....
Davon ab: Haben wir alle eigentlich den Schuss noch gehört?
Die selbsternannten Eliten in Deutschland (und auch dem Rest der Welt) lachen sich doch über uns kaputt, wenn sie so einen Quark hier lesen.
...
Na und?
Mir war
nicht wichtig, wer einen EEJ, eine Maßnahme oder zu schlecht bezahlte Arbeit macht.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann und will anderen keine Vorschriften machen.
Und Niemand muss sich mir gegenüber rechtfertigen für das, was er tut oder nicht tut.
Ich selbst und etliche andere aus meinem Umfeld waren und sind nicht bereit, etwas mit uns machen zu lassen, was wir nicht wollen. Macht über uns entsteht dadurch, dass wir mit uns machen lassen. Das gilt nach meiner Erfahrung nicht nur in Bezug auf das Thema hier, sondern ganz allgemein für das Leben eines jeden.
Wie viel andere mit sich dann machen lassen ist
ihre Entscheidung und individuell kann das ganz unterschiedlich sein.
....
Mir persönlich kommt das vor wei Schwarz-Weiß-Malerei: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!
...
Wie man sich zur Wehr setzt, sich durchsetzt ist lernbar.
Das ist ein
Angebot und
kein Gebot. Die Menschen denen wir/ich helfen und Beistand leisten, sind überwiegend in Maßnahmen, wie z. B. einem EEJ und viele sind Niedriglöhner, die ergänzend ALG II beziehen.
...
Ob Strombollis Denke und Intention richtig oder falsch ist, keine Ahnung, letztendlich muß er das mit sich selbst abmachen und die Zukunft wirds dann zeigen.
...
Ohne Frage! Richtig. Das ist so. Egal ob und was wir dazu meinen, sagen, denken. Ich urteile nicht.
Meine Frage:
Nimmt er damit, daß er es mit sich selbst abmachen muiß, wie du schreibst, also auch Verantwortung wahr, oder nicht?
...
Lieber hab ich jemanden, der den richtigen Weg verfolgt, wenn auch mit vielleicht ein paar falschen Abbiegungen, als dass ich jeden, der nicht sofort meine Denke übernimmt als "verantwortungslos" und ähnliches abstempele...
Wenn das die Art von Solidarität ist, die wir verlangen, dann haben wir sie vielleicht schon: "Bist Du nicht stark genug und denkst wie wir, gehörst Du nicht dazu!"
Das klingt mir zu stark nach dem neoliberalen "Eigenverantwortungs"-Mantra...
Für das ERLEBEN unseres Lebens, also wie wir es erleben, sind wir Menschen selbst verantwortlich.
Ob wir das wollen oder nicht.
Manche Menschen leiden unter Depressionen, sehen sich in der Rolle eines Opfers. Ihr Elternhaus, ihre Kindheit, die Trennung der Eltern oder andere Umstände, der Partner, der sie verlassen hat, usw.
Ich lebe mein Leben und suche nicht nach Gründen und schlüpfe auch nicht in die Opferrolle. Es ist mein Leben und dem stelle ich mich. Und es tut gut zu leben, frei zu sein!
Das hat auch Nichts mit dem neoliberalen "Eigenverantwortungs"-Mantra zu tun.
Das neoliberale Mantra der Eigenverantwortung basiert in Wahrheit auf der Wegnahme der Verantwortung um Macht zu bekommen. Hat man die Macht, wird sie zum eigenen Vorteil und Nutzen mißbraucht. Für die Folgen dieses Mißbrauchs weist man dann die Verantwortung von sich und schiebt sie denen denen zu, denen man zuvor die Verantwortung abgenommen hat oder von ihnen übertragen bekam und bekommt. Solch ein Geschäft ist Politik.
"Wir verarschen euch alle! Immer wieder!" steht auf dem Bild mit dem Westerwelle, das Strombolli in seinen Beiträgen eingebunden hat.
Was da in der Politik geschieht ist nicht neu.
Es ist richtig: Die Politik verarscht uns. Wir werden nicht nur einfach arm gemacht. Wir sollen uns auch arm arbeiten.
Trotz vermeintlichen Aufschwungs geht die Zahl der Arbeitsplätze mit Vollzeit und hinreichender Bezahlung und Absicherung weiter zurück.
Die statistische Zahl der Arbeitslosen sinkt deshalb, weil die Beschäftigung im Niedriglohnsektor und im Bereich der Teilzeit- und Minijobs stark zugenommen hat.Jeder darf damit umgehen wie er will.
.