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Autor Thema: Wie von 345 Euro noch vernünftige Bewerbungen finanzieren?  (Gelesen 2041 mal)
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Nine


Beiträge: 122


« am: Januar 20, 2010, 00:34:36 »

Hallo!
Ich erhalte seit einiger Zeit Hart4 und bin auch nicht großartig dafür, für mich verstößt dieses Gesetz gegen die Menschenwürde!
Um Tiere wird sich mehr nach Artgerechter Haltung gekümmert als über die Bedürfnisse der Erwachsenen und Kindern!
Jetzt zu meiner Frage:
Wie sieht das eigentlich rechtlich aus??
Wenn man von 345 € (Die ja für Nahrung, Kleidung... aufgesplittet sind) noch das Geld für etliche Bewerbungen vorstrecken muss?
Weil die 345 € sind ja für andere Dinge gedacht! Also für das Überleben! Und wenn ich ehrlich bin da bleibt auch nichts übrig wenn man Laktoseintolleranz hat und sind auch wegen anderer Dinge gesund ernähren muss!
Kann von einem dann verlangt werden das man da in Vorleistung tritt von dem wenigen Geld was man hat? Oder müssen die Ämter zur Not einem das Geld wenn man keins mehr hat vorstrecken?
Würde mich mal ,,rechtlich,, interessieren!
LG
Nine
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schwarzrot


Beiträge: 2461



« Antworten #1 am: Januar 20, 2010, 08:49:40 »

Zitat
noch das Geld für etliche Bewerbungen vorstrecken muss?
Hallo Nine,
wieviel du an bewerbungen monatlich machen musst, ist eigentlich nur in der 'Eingliederungsvereinbarung' beschrieben. Die EGV ist ein (quasi privatrechtlicher) vertrag zwischen Dir und der Arge, den du mit denen 'frei' aushandeln kannst und der für dich eine optimale 'förderung' (z.b. weiterbildung/finanzierung deiner bewerbungskosten) beinhalten soll.
Leider sind viele erwerbslose so blöd und lassen sich beim SB auf ein schnelles ('eben mal hier') unterschreiben ein, ohne sich das ding vorher gründlich durchzulesen, sich zu informieren (mensch darf das teil erst mal 14 tage zu hause prüfen!), oder geschweige denn, zu verhandeln.

In dieser EGV sollen hilfen, also u.a.. die abrechnung/finanzierung der arge, für die geforderten bewerbungen stehen, weil sonst genau das passiert, was du beschrieben hast.

Allerdings muss mensch dann beim besuch in der arge mal etwas mut beweisen, die versuchen da oft alle tricks. Daher sollte mensch immer zeugen mit zur arge-'verhandlung' nehmen.

Im zweifelsfall (falls zu viele bewerbungen gefordert: mehr als 4 pro monat, etc.) fährt mensch auch bei nichtunterzeichnung einer EGV dann oftmals besser.
Falls du eine für dich grob nachteilige EGV unterzeichnet haben solltest, kannst du gegen diese klagen.
Vor gericht hast du recht gute karten maximal nur eine bewerbung pro monat machen zu müssen, da nicht sichergestellt werden kann, dass es für diesen bewerbungszwang auch genügend offene stellen gibt.

Nochmal kurz:
-Nie allein zum amt
-gewöhn dir an, mit dem amt immer belege zu haben, im zweifel alles schriftlich machen: Wenn der tag lang ist, behaupten SB immer viel, was so gar nicht stimmt.
-EGV erstmal 14 tage mitnehmen, in einer unabhängigen(!) erwerbslosenini prüfen lassen, e.v. gegenvorschlag machen.
-Im zweifel EGV so lange 'verhandeln', bis für dich da was positives drin ist, was dir wirklich hilft/deine gesamten kosten abdeckt.
-Falls die Arge genervt aufgibt, bekommst du einen 'Verwaltungsakt', gegen den du widerspruch einlegen kannst. Ausserdem beinhaltet der VA aber per gesetz keine 'sanktionen' (egal was der SB behauptet).
-Keine telefongespräche mit dem amt, da kannst du nix beweisen, gib dem amt nie deine telefNr., du bist dazu nicht verplichtet!
-Mach in einer erwebslosenini aktiv mit, nur dann hast du sicher hilfe, wenn die Arge dir dumm kommt. Nur als aktive und informierte erwerslose(r) hast du gegen die Arge eine chance. Alleine machen sie dich ein.
« Letzte Änderung: Januar 20, 2010, 09:08:39 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Codeman


Beiträge: 1526


« Antworten #2 am: Januar 20, 2010, 10:04:47 »

Lediglich 2 Fakten:

1. Es sind aktuell 359 Euro

2. Wer keinen Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz geltend macht (anders kann ich mir die nur 359 euro nicht erklären) ist selber Schuld.
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Ich bin der Rostfleck am Schwert des Sozialismus - Zitat frei nach Schraubenwelle
Nine


Beiträge: 122


« Antworten #3 am: Januar 20, 2010, 12:49:07 »

Sorry! Das ist die Gewohnheit, ja es sind keine 345 mehr! Stimmt!

Also soweit ich nachgefragt und rechachiert habe, gibt es für Laktoseintoleranz keinen Mehrbedarf mehr der ist angeschafft worden!

Danke für die Tipps! Ja werde denen auch sagen das ich von meinen Geld (Was ja von denen für andere Dinge wie Essen...sehr knapp kalkuliert ist) keine Bewerbungen vorstrecken kann und das ich mich dann online Bewerben werde!

Es geht mir einfach nur um das Grundprinzip ob man einen zwingen kann, Geld für Bewerbungen... auszugeben, wo das Geld ja für andere Dinge wie Essen usw gezahlt wird und ob die im eigentlichen eigentlich das Geld nicht vorstrecken müssen!

LG
Nine
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Codeman


Beiträge: 1526


« Antworten #4 am: Januar 20, 2010, 13:46:05 »

Nur weil die ARGE die Anweisung hat,dass sie keinen Mehrbedarf mehr zahlen,heisst es nicht das es den auch nicht mehr gibt. Die BA hällt sich gerne an die Vorgaben des Deutschen Vereins,aber diese sind nicht abschliessend bzw. nicht so in Ordnung.

Wenn du mehr Geld brauchst,weil du eine Laktoseintoleranz hast und die ARGE zahlt das nicht mehr,muss sie dir ja belegen können,warum nicht mehr und wieso ausgerechnet du keinen mehr brauchst.

Ich würde dagegen klagen.
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Ich bin der Rostfleck am Schwert des Sozialismus - Zitat frei nach Schraubenwelle
Nine


Beiträge: 122


« Antworten #5 am: Februar 03, 2010, 00:19:33 »

Es ging ja nur um das Grundprinzip, ob man jemanden zwingen kann von seinem Hartz 4 Geld vorzustrecken, obwohl das Geld für andere Zwecke gesehen ist wie Nahrung usw, und man dieses Geld ja auch dringend benörtig, ob man echt gezwungen werden kann das Vorzustrecken, oder ob das Amt da nicht in in Vorleistung treten muss!

Ja ok, dann werde ich das mit der Laktoseintoleranz noch mal versuchen zu beantragen, kann ja berichten was dann passiert! Hoffe das es doch genemigt wird!

Trotzdem Danke fü die Hinweise und Tipps, finde dieses Forum echt gut und hilfreich!

LG

Nine
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BruderTack


Beiträge: 40



« Antworten #6 am: Februar 04, 2010, 16:26:20 »

Hallo liebe Nine,

es ist eigentlich so, selbst wenn du eine Arbeit fändest, und dort 1200 Euro netto bekommen würdest
(was ja nicht so ist) selbst dann würde nach dem Abzug aller unkosten und auslagen nicht mehr als
400 übrig bleiben da kannst Du machen was Du möchtest, es ist nicht so das eine Arbeit das Heilmittel
eines vorrausgehenden Zustandes ist.

Du bist es Der das verbessern kann, aktzepriere diese 400 Euro, und mache Dir einen Plan wie es
für Dich reicht.  BEsinne Dich auf das was Du kannst, oder gelernt hast, das beste vom Schlechten
das nimmst Du , und baust es Dir aus, so das es immer besser Wird, und am ende auch andere das
haben möchten, und sei es nur Du selber.

liebe Grüße aus der Dekadenz in der ich leben muß...

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MizuNoOto


Beiträge: 1206



« Antworten #7 am: Februar 04, 2010, 20:14:07 »

@ Bruder Tack

manchmal bist du ja mäßig witzig, aber halte dich doch bitte aus dem Beratungsbereich raus, ja?
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vampyrella


Beiträge: 811



« Antworten #8 am: Februar 05, 2010, 05:04:39 »

Online. Kostet so ziemlich nichts, und wird sicher auch positiv aufgenommen. Am besten als PDF Datei.
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L_/
OL This is Schäuble.
Copy Schäuble into your signature to help him on his way to Überwachungsstaat.
Hellraiser1603


Beiträge: 44


« Antworten #9 am: Februar 06, 2010, 11:44:33 »

Richtig Vampyrella genau so mache ich es auch.
Aber bei Online ist zu beachten, das die komplette Bewerbung aus nur einer PDF-Datei besteht.

Für das Arbeitsamt nur das Anschreiben ausdrucken und ein wenig sammeln so das man ca. 150 - 200 Euro zusammen bekommt.
Dieses Geld schmeiss ich bei mir in einen Topf der nennt sich "Computerkasse" - ist wirklich war - und daraus lässt sich sogar
ein brandaktueller Rechner oder Teile zum Aufrüsten finanzieren - unfassbar aber es geht.

Allein an Bewerbungskosten habe ich im Jahre 2009 ca. 1600 Euros bewilligt bekommen.

Die Bewerbungen müssen aber bei einer Solchen Masse Top aussehen d. h. Layout, Inhalt des Schreibens etc.

Ebenfalls sollte man sich nach dem ersten Erhalt des Kostenzuschusses vernünftiges hochwertiges Papier zulegen und nicht
das billige Office Zeugs aus dem Kodi oder Lidl, da dürfen 500 Blatt auch mal 9,99 Euro kosten - man merkt den unterschied und sieht ihn.

Also generell kann ich euch folgende Tipps geben:
1. 30 Stück so schnell wie möglich via Mail versenden
2. Kosten einreichen
3. Geldeingang abwarten, nach Geldeingang:
4. Drucker Canon MP550 zulegen 95 Euro incl. Scanner und Kopierer  
5. Xerox Inkjet Paper ca. 7,99 - 8,99 (Lässt sich das Bild auf dem Deckblatt gestochen scharf drucken)
5. Dunkle Blaue Bewerbungsmappen kaufen (billig bei Pearl oder teilweise Lidl, Staples) - Keine Schwarzen oder Grauen
6. Niemals Schnellhefter oder die so ähnlich aussehen.
7. Alles was per Mail rausgehen kann per Mail versenden. Auch ZAFs nehmen mit Chefduzenfragebogen
8. Keine Quittungen mit beifügen

Wer ein Layout braucht und Office von Microsoft hat kann sich gern per PN melden, übersende Ihn meins
« Letzte Änderung: Februar 06, 2010, 11:48:00 von Hellraiser1603 » Gespeichert
schwarzrot


Beiträge: 2461



« Antworten #10 am: Februar 06, 2010, 11:49:56 »

Zitat
Hellraiser1603:
und daraus lässt sich sogar
ein brandaktueller Rechner finanzieren
Na nun übertreib mal nicht! Ansonsten wär ich dir dankbar, wenn du mal posten könntest, wo es solche 'brandaktuellen rechner' für 150-200eus gibt.
Ich könnt sowas auch mal wieder gebrauchen, hab aber solche bisher nur für 600-800eus gesehen und das bekomme ich niemals angespart!  Angry

Auch fänd ich gut, wenn du bei den tips nicht so dick aufträgst, sonst führt das nur dazu, dass die bewerbungserstattung demnächst noch rigider gehandhabt wird, falls die SBs aufgrund solcher postings denken, wir habens dicke.  Sad
« Letzte Änderung: Februar 06, 2010, 11:53:30 von schwarzrot » Gespeichert

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Beiträge: 122


« Antworten #11 am: Februar 06, 2010, 12:00:41 »

Die meisten Argen zahlen eh keinen Cent für online-Bewerbungen, bei meinen 5 Argen war nicht eine dabei.

Wenn ich mich richtig erinnere, ist das eine von den berühmten "Kann-Leistungen" und es gibt sogar Urteile dazu.

Das mit den 1600€ glaube ich nicht... Roll Eyes
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http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

 „Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen." (Mahatma Gandhi)
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Beiträge: 44


« Antworten #12 am: Februar 06, 2010, 12:07:42 »

Nein wenn man es beanträgt und die Unterlagen bestehend aus 2 Seiten hat ist es keine Kannleistung mehr sondern bei einreichen der unterlagen werden die immer übernommen.

@Elvis wenn es nicht glaubst kann ich dir die bestätigungen ja hochladen als bild


Neue Rechner bekommt man ab 159 Euro - incl. Garantie aber ohne Monitor und Tastatur aber wer interesse hat den
gebe ich die Adresse - lieferung auch per vorkasse oder nachname möglich -

Aber es ist nur der reine rechner - Betriebssystem usw. kostet extra

www.cs-duisburg.de einfach mal unter komplettesysteme nachschauen
« Letzte Änderung: Februar 06, 2010, 12:09:38 von Hellraiser1603 » Gespeichert
Eivisskat


Beiträge: 122


« Antworten #13 am: Februar 06, 2010, 12:15:36 »

Da haste aber Glück gehabt...bei meinen mehrseitigen Unterlagen konnte ich soviel beantragen, wie ich wollte, die wurden als online-Bewerbung eben nicht gezahlt.

Ich muss auch noch irgendwo die Ablehnungsschreiben haben...

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http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

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marvin_gate-way


Beiträge: 293



« Antworten #14 am: Februar 06, 2010, 12:15:58 »

@Hellraiser1603:

Alles schön und gut, mag in deinem Ort prima funktionieren, hier in der mich "aktivierenden" Optionskommune hättest du absolut schlechte Karten mit deiner Vorgehensweise.
Dazu nehme ich mir mal deine Tipps als Vorlage:
Zitat
1. 30 Stück so schnell wie möglich via Mail versenden
Mache ich prinzipiell so, da ich kein Geld für "richtige" Bewerbungen übrig habe.
Zitat
2. Kosten einreichen
Kannst Du hier ebenfalls machen.
Zitat
3. Geldeingang abwarten, nach Geldeingang:
Hier kannst du lange auf den Eingang warten, denn für Onlinebewerbungen gibt es bei meiner OK nicht einen Cent.
Zitat
4. Drucker Canon MP550 zulegen 95 Euro incl. Scanner und Kopierer 
5. Xerox Inkjet Paper ca. 7,99 - 8,99 (Lässt sich das Bild auf dem Deckblatt gestochen scharf drucken)
5. Dunkle Blaue Bewerbungsmappen kaufen (billig bei Pearl oder teilweise Lidl, Staples) - Keine Schwarzen oder Grauen
6. Niemals Schnellhefter oder die so ähnlich aussehen.
7. Alles was per Mail rausgehen kann per Mail versenden. Auch ZAFs nehmen mit Chefduzenfragebogen
Fällt alles aus, da kein Geld für Onlinebewerbungen (siehe Punkt 3).
Zitat
8. Keine Quittungen mit beifügen
Und auch mit deinem letzten Tipp gehst du hier baden, denn, keine Quittungen=>kein Geld!

Ja, es hat echt seine Vorteile, bei einer OK "aktiviert" und "motiviert" zu werden.
Deinen Einwand vorwegnehmend, daß es da ja Gerichtsurteile oder sowas gibt, in welchen steht, daß auch für Onlinebewerbungen zu zahlen ist, so entgegne ich dir schon mal im voraus: Toll, daß es die gibt, kannst du dir hier den Hintern mit putzen! O-Ton Amt:" Entscheidungen von SGs sind Einzelfallentscheidungen und für uns nicht bindend, gleiches gilt für Entscheidungen von Landessozialgerichten, es sei denn, die Entscheidung des LSG stammt aus unserem Bundesland" und ist vorteilhaft für die Einsparbemühungen des Amtes, dann gelten diese Entscheidungen. Rechtlich bindend sind hier definitiv nur Entscheidungen des BSG und so hoffe ich zumindest, auch die Entscheidung des BVerfG am 9.2.2010.

Willkommen in der Realität einer Optionskommune.
« Letzte Änderung: Februar 06, 2010, 12:26:24 von marvin_gate-way » Gespeichert

Das letzte Fahrzeug, das Du benutzt, ist immer ein Kombi!
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