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Autor Thema: C&A: "Freiwillig zurück zur 40-Stunden-Woche?  (Gelesen 1979 mal)
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 5652


« am: November 11, 2005, 15:16:34 »

Essen (rf-news 10.11.05): Was gestern in allen großen Tageszeitungen zu lesen war, wurde den Beschäftigten bereits am 17. Oktober mitgeteilt: C&A will schrittweise die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich einführen. Das gilt für alle neuen Arbeitsverträge ab dem 1. November. Und die anderen sollen mit einer gestaffelten Wechselprämie zwischen 900 und 300 Euro gelockt werden, auf "freiwilliger" Basis ebenfalls auf einen 40-Stundenwochen-Vertrag zu gehen.

Um die Gewerkschaften aus dem Betrieb heraus zu halten, hatte C&A früher immer bessere Bedingungen angeboten, als im Tarifvertrag geregelt waren. So gab es zwei Tage mehr Urlaub oder eine wöchentliche Arbeitszeit von 37 Stunden anstatt 37,5 Stunden. Seit einigen Jahren geht es in die andere Richtung und für Neueinstellungen gelten viele Vergünstigungen nicht mehr. Dass seit dem letzten Tarifabschluss der Tarifvertrag des Einzelhandels nicht mehr allgemeinverbindlich erklärt wurde und C&A nicht im Arbeitgeberverband ist, wird hier für die Verlängerung der Arbeitszeit ausgenutzt.

Hintergrund ist ein unglaublicher Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel. Denn hierauf schlägt die sinkende Kaufkraft durch die Massenarbeitslosigkeit direkt zurück. Um seinen Marktanteil zu erhöhen, ist C&A im Gegensatz zu anderen Konzernen auf Expansionskurs und eröffnet massenhaft kleinere Filialen auch in kleineren Städten. 60 sind allein für dieses Jahr geplant. Die Verlängerung der Arbeitszeit bedeutet hier also in erster Linie eine Senkung der Lohnkosten auch unter dem Gesichtspunkt, dass im Einzelhandel viele Teilzeitkräfte beschäftigt sind, deren Gehalt dann eben auf der Basis von 40 Stunden berechnet wird.

Jetzt kommt es darauf an, dass sich die Kolleginnen und Kollegen von C&A geschlossen gegen die Verlängerung der Arbeitszeit erklären und so verhindern, dass C&A zum Vorreiter der Branche wird. Und dazu kann jeder Kunde beitragen, der in seiner Stadt zu C&A geht, mit den Kolleginnen und Kollegen im Verkauf redet und sie darin bestärkt.
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ManOfConstantSorrow


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« Antworten #1 am: August 02, 2009, 15:01:26 »

Zitat
Mitarbeiter-Protest
C&A stellt Mitarbeitern das warme Wasser ab
In der Düsseldorfer Zentrale von C&A sollte kein warmes Wasser mehr fließen. Doch die Bekleidungs-Kette hat nicht mit dem Widerstand ihrer Mitarbeiter gerechnet.


Nach FOCUS-Informationen aus Konzernkreisen sieht des Unternehmen den Schritt als Beitrag zum Umweltschutz. Viele der etwa 1200 Mitarbeiter glauben aber eher an eine Sparmaßnahme im Zuge der Wirtschaftskrise. Sie protestierten gegen die Einschränkung.

C&A sei von der „heftigen Reaktion eines Teils unserer Belegschaft“ überrascht worden, sagte eine Sprecherin. Deshalb habe man reagiert und eine Toilette für Damen und für Herren pro Etage wieder mit warmem Wasser ausgestattet.

http://www.focus.de/finanzen/news/mitarbeiter-protest-cunda-stellt-mitarbeitern-das-warme-wasser-ab_aid_422728.html
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« Antworten #2 am: Oktober 25, 2009, 21:33:21 »

ebenfalls nicht wirklich neu.
Schon so manches Unternehmen und auch Amt kamen schon früher auf die glorreiche Idee, gesundheitsfördende Kneipptherapien
für Mitarbeiter über den kleinen "Dienstweg" mit dem Sparzwang zu verbandeln.  
Aber jenseits aller betriebswirtschaftlichen "Unmöglichkeiten", es ist schon interessant, welch kranken
Gehirne hier Furiore feiern dürfen.
Bezeichnend für die Geisteshaltung in diesem Sklavenstaat, bzw. dessen germanischen
Clanführer in Nadelstreifen.

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