Im neuen Newsletter der IGM Leiharbeitskampagne wird eine Vereinbarung, ich nehme an Betriebsvereinbarung, für Leiharbeiter bei Siemens ziemlich hervorgehoben. Können da mal KollegInnen was zu sagen, die bei Siemens eingesetzt sind? Grüße vom neugierigen piet
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Die Kampagne und die Auseinandersetzung um die Leiharbeit haben sich gelohnt: Der Siemens-Gesamtbetriebsrat hat mit Unterstützung der IG Metall eine Vereinbarung zur Leiharbeit mit der Unternehmensleitung abgeschlossen. Sie begrenzt die Leiharbeit, macht die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft in und nach der Krise sicherer und verbessert die Arbeits- und Entgeltbedingungen für die Leiharbeitnehmer. Die Gesamtbetriebsvereinbarung setzt wesentliche Rahmenbedingungen für die Zukunft .
Übernahme geregelt, Entgelt verbessert
Leiharbeiter haben durch diese Vereinbarung erheblich bessere Chancen auf eine feste Anstellung. Nach 18 Monaten Einsatz bei Siemens haben sie nun Anspruch auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Und ihre Vergütung richtet sich ab jetzt nach dem Metalltarifvertrag. Bisher verdienen sie bekanntlich meist weniger Geld, trotz gleicher Tätigkeiten. Im ersten Jahr ihres Einsatzes erhalten sie künftig 70 Prozent, dann 75 Prozent und ab dem 16. Beschäftigungsmonat dasselbe tarifliche Grundentgelt wie Siemens-Beschäftigte.
Kein Ersatz für Stammarbeitsplätze
Auch für die Stammbelegschaft bedeutet die Vereinbarung eine erhebliche Verbesserung. Beschäftigungssicherung für Siemens-KollegInnen und insbesondere die Übernahme der Auszubildenden und die Weiterbeschäftigung befristet Beschäftigter hat von nun an Vorrang vor dem Einsatz von Leiharbeit. Diese dient also nur der Abdeckung eines vorübergehend erhöhten Personalbedarfs, was ihrem ursprünglichen Ziel entspricht. Dem schleichenden Austausch von Stammarbeitsplätzen ist somit ein Riegel vorgeschoben. Nun wird es darum gehen, diese Vereinbarung vor Ort in den Betrieben umzusetzen - dabei werden die Unterstützung durch die Stammbelegschaft und die Beteiligung der Zeitarbeiter gleichermaßen erforderlich sein.
Ziel erreicht
Lothar Adler, Vorsitzender des Siemens-Gesamtbetriebsrats, bewertet die Vereinbarung positiv: "Die Betriebsräte haben zusammen mit der IG Metall lange darum gerungen, dass Leiharbeit wirklich nur zur Abdeckung von Auftragsspitzen dient und nicht dazu missbraucht werden darf, Stammarbeitsplätze bei Siemens zu ersetzen. Mit der jetzigen Regelung betrachtet der Gesamtbetriebsrat dieses Ziel als erreicht." Dieter Scheitor, Siemens-Unternehmensbeauftragter der IG Metall, stellt seinerseits fest: "Besonders hervorzuheben ist, dass es trotz der Krise gelungen ist, für die Betroffenen eine bessere Vergütung und den Anspruch auf die Übernahme nach 18 Monaten durchzusetzen."
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