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Autor Thema: Bürgerarbeit...endlich Schluß mit unordentlichen Wäldern  (Gelesen 1828 mal)
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DJ1980


Beiträge: 889



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« Antworten #15 am: Juli 15, 2010, 14:35:45 »

Ich finde, das sagt schon mal alles:
Zitat
Erfahrungsgemäß könnten vier von fünf Arbeitslosen auf diese Weise vermittelt werden oder verzichteten freiwillig auf Regelleistungen, sagte von der Leyen. Wer dagegen nach sechs Monaten übrig bleibt, soll zur Bürgerarbeit verpflichtet werden.
Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article8388427/Von-der-Leyen-will-Buergerarbeit-fuer-Jobsuchende.html

Sie werden sich mit Begeisterung auf die Arbeitslosen stürzen, von denen sie annehmen, dass man sie problemlos sanktionieren oder sonstwie kürzen kann. Das ganze ist doch eine komplette Farce! Und was soll diese halbjährige "Aktivierungsmaßnahme" darstellen? Wie man einen Besen hält oder was? Ach so, das nennt sich dann "Bildung". Ich finde, jetzt wird der Bogen endgültig überspannt.

Immer, wenn man meint, jetzt reichts doch langsam, wird immer noch eine Schippe nachgelegt. Und zudem soll der Spass ja zum Teil aus dem Europäischen Sozialfond finanziert werden. Ich wundere mich immer wieder, warum man Deutschland nicht schon längst international auf die Finger kloppt...


Japp! Hab da auch schon meinen Kommi zu abgegeben...... Ist mal wieder der Hammer! Das Problem ist, das dies alles erst der Anfang ist! Jetzt, wo Wulff, der ja erwiesenermaßen ein Merkel- Kriecher ist, zum Präsidenten gekürt wurde, werden noch so einige dicke Dinger kommen......
Und meine ARGE macht bei diesem Schund auch mit......
Mann gut, das ich so ein krankes A...loch bin...
Mit mir nicht!!!!
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Egal, was ich hier schreibe: Es handelt sich dabei niemals um eine Rechtsberatung, sondern Grundsätzlich nur um meine eigene Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit.
Scheiß auf Dolce&Gabbana! Ich trage Smith&Wesson!

Banken sind gefährlicher als stehende Armeen
Thomas Jefferson
Sir Vival


Beiträge: 1491



« Antworten #16 am: Juli 15, 2010, 17:37:44 »

Wenn das so bezahlt würde, dass man leben kann, wäre es ok.
Wenn ALLE Sozialabgaben gemacht würden, wäre es ok. (wie ist das denn jetzt? Wird "nur" Die AL-Vers. nicht bezahlt oder wie bei ALG2 ebenso nicht die RV?)
Aber so ist das Zwangsarbeit.
Aktivierungsphase heisst wohl: "So, mal sehen, wer nicht doch arbeiten will. Jetzt wird endlich mal vermittelt, was geht!!"
(jo, und was wurde vorher gemacht? Da hat die Vermittlung doch auch nicht so geklappt!
"Wer dann übrig bleibt, muss die Zwangsarbeit Bürgerarbeit machen!"
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Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen

Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
Isäiba


Beiträge: 129


« Antworten #17 am: Juli 15, 2010, 20:47:52 »

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x-ray


Beiträge: 493



« Antworten #18 am: Juli 15, 2010, 21:19:00 »

Bitte mehr von den Bildern  Grin
macht das Ganze ein bißchen erträglicher.
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Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt Albert Einstein
Snoopy


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« Antworten #19 am: Juli 17, 2010, 09:39:23 »

Seid Ihr eigentlich schonmal darauf gekommen, als Einstieg bei so einer Bürgerarbeits-Klitsche erst einmal einen Betriebsrat aus Leidensgenossen zu gründen? Das wäre die Basis für die Forderung nach Abführung aller Sozialabgaben, die uns sonst entgehen.

Ich als VERDI-Mitglied würde das auf jeden Fall anstreben. Sollte allerdings von Gewerkschaftsseite keine oder kaum Unterstützung kommen, wäre durchaus auch die Gründung einer "Gewerkschaft der Bürgerarbeiter: GdBü" zu überlegen.

 Cool

Snoopy
« Letzte Änderung: Juli 17, 2010, 11:52:19 von Snoopy » Gespeichert

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Tilly Boesche-Zacharowski
Auferstanden


Beiträge: 529


« Antworten #20 am: Juli 17, 2010, 10:07:35 »

Die Gefahr zum Selbstbetrug ist hier mehr als wahrscheinlich.
Warum  sollte man eine Sklavenarbeit beginnen, um über dessen Herren einen Betriebsrat zu gründen, um
dann reguläre Entlohnung einzufordern, absurd.
Es ähnelt den unendlichen Forderungen über den reformierten Reichsarbeitsdienst EEJ regulären Lohn, Rechte und Leistungen
einzuklagen. Soweit ich weiß ist in diesem Sklavenstaat kein diesbezüglicher Fall bekannt.

Dringlich ist vielmehr eine Demokratie in diesem Land...
« Letzte Änderung: Juli 17, 2010, 10:09:31 von Auferstanden » Gespeichert
Sir Vival


Beiträge: 1491



« Antworten #21 am: Juli 17, 2010, 10:56:25 »

.......Abführung aller Sozialabgaben, die uns sonst entgehen (RV...).


Habe ich dann was übersehen?
Also AL-Versicherung wird bei der Bürgerarbeit nicht abgeführt. Das wurde ja aufgeführt.
Bei H4/ALG2 gibt´s keine RV.

Gilt dies (keine RV) für diese Zwangsarbeit Bürgerarbeit ebenso?
Also KEINE AL-Vers. und KEINE RV-Vers. bei der von Frau Goebbels eingeführten Zwangsarbeit Bürgerarbeit?
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Snoopy


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« Antworten #22 am: Juli 17, 2010, 11:56:06 »

Uppss - da hab ich zu schnell geschossen. RV soll wohl abgeführt werden. Allerdings nur, wenn der "Arbeitgeber" den "Bürgerarbeiter" auch vorschriftsmäßig bei der RV meldet und es nicht "vergisst"...

 Huh?
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Tilly Boesche-Zacharowski
besorgter bürger


Beiträge: 3825



« Antworten #23 am: Juli 17, 2010, 12:09:55 »

die Bürgerarbeit stell ich mir etwa so vor  Grin


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Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.
Sir Vival


Beiträge: 1491



« Antworten #24 am: Juli 17, 2010, 12:18:05 »

Danke  Smiley Smiley

"....und es nicht vergisst...."
Naja, muss man aufpassen, denn es sollen ja nicht nur gemeinnützige Affen und dergleichen (Vereine, Kommunen) sein, sondern auch Firmen, die Frischfleisch (billigste Arbeitskräfte) brauchen.

Jo, das ist nämlich meinem Ex-Chef "passiert". Der hat mich fast ein 3/4 Jahr als geringf. beschäftigt angemeldet, bis ich mal die Liste der LVA bekam und feststellen musste, dass da was nicht stimmt. Seine Reaktion auf meine Frage, was das soll, sagte mir alles! Erst viele Monate später und nach mehrmaligem Nachfragen (ich will nicht sagen: Drohung einer Anzeige) wurde das von seinem Steuerberater nachgezahlt.

Aber selbst als ich mal ein Schreiben (was ich eigentlich nicht hätte sehen sollen) der Agentur f. A. sah, in dem angefragt wurde, ob der neue Mitarbeiter xyz (ein neuer Kollege) denn nun endlich fest eingestellt werde, da er seit fast einem halben Jahr als geringfügig besch. angestellt war, passierte nix. Die Agentur hatte ja die Info, dass dieser eben als geringf. besch. bei uns arbeitete (offiziell) und noch Stütze von der Agentur bekam.

Nach meinem Rausschmiss einige Monate später zeigte ich ihn an wg. Schwarzarbeit, denn der geringf. besch. arbeitete täglich 8 Stunden und mehr. Dazu noch mit einem arbeitslosen Kollegen im neu zu renovierenden Haus des Chefs.
Das hat aber die Agentur nicht interessiert und ich bekam überhaupt keine Reaktion von denen.
Die Tage erst bekam ich eine Info, das ich ihn beim Zoll hätte anzeigen sollen! Ach so...! Die Info kam von der Agentur f. Arbeit. Zoll ist praktisch die Polizei der Agentur für Arbeit.
Muss man sich mal vorstellen!
« Letzte Änderung: Juli 17, 2010, 12:22:29 von Sir Vival » Gespeichert

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Strombolli


Beiträge: 4487



« Antworten #25 am: Juli 17, 2010, 13:19:42 »

Mit dieser Geschichte, Sir Vival, öffnest du die Büchse der Pandora. - Was meint ihr, was in dieser (und vielen anderen vergleichbaren) Ebene für Schindluder getrieben wurde und wird? Die komplexe Organisation, des deutschen Arbeitsmarktes lädt, wie alles wurschtig überorganisierte, zum Betrug ein.

Und wieder komme ich zu dem Schluss: Rechnet man diese ganzen Betrugs- und Verschleierungstatbestände bilanztechnisch zusammen, ist der Bundeshaushalt das Papier nicht wert, auf dem er steht. Dann kommt auch gleich der Gedanke die Finanzelite nicht ernst zu nehmen, da sie mit letztlich fiktiven Zahlen arbeiten. Und das geht auf Dauer nicht gut. Versprochen! Die ersten Anzeichen kommen ja seit einigen Jahren durch.

Die Auflösungserscheinungen, die Frechheit des Regierens (ohne Angst vor Bestrafung), die heruntergezogenen Mundwinkel ... sind für mich der Beweis, dass SIE wissen: Es geht zuende. Es kommt nun auch nicht mehr drauf an. Lassen wir den "Larry" raus. Keine Hemmungen mehr. Die Maske fällt.
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
Isäiba


Beiträge: 129


« Antworten #26 am: Juli 17, 2010, 20:21:30 »

Ich glaub den Text werd ich mal 30x kopieren und vor dem "Was ist Bürgerarbeit eigentlich Gespräch" großzügig verteilen.
Wird bestimmt dann ne lustige Gesprächsrunde...hehe Evil

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32960/1.html


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Sir Vival


Beiträge: 1491



« Antworten #27 am: Juli 18, 2010, 12:24:49 »

Ähem.......mal wieder ein Zwischenfrage. Mag sein, dass das schon in den Fucks!! (FAQ´s) steht und beantwortet wurde. Ich hab nix gefunden!

Wie ist das, wenn ich während dieser total unterbezahlten 3-jährigen Zwangstätigkeit zufälligerweise eine "normale" Arbeit finden sollte?
Gilt dann das gleiche wie bei manchen Leihfickern? Ich meine, dass man da gebunden ist?
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schwarzrot


Beiträge: 2462



« Antworten #28 am: Juli 18, 2010, 12:40:28 »

Nein und auch bei den ZAFs ist diese 'ablöse' illegal (gibt ein gerichtsurteil dazu, haben wir auch vor kurzen in einem thread gehabt).

Du kannst natürlich immer selber kündigen. Ist ja (noch!) kein knast/regelvollzug.
Bei eigenkündigung kürzt/stellt die arge die zahlungen ein, aber wenn du einen besseren job gefunden hast, kann dir das ja wurscht sein, weil du die dann nicht mehr brauchst.  Cheesy
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"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht
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Beiträge: 683


« Antworten #29 am: Juli 18, 2010, 12:53:27 »

Nein und auch bei den ZAFs ist diese 'ablöse' illegal (gibt ein gerichtsurteil dazu, haben wir auch vor kurzen in einem thread gehabt).

Du kannst natürlich immer selber kündigen. Ist ja (noch!) kein knast/regelvollzug.
Bei eigenkündigung kürzt/stellt die arge die zahlungen ein, aber wenn du einen besseren job gefunden hast, kann dir das ja wurscht sein, weil du die dann nicht mehr brauchst.  Cheesy

bei annahme einer regulären beschäftigung auf dem 1. arbeitsmarkt läßt sich auch über übergangsgeld verhandeln, bis dein erstes gehalt bekommst
als darlehen zb,,

noch besser, soweit mir bekannt, wenn der 1. lohn erst nach dem 1. arbeitsmonat ausbezahlt wird, evtl verhandelbar, ist das alg2 darlehen nicht zurückzuzahlen
ohne gewähr
beispiel, arbeitsbeginn, 1.8.xx , erstes gehalt am 1.9.xx, dann gibt es in monat 8 keinen zufluss
« Letzte Änderung: Juli 18, 2010, 13:00:13 von ThePoor » Gespeichert
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