Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: 1 2 [3]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Rösler plant Patienten sollen Arztbesuch vorstrecken!  (Gelesen 1103 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Poor


Beiträge: 108


« Antworten #30 am: September 03, 2010, 16:24:29 »

Bisher glaubte ich die 5€ sind eine Rezeptgebühr. Heute erlebe ich am eigenen Leibe, dass dies nicht stimmt. Pro Zeile, also verordnetem Medikament, muß man so es zuzahlungspflichtig ist 5€ löhnen.

Damit fällt mir meine Entscheidung, irgendwann durch Nichtbehandeln meiner Beschwerden von dieser "schönen" Welt zu verschwinden, leichter.

F.U. capitalism!
ALG2 zuzahlungsgrenze
(359*12)*2% =  86.16€
aber da kann man sich befreien lassen
Gespeichert
Strombolli


Beiträge: 4498



« Antworten #31 am: September 03, 2010, 16:44:23 »

Danke, schon klar. Wir sind noch am Quittungen sammeln. Zählen da die Krankenhausaufenthaltzwangsgebühren eigentlich auch dazu?

Nee, wisst ihr, mir gefällt das alles nicht. Hier im realen Kapitalismus wird man nur gnädig geduldet, wenn man für jeden Pups bezahlt. Da ich im Osten aufgewachsen bin, kann ich nicht akzeptieren, dass mir nicht die Möglichkeit gegeben wird, mit meiner Hände oder Kopf Arbeit ein vernünftiges Auskommen zu haben. - Das uns zugestandene Geld geht so raus, wie es reinkommt. Da bleibt nichts für "Wiederauftanken". Das ist unmenschlich.

Es gibt Leute in meinem Umfeld, die nur Scheisse in ihrem Job/Unternehmen bauen und die kommen gut durch. Meine Frau und ich beweisen fast täglich, dass wir diese Jobs anstelle der protegierten oder job-beerbten Typen deutlich besser könnten. Man lässt uns nicht, hält uns auch in der damaligen Selbstständigkeit unten.

Etliche mit Grundbesitz erschrecken immer wieder aufs Neue, welche Zuzahlungen aus heiterem Himmel auf sie zukommen: Müll, Abwasser, Fußweg, Strasse...
Wenn du nur ein kleines Licht bist, wirst du mit fast tödlicher Sicherheit auf subtile Art und Weise immer ärmer gemacht. Von Staats wegen quasi enteignet.
Eine tolle Show.

Und so geht es vielen Tausenden Menschen. Unbekannt im deutschen Märchenland. Die guten Jobs sind Status oder Beziehungen zu verdanken. Ich schätze mal nur 30% auf wirklich eigene Leistung und korrekte Qualifikation.

Das frustriert und macht mich krank, ja dieses aufgezwungenen Lebens müde.
Deshalb: Nicht länger als unbedingt nötig im gnädig zugebilligten "physischen Existenzminimum" verbleiben.

F. U. capitalism
« Letzte Änderung: September 03, 2010, 17:37:47 von Strombolli » Gespeichert

VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
Poor


Beiträge: 108


« Antworten #32 am: September 03, 2010, 16:47:47 »

eigentlich ist das aber auch hinfällig

denn dies BSG urteil    BSG, 22.04.2008 - B 1 KR 10/07 R       ist ja vom BverG im Feb widerlegt. wie immer bei dem klugen BSG

Die Regelleistung beim Arbeitslosengeld II von derzeit 347 Euro liegt nach Einschätzung des Bundessozialgerichts (BSG) deutlich über dem verfassungsrechtlich geschützten "physischen Existenzminimum".

warum entläßt keiner diese falschaussager...
http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=10456
 Die Tatsachenfeststellungen des Gesetzgebers zur Höhe der Regelleistung nach § 20 SGB II genügen den verfassungsrechtlichen Anforderungen. Zu beanstanden wäre es - wie dargelegt - nur, wenn der Gesetzgeber seine maßgeblichen Pflichten entweder überhaupt außer Acht gelassen oder ihnen offensichtlich nicht genügt hätte. Denn die Zuzahlungspflicht in der GKV soll für Leistungsbezieher nach dem SGB II - wie dargelegt - nicht das Leistungsniveau auf das unterste, gerade noch verfassungsrechtlich zulässige Maß hinunterdrücken, sondern ein höheres, angemessenes Existenzminimum nicht infrage stellen.
« Letzte Änderung: September 03, 2010, 16:51:05 von Poor » Gespeichert
Carpe Noctem


Beiträge: 1353



« Antworten #33 am: September 05, 2010, 20:09:07 »

Danke, schon klar. Wir sind noch am Quittungen sammeln. Zählen da die Krankenhausaufenthaltzwangsgebühren eigentlich auch dazu?

Selbstverständlich!

Grüsse - CN
Gespeichert

Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"
Seiten: 1 2 [3]   Nach oben
Drucken
Gehe zu: