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Autor Thema: Freenet in Kiel: Peinlicher KN-Kommentar vom 27.11.  (Gelesen 253679 mal)
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kaempft


Beiträge: 47



« Antworten #420 am: Mai 07, 2009, 08:11:09 »

da mein vertrag auch nicht verlängert wurde, musste ich headset und karte auch abgeben.
mein vorgesetzter meinte, ob ihm denn nicht vertrauen würde, da ich den empfang quittiert haben wollte.
ich habe ihm mitgeteilt, dass dem so sei.

ich solle der personalabteilung damit nerven. habe dort meine quittung erhalten und weiss nun warum ich darauf bestanden habe.

zu gegebener zeit gibts hier ein paar eindrücke mehr.

uih uih
« Letzte Änderung: August 07, 2009, 17:25:38 von kaempft » Gespeichert

es ist besser 1 minute über sein geld nachzudenken als 1.tag dafür zu arbeiten
rika24143


Beiträge: 37


« Antworten #421 am: Juni 01, 2009, 15:50:55 »

Ja bei freenet gibt`s Bildschirmarbeitspausen Grin
Natürlich gibt es die nicht, denn es sind ja laut GF keine Bildschrimarbeitsplätze, sonder Telfonarbeitsplätze.
Dies wird bergründet mit der Aussage, dass man im Schnitt nicht mehr als 70% Prozent der Arbeitszeit auf den Monitor schaut.
Ja nee is klar, da man ja auch mal zur Pause geht oder Mittagspause hat...Ausserdem hab ich mich nach dieser Aussage von Ole Wegner immer nach der versteckten WebCam gesucht, die den Ganzen tag meine Augen verfolgt und registriert, wo ich den gerade so hinstarre.

Interessant ist auch, solltest du auf die idee kommen, nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses diese Pausen als bezahlte Arbeitszeit ein zu klagen, so bekommst du ziehmlich schnell ein schlichtungsangebot vorgelegt. Warum? Nun, für die FCC wäre es der Worest Case, sollte ein Rechtsgültiges Urteil zum Thema Bildschirmarbeitsplatz in der FCC gesprochen werden, denn dann müssen sie nicht an einen einzelnen die Pausen nachzahlen, sondern an allen mitarbeitern bei der FCC und die Ehemaligen könnten dies auch noch einfordern.

Wer nun meint, freenet zahlt wenigstens abfindungen, der Täuscht, man versucht vielmehr unliebsam gewordene Mitarbeiter, die man auf grund Festanstellung nicht mehr los wird, mit unlauteren mitteln aus dem Konzern zu drängen, so versuchte mann bei den Ehemaligen MASV, die Lohnzahlung vom 1. auf den 15. zu verschieben, sprich 6 Wo kein gehalt. Und dies wurde den Mittarbeitern natürlich rechtzeitig angekündigt, Nähmlich 2 Wo bevor es der 1. war.
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freddysand


Beiträge: 3


« Antworten #422 am: Juni 02, 2009, 11:22:54 »

so, nun die versprochenen eindrücke von mir.

bildschirmarbeitspausen gibts nicht.  die fcc-führung meint ihrer fürsorgepflicht allerdings nachzukommen indem sie einen augenarzt für sehtests ins haus einlädt, der einem dann ein rezept für eine brille mitgibt.

ich persönlich hatte glück mit meiner abteilung, bin dadurch, dass leistungsziele schwer zu bewerten waren meist mit 9,50/h nach hause gegangen.
ich betone, dass das die absolute ausnahme ist und nur auf eine kleine abteilung mit .ca 20 mitarbeitern zutrifft.

zu den zielen die sonst erreicht werden müssen:
der chefin der schulung ist selber einmal herausgerutscht, dass die ziele nicht zum erreichen da seien.



theoretisch kann jeder mitarbeiter im (es kann durch änderungen kleine abweichungen geben) support 9,50 verdienen die sich folgendermaßen zusammensetzen:

6 euro grundlohn
1 euro durch bestehen der fachtests (die aber easy sind)
0,50 euro wenn man nicht krank ist im laufe des monats
2 euro die nach zielstufen gestaffelt sind.
(zuletzt waren die meisten wohl froh, wenn sie 1 euro davon bekommen haben)

in die zielstufen fließen ein:

-durchschnittsdauer des gesprächs die zuletzt glaube ich bei 8 minuten vorgegeben war. jetzt darf man sich mal vorstellen, wie lange ein gespräch in etwa dauert, wenn man mit baujahr 1928 ein firmwareupdate durchführen muss oder wenn die probleme nicht offensichtlich sind eine fehleranalyse durchführen muss. mit 8 minuten kommt man da nicht hin.

-kundenzufriedenheit, d.h. der kunde bekommt eine mail mit einem fragenkatalog bez. der zufriedenheit des servicegesprächs. sind natürlich gute vorraussetzungen wenn der kunde 10 mal nicht durchgekommen ist, weil er dauernd nach 5 minuten aus der leitung geschmissen wird, weil kein mitarbeiter frei ist und das warten auch mit 19 cent pro minute berechnet wird. durch outsoucing von serviceleistung hat sich das allerdings gebessert. vermutlich wurden andere einflüsse aber wieder stärker gewichtet

-anzahl cross-sellings: der supporter soll von einer gewissen anzahl von kunden das ok vom kunden für einen anruf von unserem treue/begrüssungsteam erhalten, welches den kunden dann ein paar tage später anruft um ihm ein zeitungsabo zu verkaufen.
(dadurch erhält freenet vorteile bezüglich der anzeigenplatzierung in zeitschriften des bauer verlages)
im zweifel wird übrigens nicht mit dem mitarbeiter verlängert, der hohe fachkompetenz zeigt sondern mit dem, der dem kunden die meisten cross-sellings andreht.



mit der zielproblematik hatte in meiner ehemaligen abteilung gott sei dank nichts zu tun. mein groll hat sich anders aufgebaut.
da ich einen eigentlich ziemlich netten vorgesetzten hatte, dem ich sonderwünsche erfüllt habe wenn not am mann war, der mir allerdings im gegenzug auch sonderwünsche erfüllt hatte wenn ich schichtverlegung brauchte oder kurzfristig einen tag urlaub haben wollte, lief es eigentlich recht gut für freenetverhältnisse.

allerdings haben ich und andere und von diesem guten verhältnis allerdings auch dazu hinreissen lassen, krankheitstage nachzuarbiten oder auch mal einen tag urlaub dafür zu opfern, damit die abteilung gute zahlen vorweist. so lag der krankenstand in unserer abteilung in den letzten 7-8 monaten meist konstant zwischen 0-3 %. in den meisten anderen abteilung lag der allerdings im schnitt bei 10% und mehr.

wenn ein vertrag noch befristet ist, ist das natürlich auch noch ein verstärker sich darauf einzulassen, vor allem wenn einem noch suggeriert wird, dass man sich um seine vertragsverlängerung keine sorgen machen müsse. erst eine woche vorm vertragsgespräch teilte mir mein direkter vorgesetzter mit, dass es eigentlich nicht in seiner hand läge ob mein vertrag verlängert wird.
diesem herrn, nehme ich eigentlich auch nicht übel, dass mein vertrag nicht verlängert wurde, sondern dass er nicht mit offenen karten gespielt hat und ich meine letzten sieben wochen noch mit einem bandscheibenvorfall zum dienst angetreten bin.
(bevor ich hier als naiv hingestellt werde, vieles konnte man in der abteilung intern an der personalabteilung vorbeiregeln und man konnte sich auf sein wort durchaus verlassen und wenn die studiumsfinanzierung mit dem job gesichert ist macht man solche sachen halt auch um eine verlängerung zu bekommen)
leider hat sich aber herausgestellt,  dass der herr wenns um unangenehme dinge geht keine eier in der hose hat.

momentan wird aber wohl auch anders versucht personal abzubauen. so bekam ein arbeitskollege vor ein paar wochen eine erste abmahnung, die so muss man leider sagen aus juristischer sicht gerechtfertigt war. allerdings scheint es mir, möchte man diese möglichkeit nutzen um diesen arbeitskollegen loszuwerden da er einen unbefristeten vertrag hat. so wurde ihm ein paar wochen später nur aufgrund einer mail eines kollegen (denunziant hoch 3 der sich selber wohl noch ins rechte licht rücken wollte, da auch er noch keinen unbefristeten vertrag hat. hat übrigens auch keine verlängerung bekommen, was ich ihm zwar irgendwie gönne aber nicht seiner frau und seinem kind) die zweite abmahnung angedreht, obwohl noch nicht einmal klar war ob fehlverhalten vorlag oder die situation nur auf einem dummen zufall beruhte. nachweisen lässt sich aber definitiv kein fehlverhalten, so macht die 2. abmahnung eigentlich nur sinn, wenn der mitarbeiter entsorgt werden soll.


zuletzt möchte ich mal eine lanze für die majorität der mitarbeiter gerade im servicebereich brechen, da ich in diesem thread auch so aussagen gelesen habe, dass man freenetmitarbeitern mal auf die fresse hauen sollte.(wenn noch bedarf besteht kann man da gerne mal einen termin aushandeln)
nicht wenige helfen dem kunden auch entgegen den workflows und riskieren auch die ein oder andere zielstufe, die mit weniger geld einhergeht.
das machen sie trotz hohen stressfaktors und druck von oben bezüglich der zahlen.
diese servicemitarbeiter haben übrigens am meisten unter den leuten zu leiden, denen man wirklich mal aufs maul hauen sollte, weil sie dem kunden sachen verkaufen die er entweder nicht braucht bzw. ungünstig für den kunden sind oder sachen  verspricht, die sich aus technischer sicht nicht halten lassen. (was soll ein kunde bauhjahr 1930 ohne pc mit voiptelefonie?)

p.s.:freenet wurde von united internet aufgekauft und laut gerüchten hat es die ersten betriebsbedingten kündigungen zm 30.6.09 gegeben.(kann ich selber noch nicht bestätigen, passt aber zum trend)

p.s.(2): was mich an dem laden auch stört ist, dass es dort von führungskräften toleriert wird wenn einzelne mitarbeiter anti-antifa und rudolf hess pins tragen oder gedenkshirts ehemaliger ss-sturmbannführer oder "odin statt jesus" aufschrifft.
 es gibt aber gott sei dank leute die mit dafür sorgen, dass diese personen sich nicht lange dort wohlfühlen. hätte gerne mal die die reaktion der führungskräfte gesehen wenn ich ein shirt mit dem konterfei andreas baaders getragen hätte.

@rika24143: wäre nett wenn du mir mal per pm ein paar infos bezüglich des schlichtungsangebots/bildschirmarbeitsplatz schicken könntest bzw. mich per pm kontaktierst, da ich ein paar fragen hätte. merci (vermutlich kennen wir uns wenigstens vom sehen ;-) )



« Letzte Änderung: Juni 02, 2009, 11:37:11 von freddysand » Gespeichert
kaempft


Beiträge: 47



« Antworten #423 am: Juli 10, 2009, 16:02:57 »

Habe jetzt auch gelesen das die Hosting Strato Sparte zum Verkauf steht.
Welche Auswirkung hat denn überhaupt der Verkauf der DSL Sparte auf die ganzen Arbeitsplätze in Kiel?

Das Riesengebäude am Hafen dürfte doch viel zu Groß sein wenn das Kerngeschäft DSL dort nicht mehr Supportet wird.

Weiß jemand was genaues?
Letztendlich kann es doch nur bedeuten -> es geht weiter (mit was auch immer) oder die Mitarbeiter haben in kürze Ihre Entlassungspapiere in den Händen.

Wird ein großer Brocken für die Stadt Kiel, wenn soviele mitmal auf dem Arbeitsmarkt drängen....
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kreuzselling


Beiträge: 1


« Antworten #424 am: Juli 15, 2009, 14:22:54 »

Hallo!
Da es in diesem Laden immer noch keine anerkannten Bildschirmarbeitsplätze gibt und mir der Laden sowieso stinkt, wollt ich mal fragen ob es jemanden gibt, der bereits erfolgreich prozessiert hat.

In meinen 18 Monaten dort hab ich so einige kommen und gehen sehen. Von einigen weiß ich über kollegen dass sie die fcc erfolgreich verklagt haben. Einer hat es sogar durhcgezogen, die anderen wohl nur abfindung.

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kaempft


Beiträge: 47



« Antworten #425 am: Juli 29, 2009, 16:14:47 »

" In einem  Prospekt, der dem sh:z vorliegt, wird mit der hohen Flexibilität und  Leistungsbereitschaft der  900 Mitarbeiter geworben, die  einen Grundlohn von  sechs Euro erhalten. "

Freenet-Plan gefährdet 900 Jobs


Quelle:
http://www.shz.de/home/top-thema/article/111/freenet-plan-gefaehrdet-900-jobs.html
« Letzte Änderung: August 07, 2009, 17:25:05 von kaempft » Gespeichert

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kaempft


Beiträge: 47



« Antworten #426 am: August 05, 2009, 14:52:27 »

Heute 05.08.2009 berichtet die KN folgendes über Freenet

http://www.kn-online.de/top_themen/106163-Kieler-Freenet-Mitarbeiter-bangen-um-Arbeitsplaetze.html
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ManOfConstantSorrow


Beiträge: 5652


« Antworten #427 am: August 05, 2009, 18:56:31 »

Puh, wenn man bei dem Artikel die Leserbriefe der Callcentermitarbeiter liest, dann merkt man, wie sehr eine inhaltliche Diskussion da seit Ewigkeiten gefehlt hat. Die sind völlig verwirrt und eingeschüchtert und wissen nichtmehr wer Freund und Feind ist....
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Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
Kuddel


Beiträge: 4011


« Antworten #428 am: Oktober 04, 2009, 13:38:58 »

Freenet Diskussion in der Segeberger Zeitung

Zitat
Mitarbeiter von freenet, 29.07.2009 10:41 Uhr
ich bin Mitarbeiter von freenet. Wir erhalten immer nur die neusten Infos aus der Presse. Wenn !!! der Callcenter verkauft wird, ist es mehr als fraglich, ob wir dann das Geld weiter verdienen wie bisher. Wir erhalten geringen Grundlohn + Zulagen



Bina, 29.07.2009 14:01 Uhr

Damit ist klar, dass die Integration der Mitarbeiter der Freenet Customer Care GmbH, Kiel in den Mobilfunksektor von Mobilcom Debitel zu keinem Zeitpunkt gewollt war. Geschäftsführung und Betriebsrat halten die Mitarbeiter durch Desinformation so lange hin, bis die Migration des DSL-Geschäfts an United Internet Ende November abgeschlossen ist. Der angestrebte Verkauf der Freenet Customer Care GmbH, Kiel ist keine Option, sondern Ziel, um den durch den Debitel Erwerb angehäuften Schuldenberg abzubauen. Für das Missmanagement der Geschäftsführung dürfen erneut wie bereits in Elmshorn bei der Tochter Talkline schon geschehen, hunderte von Mitarbeitern die Zeche zahlen. Normal ist das nicht.



Bina, 29.07.2009 14:01 Uhr

Damit ist klar, dass die Integration der Mitarbeiter der Freenet Customer Care GmbH, Kiel in den Mobilfunksektor von Mobilcom Debitel zu keinem Zeitpunkt gewollt war. Geschäftsführung und Betriebsrat halten die Mitarbeiter durch Desinformation so lange hin, bis die Migration des DSL-Geschäfts an United Internet Ende November abgeschlossen ist. Der angestrebte Verkauf der Freenet Customer Care GmbH, Kiel ist keine Option, sondern Ziel, um den durch den Debitel Erwerb angehäuften Schuldenberg abzubauen. Für das Missmanagement der Geschäftsführung dürfen erneut wie bereits in Elmshorn bei der Tochter Talkline schon geschehen, hunderte von Mitarbeitern die Zeche zahlen. Normal ist das nicht.


Heinz Mann, 29.07.2009 14:43 Uhr

Ich bin ebefalls Mitarbeiter der freenet AG. Innerhalb des Konzernes ist es Usus, die Mitarbeiter immer erst zu letzt zu informieren, wenn bereits alles unter Dach und Fach ist. Auch dieses Mal erhalten wir die wichtigen Informationen zuerst aus der Presse, bevor irgendwelche internen Stellungsnahmen veröffentlicht werden. Auch der Betriebsrat versorgt uns nur magelhaft mit Informationen und scheint wenig interessiert, die Arbeitbedingungen der Arbeitnehmer zu bessern bzw. jetzt Arbeitsplätze zu erhalten. Regelmäßige Durchhalteparolen und andere Nebelkerzen sollen die Motivation der Belegschaft erhalten, bis der Konzern den Laden verkauft hat. Danach werden wohl nur noch wenige Arbeitsplätze erhalten bleiben und die wenigen werden wohl noch bedeutend schlechter bezahlt werden, als die schlechte Bezahlung derzeit erahnen läßt. Man wird das Gefühl nicht los, Arbeitsvieh bei Dumpinglohn zu sein. Ob der Betriebsrat zudem gekauft ist? Die wichtigen Personen wohl schon....



Mitarbeiter von freenet, 31.07.2009 15:00 Uhr

Freenet in Kiel ist ein rechtsfreier Raum. Vor Jahren geb es schon die Diskussionen um die nichtigen Arbeitsverträge, bei denen den Agenten im Krankheitsfall der Lohn gekürzt wird: Darüber gibt es mehr Informationen unter chefduzen.de. Seit über einem Jahr kocht es am Germaniahafen. Zuerst wurde massiv Mehrarbeit verordnet, die nicht rechtens war. Mit dem Weggang von Spoerr im Dezember schien es dann, als seien die Hotlines ausgestellt: Keine Anrufe kamen mehr rein. Im Januar fand eine Vollversammlun statt, bei der der damalige Chef krankheitsbedingte Kündigungen ankündigte. Den Agenten wurde vorgerechnet, wie teuer ein Arbeitsplatz am Germaniahafen pro Kopf ist; der Wasserkopf sollte abgebaut werden. Zu den krankheitsbedingten Kündigungen, die durchgeführt wurden und werden, und dem Wasserkopf gab es keine Aussagen vom Betriebsrat. Von Februar bis Juli strich Freenet für die Agenten je nach Abteilung 10% bis 50% der Schichten. Widersprüche wurden damit abgewimmelt, dass die Agenten einen Abrufarbeitnehmervertrag hätten; das wurde einzelnen Agenten auch vom Betriebsrat so mitgeteilt. Diese Aussage ist absolut nicht haltbar. Freenet drückt sich um seine Fürsorgepflicht für die Angestellten. Keine Anmeldung von Kurzarbeit, Geld wird auf Kosten der Agenten gespart. Begründet wurde die Sparmaßnehme damit, dass der sogenannte Workload, das Arbeitsaufkommen, nicht mehr Arbeit hergebe. Komischerweise wurden aber die externen Callcenter P+K sowie D+S nicht nur parallel beschäftigt, sondern auch in den Hotlines höher priorisiert. In Kiel wurde nur noch der Überlauf in Telefonie und Schrift bearbeitet. Spannend ist auch, dass der ehemalige Kieler Geschäftsführer Ole Wegner zu P+K nach Berlin wechselte und dass der zukünfige DSL-Inhaber United Internet +K mit der Bearbeitung der von freenet gekauften DSL-Kunden beauftragen will. Schelm, wer dabei Böses denkt? In Kiel sollte nach ersten Aussagen die Arbeit von Talkline übernommen werden. Dann hieß es, dass Produkte für das mobile Internet von mobilcomdebitel angeboten werden, die in Kiel bearbeitet werden sollen. Alles Schnee von gestern. Heute werden die Agenten aufgefordert, den Bestandskunden Stromverträge für Fremdanbieter wie Teldafax anzubieten. Dass es dabei nicht zu den zur freenet AG gehörenden Bonusstrom geht, sagt viel. Den Agenten wird außerdem angeboten, so genannte Auskunftsdienste zu telefonieren. Angenommen werden dabei allerdings nur weibliche Mitarbeiterinnen in Nachtschicht. Das hört sich eher nach einer erotischen Hotline als nach seriöser Auskunft an. Wie schon die Kollegen schrieben: Auskünfte kommen weder von der Geschäftsführung noch vom Betriebsrat. Mit Umstrukturierungen soll anscheinend Hoffnung gemacht werden, dass es in Kiel weitergeht. Von den ehemals fast 1500 Angestellten sind noch knapp 800 da: Der Parkplatz gähnt vor Leere. Einige Büros sind leer geräumt. Wenn jemand zu deutlich nachfragt, wird ihm gesagt, er solle sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass vor einigen Wochen die gesamte vorhandene Hardware an die zur freenet AG gehörende Firma FDK ausgelagert wurde, sehen die Zahlenspiele des ehemaligen Geschäftsführers vom Januar bedrohlich aus. Die Kosten pro Kopf dürften sich inzwischen verdoppelt haben. Droht die Insolvenzmeldung von freenet in Kiel? Dann hat die Geschätsführung mit dem langfristigen Mietvertrag keinen Ärger, und durch die sittenwidrige Kurzarbeit der letzten Monate werden auch etwaige Sozialpläne nicht ganz so teuer.



Mitarbeiterin von freenet, 03.08.2009 15:40 Uhr

Auch ich bin Mitarbeiterin der Freenet Customer Care GmbH und möchte dazu anmerken, dass nicht nur der Eindruck entsteht, als wäre die Entlassung aller Mitarbeiter eine Option, sondern jeder normal denkende Mensch erkennt in den immer wiederkehrenden Durchhalteparolen eine bewusste Hinhaltetaktik des Betriebsrates. Diese angeblichen Arbeitnehmervertreter wollen nichts wissen? Um so verwerflicher, dass sie sich dann aufgrund ihrer Position nicht informieren, um dann ihre Pflicht erfüllen zu können. Wie so oft baden also die Mitarbeiter die Misswirtschaft aus. Die "hohen Herren" haben doch alle bereits das sinkende Schiff verlassen. Und sind wir mal ehrlich, letztendlich werden alle nur zusehen, wie weitere 800 menschen arbeitslos werden ... Regionalpolitik, Betriebsrat, United Internet ... wen störts, solang der eigene Rubel rollt ... traurige Tatsache



Freenet-Mitarbeiter, 03.08.2009 16:12 Uhr
Ich finde es besonders verwerflich, dass hier seitens der Geschäftsführung über den Verkauf von einer Option gesprochen wird. Da frage ich mich doch, wie lange diese angebliche Option schon besteht. Wenn man als Mitarbeiter feststellen muss, dass bereits Kollegen entlassen wurden, weil angeblich keine Arbeit mehr da ist. Gleichzeitig wurden aber ca. 80 % der vorhandenen Arbeit an das externe Callcenter P+K abgegeben vom damaligen Geschäftsführer Ole Wegner. Und genau dieser Herr wechselt dann nach Berlin zu dem besagten Callcenter P+K ... Das dies Planung erfordert und nicht im Alleingang von ihm veranlasst und entschieden wurde, dürfte klar sein. Wo sind also die Verantwortlichen, die sich nun wieder ihrer Verantwortung entziehen? Führungspositionen bekleiden wollen - aber keine dazugehörigen Kompetenzen zu besitzen, scheint sich also in der Firmenpolitik fortgesetzt zu haben. Letztendlich haben die Mitarbeiter (alle!) dieses Unternehmen zu dem gemacht was es mal war, nun bekommen jedoch alle ab der Führungsetage abwärts einen Tritt. Anders als meine Vorgängerin hier geschrieben hat, MÜSSTE sich die Politik doch endlich mal interessieren. Frau Angelika Volquartz ist doch ziemlich regelmäßig bei Freenet zu Besuch gewesen. Hat sie nicht gewusst, welche Unternehmenspolitik betrieben wird? Aber es wird wohl schon so sein. Ein paar Hundert Arbeitslose mehr oder weniger, wen interessiert das schon?



noch eine mitarbeiterin, 04.08.2009 00:47 Uhr

Ein Trauerspiel, was bei freenet passiert. Schlimm, dass daran Menschen Geld verdienen. Am Mittwoch um 11 Uhr ist in der Halle 400 eine Belegschaftsversammlung. Ob wir da etwas erfahren? Sicher nur politisches Wischi-Waschi. Wo ist die Presse? Die Medien? Lassen uns alle im Stich?



ehemaliger mitarbeiter, 05.08.2009 09:29 Uhr

Ich bin froh, das ich weg bin von freenet. Ich war ganz krank von dem Laden.



Ein Mitarbeiter, 05.08.2009 12:35 Uhr

Zum ersten Mal werden diesmal bei der Betriebsversammlung die Ausweise streng kontrolliert...



ehemaliger Freenet Mitarbeiter, 05.08.2009 19:52 Uhr
Das freenet an ein fortbestand der FCC wenig interesse hat, und den austritt der FCC forciert, wurde bereits im Dez/Jan offensichtlich, als nach der Belegschaftsversammlung, die MA`SV zu Agenten wurden, Abteilungen, wie das Billing systematisch abgebaut wurden und im Support, Outbounder in die störungsaufnahme gesetzt wurden. Nach und nach bekam selbst der letzte Agent mit, dass es mit der FCC vorbei ist, spätesten ab dem Verkauf der DSL Sparte. Und als im März auch der damalige Geschäftsführer, Ole`l Wegner den Stuhl räumte, waren die Zeichen klar auf austritt der FCC gestellt. Zum Betriebsrat in der FCC sei nur soviel gesagt, als das dort die Leiter, und somit die Direkten Entscheidungsbevollmächtigten, der jeweiligen Abteilungen, Sei es AST, Vertrieb.. sitzen und natürlich kein interesse haben arbeitnehmerfreundlich zu entscheiden, da sie der GF um einiges näher stehen. Ich für meinen teil hab früh genug die Notbremse gezogen, als sich abzeichnete dass das DSL Geschäft an United, und somit an den komplett falschen geht. Wohl jeder kennt noch die Aussage von Ole`L Wegner, es wird nach dem Verkauf der DSL Sparte unde dem Logo von Mobilcom-Debitel weiter gehen, und die FCC sei ein "geiler" Standort. In Wahrheit war die FCC im Vergleich zu Erfurt und den Exteren viel zu teuer. Dies wusste wohl innerlich jeder, wollte dies aber nicht wahr haben.


http://www.segeberger-zeitung.de/schleswig_holstein/wirtschaft/104875-Will-die-freenet-AG-ihr-Kieler-Callcenter-verkaufen.html&em_art=comments
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Beiträge: 1164


« Antworten #429 am: März 17, 2011, 13:03:35 »

Wir beobachten, daß Threads zu bestimmten Unternehmen eine riesige Zahl von Klicks bekommen. Viele geben mal kurz ihren Arbeitgeber als Suchbegriff bei der Internetrecherche ein und landen dann auf den Seiten von chefduzen.de. Es geht uns aber hier nicht darum zur Unterhaltung skurrile Nachrichten über Unternehmen zu veröffentlichen, das „Forum der Ausgebeuteten“ will die Menschen im Ausbeutungsverhältnis stärken. Unsere Dienstleistung besteht im Wesentlichen darin, daß wir dieses Forum zur Verfügung stellen und es moderieren. Eine praktische Wirkung gibt es erst dann, wenn die Betroffenen es selbst zum Informationsaustausch nutzen.

Bisher wird das Forum in viel zu großem Maße passiv genutzt. Man wartet auf hilfreiche Informationen und bemüht sich viel zu wenig, welche zu geben.


Es ist nicht nötig gewerkschaftliche oder politische Erfahrungen zu besitzen. Es ist hilfreich, wenn einfache Dinge im Alltag eines Betriebes beschrieben werden. Umstrukturierungen, Einführung neuer Technologien, Auslagerungen, Einsatz von Fremdfirmen oder Leiharbeit. Auch das Klima am Arbeitsplatz zwischen Kollegen und Vorgesetzten soll hier besprochen werden. Und besonders interessant sind alle Versuche sich zu wehren, egal ob sie erfolgreich sind oder kläglich scheitern. Melden viele sich krank oder sind auf der Suche nach einem anderen Arbeitsplatz? Wie verhalten sich Betriebsrat und Gewerkschaft? All das hat seinen Platz bei chefduzen.de und diese Infos können auch Ausgebeuteten aus anderen Betrieben/Branchen weiterhelfen.

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