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Autor Thema: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation  (Gelesen 8309 mal)
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Just B U


Beiträge: 187



« Antworten #120 am: Oktober 29, 2009, 23:32:27 »

Hallo,


dazu fällt mir gerade dieser - nicht mehr ganz so neue - Film ein:


Wem gehört Deutschland?  

http://video.google.com/videoplay?docid ... 0267173334







« Letzte Änderung: Oktober 31, 2009, 15:52:28 von Just B U » Gespeichert

"Es ist kein Zeichen von Gesundheit, gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepaßt zu sein. "
Jiddu Krishnamurti
Just B U


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« Antworten #121 am: Oktober 31, 2009, 15:56:17 »


Hallo alle,

der vorherige Link funktioniert (zum. bei mir) nicht.

Ich probiers mal mit dem hier:

Wem gehört Deutschland?



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« Antworten #122 am: Dezember 06, 2009, 11:43:22 »

Das Wunder der kreativen Arbeitsmarktsstatistik setzt sich fort

Arbeitsmarkt November 2009:

Die BA verkündet abermals ein absinken der Arbeitslosigkeit.
Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt bei stetig sinkender Arbeitslosigkeit das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA?

Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im November 2009 hat die BA laut Monatsbericht  November 2009  3.215.393 Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat November(vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,66 Mio. Personen   (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht November  2009 Seite 6)  Darunter sind 339.587 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, *3). Wie viele Personen in den fehlenden 22 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.

Fußnote BA Bericht November 2009 Seite 84
1) Die Hochrechnung am aktuellen Rand ist derzeit aufgrund fehlender Erfahrungswerte oder technisch nicht realisierbar, darum ist der Vergleich mit Vorjahresergebnissen nur eingeschränkt möglich.
*3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben für 2009 [Januar bis Juni; Datenstand Juni 2009] nur ca. 78 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Juli noch 419.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 88 Prozent Leistungen

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im November 2009

3.215.393  (3.228.625) (3.346.459) Personen als arbeitslos erfasst und
1.656.432  (1.625.290) (1.524.004) Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
   419.000  (418.000)  (413.000) Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Juli 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.290.825  (5.271.915) (5.283.463) Personen

+  1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht November 2009 Seite 57)

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht November 2009 Seite 54
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/B]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.100.412 (1.078.209) (1.134.220)
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.891.872 (4.906.425) (4.913.859)
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.812 (1.827.237) (1.819.882)

Im November 2009 gibt es laut BA Bericht 7.817.096  Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht November 2009 Seite 54.  Darunter 5.992.284 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200911.pdf

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der Arbeitslosen auf  3.422.000 Personen

Zitat
23 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200910.pdf


Erstellt von Sybilla am 01.12.09 12 Uhr 00
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« Antworten #123 am: Dezember 06, 2009, 11:48:11 »

Ich hörte auch unlängst, dass die Arbeitslosenzahlen gesunken seien. Wenn das so ist, wie passt das dann mit den immer geforderten Absenkungen der staatlichen Sozialleistungen zusammen... So viele Erwerbslose kann es dann bald ja nicht mehr geben und dennoch begegnet man im richtigen Leben - abseits aller Statistiken - mehr und mehr (Dauer)-Erwerbslosen.

Irgendwer lügt. Entweder die Bundesagentur oder das wahre Leben.
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Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.
Strombolli


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« Antworten #124 am: Dezember 07, 2009, 23:48:48 »

Also meine "richtige Arbeit" habenden Jungs sind öfter zuhause (durch Kurzarbeit und Zwangsurlaub und Überstundenabbummeln) wie ihr KommunalKombi-verlöhnter Papa. In meiner Umgebung sind etliche "alte Leute" wieder zum "Wald-fegen" wegengagiert worden und Andere sitzen weiterhin daheim und pflegen ihren angegriffenen Gesundheitsstatus. Das Leben ist bunt ... und immer irgendwie ungerecht.

Allein wenn ich die ganzen Kleinstunternehmer auf den Dörfern sehe: Die Bäcker die überlebten und keine Großbäckerei aufmachten und sich nun hoffentlich bis zur Rente retten... Die Fleischer, wo der Sohn Regionallohnarbeit für einen "größeren Otto" macht und seine Frau oder Mama dann noch ein bischen im selten frequentierten Laden verkauft... der "fliegende" Händler, der Pleite gemacht hat... der HERMES-Shop, die Quelle-Filiale die nun schon zum zweiten Mal der Pleite entgegensieht. Die Traditionsschlosserei, die sich von Auftrag zu Auftrag hangelt... die vielen Ladengeschäfte in denen Leere herrscht... die ganzen DDR-Plattenbauten mit Ladengeschäften, die abgerissen werden, weil es dafür Abriss-Subventionen gibt...Die stillgelegten, jämmerlichen Bahnhöfe, die verscherbelt werden sollen... die vielen Holper- und Kopfsteinpflasterstrassen auf denen die 40-Tonner langdonnern und den Sommerweg zerrütten... Die orientierungslosen Jungen ... Die entrückten Alten...

Wir sind im falschen Film! Wann geht endlich das Licht an?
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Sybilla


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« Antworten #125 am: Dezember 13, 2009, 14:40:23 »

Lage im Einzelhandel

Es ist wieder soweit, multimedial wird im Gleichklang vom brummen im Weihnachtsgeschäft berichtet. Sind die Konsumenten wirklich in vor-weihnachtlicher Kauflaune oder brummen nur die Lichterketten des weihnachtlichen Blendwerks der Innenstädte?

Binnenkonsum – Konsumenten verlieren weiterhin rapide  an Kaufkraft

Zitat


Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

GfK Prognosen und die Entwicklung des Einzelhandelsumsatz seit Januar 2008

Januar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Januar 2008 real um 0,6% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 086 vom 29.02.2008
… Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im Januar 2007 erstmals die neuen höheren Mehrwertsteuersätze galten….

Februar 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Februar 2008 real um - 0,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 135 vom 01.04.2008

März 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,5 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um - 6,3% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008 

April 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,8 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im April 2008 real um - 1,0% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 201 vom 30.05.2008 

Mai 08 Gesamtindikator Konsumklima 5,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Mai 2008 real um 0,7% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 237 vom 01.07.2008 

Juni 08 Gesamtindikator Konsumklima 4,7 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juni 2008 real um - 3,9% gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 278 vom 01.08.2008

Juli 08 Gesamtindikator Konsumklima 3,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im Juli 2008 real unverändert
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 321 vom 01.09.2008

August  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten
Einzelhandelsumsatz im August 2008 real um  - 3,0%  gesunken
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 375 vom 01.10.2008

September  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,6 Punkten.
Einzelhandelsumsatz im September 2008 real um 1,2% gestiegen
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 407 vom 31.10.2008 
…Allerdings hatte der September 2008 mit 26 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat….

Oktober  08 Gesamtindikator Konsumklima 1,8 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 455 vom 01.12.2008
Einzelhandelsumsatz im Oktober 2008 real um - 1,5%  gesunken

November 08 Gesamtindikator Konsumklima 1,9 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.007 vom 09.01.2009
Einzelhandelsumsatz im November 2008 real um - 3,0%  gesunken
...Allerdings hatte der November 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat....

Dezember 08 Gesamtindikator Konsumklima 2,2 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.038 vom 03.02.2009 Im Dezember 2008 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real  - 0,3%   weniger Umsatz als im Dezember 2007. Allerdings hatte der Dezember 2008 mit 25 Verkaufstagen auch einen Verkaufstag mehr als der Vorjahresmonat.

Einzelhandelsumsatz 2008 real um 0,4% gegenüber 2007 gesunken

Januar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,1 Punkten.
Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr.078 vom 05.03.2009 Einzelhandelsumsatz im Januar 2009 real    -1,3% gesunken

Februar 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,3 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.132 vom 01.04.2009  Einzelhandelsumsatz im Februar 2009 gegenüber Februar 2009 real    - 5,3% gesunken  Der Februar 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Februar 2008.

März 2009  GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,6 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 168 vom 04.05.2009 Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im März 2009 real   - 1,5% niedriger    als im März 2008. Der März 2009 hatte mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der März 2008

April 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkten.
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr.205 vom 29.05.2009

Einzelhandelsumsatz im April 2009 real um    - 0,8% gesunken    

Mai 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Statistisches Bundesamt  Pressemitteilung Nr. 243 vom 01.07.2009  Einzelhandelsumsatz im Mai 2009 real    - 2,9% niedriger    als im Mai 2008
Der Mai 2009 hatte allerdings mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat…..

Juni 2009 GfK Gesamtindikator Konsumklima 2,5 Punkte
Pressemitteilung Nr.289 vom 03.08.2009  Einzelhandelsumsatz im Juni 2009 real um     - 1,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. 

Juli 2009 GfK  Gesamtindikator  Konsumklima2,9 Punkte
Pressemitteilung Nr.321 vom 01.09.2009  -Einzelhandelsumsatz im Juli 2009 real um - 1,0% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 27 Verkaufstage.


August 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,0 Punkten im Juli für August einen Wert von 3,5 Punkten.
Pressemitteilung Nr.374 vom 01.10.2009  -Einzelhandelsumsatz im August 2009 real um   - 2,6% gesunken. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

September 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,4 Punkten im August für September einen Wert von 3,7 Punkten.
Pressemitteilung Nr.412 vom 30.10.2009  - Einzelhandelsumsatz im September 2009 real um - 3,9% gesunken  Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

Oktober 2009 der  GfK Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 3,8 Punkten im September für Oktober einen Wert von 4,3 Punkten.
Pressemitteilung Nr.461 vom 01.12.2009  - Einzelhandelsumsatz im Oktober 2009 real um -1,7%  gegenüber dem Vorjahr gesunken  Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.

November 2009 d er Gesamtindikator prognostiziert nach revidiert 4,2 Zählern im Oktober für November einen Wert von 4,0 Punkten.

Dezember 2009 der GfK Gesamtindikator prognostiziert nach 4,0 Punkten im November einen Wert von 3,7 Punkten für Dezember.

Quelle: Gesamtindikator Konsumklima http://www.gfk.com/group/press_information/press_releases/004539/index.de.html

Quelle: Einzelhandelsumsätze
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Navigationsknoten__Startseite1.psml

Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 haben Handel und Handwerk in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Ist die Krise vorbei?

Verheerende Lage der Wirtschaft

Statistisches Bundesamt:

Pressemitteilung Nr. 475 vom 09.12.2009  - Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2009: Preisbereinigt ? 13,9% zum Vorjahresmonat

Pressemitteilung Nr. 474 vom 09.12.2009 - Deutsche Ausfuhren im Oktober 2009: – 15,9% zum Oktober 2008

Pressemitteilung Nr. 471 vom 08.12.2009  -17,4% mehr Unternehmensinsolvenzen im September 2009

Pressemitteilung Nr. 466 vom 04.12.2009  - 3. Quartal 2009: Umsatzrückgang im Dienstleistungsbereich zum dritten Mal in Folge.

Pressemitteilung Nr. 463 vom 02.12.2009 -  Eisenbahn-Tonnage: – 20,3% von Januar bis September 2009


Regierungen wechseln die Probleme bleiben.
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« Antworten #126 am: Dezember 14, 2009, 23:38:09 »

Für mich und meine Familie findet Weihnachten nur in der Aussenwelt statt. Jegliche Weihnachtsstimmung, -baum usw. geschweige denn Geschenke gibt es nicht ... aus Geldmangel. Ist auch ganz gut so. Was man nicht hat, kann einem weder vom Staat noch von Dieben weggenommen werden.

Wiegesagt, wenn die "Aussenwelt" nicht Weihnachten in unsere Wohnung bringt, nehmen wir nur rein feiertagsmäßig dieses "Fest der Liebe und Versöhnung war".

Väter und Opas werden wieder besoffen nach hause gebracht, Familien streiten sich infolge der Selbstbeweihräucherung ... Am besten: Besaufen oder es unterm Weihnachtsbaum oder (wenn man keinen hat) auf dem Küchentisch treiben... Jingle Bells...
Man kann natürlich auch in die Kirche gehen, den obligatorischen jährlichen Besuch dort abstatten und schauen, wer von den Bekannten noch da ist...

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« Antworten #127 am: Dezember 16, 2009, 02:00:56 »

Weniger Langzeitarbeitslose durch Hartz IV - Die Armut ist gleicher geworden


Weniger Langzeitarbeitslose durch Hartz IV

Lebensverhältnisse in Deutschland: "Die Armut ist gleicher geworden"

Zitat


Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.487 vom 15.12.2009 - Armutsgefährdung in den Bundesländern unterschiedlich

Zitat


Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.488 vom 15.12.2009 - Sozialhilfe 2008: 1,2 Millionen Menschen erhielten besondere Leistungen

Zitat


Ist Hartz IV ein Erfolg? - Wenn man unter Erfolg, die Verfestigung von Armut versteht, dann ist Hartz IV ein Erfolg.

Wenn man unter Erfolg von Hartz IV die Rückkehr von der Arbeitslosigkeit in Existenzsichernde Beschäftigung versteht ist Hartz IV ein Mißerfolg den wir uns totaler und radikaler nicht hätten vorstellen können.

Somit wurden (vorläufig und hochgerechnet) im November 2009

3.215.393 Personen als arbeitslos erfasst und
1.656.432 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

419.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat (letzte Erhebung Juli 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das 5.290.825  Personen
+ 1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht November 2009 Seite 57)

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht November 2009 Seite 54
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/B]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.100.412
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.891.872
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.824.812

Im November 2009 gibt es laut BA Bericht 7.817.096 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht November 2009 Seite 54. Darunter 5.992.284 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200911.pdf
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« Antworten #128 am: Dezember 17, 2009, 23:28:38 »

Rückgang der Vollzeitbeschäftigung:  Immer mehr Menschen brauchen zwei Jobs

Zitat


Welch fragwürdiger Erfolg der Agenda 2010/Hartz IV Reformen!
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« Antworten #129 am: Januar 05, 2010, 13:50:02 »

Das Wunder der kreativen Arbeitsmarktstatistik setzt sich fort
 Arbeitsmarkt Dezember 2009:

Die Wirtschaftskrise schlägt nur auf die Finanzen der BA und der Kommunen durch, in der BA Statistik der Arbeitslosen bleibt die Krise am Arbeitsmarkt weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet abermals nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt bei stetig sinkender oder jetzt moderat steigender Arbeitslosigkeit das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der Anstieg der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009
 
Kommunen beklagen riesiges Defizit aufgrund exorbitant hoher Steuerausfälle (Hauptgrund für den Einnahmenrückgang waren die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Städte, Gemeinden und Landkreise. Sie lagen mit 41,9 Milliarden Euro sogar um 13 Prozent unter dem Vorjahresbetrag.
Noch krasser war der Rückgang bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen: Hier betrug der Rückgang nach Abzug der an Bund und Länder abzuführenden Gewerbesteuerumlage 21,5 Prozent auf jetzt noch 19,8 Milliarden Euro. Im dritten Quartal ergab sich sogar ein Rückgang von 36,6 Prozent. Aber auch der Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer sank deutlich um 7,0 Prozent.)
Die Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) waren mit 29,8 Milliarden Euro um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Das erklärt die Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im Dezember 2009 hat die BA laut Monatsbericht  November 2009  3.275.526Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat Dezember (vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,67 Mio. Personen (November 1,66 Mio)  (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Dezember 2009 Seite 7)  Darunter sind 326.454 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, *3) „.Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis September, Datenstand September 2009] nur ca. 78 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.“ Wie viele Personen in den fehlenden 22 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.


Somit waren (vorläufig und von der BA hochgerechnet) im Dezember 2009

3.275.526  Personen als arbeitslos erfasst und
1.667.399 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente ( zum Teil von der BA hochgerechnet und/oder geschätzt)
   419.000 Personen die im  Berichtsmonat (letzte Erhebung August 2009) keine Geldleistungen bezogen

In der Summe sind das laut BA (zum Teil auf Grundlage von Hochrechnungen und/oder Schätzungen) für 12/09 5.361.925 Personen
(11/09 5.290.825)  (10/09 5.271.915) (09/09 5.283.463) Personen
+  1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht November 2009 Seite 57) Die Zahl der Kurzarbeiter für Oktober 2009 wird im BA Bericht Dezember 2009 nicht genannt.

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht Dezember 2009 Seite 70
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.[/B]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 12/09* 1.149.403 (11/09 *1.100.412) (10/09* 1.078.209)
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 12/09* 4.896.363 (11/09* 4.891.872 (10/09* 4.906.425)
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 12/09* 1.824.105 (11/09*1.824.812) (10/09* 1.827.237)

Im Dezember 2009 gibt es laut BA Bericht 7.869.871 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht Dezember 2009 Seite 70.  Darunter 6.045.766 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.
Auf Seite 24 des BA Berichts von Dezember 2004 wurden 4.321.000 Leistungsempfänger erfasst. Die Zahl der Leistungsempfänger hat sich somit seit der Einführung von Hartz IV um 3.548.871 Personen oder rund 82 % erhöht.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200912.pdf

Saisonbereinigt sinkt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen um 3000 auf  3.421.000 Personen

Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)


Erstellt von Sybilla am 05.01.10 11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
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Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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« Antworten #130 am: Januar 28, 2010, 22:32:18 »

Arbeitsmarkt Januar 2010:

Der deutsche Arbeitsmarkt eine Insel der Glückseligkeit?

Mittwoch, 27. Januar 2010  - Weltweit habe es noch nie so viele Arbeitslose gegeben wie im vergangenen Jahr.

Oder doch nur das Ergebnis von kreativer Statistik?

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen 3.617.485 + 1.543.888 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  JANUAR 2010 ==  5.161.373 Personen
ROBUSTER ARBEITSMARKT Huh?

BA Bericht Januar 2010 Seite 49  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.758.953 Personen
BA Bericht Januar 2010 Seite 49  6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALG I und ALG II

Die Wirtschaftskrise schlägt laut gleich-klingenden multimedialer Informationen nur auf die Finanzen der BA und der Kommunen durch, in der BA Statistik der Arbeitslosen bleibt die Krise am „robusten“ Arbeitsmarkt weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet abermals nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit der nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt?
Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009
 
Kommunen beklagen riesiges Defizit aufgrund exorbitant hoher Steuerausfälle (Hauptgrund für den Einnahmenrückgang waren die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Städte, Gemeinden und Landkreise. Sie lagen mit 41,9 Milliarden Euro sogar um 13 Prozent unter dem Vorjahresbetrag.
Noch krasser war der Rückgang bei der Gewerbesteuer, der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen: Hier betrug der Rückgang nach Abzug der an Bund und Länder abzuführenden Gewerbesteuerumlage 21,5 Prozent auf jetzt noch 19,8 Milliarden Euro. Im dritten Quartal ergab sich sogar ein Rückgang von 36,6 Prozent. Aber auch der Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer sank deutlich um 7,0 Prozent.)
Die Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) waren mit 29,8 Milliarden Euro um 3,9 Prozent höher als im Vorjahr.

Das erklärt die Fußnote 13 Seite 14 BA Bericht November 2009
....Stellt man nur auf die implizit geänderte Zählweise ab (vgl. Kasten) und blendet die Entwicklung in anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen aus, wäre die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit im November schätzungsweise um 22.000 gestiegen....

Im Januar 2010 hat die BA laut Monatsbericht  Januar 2010 3.617.485 Arbeitslose in der BA Statistik erfasst

Allerdings befanden sich im Monat Januar 1,54 Mio. Personen (vorläufig und hochgerechnet) beachtliche 1,67 Mio. Personen (November 1,66 Mio)  (Oktober 1,63 Mio Personen) ; (September 1,52 Mio Personen) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Januar Seite 6)  Darunter sind 290.111 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand Dezember 2009] nur ca. 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst.“ Wie viele Personen in den fehlenden 23 % gefördert werden, wäre reine Spekulation.


Somit waren (vorläufig und von der BA hochgerechnet) im Januar 2010

3.617.485 Personen als arbeitslos erfasst und
1.543.888 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente ( zum Teil von der BA hochgerechnet und/oder geschätzt)
Außer den Leistungsempfängern gab es im September noch
434.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung
oder der Grundsicherung bezogen. (letzte Erhebung September 2009)

In der Summe sind das laut BA (zum Teil auf Grundlage von Hochrechnungen und/oder Schätzungen   5.595.373 Personen
+  1.074.447 Personen (September) in Kurzarbeit (vorläufige Daten; BA Bericht Januar 2010 Seite 54) Die Zahl der Kurzarbeiter für Januar 2010 wird im BA Bericht Januar 2010 nicht genannt. Die Dämpfung der Winterarbeitslosigkeit ist durch das im Winter 2006/2007 eingeführte Saison-Kurzarbeitergeld zu begründen.

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld) BA Bericht Januar 2010 Seite 49
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.


Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.377.524 Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.923.784 Personen
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.831.546


Im Januar 2010 gibt es laut BA Bericht 8.132.854. Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht Januar 2010 Seite 49.  Darunter 6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201001.pdf

Saisonbereinigt steigt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen auf  3.429.000 Personen

Zitat
23 Die statistische Erfassung der Inanspruchnahme arbeitsmarktpolitischer
Instrumente wird erst nach drei Monaten endgültig abgeschlossen, damit Nacherfassungen und Datenkorrekturen nach dem Berichtsmonat noch berücksichtigt werden können. Um trotzdem monatlich aktuell berichten zu können, werden die Ergebnisse des Berichtsmonats hochgerechnet. Bei neuen Maßnahmen ist das aufgrund fehlender Erfahrungswerte nicht möglich; auf Bundesebene können allerdings Abschätzungen vorgenommen werden. (BA Bericht Oktober 2009 Seite 18)

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/mo nat/200910.pdf


Erstellt von Sybilla am 28.01.10 21 Uhr 00
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« Antworten #131 am: Januar 28, 2010, 22:54:27 »

Danke Sybilla. - Allein in meinem Umfeld wurden von der mich (und mittlerweile meine Frau) beschäftigenden "..Förderungsgesellschaft.." ausserdem 3 Arbeitslose befristet eingestellt. Auf Anforderung von "Gemeinnützig tätigen Strukturen", d.h. Gemeinde oder staatlich subventionierte Einrichtung für alle möglichen Menschen. Und wenn Geld von Europa, Bund und Land da ist...

Die "...Förderungsgesellschaft..." beschäftigt selbst zur Verwaltung solche befristeten KommunalKombi-Löhner. Die eierlegende Wollmilchsau.
Dieses Land beruht nur noch auf Verscheisserung. Sich selbst, andere, das Ausland... Nur Schein und Show. Die Substanz zerbröselt.

Meine Frage, warum ich als 18h Wochenkraft auf dem Lohnzettel stehe, wenn ich doch 30 Wochenstunden arbeite, beantwortete man mir mit fehlenden Einordnungsarten im Computerprogramm. Meine eigentliche Qualifikation ist auch eine Stufe niedriger angegeben. Alles so kleine Schweinereien um Statistiken zu verfälschen.

Das wurde auch schon unter Hitler und in der DDR gemacht. Die Erfolge werden nach oben immer besser und die glauben das auch noch. Selbstverliebt wie sie sind. - Nur eines Tages bricht das Lügengebilde zusammen. Wir waren vor ein paar Monaten mal kurz davor.
Das Zeitfenster hat sich wieder verschlossen, aber es zieht noch...

Ich wurde jedenfalls heute wieder von zwei Stellen darauf hingewiesen, doch meine "Erläuterungen" in meinen Anschreiben, die unsere finanzielle Situation schildern, zu unterlassen. - Nö! Schließlich werden sie abgeheftet und möglicherweise irgendwann, wie Stasi- oder Naziakten gelesen....
« Letzte Änderung: Januar 28, 2010, 23:32:10 von Strombolli » Gespeichert

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« Antworten #132 am: Februar 25, 2010, 12:44:31 »

Arbeitsmarkt Februar 2010:

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im Februar 2010
 (BA Bericht im Internet veröffentlicht am 25.02.10 – 10 Uhr 30)
 3.643.381 Personen + 1.580.659 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  FEBRUAR 2010 == 5.224.040 betroffene Personen ROBUSTER ARBEITSMARKT Huh?
Januar 2010 5.161.373 Personen

BA Bericht Februar 2010 Seite 48  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.803.348 Personen

Die deutsche BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet abermals nur einen moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit der nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?
Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Februar *1,58 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Februar Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 288.253 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand Dezember 2009] nur ca. 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Februar Seite 80 Fußnote 3) 

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Februar 2010 Seite 80 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hochgerechnet.

Mittwoch, 27. Januar 2010  - Weltweit habe es noch nie so viele Arbeitslose gegeben wie im vergangenen Jahr.

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld ohne Sozialhilfe SGB XII)[/b] BA Bericht Februar 2010 Seite 48
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.


Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.358.370 Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 4.968.035 Personen
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.840.690


Im Febraur 2010 gibt es laut BA Bericht 8.167.095 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht Februar 2010 Seite 48.  Darunter 6.326.405 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Oktober noch 411.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (letzte Erhebung  Oktober 2009)

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201002.pdf

Die Wirtschaftskrise schlägt also nur auf die Finanzen der BA und der Kommunen durch, in der BA Statistik der Arbeitslosen bleibt die Krise am „robusten“ Arbeitsmarkt weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Erstellt von Sybilla am 25.02.10 11 Uhr 00
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« Antworten #133 am: März 03, 2010, 23:17:24 »

Die wirtschaftliche Lage, die Lage der Bürger, der sozialen Sicherungssysteme,  des Einzelhandels und die Lohnentwicklung haben sich 2009 weiterhin erheblich verschlechtert.

Von einer in vielen Medien suggerierten wirtschaftlichen Erholung ist in der Realität der Wirklichkeit nichts zu spüren. Das wahrgenommen brummen und der gefühlte Ansturm der Konsumenten im Weihnachtsgeschäft war eine multimedial wahrgenommen Sinnestäuschung.

Es ist an der Zeit, unseren Blick mit realen Fakten und reale Kennzahlen zu schärfen:


Im Vergleich zum Vorjahr ist die Produktion von Roheisen somit um 30,9% und die von Rohstahl um 28,7% zurückgegangen.
Pressemitteilung Nr.009 vom 11.01.2010

Zitat


6,9% mehr Unternehmensinsolvenzen im November 2009
Pressemitteilung Nr.047 vom 10.02.2010 

Zitat



Bruttoverdienste sinken erstmals seit Gründung der Bundesrepublik
Pressemitteilung Nr.074 vom 03.03.2010  2009:


Zitat


All das führt zu sinkenden Einnahmen in der gesetzlichen Sozialversicherung

Gesetzliche Sozialversicherung im 1.– 3. Quartal 2009 mit hohem Defizit
Pressemitteilung Nr.015 vom 14.01.2010


Zitat


Der reale Kaufkraftverlust spiegelt sich seid 2 Jahren in kontinuierlich sinkenden Einzelhandelsumsätze wieder.

Einzelhandelsumsätze sinken stärker als erwartet.

Lage im Einzelhandel

Nachdem in den Adventswochen multimedial im Gleichklang vom brummen im Weihnachtsgeschäft berichtet wurde. Kehrt abermals wie 2006/2007/2008/2009 Ernüchterung ein das Statistische Bundesamt meldet für Dezember 2009 und Januar 2010 einen unerwartet starken Einbruch der Einzelhandelsumsätze. Die Kaufkraft bricht weiterhin auf breiter Front ein, die Reallöhne befinden sich seit Hartz IV im freiem Fall.

Binnenkonsum – Konsumenten verlieren unerwartet an Kaufkraft

Zitat


Einzelhandelsumsatz 2009 real um 1,8% gegenüber 2008 gesunken
Pressemitteilung Nr.040 vom 02.02.2010


Zitat


Das Märchen vom brummenden Weihnachtsgeschäft hat sich wieder einmal als weihnachtliches Blendwerk der brummenden Lichterketten entpuppt. Im Dezember 2009 erzielte der Einzelhandel in Deutschland real 2,5% weniger Umsatz als im Dezember 2008.
 
Zitat


Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze im Januar 2010, die sich bei weitem schlechter als erwartet entwickelt haben, ist Grund für verstärkte Sorge um die Binnenkonjunktur. Von einem Aufschwung ist die Binnenkonjunktur meilenweit entfernt.

Einzelhandelsumsatz im Januar 2010 real um 3,4% gesunken
Pressemitteilung Nr.073 vom 03.03.2010
 
Zitat


Kognitive Dissonanz
Beschreibt die Widersprüche zwischen Wirklichkeit und utopischen Wunschdenken, es gibt zwei grundlegende Strategien:
- Sich an der Wirklichkeit orientieren und sich um Besserung bemühen.
- Die Wirklichkeit manipulieren und an der Utopie „Pippi Langstrumpf Welt“ festhalten, um so das Wohlgefühl des Erfolgs zu bewahren.

Ich fürchte, die Reformen der Agenda 2010 Hartz IV und unzählige Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) haben Handel und Handwerk und somit die Binnenkonjunktur in eine tiefe Krise gestürzt. Die nicht mit Geldschöpfung überwunden werden kann sondern nur mit der Abkehr von der verhängnisvollen Agenda 2010 Politik.

Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?

Regierungen wechseln die Probleme wachsen...
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« Antworten #134 am: März 04, 2010, 05:41:53 »

...
Warum orientieren sich Politik und Medien nicht an der Wirklichkeit und bemühen sich um Besserung und Wahrheit sondern* suggerieren eine positive Stimmung, die es so weder am Arbeitsmarkt in der Wirtschaft noch im Einzelhandel gibt?
Regierungen wechseln die Probleme wachsen...

Die Vermutung, das Frau Merkel mit der Einstellung herangeht, solches Verhalten* war bei Honecker schon lange Jahre erfolgreich, das klappt auch in der BRD, ist wahrscheinlich eine eklige Unterstellung, oder? Eher schon Kontinuität und Weiterentwicklung in Sachen Selbstveralberung seit Helmuth Schmidt, der uns ja lt. Geissler (2010) die größte Wirtschaftskrise nach dem II. Weltkrieg hinterlassen hat. Und bei Kohl konnte auch nicht sein, was nicht sein darf. Arbeitslosenstatistik war immer, unter welcher Regierungskonstellation auch immer, Zwecklügerei und Statistiktricks. Und diese Angst vor der Realität macht auch dieses Land kaputt.
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