So, nun isses also schon so weit: Es gibt nun also auch eine Niederlassung der BA in Polen:
Arbeiter gesucht: Agentur erstmals mit Büro in Polen
Stettin/Neubrandenburg (dpa/mv) - Zehn Tage nach dem Start der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger osteuropäischer EU-Staaten hat die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag eine Niederlassung im polnischen Stettin (Szczecin) eröffnet.
Zunächst sollen drei Mitarbeiterinnen polnische Bürger beraten, die sich für eine Arbeit in Deutschland interessieren. «Es ist die erste feste Niederlassung dieser Art in Polen», sagte der Leiter der Arbeitsagentur Neubrandenburg, Heiko Miraß, der Nachrichtenagentur dpa. In dem Büro in den Räumen des Arbeitsamtes der Woiwodschaft Westpommern sollen immer dienstags «Eures»-Beraterinnen Informationen über Arbeiten und Leben in Deutschland vermitteln. Das Eures-Netzwerk der EU umfasst 850 Berater europaweit und soll die Mobilität der Bürger innerhalb der Union fördern.
Der deutsche Arbeitsmarkt ist seit 1. Mai frei für Arbeitnehmer aus acht osteuropäischen EU-Staaten. Neben Polen sind dies Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. «Seither spüren wir eine deutliche Zunahme des Interesses», sagte Miraß. So suchten in der Agentur in Pasewalk, die am dichtesten an der Grenze liegt, bisher nur vereinzelt, jetzt aber täglich fünf bis sechs polnische Arbeitnehmer nach Arbeit. «Bei Veranstaltungen in Polen, wie am Wochenende in Stettin, kamen aber auch schon bis zu 3000 Interessierte, um sich bei uns oder anderen Firmen nach Jobs zu erkundigen.»
Angesichts der abnehmenden Zahl von Schulabgängern in Mecklenburg-Vorpommern sollen vor allem polnische Jugendliche angesprochen werden, um den drohenden Fachkräftemangel in Deutschland zu verhindern. In Polen suchten Jugendliche die Arbeitsverwaltungen aufgrund anderer Strukturen nur selten auf.
Bisher gibt es nach Angaben von Djane Jennricke, Eures-Beraterin der Arbeitsagentur Pasewalk, noch zu viele Anfragen von Bewerbern ohne Deutschkenntnisse und ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Da müsse gleich ganz ehrlich vor Ort klargestellt werden, dass Deutschkenntnisse für eine Arbeitsaufnahme in Deutschland eine Grundvoraussetzung seien. Die Besetzung des Büros in Stettin soll nach Angaben von Miraß flexibel dem noch nicht genau bekannten Bedarf angepasst werden, zunächst wieder mit mehreren Mitarbeiterinnen am nächsten Dienstag.
Quelle:
http://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=54edd375e5359f0a3051e7ac0a392c2f¶m=news&id=3116009