitat


Monat für Monat hören wir das dass Konsumklima seinen Aufwärtstrend fortsetzt und wenige Tage später berichtet das Statistische Bundesamt von weiter sinkenden Einzelhandlesumsätzen.

Ich erkenne in diesen Fall eine kognitive Dissonanz

Eine kognitiver Dissonanz beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit (Einzelhandelsumsätze) orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit beschönigen (GfK - Konsumklima-Index), damit die Obrigkeit an einer Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten kann, um so das Wohlgefühl des Erfolgs bei den Wählerinnen und Wählern (Untertanen) zu bewahren.
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« Antworten #2 am: August 07, 2009, 09:49:32 »

Rohstahlproduktion im Juli 2009 28,8% niedriger als im Juli 2008

Zitat


Erzeugen von Roheisen Juli 2008 2,377 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juli 2009 1,663 Millionen Tonnen
Erzeugen von Roheisen Juni 2009 1,458 Millionen Tonnen

Erzeugen von Rohstahl Juli 2008 3,784 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juli 2009 2,694 Millionen Tonnen
Erzeugen von Rohstahl Juni 2008 2,514 Millionen Tonnen

Quelle: Statistisches Bundesamt

Beispiel:

Wenn bei einer Produktion von  2.377.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das 118.859 Tonnen.

Wenn bei einer Produktion von 1.663.000 Tonnen Roheisen ein Anstieg von 5% erreicht wird sind das nur 83.150 Tonnen.

Das heißt je niedriger die Basis umso höher der prozentuale Anstieg.

Deutsche Ausfuhren im Juni 2009: – 22,3% zum Juni 2008

Zitat


Ausfuhr Orginalwert

Juui 2008 88,1   Mrd. Euro
Juni 2009 68,5  Mrd. Euro

Im März 2009 wurden 70,0 Mrd. Euro erreicht der Mai 2009 war mit 60,7 Mrd. Euro ein Tiefstpunkt.

Das der Anstieg um 7 % von diesen Tiefstpunkt von Mai 2009 zu Juni 2009 in den gleichklingenden Medien als "Aufschwung" verkündet wird, ist angesichts der Fakten ein echter "Wahlkampfbrüller"

Die Wirtschaftskrise schlägt nun zunehmend auf die Realwirtschaft durch.

14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009

Pressemitteilung Nr.291 vom 07.08.2009 14,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im Mai 2009

Tarnen, täuschen, tricksen und viele Medien spielen mit!
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« Antworten #3 am: August 07, 2009, 16:07:58 »

Noch ein paar Meldungen aus der Welt der Wirtschaft und Finanzen

1. Halbjahr Hypo Real Estate fährt Milliardenverlust ein

Zitat


Commerzbank schreibt weiter rote Zahlen

Luxusgehalt trotz Staatshilfe: Die Lügen der Politik - Video

Zitat


06.08.2009 - Milliardengrab Landesbanken - Podcast

Zitat


Hypothekenfinanzierer - Fannie Mae bettelt um frische Milliarden- 07.08.2009, 07:25 Uhr

Zitat


Magna im ersten Halbjahr mit 325 Mio. Dollar Verlust

Opel-Interessent Magna rutscht im Halbjahr tief in die Verlustzone

Dürr rutscht in die Verlustzone


Ausfuhr insgesamt   Januar bis Juni 2009   391,8    Milliarden Euro – 23,2%

Ausfuhr insgesamt Januar bis Juni 2008 509,9   Milliarden Euro

Klingt das nach dem nahenden Ende der Krise?
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Strombolli


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« Antworten #4 am: August 07, 2009, 17:27:30 »

Ich würde ja zu gerne noch die Enteignungswelle für Immobilen- und Kapitaleigentümer nach einer gesellschaftlichen Umwälzung miterleben.
Leider fürchte ich, das Menschenleben ist für mehrfache (also mehr als 2) "gesellschaftliche Umwälzungen" zu kurz.
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Viele, die "graue Masse" der Menschen, sind mir einfach zu blöd. Nur deshalb können die Ausbeuter dieser Welt über uns triumphieren. Voller Ideen und Kreativität sehnte ich mich nach gut bezahlter Arbeit! Diese Chance wird mir in der Bundesrepublik systematisch verbaut! VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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« Antworten #5 am: August 07, 2009, 22:28:39 »

Ach lass mal, in den vergangenen 100 Jahren haben viele Menschen 4 oder sogar 5 miterlebt...............
Grüße Reg.
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Die zweite Welle des Sozialismus ist im Anrollen.
Strombolli


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« Antworten #6 am: August 07, 2009, 22:39:18 »

Ok, wenn du das so siehst... mit den weggestorbenen Omas und Opas: "Wende rückwärts" 1990 - 1945 - 1933 - 1918 ...
Aber bei mir werden es dann trotzdem höchstens 2. Meine Hoffnung stirbt, trotz aller Resignation und Pessimismus, zuletzt.
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Sybilla


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« Antworten #7 am: August 10, 2009, 14:56:30 »

Kumuliert von Januar bis Juni 2009 lag das (arbeitstäglich bereinigte) Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 20,9% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums;...
Verarbeitendes Gewerbe setzt preisbereinigt 17,7% weniger um als im Juni 2008


Zitat
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spätaufsteher


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« Antworten #8 am: August 10, 2009, 19:20:54 »

Hab doch glatt Liga der Nation gelesen... man bin ich verstrahlt.
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Ziggy


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« Antworten #9 am: August 10, 2009, 19:31:21 »

Musst halt einfach mal ein bißchen früher aufstehen.
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Es gibt ein paar unumstößliche Grundsätze: Der Papst ist katholisch, die Erde keine Scheibe und AC/DC die beste Band der Welt.
Strombolli


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« Antworten #10 am: August 10, 2009, 20:03:28 »

Nur einige kleine, stichwortartige Einwürfe zur Lage der Nation aus meiner unmittelbaren Umgebung

- Rückholung von Call-Centern aus Polen, weil die den deutschen Servive nicht so machen, wie eigentlich gedacht
- Neueinstellung von Leuten in deutschen Call-Centern
- Entlassung von Zeitarbeitern
- Entlassung von Festangestellten  ... Folge: Einstellung von "nicht dazu"-qualifizierten ARGE/KommBa-"Kunden"
                                                             Folge: Die Arbeit wird unter der normalen Qualität gemacht ... es wird schludriger
- Arbeit in Kommunalkombi ohne korrektes Arbeitsmaterial und auch Arbeitsschutz
- Verschleppung von Reparaturen im öffentlichen Bereich aus Kostengründen
- Engagement von Billig-Künstlern aller Art um die Gagen für wirkliche Könner zu sparen
- verdeckte Verschuldung großer Menschengruppen durch "interne" ausserbankliche Darlehen
- und natürlich Kurzarbeit und Arbeit auf Ab-/Zuruf sogar in boomenden Zukunftsbranchen

usw. usw.

Natürlich geht es aufwärts...

In der DDR gab es den Spruch: Früher standen wir am Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter.
« Letzte Änderung: August 10, 2009, 20:05:15 von Strombolli » Gespeichert

Viele, die "graue Masse" der Menschen, sind mir einfach zu blöd. Nur deshalb können die Ausbeuter dieser Welt über uns triumphieren. Voller Ideen und Kreativität sehnte ich mich nach gut bezahlter Arbeit! Diese Chance wird mir in der Bundesrepublik systematisch verbaut! VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
Sybilla


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« Antworten #11 am: August 10, 2009, 23:52:00 »

Ist nach der Bundestagswahl die innere Sicherheit gefährdet?

Nein, ich denke noch können die Stellschrauben so nachjustiert werden (Erhöhung Hartz IV, gesetzlicher Mindestlohn, Verzicht von Steuersenkungen für Besserverdienende oder durch eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen....) dass die Schere zwischen Reich und Arm wieder enger wird.

Nach Klagerekord Debatte über Regeln für Hartz-IV-Empfänger

Zitat


Proteste aus der Parallelgesellschaft-mp3

Zitat


Die  Parallelgesellschaft der Besserverdienenden hat offensichtlich die Bodenhaftung und den gerechten Maßstab verloren.
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Sybilla


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« Antworten #12 am: August 11, 2009, 22:51:21 »

Befindet sich Deutschland in der Deflation?

Folgende Kennzahlen sprechen klar dafür:

Trotz kräftigen Wachstums sind die Netto-Reallöhne in Deutschland von 2004 bis 2008 gesunken

Zitat


In diesen Bereich wirken die Hartz Reformen die Schaffung eines Niedrigstlohnsektor und "Bürgerarbeit" sowie Ein Euro Jobs führen zu einem nachhaltigen abrutschen des Einkommensniveau.


Das Abrutschen des Einkommensniveau führt zum absinken der Preise und zum absinken der Produktion.

Zitat


Somit sehe ich kristallklar die Agenda 2010 als eine der Ursachen für die tiefste und schwerste Wirtschaftskrise der BR Deutschland.

Ich sehe nun zwei Möglichkeiten, die Obrigkeit sieht tatenlos zu wie sich in immer mehr Branchen durch "Marktbereinigung" Monopole und Oligopole bilden. Oder die politische Obrigkeit vollzieht einen Paradigmenwechsel in  der politischen Grundausrichtung. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft wieder zurück zur echten sozial gerechten Marktwirtschaft.
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #13 am: August 11, 2009, 22:57:58 »

... Ich sehe nun zwei Möglichkeiten, die Obrigkeit sieht tatenlos zu wie sich in immer mehr Branchen durch "Marktbereinigung" Monopole und Oligopole bilden. Oder die politische Obrigkeit vollzieht einen Paradigmenwechsel in  der politischen Grundausrichtung. Weg von der neoliberalen Profitwirtschaft wieder zurück zur echten sozial gerechten Marktwirtschaft.

Ich vertraue weder dem Marktradikalismus, noch der verlogenen "sozialen" Marktwirtschaft. Beides ist für mich gesellschaftspolitisch gesehen - eine einzig große, stinkende Mülltonne. Weg mit diesen Gesellschaftssystem. Es ist Schrott.
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BakuRock


Beiträge: 1504



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« Antworten #14 am: August 12, 2009, 00:36:04 »

............................
Die  Parallelgesellschaft der Besserverdienenden hat offensichtlich die Bodenhaftung und den gerechten Maßstab verloren.


Die Parallelgesellschaft der Besserverdienenden hat (die gibt es seit es geldwerte Tauschmittel und hortbare "Werte" gibt) noch nie Bodenhaftung und/oder "gerechte" Massstaebe gehabt. Von daher koennen sie auch nichts verloren haben......

Zuerst haben sie fuer Gold und Ruhm und monumentale Grabkammern mit Peitschen auf Sklaven dreschen lassen, dann haben sie fuer Beutegueter und Laendereien Heerscharen an "Bauern" geopfert, haben im Namen Gottes (und zum Wohle seiner "Stellvertreter auf Erden") "Hexen" verbrennen lassen und Kreuzzuege veranstalten lassen, haben mit Waffenbau und Giftgasproduktion ein Schweinegeld verdient und Millionen "arme Schweine" elendiglich auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges verrecken lassen, haben Millionen Juden auf´s zynischste und abartigste "beerbt" (keine Ahnung wie billig - was hat eine Buechse Zyklon-B gekostet?), haben sich dazu Arbeitssklaven aus (fast) aller Welt herankarren lassen und halten sich auch weiterhin (http://www.chefduzen.de/index.php/topic,16516.msg146215.html#msg146215) mit Waffenbau und Kriegs-KnowHow auf Abstand zu "Bodenhaftung" und "gerechten" Masstaeben.

Was war denn eine "echte sozial gerechte Marktwirtschaft"?  Huh?

Oder frage ich doch mal boeser: Wieviele Menschen der Welt mussten und muessen hungern, werden ausge"grenzt" und mit Bomben "in Schach" gehalten, um diese sogenannte "sozial gerechte Marktwirtschaft" ermoeglichen zu koennen?

Ach uebrigens: Die Agenda 2010 ist, wie so viele Massnahmen vorher, lediglich eine Auswirkung (gewollt - natuerlich) - eine Auswirkung, die durch die schon ewig bestehende Ursache - skrupellose Gier, mitleidloser Egoismus,  hemmungslose Genusssucht, ignorante Brutalitaet und banal boese Selbstherrlichkeit usw. - genannt Kapitalismus, verursacht wurde und wird.

Das ist keine Parallelgesellschaft, sondern die in der wir leben (muessen). Wir sollten eine Parallelgesellschaft erarbeiten - naemlich eine, in der wir leben koennen (und wollen).
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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