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Autor Thema: Aktuelle Analysen zur Lage der Nation  (Gelesen 8291 mal)
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Sybilla


Beiträge: 332


« Antworten #135 am: April 29, 2010, 11:18:36 »

Arbeitsmarkt März 2010:

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im März 2010
3.567.944 Personen + 1.572.723 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  März 2010 == 5.140.667 betroffene Personen

BA Bericht März 2010 Seite 51  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.731.308 Personen

Die deutsche BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland -  geschätzt werden? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?
Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Februar *1,57 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht März Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 287.142 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand Dezember 2009] nur ca. 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Februar Seite 83 Fußnote 3) 

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht März 2010 Seite 84 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet.

Mittwoch, 27. Januar 2010  - Weltweit habe es noch nie so viele Arbeitslose gegeben wie im vergangenen Jahr.

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld ohne Sozialhilfe SGB XII)
BA Bericht März 2010 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.[/i]

Leistungsempfänger3)
- Arbeitslosengeld 1.294.544 Personen
- erwerbsfähige Hilfebedürftige (Alg II) 5.015.824 Personen
- nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (Sozialgeld) 1.851.350


Im März 2010 gibt es laut BA Bericht 8.161. 718  (Februar 8.167.095) Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld  BA Bericht Februar 2010 Seite 51.  Darunter 6.310.368 (Februar 6.326.405) Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.

Außer den Leistungsempfängern gab es im November noch 395.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung oder der Grundsicherung bezogen. (letzte Erhebung November 2009)

http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201003.pdf

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise  „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Erstellt von Sybilla am 31.03.10 17 Uhr 00
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Sybilla


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« Antworten #136 am: April 29, 2010, 11:25:31 »

Arbeitsmarkt April 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht April 2010 Seite 13 –…. Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. Dies galt auch schon für Teilnehmer an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen, nicht aber für Personen, für die ein Dritter mit der Vermittlung beauftragt wurde; sie waren während der Beauftragung weiter arbeitslos registriert…

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im April 2010
3.406.344  Personen + 1.584.865 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  April 2010 == 4.991.209 betroffene Personen

BA Bericht April 2010 Seite 50  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.585.203 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,8 %

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld ohne Sozialhilfe SGB XII)
BA Bericht April 2010 Seite 50
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.[/i]
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei über 8 Millionen Personen (8.036.892) BA Bericht April Seite 50.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland -  geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Februar *1,58 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht März Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 294.760 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April 2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht April Seite 82 Fußnote 3) 

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht April 2010 Seite 82 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise  „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.

Erstellt von Sybilla am 29.04.10  11 Uhr 00
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HIV positiv


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« Antworten #137 am: April 29, 2010, 17:05:53 »

Arbeitsmarkt April 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht April 2010 Seite 13 –…. Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. Dies galt auch schon für Teilnehmer an Eignungsfeststellungs- und Trainingsmaßnahmen, nicht aber für Personen, für die ein Dritter mit der Vermittlung beauftragt wurde; sie waren während der Beauftragung weiter arbeitslos registriert…

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im April 2010
3.406.344  Personen + 1.584.865 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  April 2010 == 4.991.209 betroffene Personen

BA Bericht April 2010 Seite 50  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.585.203 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,8 %

Leistungsempfänger 3): (ALG I; ALG II; Sozialgeld ohne Sozialhilfe SGB XII)
BA Bericht April 2010 Seite 50
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.[/i]
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei über 8 Millionen Personen (8.036.892) BA Bericht April Seite 50.
Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise  „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie der steuerfinanzierten Bürgerarbeit verborgen.


Wobei die Zahl der gesamten Leistungsempfänger wieder wirklich leicht gegenüber März abgesunken ist, jedenfalls wenn auf diese Angaben überhaupt Verlass ist. Das bedeutet dann, dass ein paar Leute aus dem Bezug rausgefallen sind, entweder (früh) verrentet, gestorben oder einen Job gefunden, deren Bezahlung über der Aufstockungsberechtigung liegt oder lieber ins Wohngeld geflohen.
Ich bin durch die Zahlen positiv überrascht, ich hatte noch 2009 damit gerechnet, dass wir in 2010 mindestens 8,5 x 10^6 Leistungsempfänger sehen werden. Leider sind die Löhne in der BRD natürlich weiter völlig im Arsch, wobei es jetzt in Krise vermehrt den unteren Mittelstand mit Einbußen trifft. Die Niedriglöhner zuvor waren ja schon im "Aufschwung" 2007 in den Arsch gekniffen. Man kann nur hoffen, dass bald die kritische Masse an Niedriglöhnern erreicht ist, damit es zu einem Ende mit Schrecken kommt als ein Schrecken ohne Ende.
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Strombolli


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« Antworten #138 am: April 29, 2010, 17:12:16 »

Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Zu 1) Zu einem großen Teil von der Finanzierung der Organisationskosten der Verschiebebahnhöfe und der Finanzierung der privaten Firmen die mit Weiterbildung, Praktika usw. zu tun haben.

Zu 2) Den Politikern, Bankern und Unternehmerschaft, die dem leichtgläubigen Bevölkerungsanteil wieder das Blaue vom Himmel "mit Zahlen unterfüttert" vorlügen können. Den Journalisten.
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
beickmann


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« Antworten #139 am: April 29, 2010, 17:16:35 »


Zitat von Strombolli


Zu 1) Zu einem großen Teil von der Finanzierung der Organisationskosten der Verschiebebahnhöfe und der Finanzierung der privaten Firmen die mit Weiterbildung, Praktika usw. zu tun haben.




... und die sich daran dumm und dämlich verdienen.

« Letzte Änderung: April 29, 2010, 17:18:45 von beickmann » Gespeichert

"Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten."
Paul Claudel (1868-1955)
Guardian


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« Antworten #140 am: Mai 03, 2010, 14:14:29 »

Ich bin seit 2 Jahren Arbeitslos, seit 1 Jahr bekomme ich keine Leistungen mehr ich beziehe kein Arbeitslosengeld 1 oder 2.
Ich bin nicht in der Statistik aufgeführt, ich wurde von Anfang an dazu genötigt.

Ich hatte von Anfang an nur Probleme mit der BA, bis zur Abschiebung eine ABM maßnahme.
Und habe die BA auch direkt darauf angesprochen "Manipulation der Statistik", immer wurde mir ausgewichen oder keine Antwort gegeben.

Nur 1x hat sich einer  bei der BA Beschwerdestelle, gegenüber Menschlich verhalten und geäußert das es Willkür ist was die BA betreibt und der Staat erlaubt.


Vielleicht wird es Zeit eine eigene Arbeitslosenzählung zu starten.
Ich bin eine Fachkraft und habe Erfahrung.



Ich bin Arbeitslos und möchte Arbeiten.




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Ist Gewalt eine Lösung nicht immer aber manchmal erforderlich, ist zuschauen und Schweigen Wirksam ja um zu knechten und zu Unterdrücken.
Sir Vival


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« Antworten #141 am: Mai 03, 2010, 17:03:46 »

Ich bin auch arbeitslos und will arbeiten.
Als Fachkraft!
Mit Bezahlung, die zum Leben reicht (und nicht zu viel ist zum Sterben)!


« Letzte Änderung: Mai 03, 2010, 17:07:12 von Sir Vival » Gespeichert

"Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg!"
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen

Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
Rudolf Rocker


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« Antworten #142 am: Mai 03, 2010, 19:04:11 »

Da schließe ich mich SirVival glatt mal an!! Smiley
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»Wir müssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen.« (Subcomandante Marcos)
Sybilla


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« Antworten #143 am: Juni 01, 2010, 11:16:40 »

Einzelhandelsumsatz bricht im April 2010 erneut um real 3,1% ein

Pressemitteilung Nr.192 vom 01.06.2010 Einzelhandelsumsatz im April 2010 real um 3,1% gesunken  - WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Mai 2010 nominal 1,8% und real 3,1% niedriger als im Mai 2009. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage.

Die Frühjahrsbelebung kommt nicht in der Binnenkonjunktur (Jahresvergleich) an.


Arbeitsmarkt Mai 2010:

Auswirkung der Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente auf die Messung der Arbeitslosigkeit BA Bericht Mai 2010 Seite 12  –….Die Neuausrichtung der Instrumente hat indirekt Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Arbeitslosenzahlen im Zeitablauf. Nach § 16 Absatz 2 SGB III gelten Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht als arbeitslos. Diese Regelung kommt bei den neuen Maßnahmen nach § 46 SGB III zum Tragen und entsprechend werden Teilnehmer an solchen Maßnahmen einheitlich nicht als arbeitslos geführt. […] Im April 2009 waren Dritte bundesweit für rund 200.000 Personen mit der Vermittlung nach § 37 SGB III alter Fassung beauftragt. Die Teilnahmen an diesem Instrument laufen ab Mai 2009 sukzessive aus und parallel dazu erhöht sich die Zahl der Teilnahmen an den neuen Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Dadurch wird im Vergleich zu früheren Zeiträumen die Arbeitslosenzahl durch Teilnahmen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stärker entlastet. Dieser Effekt ist bei der Beurteilung der Arbeitslosenzahlen zu berücksichtigen.…

Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen im  Mai 2010
3.241.529 + 1.602.244 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente

ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen  Mai 2010 == 4.843.773 betroffene Personen

BA Bericht Mai 2010 Seite 51  Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.423.773 Personen Unterbeschäftigungsquote 10,4 %

Nach den jüngsten Angaben wurden im März 2010 an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. (BA Bericht Mai 2010 Seite 9)

Leistungsempfänger 3): (ALG I  987.744; ALG II 5.038.185; Sozialgeld 1.856.218 ohne Sozialhilfe SGB XII)
BA Bericht Mai 2010 Seite 51
3) Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hoch gerechnet werden.[/i]
Die Zahl der Leistungsempfänger (ALG I, ALG II, Sozialgeld) verharrt weiterhin bei rund 8 Millionen Personen (7.882.147) BA Bericht Mai Seite 51.

Der BA - Arbeitsmarktstatistik suggeriert weiterhin eine Insel der Glückseligkeit. Die Arbeitslosenstatistik der BA verzeichnet die übliche Frühjahresbelebung am Arbeitsmarkt die nicht so stark ausfällt „als erwartet“. Bei sorgfältiger Betrachtung des BA Monatsbericht fällt allerdings auf, dass viele Zahlen auf Schätzungen und Hochrechnungen beruhen. Für mich stellt sich deshalb die Frage, wird die Zahl der Arbeitslosen seitens der BA gezählt oder - wie zuletzt in Griechenland -  geschätzt? Vor allem stellt sich die Frage, woher kommt trotz „robusten Arbeitsmarkt“ das exorbitant hohe Finanzdefizit der BA und der exorbitant hohe Anstieg der Ausgaben für soziale Leistungen (ALG II) bei den Kommunen?

Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr.505 vom 22.12.2009 - Deutliches Defizit der Kommunen im ersten bis dritten Quartal 2009

Laut BA Schätzungen/Hochrechnungen befanden sich im Monat Mai  *1,60 Mio. Personen (*vorläufig und hochgerechnet) in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. (BA Bericht Mai Seite 6) Darunter sind nach BA Hochrechnungen/Schätzung 303.697 Personen  in einer  Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II Wobei  von einer Untererfassung auszugehen ist, 3) Es ist von einer Untererfassung auszugehen, so haben bundesweit für 2009 [Januar bis Dezember, Datenstand April  2010] nur ca. 71 % im BA Bericht März waren es noch 77 % der Träger Daten zum Einsatz der kommunalen Eingliederungsleistungen (flankierende Leistungen) erfasst. Wie viele Personen in den fehlenden 23 % jetzt 29 % gefördert werden, wäre reine Spekulation. (BA Bericht Mai Seite 85 Fußnote 3) 

Vor allem im Bereich der Arbeitsgelegenheiten (Ein Euro Jobs) ist eine erhebliche Untererfassung zu vermuten. Hinweis BA Bericht Mai 2010 Seite 85 Am aktuellen Rand werden die Daten aufgrund von Erfahrungswerten hoch gerechnet. 7) Vergleiche mit Vorjahresergebnissen sind nicht sinnvoll, da rückwirkend ab BM Jan 2010 die Datenbasis und das Messkonzept zur Auswertung von eingelösten VGS (bewilligt 1. Rate) umgestellt und die statistischen Ergebnisse revidiert wurden.

Quelle der Daten: http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/201004.pdf

Wem nützt eine kreative Arbeitslosenstatistik die vielfach auf Schätzungen und Hochrechnungen der BA beruht?

Die Wirtschaftskrise schlägt demnach nur auf die Zahl der Leistungsempfänger und die Finanzen der BA und der Kommunen durch, nicht aber auf die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen, die BA Statistik der Arbeitslosen bleibt in der Krise  „robust“ die Arbeitslosen werden weiterhin in den „Verschiebebahnhöfen“ – arbeitsmarktpolitische Instrumente und Kurzarbeit sowie in der von der Ministerin angestrebten Ausweitung der steuerfinanzierten Bürgerarbeit, verborgen.

Erstellt von Sybilla am 01.06.10  11 Uhr 00
Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
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« Antworten #144 am: Juni 01, 2010, 12:18:46 »

Danke Sybiila, für diesen umfangreichen Bericht!

Wenn das richtig gelesen habe sind in diesen Zahlen auch noch nicht mal diejenigen enthalten, die Aufgrund ihrer prekären Beschäftigungssituation aufstocken müssen!

Außerdem gibt es ja auch noch jede Menge Arbeitslose, die Aufgrund abgelehnter Bescheide oder wegen Sanktionen aus der Statistik fallen. Ich glaube doch, dass es so war, dass nur Personen in der Erhebung auftauchen, die auch als "Leistungsberechtigt" gelten.

Mich wundert allerdings immer wieder das die Medien jedesmal brav die Agenturmeldungen abdrucken und wirklich keiner mal kritisch hinterfragt!!
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Sybilla


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« Antworten #145 am: Juni 01, 2010, 12:59:59 »

Ja, im BA Bericht MAi 2010 Seite 19 werden die Zahlen für Januar 2010 genannt.

Außer den Leistungsempfängern gab es im Januar noch 404.000 Arbeitslose, die im Berichtsmonat keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung
oder der Grundsicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen erhielten 89 Prozent Leistungen
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Strombolli


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« Antworten #146 am: Juni 01, 2010, 17:28:31 »

...
Mich wundert allerdings immer wieder das die Medien jedesmal brav die Agenturmeldungen abdrucken und wirklich keiner mal kritisch hinterfragt!!


Naja, Du meinst sicher, dass Du dich eigentlich nicht wunderst? - Egal. Mein Kollege kann wegen Regenwetter nicht das touristische Umfeld pflegen und so sitzt er bei mir und hört Info-Radio. Eine knappe Stunde haben wir es ausgehalten. Als dann schließlich über den erneuten Rückgang der Arbeitslosenzahl berichtet wurde, bedeutete er mir doch besser abzuschalten...

Ich fasse mal zusammen: Lügen, tarnen und täuschen mit dem Ziel der Verblödung. Die Grundprinzipien deutscher Politiker und leider auch Journalisten.
Schlimm, wenn ein Land Kabarettisten braucht, um aus der "Informationsvielfalt" das wirklich Wichtige herauszufiltern, aufzubereiten und unter die Leute zu bringen.

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Man stelle sich nur mal vor der Erdölskandal von BP wäre damals einem kommunistisch genannten Land vor 1989 passiert. Was wäre da los gewesen!
Oder Kubaner hätten 3 Schiffe aufgebracht und ein paar Leute erschossen.

Heute wird nur noch gepuschelt und abgelenkt. Schauerlich. Goebbels lässt eine Flasche Sekt nach der anderen knallen.
Schöne Grüße aus der Hölle!
*

"Und wenn ihr alle recht schön dämlich seid, dann übt ihr alle weiterhin Treu und Redlichkeit!"

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Bzgl. Video: "Dieses Video enthält Content von Sony Music Entertainment. Es ist in deinem Land nicht mehr verfügbar."
Weil sich GEMA und youtube nicht einigen können. Udo Jürgens würde es bestimmt erlauben, aber da sind ja die mitverdienen wollenden Schreibtischhengste und -stuten...
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Eivisskat


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« Antworten #147 am: Juni 02, 2010, 07:26:01 »

Zitat
Jobsuche Hamburg - Arbeitslosenzahlen sind statistische Halbwahrheiten

Offiziell sind in Hamburg 75.127 Menschen arbeitslos. Doch die tatsächliche Zahl der Jobsuchenden liegt fast doppelt so hoch.

Hamburg. Rolf Steil nennt es ein kleines Wunder, fast zu vergleichen mit dem von Bern bei der Fußball-WM 1954. Zumindest muss der Chef der Arbeitsagentur Hamburg in seiner Statistik lange zurück blättern, um einen solchen Rückgang der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Monats zu finden. Um 4038 Menschen ist die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg im Mai im Vergleich zum Vormonat gesunken. "Das gab es zum letzten Mal im Mai 1979", sagt Steil.

75.127 Hamburger waren im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet, 5,1 Prozent weniger als im April. Steil freut sich vor allem, dass alle Gruppen des Arbeitsmarktes von der Entwicklung profitierten und nicht nur Jobsuchende unter 25. "Die Zahl der älteren Arbeitslosen (ab 50 Jahre) sank um 4,2 Prozent, Langzeitarbeitslose zählen wir 3,8 Prozent weniger", sagt Steil. Auch bundesweit hat sich der Arbeitsmarkt erholt. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 165.000 auf nunmehr 3,242 Millionen, was einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent entspricht. Doch diese Zahlen zeigen nur die halbe Wahrheit.

Viele Arbeitslose haben nur einen anderen Platz in der Statistik

Die Experten sind begeistert über den schnellen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Doch viele, die in der Krise Werkbank oder Schreibtisch räumen mussten, haben inzwischen nur einen anderen Platz in der Statistik eingenommen. "Damit gelten sie nicht mehr als offiziell arbeitslos, sondern als Arbeitssuchende", sagt Guido Raddatz von der Stiftung Marktwirtschaft.

Eine statistische Zahl, die kaum einer wahrnimmt. Diese Arbeitssuchenden lernen Bewerbungen zu schreiben, machen einen Weiterbildungskurs oder absolvieren "Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung", verdingen sich als Ein-Euro-Jobber oder sind älter als 58 Jahre und gelten damit praktisch nicht mehr als vermittelbar.

Rechnet man noch andere Entlastungsfaktoren wie Kurzarbeit, Altersteilzeit und jene Menschen hinzu, die schon die Kündigung in der Tasche haben, gibt es allein in Hamburg fast 145.000 Arbeitslose, fast doppelt so viele wie offiziell ausgewiesen. Gemessen an dieser Zahl läge die Arbeitslosenquote bei 15,7 Prozent und nicht bei 8,1 Prozent. In dem Statistik schonenden Sammelbecken aus Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen finden sich nach der Krise immer mehr Arbeitslose wieder. Während die offizielle Arbeitslosenzahl im Jahresvergleich um fünf Prozent schrumpft, nehmen die Arbeitssuchenden um vier Prozent zu. Manche stecken bis zu zwei Jahre in einer beruflichen Weiterbildung und belasten solange nicht die Arbeitsmarktstatistik.

"Wir haben nichts zu verbergen", sagt Steil. Die Zahl der Arbeitssuchenden stehe ganz oben bei der monatlichen Arbeitsmarktstatistik. "Das Problem ist, dass diese Zahl im öffentlichen Bewusstsein keine Rolle spielt und die Entwicklung des Arbeitsmarktes nur an der offiziellen Arbeitslosenquote gemessen wird", sagt Peer Rosenthal von der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Aus Sicht der Arbeitsagentur ist nur arbeitslos, wer dem Arbeitsmarkt unmittelbar zur Verfügung steht. "Viele finden ohne Hilfestellung keinen Job oder müssen sich auch erst wieder an einen regelmäßigen Tagesablauf durch Trainingsmaßnahmen gewöhnen", sagt Agenturchef Steil.

Wer Kurse besucht, zählt nicht mehr als arbeitslos


Manche fühlen sich in solche Kurse nur abgeschoben, andere müssen darum kämpfen wie Claudia Schlichting. Durch Kindererziehung war sie 15 Jahre aus dem Job und macht jetzt einen Computerkurs im kaufmännischen Bereich. "Ohne diese Qualifizierung habe ich keine Chance am Arbeitsmarkt", sagt sie. "Doch ich musste darum hart kämpfen."
Sven Thieß hat schon mehrere Ein-Euro-Jobs hinter sich. Zuletzt besuchte er ein Bewerbungsseminar. "Das hat die Möglichkeiten der Stellensuche sehr intensiv gezeigt", sagt der 30-Jährige gelernte Großhandelskaufmann. "So findet man auch Stellen, die nicht öffentlich ausgeschrieben werden." Doch er glaubt nicht, dass das allein schon ausreicht. "Ich möchte mich gern noch in der Personalsachbearbeitung weiterbilden, um meine Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen", sagt er. Bei allen Qualifizierungen sieht er sich dennoch als arbeitslos. "Mein Status ändert sich nicht, wenn ich einen Kurs absolviere. Für einen neuen Arbeitsplatz würde ich ihn sofort verlassen."

Über 10 000 Hamburger machen einen Ein-Euro-Job. Innerhalb eines Jahres hat sich ihre Zahl um 13 Prozent erhöht. "Hier geht es darum, sich vor allem wieder an regelmäßige Abläufe zu gewöhnen", sagt Steil. Das klingt nicht so, als könnten diese Arbeitslosen gleich morgen wieder in einen regulären Job einsteigen. "20 Prozent kommen so in einen anderen Job oder eine Bildungsmaßnahme", sagt Steil.

Doch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt zu einem anderen Ergebnis. Rund zwei Drittel der Teilnehmer waren ausreichend qualifiziert. "Mehr als die Hälfte der Ein-Euro-Jobber wurde sogar als fit für den ersten Arbeitsmarkt eingeschätzt", sagt IAB-Expertin Anja Kettner. Immerhin stuft die Bundesagentur für Arbeit diese Gruppe als "nah am Arbeitslosenstatus"  Roll Eyes ein. Das heißt sie könnten schnell einen Job aufnehmen, wenn es entsprechende Angebote gäbe. Als arbeitslos zählen Ein-Euro-Jobber auch deshalb nicht, weil sie unter die Erwerbstätigen fallen.

Private Arbeitsvermittler entlasten die Statistik

Fast vervierfacht haben sich innerhalb eines Jahres in Hamburg die Teilnehmer in beruflichen Eingliederungsmaßnahmen. Darunter fallen jetzt auch Arbeitslose, die von der Arbeitsagentur an einen privaten Arbeitsvermittler verwiesen wurden. "Es ist nicht gerechtfertigt, wenn Arbeitslose bei privaten Vermittlern nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden", sagt Alexander Herzog-Stein von der Hans-Böckler-Stiftung. "Bundesweit fällt die Zahl der Arbeitslosen so um 200 000 Menschen niedriger aus", sagt Tuchtfeld von der Commerzbank.

"Doch es ist nicht gerechtfertigt zu sagen, dass die ausgewiesene Arbeitslosigkeit nur aufgrund eines statistischen Tricks niedrig geblieben ist." Zieht man jahreszeitliche Einflüsse ab, ist Arbeitslosigkeit immerhin seit elf Monaten gesunken. Nach dem größten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik "stehen nur noch rund 80 000 Arbeitslose mehr als am Tiefpunkt im Oktober 2008 in der Statistik", so Tuchtfeld. Als besonders stabilisierend für den Arbeitsmarkt hat sich die rechtzeitige Einführung der Kurzarbeit erwiesen.

Dennoch ist auch bundesweit der Unterschied gravierend: 3,2 Millionen gelten offiziell als arbeitslos, aber 5,8 Millionen suchen einen Job.




http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1516906/Arbeitslosenzahlen-sind-statistische-Halbwahrheiten.html
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http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

 „Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen." (Mahatma Gandhi)
Sir Vival


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« Antworten #148 am: Juni 02, 2010, 09:20:47 »

Bei uns im südwestlichen Umkreis hiess es heute Morgen in der Zeitung, dass die Arbeitslosenzahlen leicht "zurückgegangen sind".
Der momentane Wirtschaftsboom (Huh?Huh???) drückt die Arbeitslosenzahlen. Die Auftragsbücher sind voll (!!).
Aber die Kurzarbeit soll erstmal bleiben, da man ja nicht auf lange Sicht vorausplanen kann.

Also bleiben prekäre Arbeitsverhältnisse erstmal so, wie sie sind. Eben prekär, was für den AG natürlich was ganz anderes bedeutet.
Er kann entlassen, wie er lustig ist, denn die Verhältnisse sind ja "prekär".

Weiter ist aber im Gegensatz die Zahl der "Empfänger des nach dem SGB2 benannten ALG2" gestiegen!!! (kein Wort von "Hartz4....wie schön)

Na so was aber auch, oder?
Das heisst für mich: Die Arbeitslosenzahl ist deshalb gesunken, weil genau diese ehem. Arbeitslosen jetzt in Hartz4 abgerutscht sind.
Oder etwa nicht? Zwischen den Zeilen wurde das auch so dargestellt. 0,8 Prozent weniger Arbeitslose als im Vormonat aber viel mehr als im April 2009.
____________________

noch was:
"Wer Kurse besucht, zählt nicht mehr als arbeitslos " im link oben zu lesen als Überschrift.

Das heisst ja in Zukunft, dass die Zahlen eklatant sprunghaft wieder nach oben gehen WERDEN.
Denn wo der Rot(schwarz/gelb)-Stift angesetzt und alles zusammengestrichen wird (Leute, wir müssen SPAAAREN!!),
gibt´sauch keine "Temporär-nicht-mehr-Arbeitslose" mehr.
« Letzte Änderung: Juni 02, 2010, 09:27:03 von Sir Vival » Gespeichert

"Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg!"
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen

Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
Alan Smithee


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« Antworten #149 am: Juni 02, 2010, 10:28:20 »

Geil! Stellen ohne Ende!  Darum sinkt die Arbeitslosenzahl!!!

Gefunden auf den Nachdenkseiten: Das unverschämteste Stellenangebot: http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html;jsessionid=y1jnMFYVvMJBdv2ZjLrk1s4g0nWyl8V419CyXsP1ZgWmhyzXlylx!-1007107630?&benc=%2BCXXtlKs2iNJKXw9XoE7Ejtdh7EmMLVMS6s7v1p5x627Ob2VjwU%2Fww%3D%3D&benc=KitNRDdwCYDJ0xgk7nvF5FAR5Ri6dB74VC3J8XB8egLMFY08A5CPZoX%2FthEHusMJJJ3T%2BdTVA%2FQ%3D&benc=bQtoP%2FRCGyj98sdBeFFuqK5jp3TZn%2BMRCve4YcLpuNgj1J0R1DX1PA%3D%3D
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