Ich berichte mal von dem Termin, falls jemandem ähnliches blüht:
Zuerst: Waretn bis die kleine Gruppe (5 Personen) vollzählig erschienen ist. Abgabe des Beratungsgutscheines, der einem vorher von der Arge ausgehändigt wurde (Das Wichtigste also zuerst!

)
Danach: Ein ca. 1stündiger Vortrag über die Vorzüge und Wichtigkeit der Zeitabeit: Der übliche Propaganda-Schmonzes zur Leiharbeit und, dass man mit den wenigen schwarzen Schafen ja nicht zusammenarbeitet und ja auch "Tarif" gezahlt wird. Bla bla halt...
Interessanterweise wurde dabei auch erwähnt (was hier im Forum ja eh´ bekannt ist), dass die SB in den Argen nur Zeitverträge, also befristete, haben.
Auf den Einwand, dass diese nur mit entsprechenden Quoten verlängert würden und man dabei, um seinen Allerwertesten zu retten, man den Druck auf die Erwerbslosen weitergeben würde, kam nur die lapidare Antwort "In welchem Job, gibt es denn keine Vorgaben, die zu erfüllen wären".
Menschen werden also wieder einmal mit Dingen gleichgesetzt, die abgearbeitet werden müssen - egal wie. Toll!
Der Sinn und Zweck der Maßnahme ist die Vermittlung von Erwerbslosen in Zeitarbeit.
Dass die Zeitarbeitsfirmen komischerweise anscheinend nicht in der Lage sind ihr Personal selber zu suchen, läßt nur den Schluss zu, dass die Arbeiten so sche...e sind, dass man auf normalem Wege wahrscheinlich niemanden findet oder man insgesamt zu wenig Bewerber in der Branche hat, und man stattdessen über Maßnahmen (mit Sanktionsandrohung) wie diese die Leute zwangsrekrutiert (früher nannte man das "Shanghaien").
Man hat zwar offiziell die Möglichkeit nicht teilzunehmen, aber dann "muss man das seinem SB erklären". Meist hat man eh´ vorher Rechtsfolgebelehrungen, EGVs oder ähnliches vor den Latz geknallt bekommen...War in dieser Gruppe so und wird sonst nicht anders sein...
Man stellt mit den Mitarbeitern also ein Profil des Bewerbers auf und es wird ins Internet gepackt. Die Einrichtung des Profils hätte man bei Bereitstellung eines Passwortes auch alleine von zu Hause machen können, aber eine Minimumleistung muss man den Argen gegenüber wohl nachweisen für den Beratungsgutschein!
Mit anderen Worten: Geldverschwendung und Subventionierung äusserst fragwürdiger Geschäftspraktiken! Und zur Belohnung für den Erwerbslosen noch die Aussicht auf eine prekäre Beschäftingung.
Das Profil kann man übrigens später von zu Hause aus bearbeiten. Hat man nämlich einen Emailadresse angegeben, werden einem Passwort etc dazu autopmatisch vom System zugesandt...
WEiß jemand zufällig, was so ein Beratungsgutschein wert ist?

In erster Linie scheint die Firma nämlich hauptsächlich an dem interessiert zu sein...

P.S. Ach ja, auf Wunsch kann man zum 1001. Mal seine Bewerbungsunterlagen "optimieren" lassen. Na viel Spaß dabei!
P.P.S. Weitere Termine sind grundsätzlich wohl nicht vorgesehen, es sei denn man hat Sehnsucht danach!