Freenet Diskussion in der Segeberger Zeitung
Mitarbeiter von freenet, 29.07.2009 10:41 Uhr
ich bin Mitarbeiter von freenet. Wir erhalten immer nur die neusten Infos aus der Presse. Wenn !!! der Callcenter verkauft wird, ist es mehr als fraglich, ob wir dann das Geld weiter verdienen wie bisher. Wir erhalten geringen Grundlohn + Zulagen
Bina, 29.07.2009 14:01 Uhr
Damit ist klar, dass die Integration der Mitarbeiter der Freenet Customer Care GmbH, Kiel in den Mobilfunksektor von Mobilcom Debitel zu keinem Zeitpunkt gewollt war. Geschäftsführung und Betriebsrat halten die Mitarbeiter durch Desinformation so lange hin, bis die Migration des DSL-Geschäfts an United Internet Ende November abgeschlossen ist. Der angestrebte Verkauf der Freenet Customer Care GmbH, Kiel ist keine Option, sondern Ziel, um den durch den Debitel Erwerb angehäuften Schuldenberg abzubauen. Für das Missmanagement der Geschäftsführung dürfen erneut wie bereits in Elmshorn bei der Tochter Talkline schon geschehen, hunderte von Mitarbeitern die Zeche zahlen. Normal ist das nicht.
Bina, 29.07.2009 14:01 Uhr
Damit ist klar, dass die Integration der Mitarbeiter der Freenet Customer Care GmbH, Kiel in den Mobilfunksektor von Mobilcom Debitel zu keinem Zeitpunkt gewollt war. Geschäftsführung und Betriebsrat halten die Mitarbeiter durch Desinformation so lange hin, bis die Migration des DSL-Geschäfts an United Internet Ende November abgeschlossen ist. Der angestrebte Verkauf der Freenet Customer Care GmbH, Kiel ist keine Option, sondern Ziel, um den durch den Debitel Erwerb angehäuften Schuldenberg abzubauen. Für das Missmanagement der Geschäftsführung dürfen erneut wie bereits in Elmshorn bei der Tochter Talkline schon geschehen, hunderte von Mitarbeitern die Zeche zahlen. Normal ist das nicht.
Heinz Mann, 29.07.2009 14:43 Uhr
Ich bin ebefalls Mitarbeiter der freenet AG. Innerhalb des Konzernes ist es Usus, die Mitarbeiter immer erst zu letzt zu informieren, wenn bereits alles unter Dach und Fach ist. Auch dieses Mal erhalten wir die wichtigen Informationen zuerst aus der Presse, bevor irgendwelche internen Stellungsnahmen veröffentlicht werden. Auch der Betriebsrat versorgt uns nur magelhaft mit Informationen und scheint wenig interessiert, die Arbeitbedingungen der Arbeitnehmer zu bessern bzw. jetzt Arbeitsplätze zu erhalten. Regelmäßige Durchhalteparolen und andere Nebelkerzen sollen die Motivation der Belegschaft erhalten, bis der Konzern den Laden verkauft hat. Danach werden wohl nur noch wenige Arbeitsplätze erhalten bleiben und die wenigen werden wohl noch bedeutend schlechter bezahlt werden, als die schlechte Bezahlung derzeit erahnen läßt. Man wird das Gefühl nicht los, Arbeitsvieh bei Dumpinglohn zu sein. Ob der Betriebsrat zudem gekauft ist? Die wichtigen Personen wohl schon....
Mitarbeiter von freenet, 31.07.2009 15:00 Uhr
Freenet in Kiel ist ein rechtsfreier Raum. Vor Jahren geb es schon die Diskussionen um die nichtigen Arbeitsverträge, bei denen den Agenten im Krankheitsfall der Lohn gekürzt wird: Darüber gibt es mehr Informationen unter chefduzen.de. Seit über einem Jahr kocht es am Germaniahafen. Zuerst wurde massiv Mehrarbeit verordnet, die nicht rechtens war. Mit dem Weggang von Spoerr im Dezember schien es dann, als seien die Hotlines ausgestellt: Keine Anrufe kamen mehr rein. Im Januar fand eine Vollversammlun statt, bei der der damalige Chef krankheitsbedingte Kündigungen ankündigte. Den Agenten wurde vorgerechnet, wie teuer ein Arbeitsplatz am Germaniahafen pro Kopf ist; der Wasserkopf sollte abgebaut werden. Zu den krankheitsbedingten Kündigungen, die durchgeführt wurden und werden, und dem Wasserkopf gab es keine Aussagen vom Betriebsrat. Von Februar bis Juli strich Freenet für die Agenten je nach Abteilung 10% bis 50% der Schichten. Widersprüche wurden damit abgewimmelt, dass die Agenten einen Abrufarbeitnehmervertrag hätten; das wurde einzelnen Agenten auch vom Betriebsrat so mitgeteilt. Diese Aussage ist absolut nicht haltbar. Freenet drückt sich um seine Fürsorgepflicht für die Angestellten. Keine Anmeldung von Kurzarbeit, Geld wird auf Kosten der Agenten gespart. Begründet wurde die Sparmaßnehme damit, dass der sogenannte Workload, das Arbeitsaufkommen, nicht mehr Arbeit hergebe. Komischerweise wurden aber die externen Callcenter P+K sowie D+S nicht nur parallel beschäftigt, sondern auch in den Hotlines höher priorisiert. In Kiel wurde nur noch der Überlauf in Telefonie und Schrift bearbeitet. Spannend ist auch, dass der ehemalige Kieler Geschäftsführer Ole Wegner zu P+K nach Berlin wechselte und dass der zukünfige DSL-Inhaber United Internet +K mit der Bearbeitung der von freenet gekauften DSL-Kunden beauftragen will. Schelm, wer dabei Böses denkt? In Kiel sollte nach ersten Aussagen die Arbeit von Talkline übernommen werden. Dann hieß es, dass Produkte für das mobile Internet von mobilcomdebitel angeboten werden, die in Kiel bearbeitet werden sollen. Alles Schnee von gestern. Heute werden die Agenten aufgefordert, den Bestandskunden Stromverträge für Fremdanbieter wie Teldafax anzubieten. Dass es dabei nicht zu den zur freenet AG gehörenden Bonusstrom geht, sagt viel. Den Agenten wird außerdem angeboten, so genannte Auskunftsdienste zu telefonieren. Angenommen werden dabei allerdings nur weibliche Mitarbeiterinnen in Nachtschicht. Das hört sich eher nach einer erotischen Hotline als nach seriöser Auskunft an. Wie schon die Kollegen schrieben: Auskünfte kommen weder von der Geschäftsführung noch vom Betriebsrat. Mit Umstrukturierungen soll anscheinend Hoffnung gemacht werden, dass es in Kiel weitergeht. Von den ehemals fast 1500 Angestellten sind noch knapp 800 da: Der Parkplatz gähnt vor Leere. Einige Büros sind leer geräumt. Wenn jemand zu deutlich nachfragt, wird ihm gesagt, er solle sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass vor einigen Wochen die gesamte vorhandene Hardware an die zur freenet AG gehörende Firma FDK ausgelagert wurde, sehen die Zahlenspiele des ehemaligen Geschäftsführers vom Januar bedrohlich aus. Die Kosten pro Kopf dürften sich inzwischen verdoppelt haben. Droht die Insolvenzmeldung von freenet in Kiel? Dann hat die Geschätsführung mit dem langfristigen Mietvertrag keinen Ärger, und durch die sittenwidrige Kurzarbeit der letzten Monate werden auch etwaige Sozialpläne nicht ganz so teuer.
Mitarbeiterin von freenet, 03.08.2009 15:40 Uhr
Auch ich bin Mitarbeiterin der Freenet Customer Care GmbH und möchte dazu anmerken, dass nicht nur der Eindruck entsteht, als wäre die Entlassung aller Mitarbeiter eine Option, sondern jeder normal denkende Mensch erkennt in den immer wiederkehrenden Durchhalteparolen eine bewusste Hinhaltetaktik des Betriebsrates. Diese angeblichen Arbeitnehmervertreter wollen nichts wissen? Um so verwerflicher, dass sie sich dann aufgrund ihrer Position nicht informieren, um dann ihre Pflicht erfüllen zu können. Wie so oft baden also die Mitarbeiter die Misswirtschaft aus. Die "hohen Herren" haben doch alle bereits das sinkende Schiff verlassen. Und sind wir mal ehrlich, letztendlich werden alle nur zusehen, wie weitere 800 menschen arbeitslos werden ... Regionalpolitik, Betriebsrat, United Internet ... wen störts, solang der eigene Rubel rollt ... traurige Tatsache
Freenet-Mitarbeiter, 03.08.2009 16:12 Uhr
Ich finde es besonders verwerflich, dass hier seitens der Geschäftsführung über den Verkauf von einer Option gesprochen wird. Da frage ich mich doch, wie lange diese angebliche Option schon besteht. Wenn man als Mitarbeiter feststellen muss, dass bereits Kollegen entlassen wurden, weil angeblich keine Arbeit mehr da ist. Gleichzeitig wurden aber ca. 80 % der vorhandenen Arbeit an das externe Callcenter P+K abgegeben vom damaligen Geschäftsführer Ole Wegner. Und genau dieser Herr wechselt dann nach Berlin zu dem besagten Callcenter P+K ... Das dies Planung erfordert und nicht im Alleingang von ihm veranlasst und entschieden wurde, dürfte klar sein. Wo sind also die Verantwortlichen, die sich nun wieder ihrer Verantwortung entziehen? Führungspositionen bekleiden wollen - aber keine dazugehörigen Kompetenzen zu besitzen, scheint sich also in der Firmenpolitik fortgesetzt zu haben. Letztendlich haben die Mitarbeiter (alle!) dieses Unternehmen zu dem gemacht was es mal war, nun bekommen jedoch alle ab der Führungsetage abwärts einen Tritt. Anders als meine Vorgängerin hier geschrieben hat, MÜSSTE sich die Politik doch endlich mal interessieren. Frau Angelika Volquartz ist doch ziemlich regelmäßig bei Freenet zu Besuch gewesen. Hat sie nicht gewusst, welche Unternehmenspolitik betrieben wird? Aber es wird wohl schon so sein. Ein paar Hundert Arbeitslose mehr oder weniger, wen interessiert das schon?
noch eine mitarbeiterin, 04.08.2009 00:47 Uhr
Ein Trauerspiel, was bei freenet passiert. Schlimm, dass daran Menschen Geld verdienen. Am Mittwoch um 11 Uhr ist in der Halle 400 eine Belegschaftsversammlung. Ob wir da etwas erfahren? Sicher nur politisches Wischi-Waschi. Wo ist die Presse? Die Medien? Lassen uns alle im Stich?
ehemaliger mitarbeiter, 05.08.2009 09:29 Uhr
Ich bin froh, das ich weg bin von freenet. Ich war ganz krank von dem Laden.
Ein Mitarbeiter, 05.08.2009 12:35 Uhr
Zum ersten Mal werden diesmal bei der Betriebsversammlung die Ausweise streng kontrolliert...
ehemaliger Freenet Mitarbeiter, 05.08.2009 19:52 Uhr
Das freenet an ein fortbestand der FCC wenig interesse hat, und den austritt der FCC forciert, wurde bereits im Dez/Jan offensichtlich, als nach der Belegschaftsversammlung, die MA`SV zu Agenten wurden, Abteilungen, wie das Billing systematisch abgebaut wurden und im Support, Outbounder in die störungsaufnahme gesetzt wurden. Nach und nach bekam selbst der letzte Agent mit, dass es mit der FCC vorbei ist, spätesten ab dem Verkauf der DSL Sparte. Und als im März auch der damalige Geschäftsführer, Ole`l Wegner den Stuhl räumte, waren die Zeichen klar auf austritt der FCC gestellt. Zum Betriebsrat in der FCC sei nur soviel gesagt, als das dort die Leiter, und somit die Direkten Entscheidungsbevollmächtigten, der jeweiligen Abteilungen, Sei es AST, Vertrieb.. sitzen und natürlich kein interesse haben arbeitnehmerfreundlich zu entscheiden, da sie der GF um einiges näher stehen. Ich für meinen teil hab früh genug die Notbremse gezogen, als sich abzeichnete dass das DSL Geschäft an United, und somit an den komplett falschen geht. Wohl jeder kennt noch die Aussage von Ole`L Wegner, es wird nach dem Verkauf der DSL Sparte unde dem Logo von Mobilcom-Debitel weiter gehen, und die FCC sei ein "geiler" Standort. In Wahrheit war die FCC im Vergleich zu Erfurt und den Exteren viel zu teuer. Dies wusste wohl innerlich jeder, wollte dies aber nicht wahr haben.
http://www.segeberger-zeitung.de/schleswig_holstein/wirtschaft/104875-Will-die-freenet-AG-ihr-Kieler-Callcenter-verkaufen.html&em_art=comments