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Autor Thema: Arbeitslose können Mikrokredite der EU erhalten  (Gelesen 491 mal)
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Eivisskat


Beiträge: 132


« am: März 08, 2010, 19:18:15 »

Zitat
Erfunden wurden sie in der Dritten Welt. Nun können auch Arbeitslose bis zu 25.000 Euro Kredit für Existenzgründungen beantragen.

Brüssel. Arbeitslose können künftig für den Sprung in die Selbstständigkeit Mikrokredite von der Europäischen Union erhalten. Nach dem Vorbild der Entwicklungsländer greift auch Europa Kleinstunternehmern mit solchen Mini-Darlehen unter die Arme. Das beschlossen die Arbeitsminister der 27 EU-Staaten am Montag auf einem Treffen in Brüssel. Die Kredite von bis zu 25.000 Euro sollen Menschen ohne Job eine Chance geben, sich als Existenzgründer selbstständig zu machen. Ab Juni können die Gelder fließen.

Die EU-Mitglieder wollen mit Mikrokrediten die steigende Arbeitslosigkeit eindämmen. Denn die Wirtschaftskrise hat die Zahl der Menschen ohne Job auf einen Rekordstand getrieben. EU-weit liegt die Quote derzeit bei 9,5 Prozent, knapp 23 Millionen Männer und Frauen sind arbeitslos. Besonders schlimm ist Spanien betroffen, wo fast jeder fünfte ohne Arbeit ist.

 „Mikrokredite sind eine wichtige Antwort auf die Krise“, sagte der spanische Arbeitsminister und derzeitige Ratsvorsitzender Celestino Corbacho. Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern und weniger als zwei Millionen Euro Umsatz können Mikrokredite erhalten. Die EU will bis 2014 insgesamt 100 Millionen Euro dafür einsetzen. Das Europaparlament hatte dem Vorschlag bereits zugestimmt, nun geht es an die konkrete Umsetzung. (dpa/AFP/abendblatt.de)



http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1411968/Arbeitslose-koennen-Mikrokredite-der-EU-erhalten.html
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http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

 „Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen." (Mahatma Gandhi)
Amaroq


Beiträge: 31


« Antworten #1 am: März 08, 2010, 19:31:59 »

Klingt ja nach einer guten Idee, nach der auch ich mir evtl die Finger lecken würde...
ABER: So wie das bürokratisch in Deutschland umgesetzt werden wird, kommt man an die Kohle eh nicht ran...
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Eivisskat


Beiträge: 132


« Antworten #2 am: März 08, 2010, 19:42:58 »

Vor allen Dingen muss mensch sehr aufpassen mit der jeweiligen "Geschäftsidee", denn häufig dienen diese Kredite nur den involvierten Banken, aber der Elo sitzt nach kürzester Zeit wieder erwerbslos rum, obendrein mit einem ganzen Haufen Schulden.

Ich kannte diese Mini-Kredite schon in Spanien, die wurden in den "Maßnahmen" für Elos angeboten wie Sauerbier, fix und fertig mit "Partner"-Bank & Kreditunterlagen präsentiert. Nur noch Geschäftsidee eintragen, Geschätsgründer-Mini-Seminar machen, problemlos von der Kammer absegnen lassen und schon gabs alle 3 Monate mindestens 50 weitere absurde "Firmen" in der Stadt. Es war ziemlich krass...

Es wird bestimmt nicht lange dauern, dass mensch die hier auch angeboten /nachgeschmissen bekommt.
« Letzte Änderung: März 08, 2010, 19:48:49 von Eivisskat » Gespeichert

http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

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Carpe Noctem


Beiträge: 1353



« Antworten #3 am: März 08, 2010, 23:30:35 »

Vor allen Dingen muss mensch sehr aufpassen mit der jeweiligen "Geschäftsidee", denn häufig dienen diese Kredite nur den involvierten Banken, aber der Elo sitzt nach kürzester Zeit wieder erwerbslos rum, obendrein mit einem ganzen Haufen Schulden.

Genau das war auch mein erster Gedanke dazu. Ich glaube, ich mach mich als Schuldnerberaterin selbständig Grin

Grüsse - CN
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Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"
BGS


Beiträge: 624



« Antworten #4 am: März 12, 2010, 18:23:32 »

Wie wäre es, erstmal die Praxis abzuwarten, statt von vornherein alles zu verurteilen. Vielleicht helfen die Mirkrokredite ja manchem Arbeitslosem wirklich?

MfG
BGS

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Beiträge: 497


« Antworten #5 am: März 12, 2010, 22:43:39 »

Zitat von: Eivisskat
Ich kannte diese Mini-Kredite schon in Spanien, die wurden in den "Maßnahmen" für Elos angeboten wie Sauerbier, fix und fertig mit "Partner"-Bank & Kreditunterlagen präsentiert. Nur noch Geschäftsidee eintragen, Geschätsgründer-Mini-Seminar machen, problemlos von der Kammer absegnen lassen und schon gabs alle 3 Monate mindestens 50 weitere absurde "Firmen" in der Stadt. Es war ziemlich krass...

Das ist ja wie Ich-AG auf Kredit.

Grundsätzlich sagt man ja, jede zweite Gründung geht schon innerhalb der ersten 5 - 7 Jahre schief bzw. steuert in die Pleite.

Für wenige mag dieser Mini-Kredit was bringen, die anderen sind früher oder später wieder arbeitslos,Pleite und haben obendrein noch Schulden.
Es ist wohl ein Tanz auf dem Vulkan, wenn die Vorrausetzungen für die Selbständigkeit/ bzw. dem Geldingen der Geschäftsidee nicht stimmen.

Es ist hat mit Vorsicht zu genießen.



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Carpe Noctem


Beiträge: 1353



« Antworten #6 am: März 12, 2010, 23:33:58 »

Wie wäre es, erstmal die Praxis abzuwarten, statt von vornherein alles zu verurteilen. Vielleicht helfen die Mirkrokredite ja manchem Arbeitslosem wirklich?

Der Begriff "Mikro" ist irreführend. Für einen Arbeitslosen, der nach nur 1 Jahr am Existenzminimum angekommen ist, wären 25.000,-- Euro alles andere als "mikro". Nach einer gescheiterten Selbständigkeit hiesse das automatisch Insolvenz.

Grüsse - CN
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Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"
Amaroq


Beiträge: 31


« Antworten #7 am: März 13, 2010, 10:28:55 »

Ganz ehrlich weiß ich nicht, was Ihr wollt...

Selbständige haben immer das Problem, daß sie ja insolvent gehen könnten, das ist doch völlig normal und hat mit Deutschlands Regulierungswut in diesem Zusammenhang nichts zu tun.
Man kann also das normale Risiko nicht denen auflasten, die einem evtl in die Selbständigkeit helfen!

Die andere Frage ist natürlich, unter welchen Voraussetzungen dieser Kredit gegeben würde - wären diese Voraussetzungen ähnlich banal wie im Beispiel Spanien, dann wäre natürlich mit Insolvenzen in Reihe zu rechnen. Aber auch das ist die Verantwortlichkeit des Gründers und weniger des Kreditgebers!

Und "Mikrokredit" paßt durchaus - ich plane gerade recht konkret an meiner Selbständigkeit und ich weiß genau, daß man mit 25tsd Euro keinen richtigen Start hinlegen kann. Und wenn man nur - um ein Beispiel zu nennen - einen Kiosk gründen will, reicht diese Summe schon bei weitem nicht.

Ich auf jeden Fall werde mich weiter um das Thema kümmern und wenn ich eine Chance habe, daran zu kommen, werde ich diese nutzen.
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Beiträge: 497


« Antworten #8 am: März 13, 2010, 15:52:46 »

Zitat von: Amaroq
Und "Mikrokredit" paßt durchaus - ich plane gerade recht konkret an meiner Selbständigkeit und ich weiß genau, daß man mit 25tsd Euro keinen richtigen Start hinlegen kann. Und wenn man nur - um ein Beispiel zu nennen - einen Kiosk gründen will, reicht diese Summe schon bei weitem nicht.

Das kann man aber so pauschal nicht sagen, dass man mit  25tsd Euro keinen Start hinlegen kann.
Gut, für einen Kiosk mag es nicht reichen, aber wenn jemand z. B. als Übersetzter, Programmierer, Journalist etc.  freiberuflich arbeitet, ist es durchaus möglich mit weniger Kapital zu gründen.

Alles geht halt nicht. Ich würde persönlich auch nicht auf die Idee kommen aus der Arbeitslosigkeit und ohne Eigenkapital einen Kiosk zu eröffnen.
Mit den Krediten hält man sich vielleicht einige Zeit über Wasser. Irgendwann läuft es auch, aber nur weil man die Konkurrenz unterbietet. wenn dann mal alle Zuschüsse Subventionen wegfallen, was dann ? Entweder geht  man selbst pleite oder die Konkurrenz nebenan, oder die Preise gehen im Keller, so dass beide nicht  davon leben können, inderekt werden sie zum eigenen Ausbeuter.

Tendenzel geht nach meiner Meinung die wirtschaftliche Entwicklung dahin.
Es ist scheinbar vom Staat auch so gewollt, wie auch damals bei der Ich-AG schon.

Bei jedem Projekt gibt es aber auch positive Effekte , ich will wirklich nicht alles schlechtreden. Nur die Basis muss stimmen.

Der Kiosk hätte eigentlich nur eine Chance,wenn er was zu bieten hat,   was die anderen Anbieter nicht zu bieten haben, was innovatives halt.
« Letzte Änderung: März 13, 2010, 16:01:32 von inline » Gespeichert
Wolfimschafspelz


Beiträge: 1


« Antworten #9 am: März 15, 2010, 15:47:30 »

Mal angenommen ein ALG2-Empfänger ohne Chance auf Zukunft greift sich die 25000,-,
weist ein paar Geschäftstätigkeiten nach und macht sich mit der Kohle einen Lenz...Vielleicht bleiben ein paar Scheine für die Keksdose übrig.

Ist die Kohle weg geht es wieder zum Amt und in Insolvenz,
ein Schelm der böses dabei denkt  angel.

Wäre ich nicht schon in Insolvenz,ich wüsste was ich tun würde...
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Alan Smithee


Beiträge: 1249



« Antworten #10 am: März 15, 2010, 16:09:16 »

Ich sehe das ganze äußerst skeptisch. Für den einen oder anderen Arbeitslosen mag das ja erst mal wie ein Rettungsanker wirken. Aber ich frage mich, was denn die Bewilligungskriterien für einen solchen Mikrokredit sind. Welche Ausbildung / Vorbildung sind notwendig?

Ich erinnere mich an Zeiten, da hat man auf Deubel komm raus versucht, den Arbeitslosen die "ich-AG" schmackhaft zu machen.
Da waren diese Maßnahmeträger echt penetrant. Ich hatte immer das Gefühl, dass die pro "ich-AGler" eine Kopfpauschale kassieren.
Und jetzt also Mikrokredite... shocked rolleyes
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...still dreaming of electric sheep...
Pinnswin


Beiträge: 3865



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« Antworten #11 am: März 15, 2010, 17:29:36 »

Zitat
... Die Kredite von bis zu 25.000 Euro sollen Menschen ohne Job eine Chance geben, sich als Existenzgründer selbstständig zu machen. Ab Juni können die Gelder fließen.


Genial! Dann erstmal ab, nach Las Vegas und Kohle machen, juppieh
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski . <°)))o><
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