Schulnoten-Bonus für Hartz-IV-Kinder
veröffentlicht in Hartz IV / ALG II von bafoeg-aktuell.de Team am 25. Mrz. 2010 | | kein Kommentar
Kinder, die mit einem guten Zeugnis nach Hause kommen, erhalten von Eltern und Großeltern häufig eine Belohnung. Dieses Prinzip übertragen die Wirtschaftsjunioren Deutschland jetzt auf Hartz-IV-Bezieher. Legt der Nachwuchs der Leistungsempfänger ein Zeugnis mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 vor, soll der zuständige Sacharbeiter einen Zuschlag von 100 Euro gewähren. Auf diese Weise könne der Leistungsgedanke wieder gefördert werden.
ERSTENS: Da die Regelsätze insgesamt nicht einmal für das Nötigste ausreichen, kann man hier nicht von einem BONUS sprechen, sondern vielmehr um eine Leistung, die
mindestens in dieser Höhe den Kindern m.E. sowieso zustehen würde. Und zwar MONATLICH!!!
ZWEITENS: warum nur fällt mir hier die Konditionierung der Pawlowschen Hunde ein? Also auch für "Hartz IV - Kinder": Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Früh übt sich, was ein gehorsamer Sklave werden will

DRITTENS: Ich könnte Wetten, dass in Zukunft die Kinder von Hartz-IV Empfängern früher oder später dazu gezwungen werden, ihre Zeugnisse bei der ARGE vozulegen; egal ob gut oder schlecht. So macht das Kind schon von der ersten Klasse an Bekanntschaft mit der ARGE. Heisst das dann im Umkehrschluss, dass Geld abgezogen wird, wenn die Noten schlecht sind? Muss das Kind dann auch in dubiose "Förder" Massnahmen der ARGE, unter Sanktionandrohung?
Mir wird sowas von schlecht. Nicht genug, dass man den Kindern jetzt schon Kindheit und Jugend durch soziale Ausgrenzung und finanzielle Not vermiest, nein; jetzt muss man auch schon Druck auf die Ärmsten ausüben.