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Eivisskat
Beiträge: 132
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« Antworten #30 am: März 08, 2010, 10:08:54 » |
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Schlimm ist ja auch, dass die Elos nun genau dort eingesetzt werden sollen, wo vorher massenhaft kompetente,geschulte & motivierte Leute entlassen worden, sprich soz. Dienst usw., um dort nun als Ungelernte (vllt. mit crash-kurs  wie neulich die Betreuer für Alzheimer-Patienten) auf die bedauernswerten Patienten, Heimbewohner oder sonstwie Hilflosen losgelassen zu werden. Das ist ein immenser Aufwand für die wenigen vor Ort verbliebenen Profis, die nun obendrein die eingesetzten Elos einweisen, kontrollieren etc. müssen und für die betroffenen Patienten, Heimbewohner oder andere Ausgelieferte ein weiterer Abstieg in ihrer menschlichen Würde und Selbstverständnis. Oder möchtet ihr eure Eltern (oder Kinder!) von mehr oder weniger unfreiwilligen, ungelernten, unmotivierten, zu dieser Tätigkeit gezwungenen Menschen ( + obendrein für sehr teuren Pflegesatz) betreut wissen? Vermutlich hat das Ganze auch mit der neuen Regelung für Zivi's zu tun, die inzwischen massiv wegfallen, weil sie sich nur noch für 1/2 Jahr verpflichten müssen und die gemeinnützigen Einrichtungen bereits dagegen Sturm laufen, weil sie extrem wenig Personal und ohne Zivis ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen können und diese offenen Stellen nun mit Zwangs-Elos gefüllt werden sollen. .... 
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Arwing
Beiträge: 1473
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« Antworten #31 am: März 08, 2010, 11:21:48 » |
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Es ist ja auch ein Widerspruch in sich, dass arbeitslose Menschen „zum Beispiel in Altenheimen Senioren Bücher vorlesen, in Sportvereinen helfen oder Straßen sauber halten" sollen, ein „Gemeinwohl-orientierter Arbeitsmarkt" aufgebaut werden solle und gleichzeitig davon gesprochen wird, dass keine sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze geschaffen werden können.
Welch eine dreiste Lüge! Aber Frau Kraft(los) hat sich ja selbst entlarvt: „Auf diese Weise entstünden dem Staat so gut wie keine Mehrkosten" Man gibt also offen zu, dass angemessen bezahlte Arbeitnehmer in Deutschland nicht erwünscht sind. Daher fordert man natürlich einen gemeinnützigen Reichsarbeitsmarkt - zum Wohle der Großbourgeoisie (Großkapital).
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Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.
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Sir Vival
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« Antworten #32 am: März 08, 2010, 11:35:16 » |
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womit mein "Traum" in meinem vorherigen Post obsolet wäre, gell?
1. anständige Bezahlung 2. sozialversicherungspflichtige Anstellung
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"Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg!" Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
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Arwing
Beiträge: 1473
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« Antworten #33 am: März 08, 2010, 11:37:59 » |
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Richtisch  Ein sehr guter Kommentar auf Heise: „ Nicht vergessen! Im Juni ist Fussball-WM Und genau dann, also nach der NRW-Wahl, nach der nächsten Steuerschätzung und vor der Sommerpause, wird man im Juni, während das deutsche Dummvolk "TOOOOOOOOOOR" schreit, all das durch's Parlament prügeln, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Krönung der Unverfrorenheit wird im Herbst dann sein, dass SPD und Grüne wieder ganz doll auf Gesetze schimpfen die sie selbst mitbeschlossen haben." http://www.heise.de/tp/foren/S-Naehern-sich-SPD-und-FDP-bei-Hartz-IV-einander-an/forum-175763/list/
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Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.
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Alan Smithee
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« Antworten #34 am: März 08, 2010, 11:50:04 » |
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Nochmal Zitat von Kraft: «Wir müssen endlich ehrlich sein. Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regulären Job finden», sagte Kraft. Deshalb müsse rasch «ein Gemeinwohl-orientierter Arbeitsmarkt» aufgebaut werden.
Bestätigung von Buntenbach: Natürlich gebe es Langzeitarbeitslose, die zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht in reguläre Arbeitsverhältnisse zu vermitteln seien, sagte Buntenbach. Soso. Das gibt aber noch lange nicht das Recht, die "Unvermittelbaren" für lau auszunutzen. Erst schickt man uns insgesamt jahrelang in Idioten-Massnahmen, wo uns eingetrichtert wurde, dass wir nur den Willen haben müssen, dann klappt´s auch mit der Arbeit. Tschakka! Und nun ist man endlich ehrlich?? Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man davor Unehrlich war?? Hätte ich jetzt nicht gedacht  Das das verlogener Bullshit war, ist mittlerweile seit langem bekannt. Zumindest bei denen, die schon vor Jahren ausselektiert wurden. Die anderen "Neuzugänge" werden es früher oder später auch noch kapieren...hoffe ich...  -----> und jetzt die Kehrtwende: auf einmal wird zugegeben, dass es für viele Arbeitslose nie wieder einen "regulären Job" geben würde. (Man beachte immer wieder die Umbenennung von "Arbeit" in "Job".) Das, wofür man unsereins damals androhte, uns aus einer Maßnahme zu werfen: nämlich die Behauptung, es gäbe nicht genug Arbeit für alle, und schonmal gar nicht für z.B. gesundheitlich Eingeschränkte, genau das wird jetzt salonfähig gemacht. Und genau das empfinde ich als äußerst erschreckend. Früher wurde versucht, für jeden eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zumindest vorzugaukeln. Heute spricht man bestimmten Bevölkerungsgruppen den Einstieg in einen "regulären Job" gleich im Vorfeld ab. Nicht dass ich diese Vorgaukelei nicht schon ziemlich früh durchschaut hätte. Nur bereitet man in meinen Augen etwas ganz perfides damit vor... 
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« Letzte Änderung: März 08, 2010, 11:52:48 von Alan Smithee »
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...still dreaming of electric sheep...
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Eivisskat
Beiträge: 132
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« Antworten #35 am: März 08, 2010, 11:51:19 » |
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Und für einen MINDESTlohn würde ich diese hochspezielle Tätigkeit als ausgebildete Fachkraft auch nicht machen, ebensowenig als Angelernte! Was soll das überhaupt immer mit Mindest-Lohn, wieso überhaupt MINDEST, wieso diese Abqualifizierung?  Meine Arbeit für die Gesellschaft ist nicht minder-wertig (im soz. Dienst schon gar nicht!) u nd ich will angemessen und mehr als angemessen für meine Kompetenz, Mühe, Umsicht, Verantwortung usw., usw. bezahlt werden, aber ganz bestimmt nicht mit Mindest-Lohn, wo auch immer der vielleicht irgendwann x festgelegt wird. Mit Mindest-Lohn können meinetwegen die SCHÄDIGER abgepeist werden, wir wissen inzwischen Alle, wo die zu finden sind!
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Solidanosh
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« Antworten #36 am: März 08, 2010, 13:28:43 » |
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SPD-Vize Kraft: Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Arbeit einsetzen
Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Kraft hat sich dafür ausgesprochen, dass Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Arbeit herangezogen werden. Diese Menschen könnten zum Beispiel in Altenheimen Senioren Bücher vorlesen, in Sportvereinen helfen oder Straßen sauber halten, sagte Frau Kraft dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Empfänger von Leistungen nach Hartz Vier ohne Aussicht auf reguläre Arbeit sollten die Chance bekommen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Gesellschaft etwas zu leisten. Als Lohn reiche ein - so wörtlich - "symbolischer Aufschlag auf die Hartz-Vier-Sätze", meinte Frau Kraft. - Sie ist die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai. http://www.dradio.de/nachrichten/201003061400/1Sicherlich geht die Frau ohne 1,50 Euro Vergütung aus, also den NullEuroJob, dann gemeinnützige Arbeit gibt es schon, die wird allerdigns als MAE mit 1,50 euro vergütet. Die SPD ist keine Soziialdemokratische Partei mehr, eine Verhöhnung der Opfer die für die Partei gestroben sind. Verbrecher sind das alles, wählt bloss nicht SPD , die haben ihr wahres GEsicht gezeigt. ...GASGERD...
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Rudolf Rocker
Beiträge: 2713
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« Antworten #37 am: März 08, 2010, 14:32:05 » |
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Also worum es geht ist ja ziemlich offensichtlich:
Verdrängung der regulär bezahlten Arbeitskräfte durch 1 Euro, -0 Euro- Jobs, Praktikanten usw.
Das einzige was dem DGB dazu einfällt: "Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte von Kraft, ihre Aussagen klarzustellen."
Ahja, die Aussage klarstellen! Warum hängt dieser DGB immer noch so an seinen verlogenen Seilschaften mit der SPD!! Ich bin auch in der Gewerkschaft. Und daher weiß ich das die Meinung an der Basis durchaus eine andere ist! Man versucht hier Arbeitslose gegen (noch) Beschäftigte auszuspielen! Das ist der Punkt!
Ein schöner 1 Wöchiger Generalstreik und H4 währe Geschichte!!!
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»Wir müssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen.« (Subcomandante Marcos)
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Rudolf Rocker
Beiträge: 2713
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« Antworten #38 am: März 08, 2010, 15:42:02 » |
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http://www.wdr.de/themen/politik/landtagswahl_2010/spd/100308.jhtmlKraft: "Würdevolle Perspektive" geben Aha, in Zwangsmaßnahmen, ohne Bezahlung zu arbeiten ist für die SPD also eine"Würdevolle Perspektive"!!! Wie währe es denn mal mit Arbeit die so bezahlt wird, das man davon WÜRDEVOLL leben kann!! Ich bin noch einer von der altmodischen Sorte: Ich möchte arbeiten gehen, um Geld zu verdienen. Also um damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen!! Und nicht weil ich LANGEWEILE habe!!! An der SPD hat sich nix geändert!! Für politische Machte gehen sie über Leichen! (Siehe Rosa Luxenburg, Karl Liebknecht!)
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»Wir müssen die Welt nicht erobern. Es reicht sie neu zu schaffen.« (Subcomandante Marcos)
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schwarzrot
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« Antworten #39 am: März 08, 2010, 15:46:04 » |
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Kraft grenzt sich von Westerwelle ab SPD-Spitzenkandidatin Kraft: "Ich möchte auf niemanden Zwang ausüben"
Sie hat Kritik provoziert - jetzt wehrt sich Hannelore Kraft. Die nordrhein-westfälische SPD-Spitzenkandidatin will sich wegen ihres Hartz-IV-Vorstoßes nicht mit FDP-Chef Westerwelle vergleichen lassen: "Ich möchte auf niemanden Zwang ausüben", verkündet sie und präzisiert ihre Pläne.
Köln/München - Hartz IV ist für Politiker ein heikles Thema. Dennoch hat sich Hannelore Kraft vorgewagt - und vorgeschlagen, Langzeitarbeitslose mit gemeinnützigen Jobs zu beschäftigen. Die Kritik von Sozialverbänden und Gewerkschaften kam prompt. Nun versucht Kraft, sich als Verbündete der Hartz-IV-Empfänger darzustellen und damit als Gegenentwurf zu FDP-Chef Guido Westerwelle.
Dieser setze auf Arbeitszwang, sagte Kraft am Montag im WDR. Sie aber wolle Arbeitswilligen eine Perspektive schaffen und Hartz-IV-Empfängern "die Chance geben, dauerhaft in Arbeit zu kommen": "Ich möchte auf niemanden Zwang ausüben, ich möchte aber, dass sie die Chance haben zu zeigen, was sie leisten wollen und leisten können."
... http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,682288,00.htmlNaja, wenn sie das ernsthaft meint, dann müsste die Spd HartzIV abschaffen. HartzIV IST ZWANG! Oder wie will mensch so etwas nennen, wenn betroffene mit der drohung des verhungerns ('sanktion') und der obdachlosigkeit ('100% 'einstellung der leistungen') bedacht werden? Rudolf hat schon recht, vor allem ist im moment mal wieder wahl. Nach der wahl vergisst 'tante' Spd ganz schnell und dreht sich wieder um 180°! Wie gehabt. 
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« Letzte Änderung: März 08, 2010, 15:57:16 von schwarzrot »
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto Wieder aktuell: Bertolt Brecht
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Strombolli
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« Antworten #40 am: März 08, 2010, 17:54:46 » |
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Es ist sehr wichtig mal wieder festzustellen, dass durch die ganzen zeitweiligen Maßnahmen von Leuten die in der Regel nicht für diese Maßnahme qualifiziert sind (ein technischer Ingenieur muß nicht zwingenderweise einen grünen Daumen haben, ein Maurer muß nicht zwingenderweise gut lesen und entsprechend betonen können) zusätzlich zur Abwärtspirale des Lohnes auch noch eine Abwärtsspirale der Qualifikation und Sachkenntnis im Gange ist.
Für einen begrenzten Zeitraum werden Leute wieder ins Arbeitsleben einbezogen, fuchsen sich ein um dann nach der Maßnahme wieder aufs Abstellgleis zu laufen. Was für eine Verschwendung von Leben, Verletzung von Menschenwürde! - Selbst die "Inanspruchnehmer" solcher Maßnahmen beginnen das langsam zu begreifen. Aber ehe sich das zu den Poltikern "hochspricht" haben wir wieder andere Koalitionen und kleinkriegerische Kämpfe ums beste Büro und Dienstwagen...
Die gegenwärtige Gesellschaftsform gibt keine Antworten auf die Frage der Zukunft: Wie wollen wir spätestens morgen leben? Diskussionen wie noch 1967/68 gibt es in den Medien nicht. Ich will und kann mich nicht mit der allgemeinen Akzeptanz des status quo als die "beste aller Lebensmöglichkeiten" abfinden!
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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Eivisskat
Beiträge: 132
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« Antworten #41 am: März 08, 2010, 19:35:38 » |
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Die Forderung von Frau Kraft ist dermassen unsinnig, wie es unsiniger schon nicht mehr geht:
Sie will allen Ernstes, dafür überhaupt nicht ausgebildete Menschen, z.B. als Hilfskräfte in der chronisch unterbesetzten Altenpflege einsetzen, anstelle dort mehr ausgebildetes Personal einzustellen und vollwertige Arbeitsplätze im Sozialbereich zu schaffen, die zu Hunderttausenden fehlen!
Es "hebt" ungeheuer das Selbstwertgefühl und ist eine tolle Perspektive, wenn Arbeitssuchende für einen Appel und ein Ei die Arbeit vollausgebildeter Kräfte ersetzen sollen, dann mit diesen nicht mal zusammen, wie in Betrieben üblich, unter Kollegen einen Kaffee trinken gehen können, weil sie dafür kein Geld haben. Und das im Bewusstsein, nie in dem Betrieb eine Vollzeitstelle bekommen zu können!
Das bedeutet de facti nichts anderes als eine innerbetriebliche "Zweiklassengesellschaft" zu schaffen, deren negative Auswirkungen, auf alle Beteiligten, bereits am Beispiel der Zeitarbeit und der 1 Euro Jobs durch zahlreiche Studien hinreichend nachgewiesen wurde. "Gemeinnützig" tätig werden, auf "freiwilliger" Basis kann auch jetzt schon JEDER, viele Arbeitssuchende engagieren sich z.B. bei den Tafeln, Vereinen, Verbänden, was Frau Kraft aber wohl entgangen zu sein scheint.
Ebenso entgangen ist ihr, daß jede soziale Aktivität, um nicht aus der umgebenden sozialen Beziehungsgruppe ausgegrenzt zu werden, auch mit Ausgaben, wie z.B. Beteiligung an Geburtstagsgeschenken im Team, gemeinsamen Unternehmungen und auch Mehrkosten, z.B. für den Zusatzverschleiss an Kleidung, Fahrt-, Telefon-, Portokosten etc. verbunden ist.
Es zeugt von völliger sozialer Inkompetenz der SPD NRW Spitzenkandidatin, in absoluter Ignoranz sozialer, zwischenmenschlicher Beziehungen in Gruppen von Menschen, dann auch noch zu tönen, daß ein "symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-Sätze" für solche Tätigkeiten reiche!
Viele sozial Bedürftige haben sich nämlich gerade deswegen aus Vereinen und ehrenamtlichen Engagement völlig zurückgezogen, weil sie wegen ihrer knappen Finanzen nicht einmal ansatzweise mithalten können und bereits jetzt dadurch bei allen diesen Aktivitäten vollkommen ausgegrenzt und als ARM stigmatisiert sind.
Auf all das, auch auf die Schamgefühle der Betroffenen nimmt Frau Kraft keinerlei Rücksicht. Daher sind ihre Vorschläge zynisch, menschenverachtend und realitätsfremd zu nennen.
Scheinbar hat Frau Kraft, wie so viele SPD'ler, Willy Brandt nicht gelesen, Zitat: "Es hat keinen Sinn, eine Mehrheit für die Sozialdemokratie zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein."
Für NRW stellt sich JETZT nicht mehr die Frage: Möchte die SPD mit der LINKE eine geduldete Regierung oder Koalition wagen?
Für NRW stellt sich JETZT die Frage: Kann sich Die Linke angesichts ihrer Wählerschaft überhaupt eine irgendwie geartete Unterstützung DIESER unsozialen NRW SPD erlauben?
Bleibt zu hoffen, daß die NRW Linke sich treu bleibt, stark genug wird, um in den Landtag einzuziehen und als einzige verbleibende soziale Kraft, die nicht unter dem neoliberalen Realitätsverlustsyndrom gegenüber der sozial-gesellschaftlichen Wirklichkeit leidet, eine kraftvolle Oppositionsarbeit gegen den neoliberalen Einheitsbrei, im Sinne der von den anderen Parteien vollkommen mißachteten und im Stich gelassenen, hilfebedürftigen Menschen leistet. Ganzer Artikel: "NRW-SPD sozial unwählbar" http://www.scharf-links.de/ vom 7.7.10
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RayTeall
Beiträge: 25
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« Antworten #42 am: März 08, 2010, 22:27:59 » |
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Zwei Worte zu "Landesmutti NRW"
EUGENIK und NÖTIGUNG ZUR ARBEIT
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:cheer: Du Chef, ich habe Dich geduzt :cheer:
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Carpe Noctem
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« Antworten #43 am: März 08, 2010, 23:18:46 » |
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Schlimm ist ja auch, dass die Elos nun genau dort eingesetzt werden sollen, wo vorher massenhaft kompetente,geschulte & motivierte Leute entlassen worden, sprich soz. Dienst usw., um dort nun als Ungelernte (vllt. mit crash-kurs  wie neulich die Betreuer für Alzheimer-Patienten) auf die bedauernswerten Patienten, Heimbewohner oder sonstwie Hilflosen losgelassen zu werden. In der Pflege ist das tatsächlich eine Katastrophe. Man hört und liest immer wieder davon, was alles schief läuft zu Ungunsten der Bewohner. Dekubitus, Neuroleptika um den Personalmangel auszugleichen (es reibt sich die Hände: Ihre Pharmaindustrie, meine Damen und Herren! [Applaus bitte])  Ein anderes Paar Stiefel ist die Einzelbetreuung gem. § 87 SGB XI. Eine gute langjährige Freundin von mir, die über 10 Jahre in der hauswirtschaftlichen Betreuung Alter und Behinderter bei einem mobilen Pflegedienst beschäftigt war bis sie allein erziehend wurde, erhielt 2009 einen EEJ von der ARGE in einem Altenheim. Dort entfielen je 20 87er Bewohner auf 1 qualifizierte Vollzeitstelle. Sobald aber 21 - 29 neue 87er dazu kamen, konnte der Träger keine Halbtagsstelle neu schaffen. Die Lösung war, geneigte Personen zu finden, die von der ARGE den Vorschlag unterbreitet bekamen, dort zunächst auf EEJ-Basis anzufangen, zu schauen wie sie klarkommen und dann auf Kosten der ARGE die Qualifikation zu absolvieren, damit man ihnen die neue Festanstellung anbieten kann, sobald die notwendige Anzahl abrechenbarer Fälle vorliegt. Meine Freundin hat das ein halbes Jahr gemacht, absolviert nun die Qualifikation und bekommt voraussichtlich im Sommer die Anstellung. Mündlich angeboten ist ihr die Stelle, der Träger hat geholfen bei der ARGE die Kohle für die Quali loszueisen und entsprechende schriftliche Einlassungen dort hinterlegt. Für die älteren Leutchen ist diese Frau ein echter Gewinn. Sie mögen sich gegenseitig und das fachliche Niveau steigt. Die Lady kommt mit den dementen Menschen so gut lang wie ich mit meiner Zielgruppe  @Alan Smithee: Was du geschildert hast, ist die totale Fehlplanung! Alkoholisierten Leuten gehört keine Verantwortung für andere Menschen übertragen. Einen Rollstuhl womöglich bergab versehentlich aus dem Griff zu verlieren, kostet vielleicht einen Menschen sein Leben. Die Versicherung hustet dem Heim was, wenn da lauter Besoffene am Werk sind. Die Stigmatisierung der Obdachlosen wird durch derartige Konstellationen auch nur zementiert. Meine klienten haben sich oft zurecht geweigert, im bürgerlichen Milieu zu arbeiten, eben weil dort schiefe Blicke und diskriminierende Reaktionen an der Tagesordnung sind. Selbst das Ableisten gemeinnütziger Arbeit zur Tilgung von Geldstrafen in Form von Geländepflege bei der Diakonie wurde so zum Spiessrutenlauf für den Verurteilten. Es ist für keine Seite wahrscheinlich, dass unter solchen Bedingungen Erfolgserlebnisse generiert werden  Oder möchtet ihr eure Eltern (oder Kinder!) von mehr oder weniger unfreiwilligen, ungelernten, unmotivierten, zu dieser Tätigkeit gezwungenen Menschen ( + obendrein für sehr teuren Pflegesatz) betreut wissen? Jo, so in etwa ^^  Grüsse - CN
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Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"
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Strombolli
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« Antworten #44 am: März 09, 2010, 00:03:15 » |
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Leute die solche Zustände befördern und zulassen, sind für mich eine gewissenlose kriminelle Vereinigung, die eigentlich strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden müssten, weil sie mit ihrem Tun die Verfassung mit Füßen treten.
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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