wenn es nicht so traurig wäre, Sklaverei wird hier zum Spassfaktor?....
Ok, für LeserInnen, die sich in diesem Sektor noch nicht bewegt haben, klingt es wie ein
gewollten nichtgekonnten (Wirtschafts)krimmi oder einfach, wie Du sagst Spassektor.
Hast Du mal darüber nachgedacht, wie es sein könnte, mit zwei Gesichtern in einem
Ein-Euro-Job zu gehen ? Mit der Gewissheit, sich einer Ausbeutung her zu geben und
ohne jeglichen Funken darüber, ob das immer zu verstekende Gesicht der subversiven
Untersuchung überhaupt auf seine Kosten kommt ?
Solch eine Startposition zu durchlleben halte ich für sehr gewagt, bedarf viel Geschick.
Verbindung zu einem Spaßeffekt, kann ich außer beim außenstehenden Leser von
Erfahrungsberichten nicht finden. Eher ganz im Gegenteil ist der Ein-Euro-Jobber mit
zwei Gesichtern ganz heftigen Gefahren ausgesetzt, worüber sich diejenigen, die sich
einer Ausbeutung resignierend hingeben, keinerlei Gedanken machen müssen.
...
Nun, gut unterstellt man demjenigen ein gewisses Potenzial zur Mehrung informeller
Bereicherungen anderer betroffener Opfer oder seltener Weise gar subversiver Handlungsmaximen
gegenüber dem Sklavenhalter ( Träger), frage ich mich dennoch, ist nicht jede(r), der diese Zwangsarbeit
ausführt, unabhängig dem Zwang, der hier dahinter steht, vielmehr Unterstützer entgegen letztendlich
eigener Interessen.
Das ist der Preis, den mann vorübergehend dafür bezahlen muss und als Investition
gegen dauerhafte Sklavenhaltung verstanden werden kann..
Ich bleibe dabei, insbesondere aufgrund der Vielzahl schon beschriebener "Undercover-Storys" zum Thema:
"entmündigte Arbeit" und folgernden gesetzlichen oder nur gesellschaftlichen Eergebnissen.
Deine Ansicht ist zwar einerseits ok aber widerum soweit schlecht, weil keine Alternative oder
bereits andere Wege wie z.B. über Politik/er zum Ziel führen konnte, das Leben um zu arbeiten
ins arbeiten um zu leben zu bringen.
Wie würdest Du der Erwerbslosenindustrie begegnen ?