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Autor Thema: Einstiegsqualifizierung 100 % Ertrag bei 0 % Kosten  (Gelesen 565 mal)
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RayTeall


Beiträge: 25


« am: Februar 24, 2010, 22:54:38 »

Hallo,

in der Lokalpresse entdeckt:

Arbeitgeberservice: Firmen entstehen keine Kosten - Job-Center wirbt für Langzeit-Praktikum

Staufenberg/Hann. Münden. Der Arbeitgeberservice des Landkreises Göttingen appelliert an Firmenleitungen in der Stadt und im Landkreis Göttingen.

Sie sollen jungen Leuten, die bisher noch keine Lehrstelle gefunden haben, ein Langzeitpraktikum von sechs bis höchstens 12 Monaten anbieten. Die Zielgruppe, berichtet D. K. vom Arbeitgeberservice des Job-Centers, sind junge Erwachsene bis 25 Jahre ohne Ausbildung mit Hauptschul- oder Realschulabschluss.

Der Kreis erstatte den Betrieben die Vergütung der Praktikanten von monatlich 212 Euro. Ferner trage der Landkreis die Sozialabgaben von maximal 99 Euro, berichtet die Arbeitsvermittlerin. Nächster Start für ein solches Langzeitpraktikum, Einstiegsqualifizierung Jugendlicher genannt, ist der 1. Oktober.

Nähere Informationen zu dem Programm gibt Arbeitsvermittlerin xxxa xrxxx unter T. 05541/ x9x xx50, E-Mail:


« Letzte Änderung: Februar 24, 2010, 22:59:16 von RayTeall » Gespeichert

:cheer: Du Chef, ich habe Dich geduzt :cheer:
Kalli1602


Beiträge: 31


« Antworten #1 am: Februar 25, 2010, 07:36:26 »

nunja, die zahlen müssen ja geschönt werden!
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Ich gebe keine Rechtsberatung, ich gebe lediglich meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder.
Alan Smithee


Beiträge: 1249



« Antworten #2 am: Februar 25, 2010, 09:09:11 »

...erstens mal das, und als angenehmer Nebeneffekt hat man gleich die "Arbeitsunwilligen" ausselektiert, mit denen man dann Sanktionen und sonstwelche Zwangsmaßnahmen anstellen kann.

Ich könnte wetten, dass dieses "Angebot" nur solchen jungen Leuten gemacht wird, welche eh schon "unter Sanktionsverdacht" gestellt wurden.

Bietet den Leuten endlich eine ordentlich bezahlte Arbeit an, oder bei Bedarf eine "echte" Lehrstelle!! Wie, das könnt ihr nicht?

Wer hätte das gedacht. Dann bitte erklärt mal genauer, warum ein Betrieb, welcher die kostenlosen Arbeitnehmer "frei Haus" geliefert bekommt, überhaupt eine echten Ausbildung, geschweige denn eine bezahlte Arbeitsstelle anbieten sollte??
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...still dreaming of electric sheep...
Alan Smithee


Beiträge: 1249



« Antworten #3 am: Februar 25, 2010, 09:13:22 »

Nachtrag: DAS nenne ich negative Konditionierung. Dann dürft ihr euch nicht wundern, wenn den jungen Leuten früher oder später der Hals platzt, und die sich anfangen zu wehren...(hier hat schon so mancher Baumarkt aus unerfindlichen Gründen angefangen über Nacht zu brennen.. Roll Eyes)

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...still dreaming of electric sheep...
Gehtsnoch


Beiträge: 262


« Antworten #4 am: Februar 25, 2010, 12:10:59 »

Arbeitete mal in einer Kfz Werkstatt wo auch ein 12 Monate Praktikant war...der wurde nur verarscht vom Chef und als billige Arbeitskraft missbraucht!

Der Arbeitgeberservice ist oftmals eh korrupt...kann da storys erzaehlen....

Und ueberhaupt...wieso "nur" Leute mit Hauptschul und Realschulabschluss??? Sind die Leute mit Abitur etwas besseres??? (Ich mach denen was vor)....


Diskriminierung ohne Ende...typisch.
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Zeitarbeit ist scheisse!
RayTeall


Beiträge: 25


« Antworten #5 am: März 04, 2010, 18:36:54 »

[. . .]

Und ueberhaupt...wieso "nur" Leute mit Hauptschul und Realschulabschluss??? Sind die Leute mit Abitur etwas besseres??? (Ich mach denen was vor)....


Diskriminierung ohne Ende...typisch.


Die Abiturienten gehen doch studieren oder kriegen die Ausbildungsplätze!

- - -
Zitat von: rzonline

Arge drängt Jugendliche aus Schule

Cochem-Zell Die Arge Cochem-Zell bietet derzeit „Info-Veranstaltungen zum beruflichen Werdegang“ für diejenigen „erwerbsfähigen“Jugendlichen an, deren Eltern Hartz IV erhalten.



Bei näherem Hinsehen geht aus der Einladung hervor, dass die Teilnahme zwingend ist: um 8.30 Uhr, während der offiziellen Unterrichtszeit. Heike Gasser, die anstelle ihrer Tochter Siba zu der Gruppen-Veranstaltung gegangen ist, ist empört: „Die Kinder müssen sich vor der Klasse mit der Situation ihrer Eltern outen!“.

Für Heiner Jellinek, Geschäftsführer der Cochem-Zeller Arge, ist das „ein ganz normaler Vorgang“. Er betont: „Wir laden nur die ein, von denen wir noch nicht wissen, wie es nach der Schule weitergeht.“ Hätten die Eltern dem jüngsten Fortzahlungsantrag einen entsprechenden Nachweis beigelegt, wäre ihr Kind nicht eingeladen worden.

Neun junge Leute sind am Donnerstagmorgen im Sitzungssaal des Jobcenters erschienen. „Hallo! Name?“ Die Begrüßung ist knapp, der Ton fast militärisch. Joachim Sattler-Mergler verspricht sich von dem frühen Termin eine „höhere Trefferquote“, als wenn er für den Nachmittag eingeladen hätte. Während er die Jugendlichen zu ihrer Ausbildungssituation befragt, wird das Verhalten des Arge-Angestellten immer wieder respektlos. Heike Gasser berichtet: „,Gewaschen und gekämmt – Sie können gehen!’, hat er zu einer gesagt; zu einem anderen: ,Der Aleksej (Name von der Redaktion geändert), was will der denn werden?’“

Ob weiter Schule oder Ausbildung und welche – das abzusichern, ist Zweck der Fragerunde. Obwohl Heiner Jellinek versichert, dass Individuelles unter vier Augen geklärt werde, verletzen die bei der Gruppen-Veranstaltung verhandelten Themen die Privatsphäre. Vor aller Ohren geht es um Notendurchschnitt und Bewerbungserfolg Einzelner.

Hintergrund dieser Überprüfung ist der Arge-Grundsatz vom Fördern und Fordern. Das heißt: Wer nicht tatkräftig an seiner Eingliederung in den Arbeitsmarkt mitwirkt, dem droht die Kürzung von Leistungen. Menschen unter 25 Jahren erhalten diese finanzielle Hilfe nicht direkt, sondern über ihre Eltern, wenn sie mit ihnen in einem Haushalt leben.

Marina Gasser, Sibas ältere Schwester , hat im Jahr 2007 ebenfalls eine Einladung zu einem Gespräch während der Unterrichtszeit erhalten. Sie erzählt: „Ein paar Wochen vor Schuljahresende wollte der Berater mich dazu bringen, die Schule für einen 1-Euro-Job abzubrechen.“ Als die damals 17-Jährige sich dazu nicht zwingen lässt, drängt der Berater sie dazu, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben. Zwanzig Bewerbungen pro Monat soll Marina einreichen, parallel zur Schule. „Er hat angedeutet, die Leistung für meine Familie um 100 Prozent zu kürzen, wenn ich nicht unterschreibe. Ich hatte Angst, wäre am liebsten heulend rausgerannt. Ich wusste überhaupt nicht, was ich machen soll“, sagt sie, immer noch aufgewühlt.

Dass es vor einer Kürzung erst eine Anhörung geben muss, wusste die heute 20-Jährige damals nicht. Mutter Heike reichte sofort Beschwerde bei Job-Center und Landesregierung ein. Die Antworten: formalrechtliche Beschreibungen; das Ergebnis: „Todfreundlichkeit“ (Marina) und dass die Eingliederungsvereinbarung letztlich unter den Tisch fiel. Eine Entschuldigung hat sie jedoch nie gehört.

Mit der Eingliederungsarbeit der Cochem-Zeller Arge ist Heiner Jellinek sehr zufrieden. Im Benchmarking mit 29 vergleichbaren Kommunen liegt sie bei der Arbeitsmarktintegration sogar auf dem zweiten Platz. Der Geschäftsführer: „Im Februar 2010 sind nur 70 Jugendliche beim Jobcenter arbeitslos gemeldet.“ 216 sind es bei den Eltern, die keine SGB-II-Leistungen beziehen. Die gesetzliche Möglichkeit, Jugendlichen den Regelsatz um 100 Prozent zu kürzen, wenn sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, findet er jedoch unverhältnismäßig.

Heike Gasser hatte gehofft, dass sich die Arge nach ihrer Beschwerde nicht mehr trauen würde, Jugendliche auf Kosten ihrer Bildung in Arbeit zu katapultieren. Doch bei der Gruppen-Veranstaltung am Donnerstag behauptet Sattler-Mergler vor neun jungen Menschen, um eine Eingliederungsvereinbarung kämen sie nicht herum. Erst, als zwei Teilnehmerinnen nachdrücklich geltend machen, dass Minderjährige nicht allein unterschriftsberechtigt sind, lenkt er ein.


Quelle

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Gehtsnoch


Beiträge: 262


« Antworten #6 am: März 05, 2010, 08:50:00 »

Ach....jeden Tag die ARGE Storys...scheiss Nazi Behoerde.
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