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Autor Thema: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation  (Gelesen 8322 mal)
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Sybilla


Beiträge: 332


« Antworten #75 am: August 29, 2009, 20:21:45 »

Wirtschaft droht noch tieferer Einbruch.

Bund plant weitere Milliardenbürgschaften

Zitat


Ohne Veränderungen mit immer neuen Geld aus der Krise drucken?
« Letzte Änderung: August 29, 2009, 20:26:23 von Sybilla » Gespeichert

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paulianer
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« Antworten #76 am: August 30, 2009, 22:01:59 »

@wolfgang99

Es ist nicht "völlig egal" wer gewählt wird und es gibt keinen "Wächterrat".
Natürlich sind alle Parteien systemkonform (sonst wären sie verboten), aber es gibt doch wesentliche und gravierende Unterschiede, z.B. in Sozial- und Außenpolitik.
Und eine CDU/CSU/FDP-Regierung wäre tatsächlich das grausamste, was uns passieren könnte!
Gruß
paulianer
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BakuRock


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« Antworten #77 am: August 31, 2009, 02:08:12 »

@wolfgang99

Es ist nicht "völlig egal" wer gewählt wird und es gibt keinen "Wächterrat".
Natürlich sind alle Parteien systemkonform (sonst wären sie verboten), aber es gibt doch wesentliche und gravierende Unterschiede, z.B. in Sozial- und Außenpolitik.
Und eine CDU/CSU/FDP-Regierung wäre tatsächlich das grausamste, was uns passieren könnte!
Gruß paulianer

Aha - demzufolge waeren also die SPD, die Gruenen und die NPD nicht so grausam.....

Die SPD (bitte vergesst das nicht) hat den Gesetzesentwurf eines verurteilten Verbrechers in die Tat umgesetzt (Hartz), die Gruenen haben gruenes Licht zur militaerischen Intervention gegeben und die Nazis halten immer noch die Ustascha-Faschisten fuer Helden.

"Die Linke" hat in ihrem Programm ganz sicher nicht "die Loesung" fuer ein friedliches Zusammenleben - sie billigen das private Eigentum an den Produktionsmitteln. Solange sie das tun, sind sie (und werden auch so wahrgenommen) "systemkonform"! - und sind eben nicht die Sprecher der Malocher.......

Was also ist nicht grausam - fuer betroffene Menschen? - also fuer Malocher? - also fuer abhaengig Beschaeftigte? - also fuer die Mehrheit? ......
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Wer sind wir FAUistas?
Sybilla


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« Antworten #78 am: August 31, 2009, 22:30:11 »

Viele möchten keine Veränderung vor allem keine Veränderung von der sie selbst betroffen sind. Wenn Veränderungen gefordert werden dann nur für andere. Deshalb hoffen viele, das die Krise schon irgendwie vorübergeht, und sie dabei möglichst ohne persönliche Konsequenzen in die Zukunft blicken können.

Deshalb fordern nur wenige eine Veränderung für Hartz IV, Rentner oder Kranke, auch bei den Banken soll am besten alles so bleiben, wie es war. Jene die bereits von der Krise betroffen sind   2009: Das Jahr der Mega-Pleiten bleiben anonym Geschits- und Namenlos.

Angela Merkel: Weiter so!

Zitat


Mit einem „weiter so“ wird die Gesellschaft nicht sehr weit kommen.
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« Antworten #79 am: August 31, 2009, 22:43:24 »

@bakuRock

mir ist völlig bewußt, was spd und gruene für einen mist (agenda 2010) auf den weg gebracht haben. und über die braune brühe npd müssen wir hier nicht reden.
aber:
für mich ist, sofern man sich an der "parlamentarischen demokratie" beteiligen möchte, die
schwarz/gelbe Regierung das grausamste.
gruß
paulianer
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Sybilla


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« Antworten #80 am: August 31, 2009, 22:58:57 »

Wie man mit Statistik täuschen kann - Die verschaukelte Bevölkerung
Zitat


Umfang atypischer Beschäftigung hat zugenommen

Zitat


Jeder Zehnte kann von seinem Lohn nicht leben


Arbeitsmarkt August 2009:

Wenige Wochen vor Landtags - und der Bundestagswahl verkündet die BA einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosigkeit wirklich nur moderat angestiegen, oder wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit mittels kreativer Statistik verschleiert?
Bei sorgfältiger Betrachtung der BA Monatsberichte fällt auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?

Prognose: Deutschland verliert 1,8 Millionen Stellen
Jobabbau - Kahlschlag kommt nach der Wahl
 
...BA Zahlen August 2009 in Kürze....

Kurzarbeit:  

Nach Schätzung der Statistik der BA auf Basis von Abrechnungslisten und Anzeigen, dürfte der Bestand an konjunkturellen Kurzarbeitern bis in den Mai auf 1,3 bis 1,4 Mio zugenommen haben. BA Bericht Juli 2009 Seite 9 (letzte Zahl in der Zahlenreihe März 2009 1.246.618 BA Bericht Juli 2009 Seite 57)Die aktuelle Zahl (Juli 2009) der Personen in Kurzarbeit konnte ich im BA Bericht Juni 2009 nicht erkennen.

„Kurzarbeit droht nutzlos und teuer zu werden“

Kurzarbeit - Leistungsmissbrauch:
Kurzarbeit – 100 Firmen unter Betrugsverdacht
« Letzte Änderung: September 01, 2009, 08:47:35 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #81 am: September 01, 2009, 08:44:56 »



Vor wenigen Tagen wurde im medialen Gleichklang von der überraschend guten Kauflaune berichtet. Heute meldet das statistische Bundesamt das der Einzelhandelsumsatz (real) zum 10. Mal in Folge ( seit September 2008) gesunken ist.
Zitat


Welche Aussagekraft beinhaltet das GfK Konsumklima oder was sagt die Kauflaune über die Entwicklung des Einzelhandels aus?
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Wolfgang99


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« Antworten #82 am: September 01, 2009, 10:19:14 »

Ja das ist ja ein Ding das die Kurzarbeiter so wenig konsumieren.
Woran das wohl liegen könnte?
Weil die Kauflaune ist ja da.

Zivilisation ist, wenn der Eskimo arbeiten geht um sich einen Kühlschrank zu kaufen.
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« Antworten #83 am: September 01, 2009, 16:24:43 »

Im August 2009 wurden 3.471.513 arbeitslose Personen von der BA-Statistik erfasst


Allerdings befanden sich im Monat August 1,49 Mio Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 0,3 Prozent mehr. Darunter sind 332.562 Personen in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II .

Zitat



Zitat



Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2008  3.195.740 Personen BA Bericht August 2008 Seite 46 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 275.773 (252.401 im Juli 2009) auf 3.471.513 Personen an

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) A Bericht August 2009 Seite 52
Zitat


Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.173.848
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.909.033
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.808.432

Im August 2009 gibt es laut BA Bericht 7.891.313 Juli 7.930.951  Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht Juli 2009 Seite 52.  Darunter 6.082.881 (Juli 6.111.518) Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im April noch 423.000 (März 398.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (BA Bericht Juli 2009 Seite 20)

Somit stieg die Zahl der Arbeitslosen laut Schätzungen und Hochrechnungen der BA im August 2009 um 9067 Personen an die Zahl der Leistungsempfänger sank nach Schätzungen der BA um 39.638 Personen ab. Die Zahl der Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.verringerte sich laut Hochrechnung der BA um 28.637 Personen.

Erstellt von Sybilla am 01.09.09 15 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
« Letzte Änderung: September 01, 2009, 16:27:54 von Sybilla » Gespeichert

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« Antworten #84 am: September 02, 2009, 01:16:26 »

Lage im Einzelhandel

"GfK prognostiziert kontinuierlich Konsumklima hellt sich auf " - das Statistisches Bundesamt berichtet kontinuierlich von weiterer Eintrübung bei den Einzelhandelsumsätzen

Im Vergleich die GfK Prognosen mit den Fakten des Statistisches Bundesamt :

Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008 

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008 

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008 

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

Augsut  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um  - 3,0%  gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008 
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5%  gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0%  gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real  - 0,3%   weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real    -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009  Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real    - 5,3% gesunken  Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009  GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real   - 1,5% niedriger    als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009 Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um    - 0,8% gesunken    

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009  Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real    - 2,9% niedriger   als im Mai 2008 Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009  Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um     - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. 

Juli 2009 GfK  Gesamtindikator  Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009  -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.

August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten

September der der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima
http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Wenn die GfK angesichts der Fakten eine weiterhin robuste  Kauflaune prognostiziert gleicht das dem pfeifen im dunklen Wald. Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Warum das Konsumklima besser ist als die Realität

Zitat
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« Antworten #85 am: September 02, 2009, 05:48:48 »

@bakuRock

mir ist völlig bewußt, was spd und gruene für einen mist (agenda 2010) auf den weg gebracht haben. und über die braune brühe npd müssen wir hier nicht reden.
aber:
für mich ist, sofern man sich an der "parlamentarischen demokratie" beteiligen möchte, die
schwarz/gelbe Regierung das grausamste.
gruß
paulianer
Ich empfinde das nur noch als milde ausgedrückt-Naivität.
SPD und Grüne haben nicht ein bisschen Mist gebaut, die haben mich arbeitslos gemacht und bis aufs Existenzminimum enteignet.
Die stehen für mich auf einer Ebene mit der NPD. Wobei sich bis jetzt niemand von der NPD gegen mich versündigt hat.
Das nur nebenbei. Braune Brühe ja, ich teile auch nicht deren Menschenbild, aber die haben mir nichts getan soweit im Gegensatz zu
der sozialen Partei Deutschlands.

Mir persönlich bedeutet die sogenannte freiheitlich demokratische Grundordnung NICHTS mehr.
Weil sie zum einen für mich persönlich nur theorethisch existiert und zum anderen ich nicht frei bin.
Wenn mir einer eine Knarre an den Kopf halten würde und befehlen, wähle SPD oder CDU, dann würde ich die CDU wählen.
Ich komme in der parlamentarischen Demokratie nicht vor. Jegliches bedeutsames Thema Mindestlohn, Bankenrettung, Einwanderung, Militäreinsätze, Währungswechsel, Vereinigte Staaten von Europa- da zählt meine Stimme garnichts.
Da soll das Volk nichts zu sagen haben.
SPD und Grüne haben mir die Augen geöffnet über dieses System und ich bin ein ausgesprochener Feind von diesem.
CDU grausamer als SPD? Ich finde das nur lächerlich. Die sind einen Hauch ehrlicher, sagen sie doch offen heraus das sie mit Arbeitnehmerrechten nichts am Hut haben, während die SPD sich noch einen sozialen Anstrich gibt.
Von mir kann die BRD nur noch das erwarten was ein Gefängnis von einem Inhaftiertem erwartet.
 
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« Antworten #86 am: September 02, 2009, 09:21:47 »

Meldungen zur Konjunktur - blicken Sie noch durch?

Google News 02.09.09  9 Uhr 40

Zitat
Deutscher Einzelhandelsumsatz steigt wie erwartet
FOCUS Online - ?Vor 15 Stunden?
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel ist im Juli wie erwartet verlaufen, wobei auch die Angaben für den Vormonat etwas ...

Umsatz im deutschen Einzelhandel sinkt erneut
WELT ONLINE - ?Vor 20 Stunden?
Von der angeblich anhaltend guten Stimmung der deutschen Verbraucher spüren die Einzelhändler kaum etwas. Die Branche setzte auch im August weniger um. ...

Ja, der Focus vermeldet den Vergleich zum Vormonat, in der Tat  die Umsätze sind gegenüber dem Vormonat real um 0,7% gestiegen. Die Welt berichtet wie üblich über den Vorjahresvergleich. (Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um  - 1,0%  gesunken) Allerdings freue ich mich schon heute auf die Focus- Jubelmeldung von Januar 2010. Wenn dann mit euphorisch verklärenden Worten die Meldung vom "Wirtschaftswunder im Einzelhandel" zu lesen ist. Denn der Einzelhandelsumsatz wird sich von November zu Dezember wie gewohnt vervielfachen. Für wie gutgläubig, werden die Leser des Focus eigentlich gehalten?
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« Antworten #87 am: September 03, 2009, 11:04:35 »

Wie lange dauert die Krise?

In manchen Medien wird m Gleichklang vom nahenden Ende der Krise berichtet.
Ist das Konzept von Frau Merkel "abwarten und alles so lassen, wie es ist“ der richtige Weg durch die Krise?
Oder kommt die Krise nach der BTW knüppeldick zurück?

In den letzten Tagen mehren sich die warnenden Experten - Stimmen, das „weiter so“ nicht aus der Krise führen wird.

EZB will dem Aufschwung nicht so recht trauen


Zitat


Und das Statistische Landesamt in Stuttgart meldet auch im Juli für Baden-Württemberg weiterhin ein dickes Minus in den Auftragsbüchern der Industrie.   

Zitat


Auch der Einbruch der Aufträge im Bauhauptgewerbe ist ein Indiz, das die Krise weiterhin andauert.

Pressemitteilung Nr.312 vom 25.08.2009 -Aufträge im Bauhauptgewerbe im Juni 2009: real – 7,0% zum Juni 2008

Objektiv betrachtet sagen alle Analysen der wirtschaftlichen Kennzahlen so kann es nicht weiter gehen. Die Sondereffekte (Wachstum im Q2 um 0,3 %) Konjunkturprogramme und Umwelt (Abwrackprämie) laufen aus. Jetzt ist politisches Handeln nötig. Zum einem muss das exorbitant hohe Staatsdefizit abgedeckt werden zum anderen ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel (weniger Exportabhängigkeit mehr Binnennachfrage) überfällig. Ein Lösungsansatz ist eine Börsenumsatzsteuer (Vorschlag 1 % = ca. 70 Mrd. €/Jahr) und eine Stärkung der Binnennachfrage durch eine Absenkung der MwSt. von 19 auf 15 Prozentpunkte.(Die Kosten sind nicht höher als die Kosten für die EK - Steuersenkungspläne für die Klientel von FDP und Union.) Somit hätten aber alle Verbraucher (nicht nur eine bestimmte Klientel) mehr Kaufkraft vom Netto.

Eine Absenkung der MwSt. und ein ausgeglichener Staatshaushalt ist nur finanzierbar wenn das von FDP und Union favorisierte steuerfinanzierte Mindesteinkommen (ergänzendes ALG II) durch einen gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischem Niveau ersetzt wird. Der Unterschied, zwischen den von FDP und Union favorisierten Mindesteinkommen und einen gesetzlichen Mindestlohn ist, das Mindesteinkommen ist steuerfinanziert, der gesetzliche Mindestlohn kostet den Steuerzahler keinen Cent. Das Mindesteinkommen ist der falsche Anreiz weil dadurch immer mehr atypische Beschäftigung mit hoher Gewinnerwartung geschöpft wird, diese durch die Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden muss. Der gesetzliche Mindestlohn entlastet die Solidargemeinschaft der Steuerzahler, senkt aber die Gewinnerwartung einzelner Unternehmen ab, allerdings setzt ein gesetzlicher Mindestlohn keine Anreize zum Ausbau von atypischer Beschäftigung. Zudem hebt der gesetzliche Mindestlohn die Kaufkraft der Verbraucher an. Mehr Kaufkraft vom Netto.
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« Antworten #88 am: September 04, 2009, 10:45:21 »

Kommt jetzt der Aufschwung? Das ist offensichtlich die falsche Frage.
Wann ist die Krise endlich zu ende? Ist angesichts der Aktuellen Meldungen die zutreffende Fragestellung.

Der deutsche Maschinenbau steckt tiefer in der Krise als bislang bekannt - und hat daher seine Erwartungen für das Gesamtjahr weiter gesenkt. 

Zitat


Vom erhofften Aufschwung fehlt im deutschen Maschinenbau jede Spur.
Selbst der Hoffnungsträger Dienstleistungsbereich verzeichnet einen exorbitanten Umsatzrückgang von stattlichen 10,6% 


Zitat


Die Wahlwerbesendungen von ARD und ZDF könnten sich mit diesen Fakten befassen.
Sie könnten schon aber offensichtlich ist anderes viel wichtiger.

So wurde im ZDF Wahlforum vom 03.09.2009 zum Thema "Steuern runter oder rauf - Womit müssen wir rechnen?" diskutiert.FDP und Union möchten die Steuern trotz Rekordverschuldung zumindest für ihr Klientel senken. Auf jedenfall soll nach einer gewonnen Wahl von Schwarz - Gelb die Steuerprogression abgeflacht werden.

Zum Beispiel wer heute 3000 € Brutto verdient zahlt in Steuerklasse III 291.12 E Steuern und 614.25 € Sozialabgaben. Das Netto beläuft sich auf 2094.63 Euro.

Wenn nun eine 2 %ige Gehaltserhöhung (60 €) erfolgt steigt das Brutto auf 3060 €
steigen die Steuern um 18,53 € auf 309.65 € und die Sozialabgaben steigen um 12,29 € auf  626.54 €. Das Netto steigt um 29,18 € auf 2123.81 €.

Ist es nun wirklich eine so große Ungerechtigkeit das eine Person mit einen Nettoeinkommen von 2123.81 €/Monat eine Steuermehrbelastung von 18,53 € oder nur 10 € tragen muss? Die MwSt. Erhöhung von 16% auf 19% belastete die Bürger pro 1000 € Konsumausgaben 19 % MwSt. mit 30 €.

Gehaltsrechner

Ich denke viele haben Maß und Mitte verloren die OECD kritisiert die Kinderarmut in D die Hartz IV Regelsätze für Kinder werden vom BVerfG überprüft und den Hartz IV Regelsatz von 359 €/Monat+ Miete halten viele für völlig ausreichend.

Auf der politischen Agenda sollte eine tatsächliche Stärkung der Binnenkonjunktur ganz oben stehen. Der imaginäre Wahlkampfaufschwung endet am 27. September.
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« Antworten #89 am: September 05, 2009, 14:39:32 »

Wenn der Aufschwung kommen würde hätten die Arbeitnehmer und Rentner weniger Probleme.
Nun ist die Katze aus dem Sack!

Bruttolöhne sinken die Rentengarantie der Bundesregierung kommt voraussichtlich 2010 zum Tragen. 

Zitat

Die Agenda 2010 und die Niedriglohnpolitik haben neben Sondereffekten (Kurzarbeit) und atypischer Beschäftigung die Bruttolöhne ins rutschen gebracht. Weniger Brutto heißt natürlich ebenso weniger Netto von weniger Brutto.

Ebenso sinken die Einnahmen der Sozialkassen und die Steuereinnahmen des Staates.

Abhilfe könnte ein gesetzlicher Mindestlohn/Mindesteinkommen schaffen.

Es gibt zwei Modelle, das von Union und FDP favorisierte Mindesteinkommen das durch steuerfinanziertes ergänzendes ALG II einen Niedriglohn aufstockt.
Vorteil: Die Gewinnerwartung der Unternehmen steigt durch subventionierte Löhne an.
Nachteil: Die Mindesteinkommen werden von der Solidargemeinschaft der Steuerzahler subventioniert werden.
Mindesteinkommen setzen die falschen Anreize, denn dadurch entstehen immer mehr Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor und die Kosten für das Mindesteinkommen (steuerfinanziertes ergänzendes ALG II steigen immer weiter an)
Was spricht dafür?
Mehr Menschen erhalten ein Beschäftigungsverhältnis.
Was spricht dagegen?
Das Bruttolohnniveau sinkt auf breiter Front.

Oder das Modell von SPD/GRÜNE/LINKE des gesetzlichen Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau.
Vorteil:Ein gesetzlicher Mindestlohn wird von den Unternehmen finanziert.
Nachteil: Die Gewinnerwartung von Unternehmen sinkt ab.
Was spricht dafür?
Das Bruttolohnniveau und die Kaufkraft (Anschub Binnenkonjunktur) steigt auf breiter Front.
Was spricht dagegen?
Die Angst das ein gesetzlicher Mindestlohn Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor vernichtet.
Allerdings wurde das in keinem Wirtschaftsraum (USA,GB, FRA) nach Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen in einen nennenswerten Umfang beobachtet.

Ist die Lohnfindung nicht Aufgabe der Tarifpartner?

Ja aber, in Bereichen in denen die gewerkschaftliche Vertretung keine Mitwirkungsmöglichkeit besitzt, ist es die Aufgabe des Staat soziale Mindeststandards gesetzlich zu, garantieren.
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