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Eivisskat
Beiträge: 118
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« am: Februar 18, 2010, 13:12:29 » |
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Der Chef der Berliner Obdachlosenhilfe wurde mit seinem Dienstwagen auf der B 198 geblitzt. Er war mit einem 114.000 Euro teuren Maserati unterwegs.
Berlin. Tempo 70 war erlaubt, er wurde mit 96 km/h geblitzt: So schnell fuhr ein Maserati mit Berliner Kennzeichen über die B 198 an der Müritz. Als die Beamten die Daten aus der Radaranlage auswerteten, staunten sie nicht schlecht: Besitzer des 114.000-Euro-Sportwagens ist die Treberhilfe Berlin, eine gemeinnützige GmbH, die sich um die Ärmsten der Armen Berlins kümmert - darunter viele Obdachlose - und wiederum zur Hälfte ihrem Chef, Harald Ehlert, gehört.
Der nutzt das 400-PS-Auto als Dienstwagen, lässt sich darin von einem Fahrer chauffieren. Für den "Sozialinvestor" (Ehlert über Ehlert) ganz normal. Man müsse auch einmal zeigen, dass Sozialwirtschaft eine unternehmerische Tätigkeit sei. Jetzt hat der Chef erst mal einen Gerichtstermin. Da der rasende Fahrer nicht ermittelt werden konnte, soll Ehlert ein Fahrtenbuch führen. Dies lehnt er ab. (bm/abendblatt.de)http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1387710/Maserati-geblitzt-er-gehoert-Berliner-Obdachlosenhilfe.html http://www.treberhilfe.org/ >> "Social Profit"
Ermittlung des "Social Profit"
Alle Standorte der Treberhilfe Berlin gGmbH lieferten Zahlen über abgeschlossene Fälle in 2008 an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Susat & Partner OHG. Diese prüfte das Mengengerüst der erhobenen Fallmengen auf Solidität und bestätigte die vorgenommenen Zuordnungen.
Fallabschlüsse konnten hierbei 4 Kategorien, die nach Umfang der Transferleistung abgestuft wurden, zugeordnet werden. Die Einsparungen und Rückflüsse, sie aus dem positiven Fallabschluss resultieren, wurden sodann ermittelt und den finanziellen Leistungen aus Haushaltsmitteln gegenübergestellt. 
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Alan Smithee
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« Antworten #1 am: Februar 18, 2010, 14:29:12 » |
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Für den "Sozialinvestor" (Ehlert über Ehlert) ganz normal. Man müsse auch einmal zeigen, dass Sozialwirtschaft eine unternehmerische Tätigkeit sei. ich krieg das...(warum gibt´s hier kein Kotz-smiley? Das finde ich gehört leider elementar in dieses Forum. Na gut, ich behelfe mir hiermit:  )
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...still dreaming of electric sheep...
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mousekiller
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« Antworten #2 am: Februar 18, 2010, 17:11:50 » |
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Nimm das:
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Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.
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willnichtmehr
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« Antworten #3 am: Februar 18, 2010, 19:31:21 » |
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Die Bezeichnung gGmbH oder gemeinnützige GmbH ist rechtswidrig. Das haben die Betreiber dieser Einrichtungen auch noch nicht verstanden. Aber es ist ja wie immer, wo kein Kläger, da kein Richter. http://www.krankenhausrecht-aktuell.de/19/Abgesehen davon, ist es für solche Einrichtungen ein Leichtes, sich solche Errungenschaften, wie einen Maserati zuzulegen. Wenn man für jeden Hartzsklaven monatlich zwischen 800 und 1.000€ kassiert, nur damit dieser dort arbeiten darf und aus der Statistik raus ist, schafft man sich natürlich ein finanzielles Polster, was die Anschaffung solcher Fahrzeuge möglich macht. HartzIV hat für solche Machenschaften Tor und Tür weit geöffnet. Einen Masarati, finanziert mit Steuergeldern, kann auch nicht jeder sein Eigen nennen. 
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Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben. George Bernard Shaw
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MizuNoOto
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« Antworten #4 am: Februar 19, 2010, 09:50:42 » |
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Geschäftsmodell: Die Treberhilfe bekommt Geld vom Senat, um Pflichtleistungen des Staates anzubieten (z. B. Unterbringung von Obdachlosen). Das Unternehmen ist erfolgreich, weil es billiger ist als die Konkurrenz. Wie Kosten gespart werden, steht in einem Leserkommentar beim tagesspiegel: Ein gelungener Artikel über Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit... Dass Harald die Bodenhaftung zunehmend verliert ist innerhalb der Sozialarbeit in Berlin kein Geheimnis. Bedenklich ist jedoch, dass er auf der einen Seite sein Imponiergehabe mit Villa, Maserati und Chauffeur offen an den Tag legen und in der Manier eines Feudalherren über die "Arbeitsleben" seiner Angestellten entscheiden, diese aber auf der anderen Seite mit minimalrechtlichen Arbeitsverträgen bis an den Rand der Erschöpfung treiben kann. Das macht einen verachtenden Blickwinkel auf Menschen deutlich. Der Betriebsrat wird in einer Nacht und Nebelaktion gekippt und geräumt, unliebsame Mitarbeiter werden früh am nächsten Morgen zum Rapport nach Caputh zum „Big Boss“ beordert und der Chauffeur sowie andere Mitarbeiter beantragen für sich und ihre Familien ergänzende Hilfen zum Lebensunterhalt. Dass Harald faktisch in Caputh lebt ist selbstredend, „Weiterbildungsstätte“ und „zweiter Wohnsitz“ eher flexible Begrifflichkeiten. Das Prinzip der Gewinnmaximierung im sozialen Bereich ist ja nicht unklug. Nachschub wird in einer Stadt wie Berlin immer vorhanden sein. Obdachlose und verarmte Menschen sowie junge SozialarbeiterInnen, die sich auf einem übervollen Markt ihre ersten Sporen verdienen müssen sind "Human Resources" und somit leicht verfügbar. Dass aber innerhalb der Treberhilfe Verunsicherung und Sorgen um den eigenen Grunderhalt auf der Tagesordnung stehen, erfahren die KollegInnen erst nach ihren ersten Arbeitstagen. Wer es schafft, geht so schnell wie möglich. Die Fluktuation im Kollegium ist groß. Es ist das Missverhältnis zwischen Außendarstellung und innerer Realität welches so stark ins Auge fällt. Vordergründig eine hohe Moral an den Tag zu legen, tatsächlich aber im Widerspruch dazu niedrige moralische Standards zu praktizieren, DAS ist tatsächlich „bigott“ zu nennen. Der Staat verarscht sich mal wieder selber. Die Lohnsenkungen, die die Autos und die Villa finanzieren, werden durch Hartz IV kompensiert.
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« Letzte Änderung: Februar 19, 2010, 09:53:15 von MizuNoOto »
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Carpe Noctem
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« Antworten #5 am: Februar 20, 2010, 00:00:52 » |
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Der Staat verarscht sich mal wieder selber. Die Lohnsenkungen, die die Autos und die Villa finanzieren, werden durch Hartz IV kompensiert.
Das ist die konsequenteste Form von Mitnahmeeffekt: Subventionen abgreifen von der öffentlichen Hand, den Mitarbeitern und Obdachlosen. De facto lebt der Mann von der ARGE. Grüsse - CN
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Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"
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Tante Maria
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« Antworten #6 am: Februar 20, 2010, 01:21:37 » |
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Den Typen gehört eins aufs Maul. :DIch darstellen wie toll er Obdachlosen hilft ,und mit fetten Maserati zu schnell fahren. X Der Arsch muß so viel Strafe zahlen das es weh tut.Am besten soll die seinen Maerati verschrotten.Der kann doch den bus oder Fahrrad ,oder Fuss gehen.(Wo ist der Kotzsmiley?
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klaus72
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« Antworten #7 am: Februar 21, 2010, 08:51:42 » |
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Eigentlich müsste dieser Verein mit gGmbH jetzt massive Probleme haben, z.B.
- Vandalismus durch Obdachlosen im Büro und am Maserati - Verhaftung der Geschäftsführer wegen Steuerdelikt und Betrugs ( Maserati ist kein Betriebsausstattung im Sinne der gGmbH )
Wo bleibt die Wut ?
Sind wir alle die "Müllschlucker" der Nation ?
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MizuNoOto
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« Antworten #8 am: Februar 22, 2010, 12:18:55 » |
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Der Grundfehler ist einfach, dass Berlin zu dumm/zu verbohrt ist, die Obdachlosenheime selber zu betreiben. Im Einzellfall kann eine kleine, privat betriebene Obdachloseneinrichtung kostengünstiger sein, weil Ehrenamtliche dort Leistungen unentgeltlich erbringen (z. B. bei vielen kirchlichen Einrichtungen). Die großen Häuser sind unterm Strich nicht nur kaum günstiger, der Kontrollaufwand und das MIssbrauchsrisiko ist exorbitant viel höher.
Wenn man noch einen Schritt weiter geht: Es gibt ein paar Obdachlose, die freiwillig obdachlos sind. Denen muss man Unterbringungsmöglichkeiten bereit stellen. Die übergroße Mehrheit hätte aber gerne eine Wohnung. Berlin hat viele seiner Wohnungsbaugesellschaften privatisiert (s. Bankenskandal), ein paar sind aber noch übrig.Die habe Leerstände, nehmen aber keine Obdachlosen, die z. B. Mietschulden haben. Verrückt. Landeseigene Wohnungen stehen leer und Obdachlosenheime werden gebaut.
Linke Tasche, rechte Tasche.
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Aloysius
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« Antworten #10 am: Februar 25, 2010, 22:27:03 » |
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Der Typ erinnert mich an die Geschichten in der Tagesstätte in Ottendorf, auch eine gemeinnützige GmbH
Kuddel, ich denke, du weißt noch, was da hinter den Kulissen läuft.
Unglaubliche Geschichten, es sei denn, man war selber da und hats mitgekriegt
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« Letzte Änderung: Februar 27, 2010, 05:51:52 von Aloysius »
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Kater
Beiträge: 7110
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« Antworten #11 am: Februar 26, 2010, 18:44:13 » |
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Der Boss geht - Treberhilfe-Chef Ehlert ist Job und Geschäftsanteile los. Die Firma wird weiter durchleuchtet Julia Haak
Eineinhalb Stunden dauerte die Sitzung gestern Vormittag im Haus der Diakonie. Dann hatten sich Staatssekretär Rainer Maria Fritsch (Linke) und der Diakonie-Vorstand durchgesetzt und den durch seine Maserati-Affäre bekannt gewordenen Chef der Treberhilfe Harald Ehlert in einen längeren Urlaub geschickt. Notariell beglaubigt wurde vereinbart, dass Ehlert seine Geschäftsführertätigkeit in der Firma, die sich um Wohnungslose und Jugendliche kümmert, ruhen lassen muss. Ein zweiter Geschäftsführer wird in der gemeinnützigen GmbH installiert. Ehlert tritt außerdem seine Geschäftsanteile an den Verein der Treberhilfe ab, die sie wiederum dem Diakonievorstand treuhänderisch übereignet. Ehlerts Entmachtung ist perfekt.
Kein Tag verging in der vergangenen Woche ohne neue Meldungen über die Treberhilfe und ihren Chef. Es begann mit der öffentlichen Empörung darüber, dass der Geschäftsführer einer sozialen Hilfsorganisation, die gemeinnützig und damit steuerbegünstigt arbeitet, ein 100 000-Euro-Auto als Dienstwagen mit zwei Chauffeuren nutzt. Längst gilt die Treberhilfe aber als ein Beispiel für fehlgeleiteten Umgang mit öffentlichen Mitteln in der Wohlfahrt. "Um den Maserati geht es nicht mehr", sagt Diakonie-Sprecherin Christiane Lehmacher-Dubberke. Der Schritt, zu dem Diakonie und Senat gestern den Unternehmer drängten, ist der Versuch, den Knoten aus Ehlerts persönlichen und öffentlichen Interessen zu lösen. "Wir müssen die Verflechtungen auseinanderziehen", nennt es die Diakonie-Sprecherin.
Und das passiert jetzt Schritt für Schritt. Unüblich ist zum Beispiel, dass der Geschäftsführer einer gemeinnützigen Gesellschaft die Hälfte der Geschäftsanteile hält. Die übernimmt jetzt Thomas Dane, der Vorstand des Diakonischen Werkes als Treuhänder des Treberhilfevereins. Ehlert erhält dafür seine Einlage zurück. Wie hoch die Summe ist, konnte Lehmacher-Dubberke gestern nicht sagen. Es handelt sich um einen Teil der 25 000 Euro Stammkapital, die 2005 bei Unternehmensgründung hinterlegt wurden. Mittlerweile ist das Stammkapital auf 100 000 Euro erhöht worden, weil das Unternehmen Überschüsse erwirtschaftete, die wegen seiner Gemeinnützigkeit aber nicht ausgezahlt werden durften. Darauf hat Ehlert auch jetzt keinen Anspruch. Jährlich bekommt die Firma 15 Millionen Euro vor allem von den Bezirken für Leistungen im Rahmen der Jugend- und Sozialarbeit. Die Firma erzielt einen Überschuss von rund einer Million Euro.
Der neue Geschäftsführer und der ebenso neue Aufsichtsrat werden sich sämtliche Verträge des profitablen Unternehmens ansehen. Lehmacher-Dubberke: "Herr Ehlert sagt, alle Steuermittel wurden rechtlich einwandfrei verwendet. Aber stimmt das auch?" Die Frage betrifft Zuwendungen und Transferleistungen für die Arbeit mit 3 700 Hilfsbedürftigen. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer beschäftigt sich ohnehin einmal im Jahr mit der Buchhaltung der Firma. "Alle unsere 1 400 Mitglieder müssen ein Testat einreichen", sagt Lehmacher-Dubberke. Die Mitglieder verpflichten sich auch, ihre Mitarbeiter den arbeitsvertraglichen Richtlinien des Diakonischen Werkes entsprechend zu bezahlen. Auch das wird jetzt überprüft. In den vergangenen Tagen trudelten sowohl im Senat als auch bei der Berliner Zeitung Beschwerden von Mitarbeitern über schlechte Entlohnung ein. Ein Betriebsrat soll für die 280 Mitarbeiter nun gewählt werden.
Überprüft wird auch Ehlerts Umfeld. Wie berichtet gehört der Treberhilfe auch ein Anwesen am Schwielowsee. Es ist als Bildungsakademie deklariert, für die Fortbildung der Mitarbeiter. Harald Ehlert hält hier eine Dienstwohnung. Ob es dafür einen korrekten Mietvertrag gibt und auch Miete gezahlt wird, muss geklärt werden. In den vergangenen Tagen kochte die Gerüchteküche hoch. Spekuliert wurde über eine Yacht, die sich der Unternehmer auf Geschäftskosten angeschafft haben soll. "Die gehört ihm aber privat", sagt Lehmacher-Dubberke.
Ihr ist wichtig, dass nicht vergessen wird, dass 280 Mitarbeiter bei der Treberhilfe gute Arbeit leiten. Das war es laut Lehmacher-Dubberke auch, was Ehlert zur Aufgabe seiner Funktionen brachte. Die Diakonie hätte die Treberhilfe andernfalls aus dem Verband ausgeschlossen und der Senat hätte Handhabe gehabt, umgehend sämtliche Verträge zu kündigen.
Offenbar war der Senat in den vergangenen Tagen dazu schon bereit. Sozialsenatorin Carola Bluhm (Linke) sagte, sie finde es richtig, dass die Treberhilfe Berlin aus dem Diakonischen Werk ausgeschlossen würde, wenn sie den Forderungen nach Transparenz ihrer Geschäfte nicht nachkäme. Das Ansehen von sozialer und gemeinnütziger Arbeit werde sonst schwer beschädigt, so Bluhm. Ihr Staatssekretär musste sich deshalb persönlich um die geschäftspolitische Neuaufstellung der Treberhilfe kümmern. Fritsch gibt sich jetzt zuversichtlich, dass sich mit der neuen Unternehmensstruktur wieder Vertrauen in die Treberhilfe und die Integrität der Geschäftsführung herstellen lässt: "Das Ziel aller Beteiligten ist die größtmögliche Transparenz." http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0226/berlin/0012/index.html
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Eivisskat
Beiträge: 118
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« Antworten #12 am: Februar 28, 2010, 19:50:29 » |
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In Saus und Braus Berlin: Ver.di kritisiert Finanzgebaren vieler freier Träger und mangelnde Kontrolle durch den Senat
Der »Sozial-Maserati« des Geschäftsführers der Berliner Treberhilfe ist für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nur die Spitze des Eisberges. »Wir haben vor allem in den letzten beiden Jahren vielfach auf Mißstände im sozialen Bereich in Berlin aufmerksam gemacht. So haben wir auch schon im Dezember 2008 die Tatsache, daß sich die Treberhilfe Berlin einen Maserati leistet, kritisiert. Leider haben die politisch Verantwortlichen weggeschaut, passiert ist nichts«, erklärte Meike Jäger, ver.di-Landesfachbereichsleiterin, am Freitag.
So habe ver.di im Juni 2009 gemeinsam mit Betriebsräten das Gespräch mit Abgeordneten gesucht. Auch hier fielen die Hinweise auf gravierende Mißstände und gar Straftatbestände bei einigen Trägern, nicht auf fruchtbaren Boden. »Bis heute haben wir nicht gesehen, daß die Regierungsparteien aktiv gehandelt hätten«, so Jäger. »Es genügt nicht, auf die externen Prüfer im Prüfpool der Wohlfahrtsverbände zu verweisen, so wie die zuständige Senatorin Carola Bluhm (Die Linke) das tut. Vielmehr muß die Senatsverwaltung sofort tätig werden, wenn Hinweise auf Mißstände öffentlich werden.«
Für Stefan Thyroke, ver.di-Betreuungssekretär für die Branche, ist der Bereich der freien Träger ein »Sumpfgebiet«, in dem Fälle von Filz und Korruption fast alltäglich seien. So hätten Vorstandsmitglieder von »Independent Living«, einem Zusammenschluß freier Träger aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, als Mitarbeiter von Jugendämtern ihrem eigenen Verein Aufträge vermittelt. Nicht nur bei diesem Träger seien durch ein Konglomorat aus gemeinnützigen GmbHs und deren Rückstellungen, Tochterfirmen und Stiftungen undurchschaubare Geldflüsse entstanden, in denen nach Thyrokes Einschätzung mindestens 100 Millionen Euro Landesmittel pro Jahr versickern, die eigentlich zweckgebunden für soziale Projektarbeit waren. Immer wieder wurden Skandale publik. Mal ging es um Sonderrücklagen für die Altersversorgung – ohnehin üppig entlohnter -Geschäftsführer, mal um exorbitante »Beraterhonorare« für »ehrenamtliche« Vorstände, mal um luxuriöse »Dienstwohnungen« in Immobilien, die eigentlich der Jugendhilfe dienen sollten. Auch hat der mittlerweile beurlaubte Geschäftsführer der Treberhilfe, Harald Ehlert, das Stammkapital des Vereins erhöht – und besitzt nun Geschäftsanteile im Wert von 500000 Euro. Auch dieses Geld stammt aus öffentlichen Zuschüssen.
Auf der anderen Seite werden die Mitarbeiter vieler Träger deutlich unter den Tarifen des öffentliches Dienstes bezahlt und die Gründung von Betriebsräten mit allerlei Tricks verhindert.
So sei die Treberhilfe unter das Dach des Diakonisches Werkes geschlüpft, um dann als »Tendenzbetrieb« die Mitbestimmungsrechte der Mitarbeiter einschränken zu können, kritisert ver.di. Für Thyroke ist das »grob rechtsmißbräuchlich«, da der Tendenzschutzparagraph nur auf Betriebe anwendbar sei, bei denen die »Tendenz«, z. B. eine konfessionelle Ausrichtung, »in der Arbeit gelebt werde«. Das könne z. B. in kirchlich betriebenen Kindergärten oder Krankenhäusern der Fall sein, aber keinesfalls bei der Treberhilfe – egal zu welchem Dachverband sie gehört.
Thyroke begrüßt, daß die Sozialsenatorin nunmehr angekündigt hat, das Finanzgebaren der freien Träger genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Bislang habe er allerdings stets den Eindruck gehabt, »daß der Senat seit langer Zeit weiß, daß da nicht alles sauber läuft, aber gar nicht genauer hinsehen wollte«, so der ver.di-Sekretär gegenüber jW. Denn für den politisch gewünschten Abbau von Stellen im öffentlichen Dienst seien die freien Träger der Jugend- und Sozialhilfe das entscheidende Vehikel. Zudem gebe es in diesem Bereich, der hauptsächlich von den einzelnen Bezirken organisiert und finanziert wird, eine ziemlich große Koalition des Vertuschens. Leitende Mitarbeiter der Träger und Bezirkspolitiker seinen »bestens vernetzt«, alter West- und neuer Ost-Filz kooperierten prächtig. Auch Harald Ehlert war in den etwas bescheideneren Anfangszeiten der Treberhilfe für die SPD im Landesparlament und in der Schöneberger Bezirksverordnetenversammlung aktiv.http://www.jungewelt.de/2010/03-01/045.php
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RayTeall
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« Antworten #13 am: Februar 28, 2010, 20:11:42 » |
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Mit Armut kannst Du viel Geld verdienen.
"Schafft mehr Armut, wir müssen an den Leuten unser Geld verdienen."
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:cheer: Du Chef, ich habe Dich geduzt :cheer:
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1984
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« Antworten #14 am: März 01, 2010, 11:02:15 » |
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Ich habe früher ja mal in der Jugendhilfe bei einem freien Träger gearbeitet. Im Vorstand waren 2 von 3 Menschen fdp Mitglieder. Haben auch dicke Autos gefahren (wenn auch nicht so dick wie Maserati) und haben mit großem Fleiß einen Haustarifvertrag durchgesetzt. Urlaubstage reduziert, allgemein das Gehaltsniveau gedrückt, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und die Leistungen für die Klienten verschlechtert.
Ein anderer Träger bei dem ich vorher war, hat direkt nach Einführung der 1EJs diplomierte Sozialarbeiter bei der Arge für 1-Euro-Jobs angefordert. War nen kirchlicher Träger. Das Fußvolk wurde unter öffentlichen Tarifbezahlt und die übertariflich bezahlten Elite-Sozialarbeiter haben dann drüber diskutiert, dass beim nächsten privaten Autokauf ein Volvo für 30.000 Euro nicht mehr reicht und ein ordentlicher Benz hermuß.
Solche Beispiele gibts wohl Tausende.
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