Rudolf Rocker
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« Antworten #210 am: März 20, 2010, 13:39:37 » |
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»Wir müssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen.« (Subcomandante Marcos)
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Strombolli
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« Antworten #211 am: März 20, 2010, 14:28:25 » |
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Die paar Mücken hin und her ... pah! - Ich bleibe bei meiner Einschätzung: Geld ist eine fiktive Größe. Leider muß ich in diesem System mit Geld mein Überleben finanzieren, wenn ich denn überleben will. Will ich das? Im Grunde nein. Also was soll mir Geld, wenn ich gar keines mehr habe, hat die liebe Seele Ruhe und alle können ihre Spielchen weiterspielen und ihre Synapsen knapsen lassen...
Wir diskutieren um des Kaisers Bart. Dank unterschiedlichster Entswicklungsstufen und der (Achtung: Ironie!) von Gott nach dem Turmbau zu Babel verhängten Strafe, sprechen wir alle unterschiedliche Sprachen (und das ist nicht nur linguistisch gemeint!), verstehen uns nicht mehr. Nennt mich Fatalist oder Kassandra ... es ist verkackt und weit und breit keine realistische Lösung in Sicht. Wenn es ginge, würde ich meine Kinder zurückf***
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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Irrlichtprojektor
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« Antworten #212 am: März 20, 2010, 15:12:46 » |
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Nennt mich Fatalist oder Kassandra ... es ist verkackt und weit und breit keine realistische Lösung in Sicht.
BRD-60; DDR-40 ;"20 Jahre friedliche Revolution" und du willst in einer Zeit, in denen nicht wenigen Herren der Arsch so langsam auf Grundeis geht, dein Ticket zum Hauptfilm in die Gosse schmeißen?  Wir wissen, befürchten doch alle das die Ereignisse und vor allem diese Dimension des griechischen Aufbegehrens (die Griechen bezeichnen es selbst als einen Aufstand, ganz ohne repressive Kriminalisierung des Staates), die Grenzen des Landes überwinden werden. So viele Jahre hast du auf die Vorführung "gespart", um nun kurz vor auslaufen der ersten Beiträge zur Einstimmung auf den Hauptfilm, fatalistisch anmutend den Sinn deiner Arbeit in Frage stellst. Der unbedeutenden Vergänglichkeit opferst und selbst deiner Würde den Trostpreis verwehrst. Ist das unsinnig, irrational oder nur ein Moment der Unsicherheit?  lg irrlicht
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Strombolli
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« Antworten #213 am: März 20, 2010, 15:56:10 » |
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Vermutlich immer dann, wenn mir klar wird, wie man ausgenutzt wird, dafür nicht genug Geld bekommt und die Gesundheit verrückt spielt und weder für Sprit, Medikamente, Nahrungsmittel ... genug Geld da ist und die Schulden fürs simple Überleben die Einnahmen der nächsten drei Monate binden ... vermutlich dann ist es ein "Moment der Unsicherheit". Danke für den Rückholer.
Mir geht halt das Geseiere des Alltags von der kleinsten bis zur grössten Einheit zur Zeit mal wieder mehr als auf den Sack! Ich möchte die Damen und Herren Machthaber ob ihrer Realitätsferne und ihrer Verantwortung für unsere Situation züchtigen.
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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Just B U
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« Antworten #214 am: März 22, 2010, 12:02:19 » |
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Moin allerseits, "...ich weiß ja nicht ob Sie's schon wußten...."  hier mal was zum Lachen, super Idee: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=270549393948#descriptionBeyou 
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« Letzte Änderung: März 22, 2010, 12:04:38 von Just B U »
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"Es ist kein Zeichen von Gesundheit, gut an eine grundlegend kranke Gesellschaft angepaßt zu sein. " Jiddu Krishnamurti
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beickmann
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« Antworten #215 am: März 30, 2010, 21:21:28 » |
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Durch eine Anfrage der Linkspartei im Bundestag kam es jetzt ans Tageslicht: Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle und alle seine Nachbeter haben sich verrechnet. Mit ihren Ausfällen gegen die Hartz-IV-Betroffenen, die angeblich in einer sozialistischen Hängematte leben und mehr Geld zur Verfügung hätten als Erwerbstätige, haben sie haarscharf an der Realität vorbei gezielt. Das Arbeitsministerium hat auf Anfrage der Linkspartei bestätigt, dass die von Westerwelle als "Beweis" angeführte Kellnerin mit zwei Kindern mit allen Sozialleistungen noch 376 Euro mehr bekommt als eine vergleichbare Familie in Hartz IV.
Der Skandal besteht ohnehin nicht in zu hohen Hartz-Sätzen, sondern in den katastrophal niedrigen Löhnen in vielen Bereichen. Wenn Westerwelle das so genannte "Lohnabstandsgebot" zwischen Löhnen und Sozialleistungen bemüht, dann spekuliert er darauf, dass die Betroffenen diese Bestimmung nicht kennen. Tatsächlich gibt es im Sozialgesetzbuch (SGB) XII in §28, Abs. 4 eine Bestimmung, dass Sozialleistungen unter dem Niveau unterer Lohngruppen liegen sollen.
Es wird dabei aber von Leuten wie Westerwelle gern übersehen, dass sich die zu Grunde liegende Berechnung auf eine Familie mit drei Kindern und nur einem "Ernährer" bezieht. In der Realität kann heute aber im unteren Einkommensbereich kaum eine fünfköpfige Familie mit nur einem Verdienst über die Runden kommen.
Das "Lohnabstandsgebot" ist eine durch und durch massenfeindliche Regelung, die in der Praxis nur zum Drücken von Sozialleistungen benutzt wird. Nach den Buchstaben des Gesetzes könnte es allerdings genauso gut als Argument für einen gesetzlichen Mindestlohn verwendet werden. Das kommt Herrn Westerwelle allerdings nicht in den Sinn. Dabei "vergisst" er regelmäßig seine Wahlkampfparole von der Leistung, die sich wieder lohnen soll. Bei der Leistung, die Herr Westerwelle hier an den Tag gelegt hat, müsste er glatt verhungern.
Millionen Menschen in Deutschland, besonders Frauen und Familien, sind heute schon trotz voller Leistung von Armut bedroht: Nicht nur Kellnerinnen und Friseurinnen, Putzfrauen und Wachpersonal, sondern weite Bereiche der Industrie, des Handels, des Handwerks zahlen Löhne weit unter 10 Euro in der Stunde, ganz zu schweigen von dem Heer der Leiharbeiter. Löhne von sechs bis sieben Euro sind in vielen Branchen und nicht nur in Ostdeutschland inzwischen "normal", oft wird noch weit darunter bezahlt.
Erst letzte Woche wurden für die Pflegeberufe Hunger-Mindestlöhne von gerade mal 7,50 Euro im Osten und 8,50 Euro im Westen vereinbart. In der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise werden mit der erpresserischen Drohung mit Hartz IV die Reallöhne allmählich ins Bodenlose gedrückt. Und jetzt soll wieder umgekehrt mit den niedrigen Löhnen der Hartz-IV-Satz weiter gedrückt werden.
Schluss mit diesem Skandal! Die Montagsdemos sind eine ideale Plattform für den gemeinsamen Kampf von Arbeitslosen und Beschäftigten. Für einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro! Aktiver Lohnkampf um höhere Tarife! Hartz IV muss weg!
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"Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten." Paul Claudel (1868-1955)
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Sir Vival
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« Antworten #216 am: März 31, 2010, 07:57:55 » |
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"Lohnabstandsgebot" ja - aber nach oben und nicht nach unten regeln! D.h.: - Löhne müssen steigen, damit u.a. auch vernünftige Sozialabgaben zustande kommen. - Nicht Leistungen senken und gleichzeitig Lohndumping ermöglichen.
Das Vermögen ist ja noch (fast) alles da in der Wanne. Es ist nur falsch verteilt und schwappt nach oben (Lohndumping -> weniger Sozialabgaben -> weniger Sozialleistungen). Dieses "verlorene" Vermögen geht nach "oben", durch erzwungenen Niedriglohn. Denn woher kommen denn die Milliarden-Boni und.....was weiß ich alles noch.....aber habt ihr mal gesehen, daß sich ein (nur als Beispiel) Vorstandschef einer "ach uns geht´s so schlecht, uuääähhh!"-Firma oder sonstwer direkt in der "KRISE" (huch?) statt dem gewohnten Bentley nur ´nen Seat zieht? Hört sich banal an, aber mit einer FDP geht sowas nie. Das wußte aber ganz D. schon vorher!
Naja. Hartz4 is ja auch nicht unbedingt von denen.
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"Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg!" Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
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Troll
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« Antworten #217 am: März 31, 2010, 08:38:14 » |
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt. Dieter Hildebrandt Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein. Jiddu Krishnamurti
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Alan Smithee
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« Antworten #218 am: April 15, 2010, 08:29:16 » |
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Nachdem die Bundesagentur für Arbeit die Jugendzeitschrift "Bravo" als PR-Instrument genutzt hat, sind natürlich die genialen PR-Berater von Frollein Westerwelle auf den gleichen Trip gekommen: http://www.sueddeutsche.de/,ra11m1/medien/457/508600/text/Richtig ulkig fand ich folgende Aussage: Außerdem erklärt Westerwelle, dass er durchaus gerne eigene Kinder gehabt hätte. "Es hat nicht sollen sein." Er und sein Partner Michael Mronz würden sich daher in Hilfsorganisationen für Kinder engagieren. Sehr geehrter Herr Westerwelle, es soll durchaus vorkommen, dass Männer nicht schwanger werden können. Wie sie vielleicht wissen, bestehen zwischen der Funktion des Darmes und der einer Gebärmutter eklatante Unterschiede. Gleiches gilt auch zwischen der Funktion des Darmes und der des Gehirnes: während ersteres ohne viel Zutun durchaus befriedigende Ergebnisse liefert, ist bei zweiterem immer etwas Anstrengung angebracht... 
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...still dreaming of electric sheep...
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Ratrace
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« Antworten #219 am: April 15, 2010, 08:31:11 » |
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Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
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Pinnswin
Beiträge: 3865
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« Antworten #220 am: April 15, 2010, 08:49:44 » |
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 Es fehlt evtl. die Opton: Gehirnschwanger?/!
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski .
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Nikita
Beiträge: 503
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« Antworten #221 am: November 26, 2010, 17:35:51 » |
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http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/11/26/ausenminister-hielt-vortrag-bei-fdp-grosspender/Außenminister hielt Vortrag bei FDP-Großspender geschrieben am 26.11.2010 um 10:30 in Allgemein, Parteispenden von Martin Reyher
Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) und ihre Tochtergesellschaft “Allfinanz” sind seit Jahren bedeutende Großspender von CDU und FDP. Allein in den Jahren 2000 bis 2009 flossen nach Angaben des Portals parteispenden.unklarheiten.de 1.558.971 Euro an die beiden Parteien, wovon die CDU etwa zwei Drittel erhielt und die Liberalen das übrige Drittel.

Nun hat die FDP erneut eine Spende von der DVAG erhalten, die insgesamt dritte seit Juli diesen Jahres. Am 9. November gingen 60.000 Euro auf dem FDP-Konto ein, zuvor waren es 65.000 Euro (August) und 75.000 Euro (Juli) gewesen. Vor dem Hintergrund der Großspenden an die Liberalen gerät nun eine DVAG-Veranstaltung vom 23. Februar 2010 ins Blickfeld, zu der das Unternehmen 15.000 ihrer Vermögensberater in die Kölner Lanxess-Arena eingeladen hatte.
Auf Facebook feiert die DVAG ihren “Vermögensberatertag” begeistert als die “größte nicht-öffentliche Veranstaltung des Jahres”, im Unternehmensblog ist von einer “unschlagbaren” Ansammlung von Ehrengästen die Rede. In der Tat. Zu den versammelten Vermögensberatern sprach die “‘Creme de la Creme’ des deutschen Leistungssports”: Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, Bundestrainer Joachim Löw, dessen Co-Trainer Hansi Flick, Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz, Trainer-Ikone Otto Rehhagel, Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann und Schimmweltmeister Paul Biedermann – allesamt Werbeträger der Deutschen Vermögensberatung AG. Den prägendsten Eindruck hinterließ allerdings jemand anderes: Guido Westerwelle.
Dieser war als “Außenminister der Bundesrepublik Deutschland” gekommen, wie DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach im Unternehmensblog schreibt. Als solcher habe Westerwelle “eindrucksvoll unterstrichen, wie wichtig es ist, dass sich in unserem Land Leistung lohnen muss”. Auch in einer DVAG-Broschüre (“Unser Weg”, pdf) wird Wert darauf gelegt, dass es der “Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland” war, der es sich “nicht nehmen ließ, eigens aus Berlin einzufliegen, um den annähernd 15.000 Vermögensberatern seine Positionen zu verdeutlichen.”
Man fragt sich allerdings schon, warum ein Bundesaußenminister und Vizekanzler bei einem von Johannes B. Kerner moderierten Firmenevent, bei dem ansonsten zahlreiche Werbepartner des Unternehmens auftreten, 15.000 anwesenden Vermögensberatern “seine Positionen” verdeutlicht. In einem Firmenvideo (“DVAG VB-Tag 2010 – Highlights”) ist zu sehen, wie Westerwelle und andere Gäste beim Einzug in die vollbesetzte Arena begeistert empfangen werden, für Westerwelle gibt es stehende Ovationen. “Großer Beifall” schlägt dem Außenminister und Vizekanzler laut DVAG-Broschüre später auch für seine Rede entgegen. “Leistung”, so Westerwelle, “muss sich lohnen. Leistung muss gefördert werden. Ein Land kann sich Sozialleistungen für die Schwächeren nur dann leisten, wenn die anderen dies erwirtschaften. Sie als Vermögensberater und selbstständige Unternehmer sind erstes Vorbild, wenn es darum geht, Leistung zu zeigen. Und Ihr Unternehmen, die Deutsche Vermögensberatung, macht wie kaum ein anderes Unternehmen vor, wie Leistung gefördert und honoriert wird. Deshalb sind Sie alle so erfolgreich.”
Es ist nicht das erste Mal, dass Guido Westerwelles Kontakte zu FDP-Großspendern aus der Wirtschaft zum Thema werden. Anfang des Jahres war dem Außenminister, Vizekanzler und FDP-Parteivorsitzenden vorgeworfen worden, er wisse Regierungs- und Parteigeschäfte nicht hinreichend zu trennen. Damals waren mehrere befreundete Unternehmer im Tross des Ministers nach Asien mitgereist, darunter der FDP-Großspender Cornelius Boersch.
Westerwelles Auftritt beim DVAG-”Vermögensberatertag” im Februar verdient auch deswegen Beachtung, weil der FDP-Chef bis zu seiner Ernennung zum Bundesaußenminister selbst auf der Gehaltsliste der DVAG stand. Westerwelle, der dem Finanzdienstleister seinerzeit beratend zur Seite stand, darf als Regierungsmitglied inzwischen keinen bezahlten Nebentätigkeiten mehr nachgehen.
Die Deutsche Vermögensberatung AG unterhält seit langem enge Beziehungen in die Politik. In Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der DVAG sitzen zahlreiche ehemals aktive und hochrangige Unions-Leute, die noch immer über gute Verbindungen in die aktive Politik verfügen dürften. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist bspw. der frühere Kanzleramtschef Friedrich Bohl, außerdem gehört dem Gremium der ehemalige Finanzminister Theo Waigel an. An der Spitze des DVAG-Beirats steht Altkanzler Helmut Kohl, ein Freund von Unternehmensgründer Reinfried Pohl. Weitere Berater sind der frühere Vize-Kanzleramtschef Horst Teltschik, der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen und Rheinland-Pfalz, Bernhard Vogel, sowie die Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth. Im DVAG-Vorstand sitzt der langjährige hessische Wissenschaftsminister Udo Corts, nun zuständig für Unternehmenskoordination, -kommunikation und Recht. Das gesamte politische Netzwerk der Deutschen Vermögensberatung hat die Wirtschaftswoche vor einiger Zeit in einem Beziehungsdiagramm veranschaulicht (pdf).
Bei soviel Nähe zwischen DVAG und Politik lohnt sich ein zweiter Blick auf die Parteispenden der Deutschen Vermögensberatung. DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach begründet die Zuwendungen mit der “gesellschaftlichen Verantwortung” seines Unternehmens. Die Deutsche Vermögensberatung habe “regelmäßig an Parteien gespendet”, dabei seien “nicht nur die CDU und FDP berücksichtigt” worden, schreibt Lach im Kommentarbereich des firmeneigenen Blogs. Zumindest für die Jahre 2000 bis 2010 sind in den Rechenschaftsberichten der Parteien keine meldepflichtigen Spenden über 10.000 Euro an eine andere Partei als CDU und FDP zu finden. Am Mittwochvormittag bat abgeordnetenwatch.de Helge Lach per Mail um Nennung von Beispielen für solche Parteispenden. Eine Antwort liegt noch nicht vor.
Die jüngsten DVAG-Spenden an CDU und FDP erfolgten im zeitlichen Umfeld einer Gesetzesinitiative, mit der die Bundesregierung den Anlegerschutz stärken will. Vor eineinhalb Jahren klagte DVAG-Gründer Reinfried Pohl, sein Unternehmen werde immer stärker durch politische Vorgaben beeinträchtigt. Mit dem Gesetzentwurf, über den derzeit im Bundestag beraten wird, könnten bald neue politische Vorgaben auf Finanzdienstleister wie die DVAG oder MLP zukommen. Finanzminister Wolfgang Schäuble will zum Beispiel Falschberatungen durch Finanzdienstleister “entgegenwirken”.
Nach Auffassung der Opposition ist die Branche hinter den Kulissen bereits äußerst aktiv – und erfolgreich. Die SPD spricht im Zusammenhang mit dem Anlegerschutzgesetz von einer “bedingungslosen Kapitulation vor den Anbietern von Finanzprodukten”. Zahllose Interessengruppen, so SPD-Finanzexperte Carsten Sieling, hätten die ursprünglichen Vorschläge “entschärft und verwässert”, bevor der Deutsche Bundestag sie jetzt zu Gesicht bekommen habe.
Und so blicken die Bürger dieser Tage auf eine etwas unübersichtliche Gemengelage. Der Deutsche Bundestag berät über einen Gesetzentwurf, der die Finanzdienstleister direkt betrifft. Die Deutsche Vermögensberatung AG schüttet in zehn Monaten 400.000 Euro an die Regierungsparteien aus. Und der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland ist Ehrengast beim DVAG-”Vermögensberatertag” und legt seine Positionen zum Thema “Leistung” dar.
Bei einigen Zuhörern hat Westerwelles Vortrag im Februar bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Kommentarbereich des DVAG-Blogs ist von einer “super Rede”, von einem “Highlight des Tages” zu lesen, jemand lobt die “wahren Worte” des Gastredners. Ein anderer Kommentator schreibt: “Herr Westerwelle hat sicherlich den ein oder anderen Wähler durch seine wirklich hervorragende Rede dazu gewonnen.”
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Herr_Unbeugsam
Beiträge: 36
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« Antworten #222 am: November 26, 2010, 19:33:27 » |
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Hallo,
thx @ Nikita für Einstellung des Artikels.
Frage:
Ist nun so ein Wortverdreher dem "Bürger" rechenschaft schuldig oder gewissen Lobbygruppen?
Frage 2:
Ist es schon wieder soweit in DE dass einige unverholen ihren niederen Interessen nachgehen dürfen (sogar mit Steuergeldern finanzierten Bewachungsschutz) um Versklavungsparolen von sich geben dürfen? Natürlich haben ausgesuchte Steuerflüchtlinge da auch was dazu zu beitragen, dass war ja klar.
mfg Herr_Unbeugsam
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« Letzte Änderung: November 26, 2010, 19:36:44 von Herr_Unbeugsam »
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Pinnswin
Beiträge: 3865
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« Antworten #223 am: Januar 02, 2011, 20:06:14 » |
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Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn verlangten, Westerwelle müsse das Blatt am Donnerstag wenden. Für höhere Aufgaben empfahl die Ministerin Generalsekretär Christian Lindner: «Ich halte ihn für einen exzellenten Mann.» Entwicklungsminister Dirk Niebel lobte Westerwelle dagegen als den besten Vorsitzenden, «den die Partei jemals hatte»... ... Leutheusser-Schnarrenberger formulierte klare  Erwartungen an Westerwelle. Das Stuttgarter Treffen müsse zum Aufbruch in das Superwahljahr werden, verlangte die bayerische FDP-Vorsitzende... ... Gesundheitsminister Rösler zeigte sich hingegen davon überzeugt, dass der Parteichef weiterkämpfen wird: «Guido Westerwelle ist der beste Wahlkämpfer, den wir haben. Er wird uns erfolgreich in die Wahlkämpfe des Superwahljahres 2011 führen», sagte der FDP-Politiker ... http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/brennpunkt/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=3001239
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski .
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majestix
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« Antworten #224 am: Januar 19, 2011, 07:35:29 » |
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Einfach nur geil.........  "Hey, hey, hey, er war so hoch auf der Leiter – doch dann fiel er ab!" Ein Extra 3 Song von Dennis Kaupp und Marike Schmidt-Glenewinkel. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra2833.html
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« Letzte Änderung: Januar 19, 2011, 07:39:22 von majestix »
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Weg mit Hartz 4 !!!
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