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Autor Thema: Quelle ade, ARGE Ahoi  (Gelesen 914 mal)
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Alex22


Beiträge: 1268



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« am: Oktober 20, 2009, 20:02:16 »

 Grin
Ja wer hätte das gedacht, dass es so weit kommt.

Zitat
Aus für Quelle
Schuldenschaffer  zerbricht an eigenen Schulden
Die Bundestagswahl ist vorüber und nun geht es weiter mit der Krise. Noch am 30. Juni dieses Jahres hat  Ministerpräsident Seehofer auf seiner Website http://www.csu.de/seehofer/index.htm
(Horst-Seehofer.de) folgende Mitteilung veröffentlicht:

Die Einigung über Sofortmaßnahmen für Quelle seien ein gerade noch rechtzeitiges Signal. Er begrüßte die Einigung über die Finanzierung der Fortführung des Versandhandels bei Quelle ausdrücklich. "Endlich ist die für das Unternehmen und für die Beschäftigten und ihre Familien schreckliche Hängepartie beendet. Es ist nicht hoch genug einzuschätzen, dass jetzt die betroffenen Arbeitnehmer mit größerer Zuversicht und neuer Hoffnung in die nächsten Monate gehen können."

Die aktuellen Ereignisse sind selbstredend und zeigen welche Qualitäten Herr Seehofer und sein Team dem bayerischen Bürger und Bürgerinnen bieten können. Da es in Bayern

Aus is

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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #1 am: Oktober 20, 2009, 21:41:39 »

Interessant ist bei der Quelle-Insolvenz auch, daß staatliche Fördermillionen der Bundesländer Bayern, Sachsen und Hessen in Quelle versenkt wurden und die man wieder mühseelig retten will.

Schlagartig gibt es auch nicht mehr die Beschäftigungsgesellschaft.
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #2 am: Oktober 20, 2009, 21:47:12 »

Verbraucherzentrale Sachsen: Pressemitteilung vom 20.10.2009 - Quelle-Kunden haben Ansprüche bei Insolvenz

Schließung des Versandhauses wirft viele Fragen auf

Die Meldung, dass das Versandhaus Quelle geschlossen und abgewickelt wird, ist für viele Kunden eine böse Überraschung und wirft Fragen nach ihren Rechten auf. Muss das Unternehmen Verträge noch erfüllen, und was wird aus den bereits geleisteten Anzahlungen?

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird das gesamte Quelle-Vermögen zur Insolvenzmasse. Ansprechpartner für die Kunden, die Forderungen gegenüber Quelle geltend machen wollen, ist der Insolvenzverwalter des Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg. Reicht die Insolvenzmasse zur Befriedigung der gesamten im Insolvenzverfahren angemeldeten Forderungen nicht aus, werden diese nur anteilig erfüllt. Im ungünstigsten Fall geht man leer aus.

Fragen, inwiefern Verträge noch erfüllt werden oder nicht, kann nur der Insolvenzverwalter beantworten. Weitere Informationen dazu stehen derzeit noch aus.

Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, Ware, die bereits vor der Insolvenzeröffnung bestellt wurde, nur dann zu bezahlen, wenn sie auch geliefert wurde. Generell gilt, dass Verträge, die mit dem Großversandhändler abgeschlossen wurden, trotz des Insolvenzverfahrens rechtswirksam bleiben. Der Insolvenzverwalter kann in diesem Fall wählen, ob er auf Erfüllung des Vertrages bestehen will oder ob er den Verbraucher aus seiner vertraglichen Verpflichtung entlassen will. Wer erst jüngst beispielsweise elektrische Haushaltsgeräte bestellt hat, die Bestellung aber nicht mehr ausführen lassen möchte, kann sein Widerrufsrecht nutzen. Auch ist eine Rücksendung der Ware grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach deren Erhalt möglich.

Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

Für weitere Fragen, beispielsweise zu Gutscheinen oder wer nun für mangelhafte Waren einsteht, die man bereits geliefert bekam und auch bezahlt hat oder was mit den Geräten passiert, die schon zur Reparatur an den Händler geschickt wurden, ist auch die Verbraucherzentrale Sachsen ein Ansprechpartner.

Beratungstermine gibt es montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer: 0180-5-797777 (Festnetzpreis 14 Cent/Min.; andere Mobilfunkpreise möglich, ab 1.3.2010 Mobilfunkpreis maximal 42 Cent/Min.)

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


 
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Workless


Beiträge: 859


« Antworten #3 am: Oktober 21, 2009, 00:03:15 »

Zitat
Reicht die Insolvenzmasse zur Befriedigung der gesamten im Insolvenzverfahren angemeldeten Forderungen nicht aus, werden diese nur anteilig erfüllt. Im ungünstigsten Fall geht man leer aus.
Ob unsere neue Regierung dann wieder mit Milliarden-Hilfspaketen einschreitet? Vermutlich eher nicht. Die Wahlen sind ja jetzt schließlich vorbei.
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jobless0815


Beiträge: 1009


« Antworten #4 am: Oktober 22, 2009, 14:26:59 »


Der Insolvenzverwalter wird wohl 15 Mio (vom Amtsgericht nahnad Insolvenzmasse berechnet)
für seine "umfangreichen" Dienste bekommen, obwohl schon wohl kurz nach seinem Antritt klar war,
dass die Insolvenz durch den staatliche Kredit nur
kurzfristig aufgeschoben wird. Wäre der Aufschub nicht erfolgt, hätte es auch bei weitem nicht viel Kohle für
den Insolvenzverwalter gegeben ... . Auch ein Schelm,  wer dabei an Geldgier denkt.


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/quelle-insolvenzverwalter-macht-kasse;2471460
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Alex22


Beiträge: 1268



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« Antworten #5 am: Oktober 22, 2009, 14:36:48 »

http://www.rp-online.de/public/comments/index/aktuelles/wirtschaft/news/773063

Betrüger ziehen durchs Land und sie werden immer dreister.
Wo ist eigentlich die Polizei, der Staatsanwalt, der Geheimdienst?

Und warum schlafen die Biedermeier wärend das Dach Ihres Hauses brennt?

Wohlstand macht dekadent, faul, träge, überheblich, nimmt die Lebensfreude und die Lebenskraft.
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Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #6 am: Oktober 22, 2009, 16:26:34 »


Der Insolvenzverwalter wird wohl 15 Mio (vom Amtsgericht nahnad Insolvenzmasse berechnet)
für seine "umfangreichen" Dienste bekommen, ...


BRD-Rechtsstaat? Es ist zum wiehern!!!! Bescheißen - gehört zum Staats- und Geschäftsprinzip in diesem Land. Auf die größten Haufen scheißt immer der Teufel, auch in einer bundesdeutschen, mittelalterlich-christlichen, werteverfallenden Grundordnung oder erst recht dort. Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf ... und den Armen nimmt's ers vorher ab. Ein Beispiel dafür:

ARD/SWR, Sendung "Plusminus" vom 20.10.2009: Rückschau: Insolvenz-Verwalter - Wenig Kontrolle und wenige Erfolge

Tatsache ist: Viele Insolvenzverwalter stehen inzwischen selbst in der Kritik. Zu wenig kontrolliert, zu wenig erfolgreich seien sie, sagen Experten, und manche dächten in der Krise vor allem an eines – an ihren eigenen Profit.

Enttäuschte Unternehmer
PLUSMINUS zeigt eine Selbsthilfegruppe der besonderen Art: Gestandene Unternehmer, die an ihrem Insolvenzverwalter verzweifeln. Alleine wissen sie nicht mehr weiter. Denn alle haben die gleiche Erfahrung gemacht: Ihre Unternehmen wurde abgewickelt, keines gerettet oder saniert. Sie sind enttäuscht, die Chancen, die sie für ihre Unternehmen gesehen haben, sind nicht genutzt worden.

Insolvente Unternehmer: „Er hat nichts unternommen. Er hat noch nicht einmal rechtzeitig Geld für die Kassen, für Benzin oder ähnliches zur Verfügung gestellt, dass der Betrieb wirklich weiter laufen konnte.“
„Man ist hergegangen und hat alles versteigert.“

Keine Einzelfälle. Insolvenzverwaltung hat gerade jetzt in der Krise Hochkonjunktur. Der Insolvenzverwalter der Spedition Hies in Friedrichshafen, die Kanzlei Pluta, zum Beispiel betreut rund 4.000 Insolvenzen parallel. Da wird abgewickelt im großen Stil. Die Speditionsmitarbeiter sind enttäuscht.

Jörg Becker, Fahrer der Spedition Hies: „Wir hätten weitergemacht auf alle Fälle, das habe ich auch schon dargestellt. Die Belegschaft war jeden Tag da, abrufbar für alle Arbeitgänge, es war schon gegeben.“

Die Bilanz: 26 Arbeitsplätze weg. Und das hat System, ist der Normalfall in Deutschland: Nur knapp 3 Prozent der insolventen Unternehmen werden weitergeführt, der Rest zerschlagen, die Teile verkauft.

Vergütung der Insolvenzverwalter
Experten kritisieren vor allem das Vergütungssystem der Insolvenzverwalter.

Prof. Hans Haarmeyer, RheinAhrCampus Remagen: „Die Vergütung der Insolvenzverwalter ist bedauerlicherweise eine reine Tätigkeitsvergütung. Das heißt, ob sie das Unternehmen sanieren, ob sie es abwickeln, ob sie einen Insolvenzplan machen, das verschiebt die vergütungsrechtliche Skala nur marginal. Das heißt, das Verhältnis, der Aufwand, den sie tätigen müssen, um ein Unternehmen zu sanieren, oder einen wirklich guten Insolvenzplan zu entwerfen, steht in keinem Verhältnis zu dem Ergebnis, was sie haben, wenn sie das Unternehmen schnell abwickeln.“

Keine Aufsicht?
Die Unternehmer müssen dabei oft tatenlos zusehen. Viele Amtsgerichte, die die Insolvenzverwalter einsetzen, fühlen sich nachher kaum noch verantwortlich.

Bodo W., insolventer Unternehmer: „Ich habe mich bei Gericht beschwert über die Machenschaften und da bekam ich die Auskunft vom Rechtspfleger: 'Das ist nicht unsere Aufgabe, dass wir die Insolvenzverwalter überprüfen.'
Man ist wirklich Freiwild für den Insolvenzverwalter, der kann machen, was er will.“

Prof. Hans Haarmeyer, Insolvenzrechtler: „Eine Aufsicht findet eigentlich nicht statt und das ist meiner Ansicht nach ein großes Problem.“

Geschäftskundig und unabhängig?
Dazu kommt, dass Insolvenzverwalter kaum fachliche Qualifikation nachweisen müssen. Die einzige Voraussetzung ist in § 56 Insolvenzordnung (InsO) geregelt. Darin steht: Der Insolvenzverwalter muss „geschäftskundig und unabhängig“ sein. Ein Handwerksmeister muss mehr Fachkunde nachweisen.
Experten schätzen, dass durch Weiterführung von mehr Unternehmen ein erheblicher Schaden vermieden werden könnte.

Prof. Hans Haarmeyer: „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass ungefähr ein materieller Schaden in der Größenordnung von zehn Milliarden durch schlechte, nicht sanierende Insolvenzverwaltung eintritt und dass wir jährlich mindestens 100.000 bis 150.000 Arbeitsplätze einfach infolge schlechter Insolvenzverwaltung verlieren.“

Vorbild Österreich
Und das muss nicht so sein. Schaut man zum Beispiel zu den Nachbarn über die Grenze nach Österreich, dann sieht man, dass es auch anders laufen kann. In Österreich werden zum Beispiel 35 Prozent der Unternehmen nach der Insolvenz saniert und weitergeführt. In Deutschland sind es nur 3 Prozent. Die Vergütung der Insolvenzverwalter plus Gerichtskosten schlägt in Österreich mit 15 Prozent zu Buche, in Deutschland mit 66 Prozent.

Es besteht Handlungsbedarf, das hat auch die Politik erkannt.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP: „Wir brauchen eine Auswahl der Insolvenzverwaltung durch die Insolvenzgerichte rein an Qualifikation und auch Erfahrung ausgerichtet. Es ist wichtig, dass es sogenannte offene Listen gibt von befähigten, hochqualifizierten Insolvenzverwaltern.“

Bis es soweit ist, müssen sich die Unternehmer erst mal selbst helfen. Aber, es gärt überall. Die Insolvenzverwaltung steht in der Kritik und viele Unternehmer begreifen erst jetzt in der Krise, dass sie nicht alleine sind mit ihren Problemen, sondern es vielen so geht wie ihnen.

Fridolin M., insolventer Unternehmer: „Ich vergleiche das einfach mit meiner Lebensleistung und dem, wie nachher damit umgegangen wird und das ist nicht gerecht. Und wenn sich die Politik einfach nicht darum kümmert, um diese profanen Dinge unten an der Basis, dann werden wir in den nächsten Jahren riesengroße Probleme bekommen, gesellschaftlich.“

Bleibt zu wünschen, dass künftig auch in Deutschland bald mehr Unternehmen fortgeführt werden.


Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 15.10.2009. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.



Was behaupter die CDU/CSU immer was ihr soooooo wichtig ist?

Alles hat Vorfahrt, was Arbeit schafft. Aufsicht und Kontrolle der Insolvenzverwalter wäre auch eine arbeitsplatzschützende Maßnahme. Aber das kümmert Merkel, Seehofer und Westerwelle und ihren Hofschranzen nicht die Bohne.

Denkste - Alles hat Vorfahrt, wo man den Mittelstand, AN und Arbeitslose nach Strich und Faden bescheißen kann!!!

Mit Taschenspielertricks werden Bilanzen und öffentliche Haushalte manipuliert, hin- und hergeschoben, werden Schattenhaushalte geschaffen, die Jugend in von Banken und Versicherungen privatisierte Pflegeversicherungen gepreßt und künftig kommunale Abgaben, Gebühren und Beiträge in die Höhe gejagd. Linke Tasche - rechte Tasche also, nur damit man die Unternehmenssteuern weiter runterdrückt. Die Bundesregierung als Hütchenspieler.

Als nächstes werden wohl von den Tigerenten die gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherungen bekämpft, die Kosten für die Gesundheitsversorgung durch Zuzahlungen, Zuschläge erhöht, Zwangsmitgliedschaften in private Kranken- und Rentenversicherungen wie bei der Pflegeversicherung und Riesterrente den Bürgern aufgenötigt.

Sind eben alles namentlich keine höhere Steuern. Es ist nur scheißegal wie man das Kind beim Namen nennt. Tigerenten ist nicht über den Weg zu trauen - verlogen, hinterhältig, korrupt, zynisch, volks- und menschenverachtend - Förderung von privatwirtschaftlichen Mafiaverhältnissen. Das ist CDU/CSU/FDP.

Wenn die Kommunalabgaben steigen, dann geht das auch voll gegen die Arbeitslosen und zwar gegen die KdU-Leistungen. Die Bundesagentur für Arbeit wird keine höheren KdU-Leistungen für steigende Betriebskosten von Arbeitslosenwohnungen zahlen können, auch wenn die CDU/CSU/FDP die Kommunalleistungen weiter verteuern wird. Ich wette, sie werden die KdU-Leistungen als Pauschale einfrieren und was in folgenden Jahren an weiter steigenden Kommunalkosten auf die Arbeitslosenhaushalte zukommt, das soll aus der Regelleistung aufgebracht werden. Da kennen Tigerenten kein Erbarmen.

Am amtlichen Fördern in tariflich bezahlten Jobs wird sich als erstrebenswerter Ausgleich gar nichts verbessern. Die soziale Schere zwischen reich und arm wird dank der Tigerenten noch weiter auseinandergehen.

Was ist nun besser - das "Verbrechersystem DDR" oder die Mafiarepublik BRD? 20 Jahre Zwangseinheit sind entschieden zuviel verlorene Jahre.
« Letzte Änderung: Oktober 22, 2009, 16:38:13 von Wilddieb Stuelpner » Gespeichert
Alex22


Beiträge: 1268



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« Antworten #7 am: Oktober 26, 2009, 13:47:56 »

Zitat
Es hatte sich schon lange ankündigte und ist nun eingetreten:
Das Versandhaus Quelle ist tot!

Noch im Juni prahlte der Vorsitzende der kapitalistischen Partei CSU,
Horst Seehofer, dass endlich "die schreckliche Hängepartie für das Unternehmen und für die Beschäftigten und ihre Familien beendet ist".

Dieser zweifachen Falscheinschätzung hatte die Linke damals bereits
widersprochen.

Solche Katastrophen sind im Kapitalismus durchaus normal und dies ist
erst der Anfang. Das schlimme Versagens der auf Export getrimmten
deutschen Wirtschaftspolitik wurde wieder um einiges deutlicher und in
spätestens 12 Monaten beginnt dann für die freigestellten Arbeiter und
Arbeiterinnen eine schreckliche Zeit der Schikanen durch die
Grundsicherungsstellen (ARGE).

Die Partei DIE LINKE ist die einzige im Bundestag vertretene Partei, die
den Kapitalismus überwinden will und seine menschenverachtenden Regeln
angreift. Die Kreisverbände vor Ort, insbesondere Nürnberg und
Nürnberger Land, gestärkt mit dem neuen Bundestagsabgeordneten der
Linken, Harald Weinberg, werden Ihnen in der Auseinandersetzung mit der
Grundsicherungsstelle (ARGE) beistehen und helfen.

Wichtig wäre nun die Einberufung eines "runden Tisches" unter
Einbeziehung aller politischen und wirtschaftlichen Verantwortlichen aus
der Region. Selbstredend gehört auch die wirtschaftskritische Kompetenz
der Linken hinzugezogen.
Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Soziales Bayern

www.lag-hartziv-muss-weg.de


Wäre es nicht gut, wenn die Quelle Leute und die andere Betroffenen sich in einem Verein zusammenschließen?
Dann können sie sich austauschen und die Grundsicherungsstelle wird sie  nicht schikanieren können.

Wer kennt Quellemitarbeiter?
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Ruby


Beiträge: 359


« Antworten #8 am: Oktober 26, 2009, 13:58:16 »

Und welch eine Ironie des Schicksals das ausgerechnet Nürnberg nun im November in den zwei stelligen Bereich der Arbeitslosenquote kommen wird.  Evil

Da sieht man mal wie ernsthaft  Grin sich die Herren der CSU mit der Sache beschäftigen bevor sie Millionen verpulvern.  rolleyes

Lg Ruby
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Workless


Beiträge: 859


« Antworten #9 am: Oktober 26, 2009, 14:44:44 »

Zitat
Es besteht Handlungsbedarf, das hat auch die Politik erkannt.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP: „Wir brauchen eine Auswahl der Insolvenzverwaltung durch die Insolvenzgerichte rein an Qualifikation und auch Erfahrung ausgerichtet. Es ist wichtig, dass es sogenannte offene Listen gibt von befähigten, hochqualifizierten Insolvenzverwaltern.“

Ich glaube kaum, dass die Insolvenzverwalter wirklich so unqualifiziert sind. Das Problem ist doch eher so wie bei den Manangern. Es ist egal, ob ein langfristiger Erfolg erzielt wird oder ob die Firma schnell abgewickelt wird. Die Vergütung kommt. Ganz im Gegenteil. Je schneller die Abwicklung über die Bühne geht, desto eher kann man an der nächsten Insolvenz arbeiten und wieder Kohle einstreichen.
Und ich würde jetzt mal stark vermuten, dass eine Insolvenz schneller abzufertigen ist, als einen Betrieb wieder aufleben und weiter führen zu lassen.
Und so geht mancher Insolvenzverwalter halt den Weg des geringeren Widerstands. Er zahlt den angerichteten "Schaden" ja nicht.

Btw: Opel ist ja auch noch nicht in trockenen Tüchern, wenn ich mich nicht irre. Da kommt vielleicht auch noch was auf uns zu.
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 212



« Antworten #10 am: Oktober 31, 2009, 16:22:26 »

Wir beugen uns der Schließung von Quelle nicht!



Leipzig (Korrespondenz), 31.10.09: Im Laufe des Donnerstags, teilweise aber auch erst am Freitagvormittag, erfuhren knapp 2000 Quelle-Kolleginnen und -Kollegen in Fürth, dass sie ab dem 1. November nicht mehr bei Quelle beschäftigt sind. Nicht mal ordentliche Kündigungsschreiben wurden Ihnen überreicht, geschweige denn die notwendigen Unterlagen, damit sie sich bei der ARGE arbeitslos melden können. Manche erhielten einfach nur einen Telefonanruf, sie könnten zu Hause bleiben. Ein Vorgang wie er für einen Konzernbetrieb in Deutschland bisher beispiellos ist. Auch wenn manche mit ihrem ganzen Arbeitsleben nichts anderes getan haben, als den Reichtum der Familie Schickedanz zu mehren und die Millionen-Abfindungen etlicher Manager zu erarbeiten, werden sie nun einfach brutal abgewrackt.

Spontan haben die Kirchen in Fürth eine ökumenische Andacht angeboten, wo man laut Dekan Dittrich mit einem Zettel an einem Kreuz seinem Ärger, seiner Wut und seiner Enttäuschung Luft machen kann. Laut den "Fürther Nachrichten" warnt er allerdings auch vor Naivität: "Oben Gebet rein, unten kommt der neue Job raus, so einfach funktioniert das nicht."

Dass man mit Naivität nicht weiter kommt, dass wissen auch die Leipziger aus langjähriger Erfahrung mit Quelle/Primondo. Kurz entschlossen hatte daher der "Solidaritätskreis gegen Kündigungen bei Quelle" am gestrigen Freitag an der Nicolakirche in Leipzig zu einer Kundgebung aufgerufen unter dem Motto "Nein zum Stilllegungsbeschluss von Quelle – Kampf um jeden Arbeitsplatz". Gekommen waren einige ehemalige und noch beschäftigte Quelle-Kolleginnen und Kollegen, ver.di Mitglieder, Montagsdemonstranten aus umliegenden Städten. Auch eine Kollegin von Opel Eisenach überbrachte eine Solidaritätserklärung des Betriebsrates.

Viele Quelle/Primondo-Kolleginnen mussten noch arbeiten. Das Betriebsverfassungsgesetz der Bundesrepublik Deutschland erlaubt selbst in solch für die Kollegen existenzbedrohenden Situationen keinen Streik. Legal ist es, tausende von Arbeitsplätzen aus reinem Profitinteresse zu vernichten und die Beschäftigten wie den letzten Dreck zu behandeln. Wer jedoch in einer solchen Situation einen Streik organisiert, der wird kriminalisiert. Das muss sich ändern. Zu Recht forderte daher die von Quelle gekündigte Betriebsrätin Gudrun Kimmerle ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht.

Regina Höhne von ver.di berichtete, dass die Kolleginnen schon seit Jahren Lohnverluste hinnehmen, längere Arbeitszeiten in Kauf nahmen, alles mit dem Versprechen, dadurch Arbeitsplätze zu sichern. Das alles hat sich als Betrug entpuppt. Daraus müssen auch die noch beschäftigten Kollegen bei Karstadt ihre Lehren ziehen.

Klaus Fuchs, Vertreter der Landesleitung der MLPD Elbe-Saale betonte: "Diese Kundgebung in Leipzig, auch wenn sie heute klein ist, ist von Bedeutung weit über die Grenzen der Region hinaus. Weil sie stattfindet, im Gegenwind, gegen eine Stimmung, die suggeriert, dass man in einer solchen Situation gar nichts mehr tun könne. Mit dem Fortschreiten der Weltwirtschaftskrise sind dem Monopolkapital selbst Überbrückungsmaßnahmen wie Kurzarbeit zu teuer. Es wird so getan, als sei der Weg in die Arbeitslosigkeit ein unabwendbares Schicksal, als sei der Kapitalismus das höchste Gut der Menschheit, auch wenn die Lebensbedingungen der Menschen immer schlechter werden."

Tatsächlich ist diese Insolvenz Bestandteil eines einzigartigen Programms zur Stärkung der Deutschen Bank im Kampf um den Ausbau ihrer Positionen auf dem Weltmarkt. So hat sich die Deutsche Bank gerade diese Woche noch die Privatbank von Frau Schickedanz SAL Oppenheimer einverleibt. Natürlich behalten dabei alle Aktionäre ihre Anteile. Ganz im Gegensatz zur Insolvenz von Quelle, die allein hier in der Region zehntausende von Arbeitsplätzen vernichtet. Wenn die Quelle-Beschäftigten ihre Arbeitsplätze verteidigen wollen, dann müssen sie sich für den Kampf entscheiden. Deshalb ist die Kundgebung ein Signal aufzustehen, gegen Lohnraub, gegen unzumutbare Arbeitsverhältnisse, gegen Erpressungsversuch mit Arbeitsplatzvernichtung, gegen Massenarmut und Zwangsarbeit per Gesetz. Es ist nicht so, dass die Bedingungen so schlecht sind, dass man nicht kämpfen kann. Die Kollegen haben aber auch einen Trumpf in der Hand: Ab Sonntag früh um 6 Uhr, soll der Ausverkauf der verbliebenen 18 Millionen  Lagerartikel stattfinden. Damit sollen natürlich vor allem die Regierungsdarlehen und die Banken bedient werden. Nicht ausstehende Lohnforderungen der Beschäftigten. Der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg braucht dafür  noch 1100 Quelle-Beschäftigte und weitere 3200 bei Callcentern und in der Logistik der Primondo-Gruppe.

Der Widerstand kommt also nicht zu spät. Es ist möglich den Weg der Arbeiteroffensive zu gehen:

    * Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!
    * Für die Verteilung der Arbeit auf mehr Köpfe, also Kampf um die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!
    * Kampf für die Reduzierung der Lebensarbeitszeit ohne Verluste und das alles auf Kosten der Profite!

Die Auseinandersetzung bei Quelle ist für alle Arbeiter in Deutschland von besonderem Interesse. Mit Quelle wurde erstmals eine offen Massenentlassung gegen eine Konzernbelegschaft ausgesprochen. Eine Belegschaft die relativ kampfunerfahren ist. Damit soll auch ein Exempel gestartet werden, wie weit sie gehen können. Deshalb ist es von großer Bedeutung, die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen, dass sie in die Offensive gehen können. Die Stärkung der MLPD in allen Konzernbetrieben ist das beste Signal dafür, den Testballon gleich die rote Karte zu zeigen.
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Gegen System und Kapital!
Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #11 am: Oktober 31, 2009, 17:45:20 »

Was erwarten lohnraubende und bescheißende Unternehmer bis zur Firmenschließung von Ihrer Belegschaft?

Firmentreue, Lobhudeleien für die Geschäftsleitung a la  Schaffler, Lohnzurückhaltung, Hinehmen von Verdachtskündigungen und sich untertänig freuen auf den Arschtritt der Geschäftsleitung und Insolvenzverwaltung, die es nicht mal für nötig haben, in der erforderlichen Rechtsform, mit Anstand und  den erforderlichen Papieren zu kündigen. Wie soll da diesen Leuten das Alg berechnet werden, wenn nicht mal die Papiere der Arbeitsagentur ordnungsgemäß übergeben werden?

Ein großer Rest von 2000 Leuten soll dann noch solange in Lagern und Callcentern die Auslieferung der georderten Waren besorgen, damit die  Insolvenzmasse wächst, damit der Insolvenzverwalter, die Banken, Aktionäre, das Finanzamt und die Versicherungen ihre Forderungen reinbekommen. Dann folgen für diese Leute auch die Arschtritte und zuletzt wiederholt sich das für die ganzen Quelle-Shop-Besitzer.

So sieht Unternehmenskultur oder besser gesagt neoliberale gelbschwarze Light- oder Leitkultur der Leistungsträger aus.

Und natürlich sind Streiks und andere Widerstandsformen verboten. Immerhin leben wir in einem Rechtsstaat, der schon richtig braune Spuren zeigt.

Firmentreue bis zur Firmenpleite: Erinnert so an stillhaltenden, mittelalterlichen Untertanengeist

Üb immer Treu und Redlichkeit
- Melodie - Wolfgang Amadeus Mozart

Der Liedtext - http://ingeb.org/Lieder/ubimmert.html

Die gleich Melodie verwendete Mozart in der Zauberflöte für die Arie des Papageno.

Die Zauberflöte: Papageno - Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papeno sich ..."


« Letzte Änderung: Oktober 31, 2009, 17:47:28 von Wilddieb Stuelpner » Gespeichert
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