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Autor Thema: Aus für 1-Euro-Jobs?  (Gelesen 660 mal)
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Telekom-Richter


Beiträge: 18



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« am: April 24, 2011, 16:11:40 »

Unter dem Titel "Aus für 1-Euro-Jobs?" geben  Maurer & Möbius - Rechtsanwälte - Markt 20, Eisenach eine erste Einschätzung. Dort heißt es:


"Das Bundessozialgericht hat am 13.04.2011 zwei richtungsweisende Urteile verkündet, die in der Praxis das Aus für „Arbeitsgelegenheiten bzw. so genannte 1-Euro-Jobs" bedeuten könnten (B 14 AS 98/10 R; B 14 AS 101/10 R).

Wenn das Jobcenter nicht nachweisen kann, dass die ausgeübte Arbeitsgelegenheit (1-€-Job) wirklich „zusätzlich" ist, steht dem ALG II-Empfänger gegen das Jobcenter ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch zu. Die Behörde muss dem ALG II-Empfänger dann in der Regel den üblichen Tariflohn nachzahlen.

Für das Jobcenter dürfte daher die Vergabe von „1-€-Jobs" zu einem teuren Bomerang und hohen finanziellen Risiko werden, da das Merkmal der Zusätzlichkeit nur auf die wenigsten Arbeitsgelegenheiten zutrifft. Selbst von der Behörde als zusätzlich bezeichnete Arbeiten wie die Tätigkeit als "Hilfsarbeiter bei der "Aktion "Saubere Stadt" - Aufsammeln von Müll und Unrat im Stadtgebiet, Park oder Wald" gehört in der Regel zu den originären Aufgaben der Gemeinde, stellt also in der Praxis keine wirklichzusätzliche Arbeit dar."

 
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=10937&Itemid=1


Sollten die Anwälte mit ihrer Einschätzung richtig liegen, dürfte eine neue Klagewelle vorprogrammiert sein.

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Tallax69


Beiträge: 31


« Antworten #1 am: August 17, 2011, 18:19:46 »

BDA, DGB, LINKE traulich vereint

Von Klaus Wallmann sen. | 16. August 2011

Schon wieder sind sich DGB-Führung und die Herren des Kapitalistenvereins BDA einig. Diesmal im Kampf gegen die sogenannten Ein-Euro-Jobs (EEJ). Nur komisch, daß man weder die einen noch die anderen in der Vergangenheit z.B. bei Montagsdemonstrationen sehen konnte, die von Anfang an gegen dieses Lohndrücker-Instrument Front machten.

Der BDA will denn auch gar nicht die vollständige Abschaffung der EEJ sondern nur ihre “Eindämmung” (während die mittelständischen Handwerker sie schon gern ganz weg hätten). Von einem weiterhin hohen “Mißbrauchspotential” ist die Rede, und diesmal – man glaubt es kaum – sind offensichtlich nicht die Hartz-IV-Betroffenen gemeint, die ja bekanntlich “mißbrauchen” was das Zeug hält, sondern die eigenen Kollegen Kapitalisten. Gibt es denn wirklich “Unternehmer”, Arbeit”geber”, die sich mittels EEJ unlautere Konkurrenzvorteile verschaffen?

Scheint bald so, denn warum sonst fordert der BDA nun ein Vetorecht für sich selbst und – damit es nicht so auffällt? – auch für den DGB, um den Einsatz dieser “Arbeitsgelegenheiten” kontrollieren zu können, und somit Wettbewerbsbeeinträchtigungen durch öffentliche Beschäftigung zu vermeiden.

Das ganze erinnert an Hundts Einsatz für die deutschen Zeitarbeitsfirmen. Angesichts der Angst, daß im Mai 2011 deren billigere Konkurrenten aus östlichen EU-Staaten auf den deutschen Markt drängen könnten, machte sich Hundt dafür stark, daß deutsche Standards auf ausländische Wettbewerber übertragen werden. Auch damals ging es dem Chef des Kapitalistenvereins BDA nicht um einen gesetzlichen Mindestlohn für ausländische Zeitarbeiter – auch wenn dies daraus resultieren würde -, sondern in erster Linie um die deutschen Unternehmen, die mit derlei Menschenhandel ihre Profite machen. Während bürgerliche Blätter damals von einem “Sinneswandel” des Herrn Hundt in Sachen Mindestlohn söderten, sorgte sich der feine Herr tatsächlich nur um die Profite von seinesgleichen, und rief dazu nach dem Staat – freie Konkurrenz und den alles regelnden Markt links liegenlassend.

Wenn der DGB und auch DIE LINKE den Vorstoß unterstützen, weil dieses Veto-Recht auch die Chance bietet, EEJ zahlenmäßig einzuschränken, so ist das verständlich. Und natürlich hat Arbeitsmarktexpertin Sabine Zimmermann (DGB, DIE LINKE) Recht, wenn sie anmerkt: “Ein Vetorecht gegen Ein-Euro-Jobs für die Vertreter von Arbeitgebern und Gewerkschaften in den örtlichen Beiräten der Jobcenter ist dringend notwendig, damit reguläre Jobs nicht weiter verdrängt werden.” Konsequent ist das natürlich nicht. Konsequent wäre die vollständige Abschaffung der EEJ. So aber stellt sich auch Frau Zimmermann auf die Position der Hundts und Konsorten, ohne deren eigentliche Motivation aufzudecken.

Krokodilstränen weinen derweil die Kommunen. Ganz richtig stellen diese fest, daß der Konjunkturaufschwung an den Hartz-IV-Betroffenen vorbei gehe. Ihre Frage, was mit den Menschen geschehen solle, die keine Chance auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt haben, klingt zwar mitleidend, ist letztendlich aber demagogisch. Aufgrund der leeren Kassen sind die Kommunen in vielen Fällen geradezu angewiesen auf die billigen EEJ. Auch ihre “Kritik” ist daher verständlich.

Doch selbst der Bundesrechnungshof hat Ende vorigen Jahres festgestellt, daß mehr als die Hälfte der Ein-Euro-Jobs gar nicht hätten gefördert werden dürfen. Sie ständen größtenteils in Konkurrenz zu ungeförderten Arbeitsstellen oder dienten von Anfang an nicht den Interesse der Allgemeinheit – sind also weder zusätzlich noch gemeinnützlich. Die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt werden durch EEJ nicht erhöht. Wären die Gewerkschafts”führer” und auch die Partei, die sich mit dem Schild “DIE LINKE” schmückt, tatsächlich Vertreter der arbeitenden und arbeitslosen Massen, so würden sie dem herrschenden Kapital nicht ständig beispringen. Dann würden sie nicht nur für die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs kämpfen, sondern auch für die Abschaffung des ganzen volksfeindlichen Hartz-Paketes.

Quelle: http://www.randzone-online.de/?p=11126 16.08.2011
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Rappelkistenrebell


Beiträge: 419



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« Antworten #2 am: August 17, 2011, 18:38:29 »

ZITAT
Doch selbst der Bundesrechnungshof hat Ende vorigen Jahres festgestellt, daß mehr als die Hälfte der Ein-Euro-Jobs gar nicht hätten gefördert werden dürfen. Sie ständen größtenteils in Konkurrenz zu ungeförderten Arbeitsstellen oder dienten von Anfang an nicht den Interesse der Allgemeinheit – sind also weder zusätzlich noch gemeinnützlich. Die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt werden durch EEJ nicht erhöht. Wären die Gewerkschafts”führer” und auch die Partei, die sich mit dem Schild “DIE LINKE” schmückt, tatsächlich Vertreter der arbeitenden und arbeitslosen Massen, so würden sie dem herrschenden Kapital nicht ständig beispringen. Dann würden sie nicht nur für die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs kämpfen, sondern auch für die Abschaffung des ganzen volksfeindlichen Hartz-Paketes.



Da muß ich vollkommomen beipflichten und das predige ich schon seid Jahren! Die Linkspartei hat sich doch schon längst abgefunden mit Hartz Gestezen und Kapitalismus und verwaltet das alles fein mit. Man bedenke nur wo sie mitregieren und mitregierten wie zB Meck Pomm oder auch Berlin aktuell.

Es gibt nur eine Partei in Deutschland die von Anfang an ohne Vorbehalte die bundesweite Montagsdemonstrationsbewegung unterstützt und ohne Bedingungen mithilft diese Proteste am leben zu halten.

Das ist die MLPD

www.mlpd.de

ansonsten erinnere ich genr nochmal an diesen aktuellen Aufruf!

Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo

Aufruf für die 8. Herbstdemonstration gegen die Regierung          in Berlin am 17. September 2011

Von Athen und Barcelona bis Berlin – gegen die Abwälzung der Krisenlasten    auf den Rücken der Bevölkerung! Für eine lebenswerte Zukunft!

Seit Beginn der Herbstdemonstrationen vor 7 Jahren gibt es jährlich mehr Gründe gegen eine Regierung auf die Straße zu gehen, die die Interessen „ihres“ Volkes mit Füßen tritt. Die Montagsdemobewegung strahlt mit ihrem ausdauernden Kampf aus und trägt zum Widerstand bei. In Verbindung mit den Anti-AKW-Protesten entwickelte sich der Montag mehr und mehr zu einem vielfältigen »Tag des Widerstands«. Nach dem gescheiterten Versuch des vorzeitigen Ausstiegs aus der Steinkohleförderung kassierte die Regierung mit den Anti-AKW-Protesten eine weitere herbe Niederlage. Die Merkel-Regierung ist in der Defensive. Und die Bevölkerung hat noch mehr Rechnungen mit ihr offen:

Zwei Drittel aller Menschen in unserem Land fordern seit 7 Jahren: Weg mit den Hartz-Gesetzen! Weg mit Hartz IV! Die Regierung aber geht mit immer neuen Zwängen und Sanktionen gegen die Betroffenen vor! Millionen reicht der Lohn nicht mehr zum Leben. Ihre Gesundheit wird unbezahlbar. Wir fordern: Weg mit Hartz IV, der Agenda 2010 und dem Krisenprogramm der Merkel-Regierung! Unbegrenzte Fortzah­lung des Arbeitslosengeldes für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit. Wir wol­len Arbeit, von der man menschwürdig leben kann, eine wirksame Arbeitszeit­ver­kür­zung auf Kosten der Konzerne, einen Mindestlohn von (derzeit) 10 Euro!
Die Mehrheit verlangt: Alle Kernkraftwerke stilllegen, weltweit, sofort! Die Atom­kraft ist lebensgefährlich und nicht beherrschbar. Wir lehnen es ab, dass die Atom­kraftwerke nur wegen der Profitinteressen der Energiekonzerne bis 2022 weiter lau­fen sollen! Ihr spielt mit unserem Leben! Sofortiger Umstieg auf erneu­erbare Energien!
71 Prozent aller Deutschen fordern den sofortigen Rückzug aller deutschen Truppen aus Afghanistan. Aber die Fraktionen des Bundestages (außer der Links­partei) stocken die Truppenstärke auf und verlängern den Afghanistan-Einsatz um ein weiteres Jahr. Wir fordern: Deutsche Truppen sofort raus aus Afghanistan und ande­ren Ländern! Solidarität mit dem Widerstand der Menschen gegen imperialistische Aggres­sion in den arabischen Ländern, in Afghanistan, Irak und allen Ländern!
Mit Streiks und mächtigen Demonstrationen wehren sich Millionen Menschen in den anderen europäischen Ländern gegen europaweit koordinierte Krisenprogramme! Ihnen gilt ebenso unsere Solidarität wie den Aufständen der nordafrikanischen und arabischen Bevölkerung gegen ihre Unterdrücker!
Bündeln wir deutschlandweit und über Ländergrenzen hinweg unseren Widerstand gegen die Krisenprogramme der Regierung(en)! Aktiver Widerstand gegen die Zer­stö­rung der Lebensgrundlagen der Menschheit! Für mehr demo­kra­tische Rechte und Frei­heiten! Weg mit der Rente mit 67! Kein Stuttgart 21! Für interna­tio­nale Solidarität und Zusammenhalt!

Arbeiter und Erwerbslose, Atom­kraftgegner, Umweltschützer, Frauen und Jugend -         Am 17. September: Auf nach Berlin!

Quelle:

http://www.bundesweite-montagsdemo.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1385:aufruf-2011-finalfassung&catid=148:aufruf-2011&Itemid=116


also auf nach Berlin! Evil
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Gegen System und Kapital!


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