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Autor Thema: Möchte Weiterbildung: Wie mach ich das meiner FM klar ?  (Gelesen 473 mal)
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MarcoW75


Beiträge: 21


« am: März 07, 2010, 10:48:17 »

Hallo!
Nachdem ich vorgestern meine Sinnlos-Maßnahme bei der FAW beendet habe,erwartet mich am kommenden Mittwoch wieder das obligatorische Gespräch "zur beruflichen Situation" bei meiner Fallmanagerin. Heißt im Klartext: Ich soll meine Eigenbemühungen abgeben und eine neue EGV in Empfang nehmen.
Natürlich wirds auch mal wieder auf das Thema Zukunftsperpektiven kommen. Denn die sehen bei meinen Voraussetzungen nicht gerade rosig aus...wie wohl bei den meisten Usern hier: Ich arbeite in der Firma meiner Freundin im Minijob mit. Sie braucht meine Arbeitskraft,da sie meine Arbeit ja sonst selbst erledigen müsste,dadurch weniger Einkommen hätte und dann sogar selbst in das sogenannte "Selbstständigen-Hartz4" fallen würde. Eine Ausdehnung meines Minijobs wäre aber erst möglich,wenn sie weitere Leute für die Produktion einstellen könnte,was ihr aber momentan noch aus rechtlichen Gründen verwehrt wird...die Handwerkskammer hat was dagegen.Eine Änderung ist im besten Fall Mitte diesen, im schlechtesten Fall Ende nächsten Jahres in Sicht. Hinzu kommt die Tatsache,daß wir hier mitten im Thüringer Wald wohnen und ich kein eigenes Auto habe (kann ja nicht den Firmenwagen nehmen). Bleibt also nur der ÖPNV.  Da der auf dem Land eher dünn ist,fallen also Jobs im Schichtbetrieb raus. Nichtmal Zeitarbeitsfirmen nehmen einen, wenn man in der Pampa gebunden ist und kein Auto hat. Hinzu kommen berufliche Probleme: Meine Ausbildung als Gas-Wasser-Installateur war'ne Katastrophe (so in etwa wie die von Trickfilm-"Werner"),folglich ist da auch nichts zu erwarten, erst Recht nicht,wenn man schon 14 Jahre aus dem Beruf raus ist. Bleibt mir also nur, mich auf die dünn gesäten Jobs in der IT-Branche hier in der Gegend zu stürzen,da das auch mein privates Steckenpferd ist. Mittlerweile habe ich auch den Abschluß als MCDBA (Datenbankadmin) abgelegt,doch der allein reicht in der Praxis ja leider nicht. Denn praktisch ist es gerade in dieser Branche sehr darauf gekuckt wird,was man denn in Form irgendwelcher Zertifikate nachweisen kann..ob man das auch ohne Papierwisch kann,interessiert keinen.  Der langen Rede kurzer Sinn: Meine einzige Perspektive ist momentan, mich dahingehend weiterzubilden und weitere Zertifikate zu erwerben.  Natürlich ginge das auch im Selbststudium,doch die Unterlagen dazu sind teuer und auch die Prüfungen sind nicht gratis.  Doch wie mach ich das meiner FM schmackhaft,daß es sinnvoll wäre,wenn mich das Amt dahingehend fördert ?
Nun könnte man sagen,daß es eine Förderung gibt,wenn man eine Einstellungszusage bringt...aber mal ehrlich: Wer kennt einen Arbeitgeber,der auf einem überlaufenen Arbeitsmarkt wirklich gewillt ist, monatelang auf einen bestimmten Bewerber zu warten,nur weil der noch eben schnell ausgebildet wird ?
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Kerberos


Beiträge: 1


« Antworten #1 am: März 08, 2010, 11:57:18 »

Im IT Bereich speziell im Netzwerk- Serveradmin Bereich hast du als Berufsunerfahrener keine Chancen, da helfen dir die MS Zerts kein Stück, zudem sie auch schon sehr alten Datums sind.

Eine Fort-Weiterbildung wirst du nicht bekommen, du giltst gegenüber der ARGE als ungelernt, wohin soll eine Fort-Weiterbildung also führen.

Sinnvoll wäre eventuell eine Umschulung, in deinem Fall, da ja der DBadmin schon nachgewiesen ist, als Fachinformatiker Anwendungsentwicklung.

 Der Bildungsgutschein dafür liegt im Ermessen des Arbeitsberaters, du solltest ihm also plausibel aufzeigen das eine Möglichkeit zur Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt damit realistisch erscheint.

Womit du rechnen mußt, das der Bildungsträger der diese Umschulungen durchführt außerhalb des Tagespendelbereichs liegt, du also für die Zeit der Umschulung 2 Jahre auswärts untergebracht bist, im Wohnheim des Bildungsträgers.

Zu den Zertifikaten für die MS Geschichten, wenn du die voucher direkt bei prometric anforderst, sind sie um einiges billiger du zahlst nur den Preis ohne MWst. Bezahlung einfach über Kreditkarte.
« Letzte Änderung: März 08, 2010, 11:59:29 von Kerberos » Gespeichert
Micki


Beiträge: 466


« Antworten #2 am: März 09, 2010, 08:38:24 »

Meine Erfahrung von den MS - Zertifikaten. Nice to have aber auch net mehr. Bringen nur in so fern was wenn einer wen mit diesen Zertifikaten braucht wegen Zertifizierung der IT. Vom Anwendungsentwickler würde ich derzeit abraten. Gibt es wie Sand am Meer und wenn du keine Berufserfahrung nachweisen kannst keine Chance würde eher den Systemintegrator empfehlen wenn es schon IT sein muß. Bin selber Fachinformatiker und suche Bundesweit, nur Absagen.
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MarcoW75


Beiträge: 21


« Antworten #3 am: März 10, 2010, 07:32:20 »

Tja...das ist mein Problem: Ich bin nun schon seit 25 Jahren privat im IT-Bereich tätig, betreue u.a. die IT&Webseiten von 2 kleinen Firmen (nebenberuflich), habe mehr Kenntnisse als manch Fachmann.  Dummerweise kann ich diese Kenntnisse aber praktisch nicht nachweisen...und ohne Nachweise krieg ich nirgendwo eine Festanstellung in dem Bereich. In manchen Fällen hasse ich die deutsche Gründlichkeit,denn lieber werden irgendwelche Idioten mit Abschluß eingestellt,bei denen man sich fragt,wo die den wohl herhaben. Früher gabs mal sowas wie Einstellungstest oder 1-2 Probewochen (quasi ein Praktikum vor Einstellung),aber das scheint heutzutage vollkommen out zu sein.
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schwarzrot


Beiträge: 2458



« Antworten #4 am: März 10, 2010, 09:04:17 »

Manchmal hilft auch die suchfunktion des forums:
    
Re:Bildungsgutschein gegen EGV?
Re:Falls es mal mit der Weiterbildung nicht klappen sollte.............
Auch von anderen wurde schon sehr viel zu dem thema geschrieben, übrigens sehr oft von ITlern.  Wink

Allerdings als AlgIIler eine weiterbildung durchzubekommen ist nicht einfach. Eine mehrjährige berufsausbildung ist noch grösses kino. Da musst du mit sehr viel taktik ran, machbar ist es aber.
« Letzte Änderung: März 10, 2010, 09:09:03 von schwarzrot » Gespeichert

"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
Onkel Tom


Beiträge: 2268



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« Antworten #5 am: März 10, 2010, 09:41:48 »

Überzeugung des SB, Deine bisherigen IT-Erfahrungen zu einem anerkannten
Berufsstatus aus zu bauen, fängt damit an, das eine Schulung in jedem Fall dazu
führt, das Du danach mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr von der ARGE
abhängig bist.

Der IT-Markt ist hart umkämpft und um dord gut konkurieren zu können, sind
spezielle Qualifikationen von Bedeutung. So einfah MS-Zertifikationen zu machen,
erhöhen die Chance zur Intregration auf dem Arbeitsmarkt  nicht gut genug..

Mach Dir mal Gedanken darüber, was Du lernen könntest, in einem Bereich, wo auf
dem Arbeitsmarkt nachweislich Nachfrage herrscht. Wenn Du was gefunden hast,
sieht das schon besser aus und wenn Du schon im Vorfeld des Termin bei der ARGE
Handfeste Vorschläge zu Schulungen, was, wie, wo und deren Kosten auf dem
ARGE-Tisch legen kannst, hast Du schon den halben Fuß in der Tür zum Weg
der Einzelförderung gemäß AZWV..

Grundlage zu AZWV :  § 177 SGB-III oder § 33 SGB- ( IX ? ) müssen gegeben sein !
Ohne dem gehst Du leer aus.. Und bis dahin auf keinen Fall EGV unterzeichnen,
sondern hart am Ball der Verhandlungen bleiben..

Ich habs geschafft, wünsche Dir die Kraft, ein gutes Jahr dafür zu kämpfen zu
müssen und das Du nicht auf miese Tricks reinfällst, die Dich vom Weg abbringen
sollen.

Viel Glück  Wink

Ps.. roter Text = Zaubertöne..
« Letzte Änderung: März 10, 2010, 09:43:36 von Onkel Tom » Gespeichert

Lass Dich nicht verhartzen ! Jeden Montag ELSE..
Carpe Noctem


Beiträge: 1353



« Antworten #6 am: März 10, 2010, 13:09:28 »

Ich bin nun schon seit 25 Jahren privat im IT-Bereich tätig, betreue u.a. die IT&Webseiten von 2 kleinen Firmen (nebenberuflich), habe mehr Kenntnisse als manch Fachmann.

Bitte diese Leute, dir Arbeitszeugnisse auszustellen. Dann hast du Nachweise!

Ich habe z.B. für nichts und gar nichts eine WB, aber Arbeitszeugnisse in denen steht, ich könne dies das und jenes, habe erfolgreich... blah... Das ist hieb- und stichfest. Darauf kann man aufbauen, auch wenn man das "nur" im laufenden Betrieb gelernt hat. Es ist der Nachweis erbracht, dass man beim arbeiten mit grossem Interesse Neues lernt. Arbeitgeber mögen das. Man verkauft denen das dann so, dass die Einarbeitung leicht von der Hand geht, das senkt letztlich Kosten. Bei der ARGE verkauft man das ähnlich, nur dass man das ein oder andere Zertifikat eben dringend braucht, da ohne abgerundetes Profil kein Einsteig in existenzsichernde Arbeit möglich ist. Bis dato habe der Kenntnisstand schliesslich nur für Nebenjobs gereicht.

Grüsse - CN
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nightliner


Beiträge: 367


« Antworten #7 am: März 10, 2010, 15:17:37 »

Hänge mich gerade auch mal in die Diskussion rein.

Habe auch demnächst wieder einen Termin bei meinem AV.

Aussage das letzte Mal war ähnlich wie hier vom TE genannt, Bildungsgutschein gibt es nur noch wenn Arbeitgeber sagt ..... usw.
Gelten die genannten Gesetze auch für ALG I?

Ich in der Vergangenheit auch mal so ein IT-Kurs, ging damals 14 Monate und hat mit einem internen Zertifikat abgeschlossen.
Da es in meinem bisherigen Tätigkeitsfeld ziemlich schlecht aussieht, kaufmännischer Bereich, habe ich mir auch überlegt vielleicht wieder zu versuchen im IT-Bereich Fuß zu fassen.

Hier wurde von Systemintegrator gesprochen, ist das ein Bereich der zurzeit gefragt ist?
Ist das also ein Bereich in dem nachweislich Bedarf herrscht.

Meine Erfahrunge in der Vergangenheit waren eigentlich eher die, dass es im IT-Bereich, vor allem für jemanden der keinen offiziellen anerkannten Abschluss in dem Bereich hat, sondern nur so Zertifikat, nicht möglich ist reinzukommen, seitdem die Internetblase geplatzt ist.

Also könnte ich das bei meinem Gespräch, dass ich demnächst wieder mit meinem AV vorschlagen?

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Onkel Tom


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« Antworten #8 am: März 10, 2010, 20:46:48 »


Aussage das letzte Mal war ähnlich wie hier vom TE genannt, Bildungsgutschein gibt es nur noch wenn Arbeitgeber sagt ..... usw.
Gelten die genannten Gesetze auch für ALG I?



Sagen können die SB viel.. Lasst es Euch doch mal schriftlich geben  Shocked

Klar ist, das der Leistungsservice der BA sparen soll, aber wenn darauf hin die SB's grundsätzlich
auf dem Trip programmiert sind "gibt es nicht" fällt Mensch als Erwerbsloser auf die Verarsc.. der
Argen rein. Im Prinzip ist es so, wer was haben will muss nerven..

AZWV wird auch nur induviduell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse an Zusatzqualifikationen
des Erwerbslosen bewilligt oder nicht. So pauschal kann man nicht ein Grundgerüst dafür geben
oder raten, wie komme ich in den Genuss einer AZWV - Einzelfallförderung.
Liegen gesundheitliche Einschränkungen vor, geht es nach § 33 SGB (9 ?).
Andere Hemmnisse gehen über den § 177 SGB III und es spielt keine Rolle, ob Mensch ALG I oder
ALG - II bezieht..

Ich habe hier im Forum mal darüber berichtet, welche Schritte mir bis zur Schulung ( 2 Jahre über
Bildungsgutschein nach AZWV, Kosten gut 25.000 Euronen ) begegnet sind.

Wer sucht,wird fündig  Wink
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MarcoW75


Beiträge: 21


« Antworten #9 am: März 11, 2010, 09:30:59 »


Aussage das letzte Mal war ähnlich wie hier vom TE genannt, Bildungsgutschein gibt es nur noch wenn Arbeitgeber sagt ..... usw.

Genau diesen Spruch durfte ich mir gestern von meiner Fallmanagerin auch anhören. Aber mal ganz ehrlich: Wie begehrt muss man vom Arbeitgeber sein,daß der willens ist, noch ein paar Monate mit der Einstellung zu warten, wenn der Markt voll von Leuten ist,die diese Qualifikation schon haben ? Auf regulärem Wege ist es also sehr unwahrscheinlich,daß das ein AG macht. Es sei denn natürlich,man kennt einen AG,der sowas aus Gefälligkeit bescheinigt. Während einer ein paar Monate dauernden Qualifizierung kann mit einer Firma schließlich viel passieren und der Personalbedarf kann plötzlich gen Null tendieren *zwinker*

Zitat
Ich in der Vergangenheit auch mal so ein IT-Kurs, ging damals 14 Monate und hat mit einem internen Zertifikat abgeschlossen.

Dito....solche Zertifikate sind aber meist nicht das Papier wert,auf dem sie stehen. Vor allem deswegen,weil diese Abschlüsse in der Praxis nur sehr selten allein ausreichen, meist erstreckt sich das Aufgabengebiet auch auf andere Bereiche,die vom Zertifikat nicht abgedeckt sind. Ein einfaches Beispiel aus einem anderen Bereich: Du machst einen LKW-Führerschein. Theoretisch könntest du jetzt berufsmäßig LKWs fahren.Doch in der Praxis erstreckt sich die Arbeit eines Berufskraftfahrers nunmal auch auf Tätigkeiten,die man nicht bei der Fahrschule beigebracht kriegt (LKWs be-/entladen, Gabelstapler fahren etc). Fazit:Du hast die Grundlagen für eine Berufsausübung als LKW-Fahrer, kriegst aber trotzdem keinen Job,weil du Kenntnisse über Arbeiten,die neben dem Fahren dazugehören,nicht auch irgendwie bescheinigen kannst.


Zitat
Meine Erfahrunge in der Vergangenheit waren eigentlich eher die, dass es im IT-Bereich, vor allem für jemanden der keinen offiziellen anerkannten Abschluss in dem Bereich hat, sondern nur so Zertifikat, nicht möglich ist reinzukommen, seitdem die Internetblase geplatzt ist.

Stimmt leider, mir gehts genauso. Obwohl das Platzen dieser Internetblase ja wohl nicht dem kleinen Admin etc zuzurechnen ist,sondern den Herrschaften in den Vorstandsetagen. Will sagen: Es hat sich nichts dran geändert,daß ein Quereinsteiger trotz allem mehr Kenntnisse haben kann als ein "Fachmann". Nur kann letzterer seine Kenntnisse in Form irgendwelcher offizieller Papierchen nachweisen (obwohl Zertifikate das ja eigentlich auch könnten).  Früher gabs mal die Angewohnheit, jemanden für 2-3 Tage probearbeiten zu lassen,wenn man sich seiner Qualifikation nicht ganz sicher war...aber auch das scheint inzwischen der Vergangenheit anzugehören.


Zitat
Also könnte ich das bei meinem Gespräch, dass ich demnächst wieder mit meinem AV vorschlagen?

Vorschlagen kannst du das schon...nur bringen wirds in aller Regel nichts. Denn egal ob BA oder Arge...die sind der Meinung,daß man mit einem einzigen Zertifikat durchaus Chancen auf dem Markt hat,egal was in der Praxis wirklich abgeht.




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Onkel Tom


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« Antworten #10 am: März 11, 2010, 15:38:02 »

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Genau diesen Spruch durfte ich mir gestern von meiner Fallmanagerin auch anhören. Aber mal ganz ehrlich: Wie begehrt muss man vom Arbeitgeber sein,daß der willens ist, noch ein paar Monate mit der Einstellung zu warten, wenn der Markt voll von Leuten ist,die diese Qualifikation schon haben ? Auf regulärem Wege ist es also sehr unwahrscheinlich,daß das ein AG macht.
...

Genau so ist es, weil ein AG dazu gegenüber der ARGE dafür haften soll, den zu fürdernen für
mindestens sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. M.E. klarer Eingriff in der Unternehmerischen
Freiheit und von daher keinerlei fruchtbaren Boden, was sich z.B. bei der Förderung eines
PKW / LKW Führerscheins angeht..

Ich konnte genauso wenig in der IT-Brance landen... So habe ich mich spezialisiert und kann so
innerhalb kurzer Zeit locker 5000 Euronen Honorar vereinbaren, aber sone Aufträge sind so rar,
das ich dafon leider doch nicht exestieren kann..

(Datenrettung bei vollendeter Vierenbeschädigung..)
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nightliner


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« Antworten #11 am: März 15, 2010, 13:18:10 »


Genau diesen Spruch durfte ich mir gestern von meiner Fallmanagerin auch anhören. Aber mal ganz ehrlich: Wie begehrt muss man vom Arbeitgeber sein,daß der willens ist, noch ein paar Monate mit der Einstellung zu warten, wenn der Markt voll von Leuten ist,die diese Qualifikation schon haben ? Auf regulärem Wege ist es also sehr unwahrscheinlich,daß das ein AG macht. Es sei denn natürlich,man kennt einen AG,der sowas aus Gefälligkeit bescheinigt. Während einer ein paar Monate dauernden Qualifizierung kann mit einer Firma schließlich viel passieren und der Personalbedarf kann plötzlich gen Null tendieren *zwinker*


Mein AV hat sogar ganz rundheraus gesagt, als ich ihn fragte, also praktisch garnicht mehr, ja, so sieht es aus.




Dito....solche Zertifikate sind aber meist nicht das Papier wert,auf dem sie stehen. Vor allem deswegen,weil diese Abschlüsse in der Praxis nur sehr selten allein ausreichen, meist erstreckt sich das Aufgabengebiet auch auf andere Bereiche,die vom Zertifikat nicht abgedeckt sind. Ein einfaches Beispiel aus einem anderen Bereich: Du machst einen LKW-Führerschein. Theoretisch könntest du jetzt berufsmäßig LKWs fahren.Doch in der Praxis erstreckt sich die Arbeit eines Berufskraftfahrers nunmal auch auf Tätigkeiten,die man nicht bei der Fahrschule beigebracht kriegt (LKWs be-/entladen, Gabelstapler fahren etc). Fazit:Du hast die Grundlagen für eine Berufsausübung als LKW-Fahrer, kriegst aber trotzdem keinen Job,weil du Kenntnisse über Arbeiten,die neben dem Fahren dazugehören,nicht auch irgendwie bescheinigen kannst.


Merke es auch, das Zertifikat dass ich habe ist eben schon ein bischen zu wenig um heutzutage noch in einer Firma in dem Bereich landen zu können.


Meine Erfahrunge in der Vergangenheit waren eigentlich eher die, dass es im IT-Bereich, vor allem für jemanden der keinen offiziellen anerkannten Abschluss in dem Bereich hat, sondern nur so Zertifikat, nicht möglich ist reinzukommen, seitdem die Internetblase geplatzt ist.

Ja, stimmt wohl leider.
Kann mich gut erinnern, zu der damaligen Zeit war es wirklich so, dass man da auch nur mit einem Zertifikat reinkommen konnte, es war wirklich Bedarf da.
Hatte mich damals auch mit Leuten unterhalten, die den Kurs vor mehr fertig gemacht hatten, und die hatten alle eine Stelle bekommen im IT-Bereich.
Habe heute noch zu ein paar Leuten Kontakt die damals als ambitionierte PC Anwender teilweise sogar noch nicht mal mit einem Zertifikat, oder dann auch ggf. nur mit diesen MSCE Geschichten, die damals  in IT Stellen reingekommen sind.
Endanwendersupport in Firmen usw.
Nur heutezutage, sagen die auch selber, muss man da mindestens einen Fachinformatiker vorweisen können, also ein anerkannten offiziellen Berufsabschluss in dem Bereich.
Auch wenn man das Wissen eigentlich garnicht braucht, dass einem da vermittelt wird.



Stimmt leider, mir gehts genauso. Obwohl das Platzen dieser Internetblase ja wohl nicht dem kleinen Admin etc zuzurechnen ist,sondern den Herrschaften in den Vorstandsetagen. Will sagen: Es hat sich nichts dran geändert,daß ein Quereinsteiger trotz allem mehr Kenntnisse haben kann als ein "Fachmann". Nur kann letzterer seine Kenntnisse in Form irgendwelcher offizieller Papierchen nachweisen (obwohl Zertifikate das ja eigentlich auch könnten).  Früher gabs mal die Angewohnheit, jemanden für 2-3 Tage probearbeiten zu lassen,wenn man sich seiner Qualifikation nicht ganz sicher war...aber auch das scheint inzwischen der Vergangenheit anzugehören.

Tja, wäre die bloß ein paar Jahre später geplatzt, oder garnicht, im Grunde genommen hat es am Management gelegen.
Ich würde schon sagen dass ich als Quereinsteiger mehr Wissen habe, als mancher ausgebildeter Fachmann.
Habe das auch in meinem letzten Job gemerkt, wir hatten in meiner letzten Firma auch ein IT-Support, eine Vielzahl der EDV Probleme habe ich selber lösen können, und bei einem kleinen Teil ging das nur nicht, weil mir die entsprechenden Zugriffsrechte auf divierse Server gefehlt haben, die gebraucht hätte.


Vorschlagen kannst du das schon...nur bringen wirds in aller Regel nichts. Denn egal ob BA oder Arge...die sind der Meinung,daß man mit einem einzigen Zertifikat durchaus Chancen auf dem Markt hat,egal was in der Praxis wirklich abgeht.


Naja gut, hätte sein können das vielleicht irgend jemand den Non-Plus-Ultra Vorschlag gehabt hätte, wie man dass denn durchbekommen könnte.
Aber ich sehe schon, die gibt es wohl zurzeit nicht.

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MarcoW75


Beiträge: 21


« Antworten #12 am: März 17, 2010, 09:58:29 »


Nur heutezutage, sagen die auch selber, muss man da mindestens einen Fachinformatiker vorweisen können, also ein anerkannten offiziellen Berufsabschluss in dem Bereich.
Auch wenn man das Wissen eigentlich garnicht braucht, dass einem da vermittelt wird.

Oh ja...das stimmt. Erst vor einigen Tagen habe ich wieder ein Stellenangebot gelesen, in dem das der Fall war. Gesucht wurde jemand von einer kleinen Schrauberbude, die PCs nach Kundenwunsch zusammenbauen. Sein Aufgabengebiet: er soll die Kunden beraten,die PCs dann nach Wunsch zusammenschrauben,mit Betriebsystem versehen und die Kunden dann auf Wunsch auch in die Bedienung einweisen. Vorraussetzung: Abschluß als Fachinformatiker und 3 Jahre Berufserfahrung.    Hallo ? Sowas hab ich schon mit 15 aus dem Kinderzimmer heraus gemacht!  Will sagen: Die tatsächlichen Anforderungen haben inzwischen leider mit den gewünschten Vorraussetzungen leider so gar nichts mehr zu tun. Und dann wundern sich genau diese Chefs,wenn die Bewerber nicht mehr für 5,50€/h arbeiten wollen oder sich gar keine erst melden ?


Zitat
Ich würde schon sagen dass ich als Quereinsteiger mehr Wissen habe, als mancher ausgebildeter Fachmann.

Dito,geht mir genauso. Da ich aber mit 34 schon zu alt für eine "richtige" Ausbildung bin (vor 10 Jahren hätte ich darüber vielleicht noch nachgedacht),dann bleibt mir nichts anderes übrig,als solche Zertifikate nachzuholen,wenn ich überhaupt mal eine Chance auf einen Job in dieser Branche haben will. Auch wenn diese Zertifikate im Grunde nichts bringen. Aber leider ist es nunmal immernoch so,daß ein Dummbatz mit Zertifikat besser angesehen ist als ein Einstein ohne solches.


Zitat
Habe das auch in meinem letzten Job gemerkt, wir hatten in meiner letzten Firma auch ein IT-Support, eine Vielzahl der EDV Probleme habe ich selber lösen können, und bei einem kleinen Teil ging das nur nicht, weil mir die entsprechenden Zugriffsrechte auf divierse Server gefehlt haben, die gebraucht hätte.

Ich wäre schon froh,überhaupt so weit zu kommen.


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Mondragon


Beiträge: 13


« Antworten #13 am: März 18, 2010, 12:48:16 »

Hallo,

ich will dir nicht sämtliche Hoffnung nehmen, aber bzgl. der IT-Branche in Thüringen: Vergiss es! Auch wenn man in diversen Tageszeitungen immer wieder liest "Es werden Computerexperten gesucht blabla.", so entspricht dies nicht der Realität. Nunja, zumindest nicht vollends. Es werden welche gesucht, aber ausschließlich über Leihbuden. Ich selbst bin gelernter Informatiker, wohnhaft ebenfalls im Thüringer Wald, und sitze seit 2 Jahren auf der Straße, weil es, ausser Callcenter- und zwielichtigen Leihbuden-Jobs, nichts, aber auch gar nichts gibt.

Tu dir selbst einen Gefallen und schule, wenn du das definitiv möchtest, nicht in diese Branche um. Bringt absolut nichts.

Die allgemeine Problematik kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen. Ich selbst bekniee meinen SB auch schon seit Monaten wegen eines Bildungsgutscheins (Fortbildung oder Fernstudium) - da geht ebenfalls nichts. Erst, wenn ein AG explizit einen Job in Aussicht stellt. Unnötig zu erwähnen, dass das völliger Humbug ist, da ja überhaupt erst ein Job in Aussicht gestellt würde, wenn ich weiterführende Qualis. besäße.

Ist schon alles traurig ... aber man soll ja die Hoffnung nie aufgeben. Wink
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Ruby


Beiträge: 609


« Antworten #14 am: März 18, 2010, 13:03:19 »

Jo oder es ist wie hier oft im Süden, wer sucht, sucht ne eierlegende Wollmilchsau.

lg Ruby
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