Naja, wenn sich die Leute nicht mal zu einer simplen Demo aufraffen können, wird das mit der Revolution auch nix!!
Revolutionen und Aufstände kommen immer erst nach Demonstrationen die im Sande verlaufen oder blutig niedergeschlagen werden!
Hier in diesem Land scheitert es schon an der Demonstration!!
Na, na, na nicht gleich alle Hoffnung fahren lassen. Jaaa es ist mühsam, aber ich arbeite weiter dran. Und du auch! (g Linkin Park höre ich auch gern)
Puhh die Diskussionen um die Böllerei ist durchaus überflüssig. Und dient nur dem Alten teile und herrsche Prinzip. Andere Menschen, andere Mittel, und am Ende würde es mich auch nicht wundern, wenn die Bullen das selber waren. Wenn man schon so versucht aufzumischen, warum nicht auch mit solchen Mitteln?
@all: Der Thread ist jetzt ganze 6 Seiten alt und schon werden wieder Mauern aufgebaut zwischen Sozialdemokraten, Kommunisten, Anarchisten, Autonomen, etc, etc. Da wird sich trefflich über die Gefährlichkeit von Böllern gestritten, als ob das unser Tageshandwerk wäre und wir kacken uns mit Schuldzuweisungen zu, als ob das irgendjemanden weiter bringen würde.
Ich hab keine Lust mich aufzuregen oder andere zu kritisieren, aber der Thread ist in rückwärtsgewandte Haarspalterei ausgeartet. Es ist wichtig, über die eigene Geschichte Bescheid zu wissen und verschiedene Denktraditionen der Arbeiterbewegung und des sozialen Widerstandes wie auch verschiedene "Staatssysteme" zu kennen.
Und jetzt tuts vielleicht ein bisschen weh, aber ich versuchs ausgewogen zu gestalten:
- Die Französische Revolution ist Vergangenheit
- Die Bolschewiki sind Vergangenheit
- Die Machnowschtschina sind Vergangenheit
- Die internationalen Brigaden sind Vergangenheit
- Die APO ist Vergangenheit
- Die RAF ist Vergangenheit
- Die DDR ist Vergangenheit
- Die BRD mit dem rheinischen Kapitalismus ist Vergangenheit
- DGB Chef Sommers "kleines Glück" im Kapitalismus der 70er ist Vergangenheit
Vergangen - aus und vorbei - sie kommen auch nicht wieder.
Wir können weder zurück in das Jahr 1789,noch in die Jahre 1917, 1919, 1936, 1968, 1974 oder in die Zeit vor 1989.
Wir können (und müssen) aus den Erfahrungen dieser Zeiten lernen, aber wir sollten uns dringlichst mit der Realität und den Möglichkeiten des Jahres 2010 auseinandersetzen, als der einzigen Zeit in der wir handeln können. Und zwar GEMEINSAM handeln.
So traurig das für uns mitunter auch ist, aber nichts kann die Bewegungen und Gesellschaftsentwürfe der Vergangenheit zurückbringen. Handeln können wir immer nur im jetzt und hier. Auch Planen und Diskutieren ist handeln, aber bitte nicht immer die gleichen Debatten, die uns die letzten 160 Jahre beschäftigt und mitunter gelähmt haben.
Was wir aber tun können ist uns endlich solidarisch zueinander zu verhalten um gemeinsam für eine bessere Zukunft zu streiten, denn so schlecht die Bedingungen auch sein mögen und so klein der Haufen von Aktiven auch erscheint. Sie ist das Einzige was noch nicht geschrieben ist. Und die Weichen dafür werden jetzt in der Gegenwart von uns selbst gestellt. Denn niemand sonst wird es für uns tun.
Sorry, für das Pathos, aber jedes Mal, wenn es konkret werden soll, Ideologie übergreifende Bewegungen auf der Linken zu bilden, driftet die Diskussion in Grabenkämpfe ab:
("Wenn ein Stein fliegt oder eine Scheibe springt, mache ich nicht mehr mit.", " Mit Kommunisten demonstriere ich nicht.", "Ich will den Kapitalismus aber nicht abschaffen, ich will ihn so gut und freundlich haben, wie er in den 70ern war", "Anarchisten sind politische Kinder, das klappt doch nie, das hat schon Lenin gewusst" etc, etc etc.)
Dieser Beitrag hat nicht Zweck, irgendjemanden oder irgendeine Ideologie zu glorifizieren, oder zu verdammen, sondern im Gegenteil; ich wollte nur klar machen, das wir anfangen müssen, gegen die unangenehme Situation in diesem Land (und auch global) produktiv und solidarisch anzugehen.
Und ich finde, dazu war der 12.06. ein kleiner aber vielversprechender Anfang. Ich bin froh, über alle die da waren und hoffe, dass wir beim nächsten Mal noch etwas mehr sind.
So und da nur die Handlung zählt, mache ich mich jetzt an meinen Abwasch. Gute Nacht!
Dankeschön für dieses in meinen Augen sehr treffende Statement. (Könnt Dir knutschen!)
Leider ist an mir kein Rhetoriker verloren gegangen, *seufz*.
Egal wie der Widerstand aussieht, ob friedlich oder mit Gewalt, die Krux ist einfach das er in jedem Fall blutig nieder geschlagen wird. Das hat Tradition und die Elite wird kein Mittel auslassen um ihre Macht zu erhalten. Das die krimineller sind, als wir je sein können beweisen sie uns ja tagtäglich. Somit ist es schlicht scheißegal wie man vorgeht, man muß es nur mit seinem Gewissen vereinbaren können.
Schwer ist es aber die linksgerichteten Kräfte zu vereinen, weil jeder meint etwas anderes fordern zu müssen. Um bei mir zu bleiben, ich symphatisiere mit dem Block, aber nee Sozialismus will ich keinen. Ist doch die derselbe Mist nur in Rot. Seit Jahrtausenden ist der Mensch so Machthungrig, das er einfach von Natur aus dazu neigt jemanden zu unterdrücken. Deswegen wird das niemals funktionieren, ist zwar zugegeben eine schöne Theorie
aber das war es dann auch schon.
Vor allem es wäre eigentlich doch unnötig von Anfang an ein Ziel ins Auge ins zu fassen. Da wenn es einen Zusammenhalt geben soll, das Ziel eben kleiner gesetzt werden muß. Auf den Gemeinsamen Nenner eben, gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Was danach entsteht muß ohnehin wachsen und sich entwickeln und es wird etwas Neues entstehen. Genaue Pläne behindern diese Entwicklung doch nur.
Die Mauern in unseren Köpfen müssen weg!
Lg Ruby