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Autor Thema: Erneutes Suizid Hartz IV Opfer  (Gelesen 20315 mal)
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regenwurm


Beiträge: 3537



« am: 27. Juni 2005, 08:43:27 »

Selbstmord und Erwerbslosigkeit in der BRD.....

1.Erneutes Suizid Hartz IV Opfer in Höxter (25.5.05)
"Kapitalismus tötet"


54 Jahre jung hat sich im Keller erhängt !
(Zettel bei der Leiche auf dem stand "HARTZ IV)
Sah keine Chance wieder in Arbeit zu kommen und zerbrach
an den seelischen Druck.
Er war Maurer, seit 4 Jahren Arbeitslos und Familienvater.
Er suchte ständig Arbeit.
Sein Antrag wurde abgelehnt.

Auf einer Demonstration gab es eine Schweigeminute um sich derer zu erinnern,
die auf tragische Weise durch das soziale Hartz Netzwerk fallen.
Angeprangert wurde  auch, daß durch die Sozialgesetzgebung der Regierung
immer mehr Menschen zu unüberlegten (oder vielleicht wohlüberlegten?) Verzweiflungstaten getrieben werden.
Zu den, auf der Demo angesprochenen Suiziden gibt es noch eine Dunkelziffer, die niemand benennen kann oder will.

Alle haben an dieser Gesetzgebung mitgearbeitet, alle haben diese Folgen gewusst, und niemand von ihnen kann behaupten, so habe er es nicht gewollt. Sie alle haben diese soziale Schieflage geschaffen und gewollt. Es fängt an eine Schade zu sein, wenn wir in diesem Land noch von Demokratie sprechen. Es wird Zeit, das Politiker für ihr tun haftbar gemacht werden können.

noch sonn Beispiel:
(Feuer und Flamme für diesen Staat)
Arbeitsloser hat sich bei einem Selbstmord-Attentat auf das Arbeitsamt Bietingen umgebracht .
Er hatte eine Propangasflasche auf dem Beifahrersitz seinesgestellt, den Hahn geöffnet und war dann mit dem Auto in den Haupteingang des Arbeitsamtes hineingefahren. Dabei ging das Auto in Flammen auf und er verbrannte.
Er hatte seit geraumer Zeit keine Bezüge mehr erhalten.
Die Verzweiflungstat wurde seitens der Arbeitsagentur heruntergespielt, wahrscheinlich aus Angst vor Nachahmungstätern und ansonsten wurde nur der Ruf nach mehr Sicherheit für die Arbeitsagenturen laut.
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #1 am: 27. Juni 2005, 19:26:31 »

Berliner Zeitung: Montagsdemo in Angermünde will der "Hartz-IV-Toten" gedenken

Dienstag, 14. Juni 2005

Organisatorin spricht von hoher Selbstmord-Dunkelziffer
Jens Blankennagel

ANGERMÜNDE. Die 43. Montagsdemo gestern in Angermünde (Uckermark) stand unter einem speziellen Motto. "Es ist diesmal eine Gedenkdemonstration für alle Suizidopfer von Hartz IV", sagte Organisatorin Birgit Kühr. Alle Teilnehmer wurden aufgerufen, Kerzen bei der Demo mitzuführen. "Außerdem legen wir für die Hartz-IV-Toten zwei Grabsträuße nieder: einmal vor dem Rathaus und einmal vor dem Grundsicherungsamt, der hiesigen Hartz-IV-Stelle", sagte sie. Zur ersten Montagsdemo kamen am 23. August 550 Teilnehmer. In der Vorwoche waren es ganze 50.
Anlass für die Gedenkkundgebung war für die Organisatorin, dass sich am 25. Mai ein 54-Jähriger im nordrhein-westfälischen Höxter erhängt hatte. Angeblich wegen Hartz IV. Bereits Ende Januar waren in Zerpenschleuse (Barnim) die Leichen eines Berliner Ehepaares gefunden worden, die für ihren Selbstmord die "soziale Kälte" nach Hartz IV verantwortlich machten. "Die Dunkelziffer wird hoch sein", sagt Birgit Kühr. Auch in Angermünde soll jemand einen Suizidversuch unternommen haben. "Im Internet habe ich viele Berichte von Leuten gelesen, die wegen ihrer Armut über Selbstmord nachdenken", sagt sie. Sie beteiligt sich auch an der Vorbereitung der landesweiten Montagsdemo am 2. Juli in Jüterbog.

Meist nicht Ursache für Suizid

Trotz Millionen Hartz VI-Betroffener gebe es nur eine Hand voll Selbstmorde, sagt Professor Armin Schmidtke, Vorsitzender der Initiativgruppe Nationales Suizidpräventionsprogramm. "Die meisten können mit den Veränderungen umgehen", sagt er. Wer einen Selbstmord versucht, sei oft sozial schwach, arbeitslos und lebe allein. "Doch von denen, die sich wirklich umbringen, sind 90 Prozent psychisch krank, der größte Teil von ihnen depressiv." Selbstmord stehe am Ende eines langen Prozesses, das Abrutschen in die Armut könne ein Auslöser sein, selten aber die Ursache. Gerade in Ostdeutschland sei die Suizidrate seit der Wende enorm gesunken. "Und das obwohl die Arbeitslosigkeit von 0 auf etwa 20 Prozent gestiegen ist", sagt er.
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aian19


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« Antworten #2 am: 28. Juni 2005, 00:14:17 »

Eben das, was ich die ganze Zeit sage: Das letzte Netz, das einen bisher vor Verelendung bewahrte, ist einfach zerschnitten und ersatzlos gestrichen worden - die Sozialhilfe.

Mit dem neuen System HARTZ IV können sich die Behörden einfach ständig den schwarzen Peter hin- & herschieben.
Aus irgendwelchen Gründen kein ALG II, also beantragt man Sozialgeld. Gibt´s nicht, weil ist ja 3 Std. arbeitsfähig.
Und so geht das Spiel dann immer weiter. Perfides System.
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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin
regenwurm


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« Antworten #3 am: 25. Februar 2007, 00:02:41 »

Angst um Arbeitsplatz Motiv für Familiendrama von Rhede

 Drei Tage nach dem Familiendrama im westfälischen Rhede mit zwei Toten ist das Motiv geklärt.
Der tatverdächtige Familienvater gab bei einer Vernehmung an, er habe befürchtet, gekündigt zu werde
Mit dieser Situation habe er weder leben noch diese seiner Familien zumuten wollen.

Der 44-Jährige sagte den weiteren Angaben zufolge aus, dass er daher seine ein Jahr jüngere Frau und seinen elfjährigen Sohn getötet habe.
Anschließend habe er sich in Berlin das Leben nehmen wollen.
 Der Mann war am Donnerstag nach einem Selbstmordversuch schwer verletzt in einem Hotel in der Hauptstadt gefunden worden.

Die beiden Leichen waren am Dienstag von Verwandten im Einfamilienhaus der Familie entdeckt worden.
 Die Obduktion ergab, dass Mutter und Sohn durch Schnitt- und Stichverletzungen getötet wurden. Am Tatort fanden die Ermittler ein Küchenmesser.
Quelle
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Pinnswin


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« Antworten #4 am: 25. Februar 2007, 21:07:57 »

was ist dieser Professor Armin Schmidtke denn für n Sozial-Hannes? Präventionsprogramm für Deutschland und der 1. Vorsitzende ist PHartz?  rolleyes
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski
PREKARIAT


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« Antworten #5 am: 26. Februar 2007, 17:39:45 »

Unsere Pensionäre denken ebenso zunehmend daran, sich selbst das Licht auszuknipsen. Die Angst von der Altersarmut ergibt sich natlos aus den Folgen von Hartz IV.

Einmal Hartz, bleibt oft Hartz. Ob mit oder ohne Leistung der Bundesagentur, das Einkommensniveau bleibt das selbe.
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"Hurenspender Peter Hartz" - Song gratis als mp3 downloaden| www.prekariat.net
regenwurm


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« Antworten #6 am: 26. April 2007, 19:01:25 »

Selbstmorde bei Hartz IV

Auf immer mehr Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV, tauchen mittlerweile Briefe auf, in denen Mitsteiter dieser Demonstrationen wegen der Verarmung durch Hartz IV, Selbstmorde begangen haben sollen.
 Zur Zeit liege die geschätzte Selbstmordrate bei bisher 1.000 Personen im gesamten Bundesgebiet seid Einführung der Arbeitsmarktreformen durch die Herrschenden der SPD-Fraktion.

circa 1000 Selbsmorde - das macht 1000 mal Lebenslänglich für die Verursacher
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mlawrenz
test
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« Antworten #7 am: 26. April 2007, 20:59:30 »

Nachzulesen:

hier

und

hier
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"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt

CubanNecktie


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« Antworten #8 am: 26. April 2007, 21:04:09 »

angry wie dem auch sei, Suizid etc. ist keine Lösung. Damit wird dieses menschenverachtende System auch nicht abgeschafft! Mit jedem Hartz-IV Suizid, stirbt ein Opfer dieses Systems, leider aber kein einziger Täter!!
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Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?

ZAF Fragebogen
Passwort: chefduzen.de

"In einigen Jahren, wenn politisch gar nichts mehr geht, gründen die CDU und SPD mit den Resten der FDP die Neuliberale Sozial Union - NSU."
Stromboli, 04.2013
TagX


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« Antworten #9 am: 26. April 2007, 21:48:40 »

Zitat
Original von regenwurm
Selbstmordrate bei bisher 1.000 Personen

Das wird leider nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Hartz-Klassen-Gesetze brechen die Menschen; so ist es gewollt.
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Grüße


Sozialismus!
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #10 am: 26. April 2007, 22:01:53 »

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Pensionären und Rentnern. Pensionäre sind Ex-Beamte im Ruhestand und Rentner sind Ex-AN im Ruhestand. Die Altersbezüge zwischen beiden Personengruppen sind erheblich verschieden.

Das Problem der sozialen Not dürfte bei Erwerbsminderungsrentnern, Behinderten, alleinstehenden Frauen im Rentenbezug besonders deutlich auftreten.

Pensionäre genießen den sozialen Naturschutz der Bundesregierung und ihre Pensionen wachsen Jahr für Jahr ohne Nullrunten munter weiter. Büttel der Regierung und des Staates muß man besonders pflegen und hegen. Pensionäre hatten im Erwerbsleben auch nie das Problem, den Hartz-IV-Gesetzen und Langzeitarbeitslosigkeit ausgesetzt zu sein.
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anti-hartz4


Beiträge: 981



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« Antworten #11 am: 26. April 2007, 23:44:02 »

Es darf einfach nicht sein,dass Menschen an diesem Merkel-Regiem zerbrechen. Wo verdammt bleibt der Widerstand??? Es ist sicher nicht schwer,diese wenigen Kapitalparasiten und ihre Mittäter zu zerschlagen. Ganz wichtig:Traue niemals einem Beamten oder staatlich Angestellten!!!
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Widerstand dem Kapitalgesindel
Onkel Tom


Beiträge: 3233



« Antworten #12 am: 27. April 2007, 10:43:29 »

Der schwarze Senat in Hamburg sieht Nachholbedarf darin, die Erwerbslosen existenziell
an die Wand zu stellen.
Das bizarre Gespann von ARGE und der HAB werden in Zukunft die Sanktionswelle
in Schwung bringen.. angry
Die Eingliederungsvereinbarungen in Verbindung mit der Datenschutzerklärung
der HAB, versetzen ALG II Bezieherinnen in einer Zwangsjacke der Leibeigenschaft und
totaler Schreibtischgewalt der Erwerbslosenindustrie.
Sollte im Sommer 07 zusätzlich die Verschärfungen zu Hartz 4 in Kraft treten, wandeln
sich die Ein Euro Job Betreiber in Seen, wo der Betroffene zum Dauerschwimmer
gezwungen ist und je nach Appetiit der Lohndumpingfirmen (PSA) wie von Haien
von unten gefressen wird.

Es wird Zeit, das Betroffene endlich wach werden und sich wehren, statt der
Bequemlichkeit zum Opfer zu fallen "Da kann mann sowiso nichts gegen machen"..

Ich sehe das gaaanz anders..
Das Potenzial der Betroffenen ist mächtiger, wie die Verursacher der Verhartzung.
"Außenstehende von Staatapparat und Erwerbslosenindustrie sind keine Mörder"

Soli.. Mut.. ist ne Sache, die nicht von selber kommt, sondern gefördert und gepflegt
werden muß

Naja, bin mal gespannt, wie sich zum 1.Mai der Volxwille zeigt.
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Lass Dich nicht verhartzen !
monoma


Beiträge: 53


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« Antworten #13 am: 27. April 2007, 11:30:56 »

hallo erstmal in die runde hier,

ich lese schon längere zeit mit, und jetzt wurde es einfach mal zeit für die anmeldung  Cool

bin momentan prekär beschäftigt - teilzeitarbeiter mit lohn auf "h4"-niveau -, und widme ansonsten viel zeit der blogschreiberei. was mir speziell zum thema dieses threads gleich eine überleitung erlaubt:

sehr unvollständige liste von todesfällen im zusammenhang mit antisozialer politik...

ich bin nach wie vor wütend und auch erschrocken, was hier so alles medial nicht thematisiert wird - und entsprechend finde ich es nötig, dass solche geschichten an möglichst vielen stellen registriert und dokumentiert werden.

soviel vorläufig für den moment,
mo
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Ziggy


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« Antworten #14 am: 27. April 2007, 12:05:32 »

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Um seine Liebe zu beweisen, erklomm er die höchsten Berge, durchschwamm die tiefsten Meere und zog durch die weitesten Wüsten. Doch sie verließ ihn – weil er nie zu Hause war.
klaus72


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« Antworten #15 am: 27. April 2007, 12:18:30 »

@ manoma: Herzlich Willkommen ! Beim Lesen über die sog. unvollständige Liste hat mich schon fast vom Stuhl umgehauen.





Wo bleibt das garantiertes Recht auf das Wohnen ? Wir alle müssen doch Druck auf die Politiker ausüben !!!!!
Weiss wer, warum die 2 Polizistinnen in Heilbronn erschossen wurden und welches Motiv ?
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Hartzhetzer


Beiträge: 611



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« Antworten #16 am: 27. April 2007, 12:46:09 »

Bin auch gerade am lesen @monoma, die Seite ist echt gut und auch von mir erst mal ein ganz liebes willkommen im Forum.



Bin über die Seite auf noch einen Interessanten Link gestoßen:

http://www.vsp-vernetzt.de/soz-0705/070518.htm

der sollte unbedingt auch gelesen werden.

mfg
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Unsere Gesellschaft wird von Verrückten geführt, für verrückte Ziele. Ich glaube wir werden von Wahnsinnigen gelenkt, zu einem wahnsinnigen Ende, und ich glaube ich werde als Wahnsinniger eingesperrt, weil ich das sage. Das ist das wahnsinnige daran.

John Lennon
Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #17 am: 27. April 2007, 13:23:36 »

Auch ich habe seit meinem unternehmerischen Sündenfall: Konkurs/Gesamtvollstreckung*; anschließendem Berufsverbot durch das Finanzamt, Verlust des Familieneigentums/Elternhaus/Betriebsgrundstück und die daraus folgenden Ausgrenzungen und sozialen Genickschüsse dieses Systems schon oft schwer depressive Phasen gehabt, in denen ich mich hätte selbst umbringen mögen.

Etliche Szenarien habe ich theoretisch durchgespielt, aber ob des unklaren Erfolges verworfen. Mein Partner und meine Kinder waren aber letztlich entscheidend "es" nicht zu tun, denn es geht immer irgendwie weiter.

Mittlerweile fand ich dieses Forum mit Menschen, die ähnliche Einstellungen haben, wie ich. Aus diesem Grunde sehe ich nun überhaupt nicht mehr ein, zum Mittel des Suizid zu greifen.

Das hat dieses System nicht verdient, das ich kampflos aufgebe!

Die o.g. Liste habe ich nach 4 Fällen aufgegeben zu lesen - vor Wut!
Denn diejenigen die das eigentlich zu verantworten haben, sitzen immer noch an ihren Schreibtischen und kassieren ihr Geld vom deutschen Volke!

Das Mass des Erträglichen ist für mich längst überschritten und es wird Zeit, das unsere "abartigen Ideen" ** Eingang in die allgemeine Öffentlichkeit finden!

* - Großkunde hat nicht bezahlt. Banken wollten kurzfristig Kredite zurück.
    Gesamtvollstreckung mit ca. 30% Erlös, Vertreibung aus Elternhaus usw.
** - wie H.-J. Vogel gerade gestern bspw. über die Grußbotschaft von Klar
      zur Januar Festveranstaltung äußerte
..   der H.-J. Vogel, der Anfang der 90ger Jahre in einer MDR-Talkshow auf die Frage wie denn bitte ein gescheiterter Unternehmer/Selbstständiger im Alter versorgt wäre, sinngemäß antwortete: "Ein Unternehmer/Selbstständiger sollte doch während seiner unternehmerischen Tätigkeit schon soviel angespart haben, dass er davon im Alter leben kann." Angesichts der Tatsache, dass sich junge Unternehmer in 2-3 Jahren keine Rente ansparen können und das Rentenverträge im Konkursfall in die Verteil-Masse mit eingehen bzw. von der Bank gleich weggepfändet werden, ebenso Kleinerbschaften von verstorbenen Eltern, sind solche Aussagen eine Verspottung der Betroffenen. Spätestens damals hat H.-J. Vogel (SPD) bei mir jegliche Sympathie verspielt und ist zu einem Synonym für SPD Selbstgefälligkeit und Realitätsferne geworden.
(Sorry, dieser Exkurs musste mal sein.)

Nochmal zu meiner Kernaussage:

Es geht immer weiter: Einen Selbstmord ist dieses System nicht wert!
Jeder bekannte Fall wird den Machthabern eines Tages serviert und dank dieser Internetliste und den Cashes dieser IT-Welt geht sie auch nur bei Totalstausfall verloren...
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Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig
klaus72


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« Antworten #18 am: 27. April 2007, 13:27:01 »

Nur mal eine Frage:

Wie wäre es, wenn wir uns zusammen schließen, und die Strafanzeige gegen die verantwortlichen Sozial-Politiker erstatten ? Eigentlich sollte die Politiker vor dem Europäischen Gerichtshof ( Den Haag ?) gestellt werden.

Gegen gültiges garantiertes Menschenrechtskonvention, Sozialstaatprinzip und Grundgesetz wurden vorsätzlich verstoßen.
Nach bekanntwerden vor dem Tod des wehrlosen Bürgers wurde nichts unternommen ( Einweisung ins Krankenhaus, Sozialberatung, sofortige Auszahlung der Sozialhilfe )
Zwangsräumung der Wohnung sollte eigentlich verboten werden, da das Wohnen ein Grundrecht ist. ( ich meine, Zwangsräumen erst dann, wenn Ersatzwohnung zur Verfügung steht, und nicht in den Obdachlosenasyl zuweisen ! )

Warum stand nur der Milosevic und der Sadam Husein vor dem Verbrechertribunal ? ( die Beiden haben die Menschen getötet )
Peter Hartz tötet auch die Menschen, wenn er einfach die Leistung ( ALG ) streicht oder drastisch kürzt. Das ist indirekter Mord !

Warum darf ein Jugendlicher wegen damaligen Vergehen nicht die Polizeiausbildung machen, wenn Peter Hartz das Gesetz machen kann, der er selbst ein Verbrecher ist Huh???
Die DAX-Konzerne zahlen keine Steuern, bauen Arbeitsplätze ab trotz steiende Gewinne, und warum ? ( halte das auch für verbrecherisch !!! )

Kinderarmut ist eine bodenlose Schande für Deutschland, und das in einem relativ reiches Land. Frau von der Leyen soll sich mal über die Ursache der Kinderarmut auseinander setzen.

Auf zum Aufstand, bevor es zu spät ist !!
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #19 am: 27. April 2007, 14:02:17 »

In der BRD gibt es tätlich gewordene Mörder und asozial handelnde Schreibtischtäter in den Parlamenten, in den öffentlichen Verwaltungen und Unternehmer, die vor die Schranken eines Volkstribunals gehören und abgeurteilt werden müssen.

Mir wird speiübel, wenn ich heute früh in Phoenix wieder die kriminellen Spitzbuben auf den Abgeordnetenplätzen des Deutschen Bundestags in den Franktionen der CDU/CSU, FDP und der auf CDU-Schleimspur kriechenden SPD sehe. Die betreiben Selbstbeweihräucherung, Problemverschleppung im Interesse des Koalitionspartners (gemeint ist die SPD, die nach Kohlvorbild Probleme aussitzt, vertagt und sich der CDU/CSU anbiedert), Volksverdummung und erfüllen nicht das Mandat, daß ihnen die Wähler übertragen haben.

Man sollte dieses Pack mit Knüppeln, Dreschflegeln und Mistgabeln aus den Bundestag in die nächsten Steinbrüche jagen, damit sie am eigenen Leibe erkennen, was menschliche Arbeitskraft für objektive Maßstäbe festzulegenden Wert in der Welt hat, die auch mit existenzsichernden, leistungsgerechten, sv-pflichtigen Arbeitsverdiensten vergütet werden muß. Diese Arbeitsverdienste müssen den wahren Wert der Arbeitsanforderungen widerspiegeln, die in der Arbeitsaufgabe enthalten sind und von der beliebig austauschbaren Arbeitskraft Meyer, Schulze, Lehmann zu erfüllen sind. Die Bewertung der Arbeitsanforderungen müssen auch den Wert der erforderlichen Qualifikation und Berufserfahrung dokumentieren und nicht durch organisierte Langzeitarbeitslosigkeit gezielt vernichten, um bei einer späteren Jobvermittlung diese Fähigkeiten zu einen Appel und Ei als Unternehmer einkaufen zu können.

Es ist eine Schande, daß unter Bedingungen von Angebot und Nachfrage dieser verdorbenen, abnormalen Marktwirtschaft die Arbeitskraft zur Handelsware mit Verfallsdatum verkommt.

Das Grundübel liegt in den privaten Eigentumsverhältnissen an Produktionsmitteln, die es den Unternehmern in selbstherrlicher Art berechtigt, die Vergütungshöhe wie bei Feilschereien auf arabischen Basaren festzusetzen und zwar äußerst subjektiv wie grademal die Urinprobe des Unternehmers ausfällt. Unternehmer üben und mißbrauchen die ökonomische Macht in diesen Lande, wenn sich auf sie genügend Kapital und Produktion konzentriert. Wer die ökonomische Macht innehat, der mißbraucht auch die politische Macht, die Rechtsgewalt und organisiert Krieg, um noch mehr Macht auf sich zu konzentrieren.

Und das sind Merkmale für einen parasitären, faulenden und absterbenden Kapitalismus in seinem höchstem Stadium des Imperialismus (= richtiger Begriff für die niedliche, harmlos klingende Umschreibung als Globalisierung). In seiner aggressivsten Form ist der Imperialismus als Faschismus feststellbar.
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Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #20 am: 27. April 2007, 14:14:03 »

Apropos geänderte Beitragsbedingungen zur Kranken- und Pflegeversicherung für Freiberufler, Selbstständige und kleine Gewerbetreibende/Handwerker nach der Gesundheitsreform 2007:

Gestern abend MDR-Sendung "Ein Fall für Escher" vom 27.04.2007, 20.15 Uhr: Paragraphenreiterei bei der Krankenkasse

Man lese bitte den Abschnitt Krankenkassenbeiträge für Selbstständige.
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Strombolli
Jeheimrat


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« Antworten #21 am: 27. April 2007, 14:36:20 »

Hallo Joachim,

danke für den interessanten Link. 165 € sind zwar immer noch zu teuer, wenn die Einkünfte in manchen Monaten deutlich unter 1000 € liegen, aber es ist ein Anfang. Leider sind die Auftraggeber in meiner Branche nach wie vor sehr "sparsam", sicher zu einem Grossteil auch aufgrund anderer Belastungen und nicht nur wegen Profitgier... oder -zwang.

In meinem konkreten Fall ist ja auch noch das FA davor, weil ich aufgrund des damaligen Konkurses als "steuerlich unzuverlässig" eingestuft worden bin. Also weiter als "Geringfügig Beschäftigter" den Menschen gelegentlich im "Wellness-Bereich* Freude bringen, mit Wut im Bauch.

Seit 2006 erhalten wir monatlich ca. 400 € Unterstützung - also kanpp 7000 € bisher. Der geschätzte Schuldenbetrag gegenüber dem FA beträgt 6000 €, die Realität dürfte bei max. 3000 € liegen.

Wie rentabel war es also für den deutschen Staat mich "lahmzulegen"?

Beste Grüsse
montag organisiere ich meiner Familie ne Mai-Nelke

Strombolli
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klaus72


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« Antworten #22 am: 27. April 2007, 14:50:48 »

Zitat
Wie rentabel war es also für den deutschen Staat mich "lahmzulegen"?
von Strombolli


Das gilt auch für die Gläubiger, die die Schuldner zum Offenbarungseid zwingen, der Schuldner nach dem " Finger hochheben" schwupps das Bankkonto, die Kreditwürdigkeit und u.U. den Arbeitsplatz verlieren wird. Für die Anmietung einer Wohnung kann für den Schuldner recht sehr schwierig werden. Ohne Bankkonto gibt auch keinen Arbeitsvertrag ! ( ....ich weiß, dass die öffentlichen Banken sich auf freiw. Basis verpflichtet haben, den Guthabenkonto für Jeden anbieten müssen. Leider sieht die Realität aber anders aus ! ....)

Zitat
"lahmzulegen"
ist in diesem Fall zu interpretieren, dass der Schuldner in die Perspektivlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Armut und gar zum Selbstmord getrieben wird.

Muss sagen, dass oft die Gläubiger auch die Mitschuld haben, den Schuldner in die tiefere Misere treiben. ( Inkassokosten, Zinsen plus Zinsen, andere Mahnkostenarten und die fehlende Moral im Geschäft )

Nan erlebe heute die Selektion an den Menschen !
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BakuRock


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« Antworten #23 am: 27. April 2007, 21:19:06 »

Zitat
Original von CubanNecktie
angry wie dem auch sei, Suizid etc. ist keine Lösung. Damit wird dieses menschenverachtende System auch nicht abgeschafft! Mit jedem Hartz-IV Suizid, stirbt ein Opfer dieses Systems, .................................."

Ganz im Gegenteil: Das System wird noch gestaerkt, denn der Betroffene kann keinen Aerger mehr machen.

Ausserdem wird jeder einzelne bei einem tatsaechlichen Umbruch fehlen.
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Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es f�r sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

Eigentumsfragen stellen!

Wer sind FAUistas
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« Antworten #24 am: 29. April 2007, 09:29:40 »

ZDF, Sendung "sonntags - tv fürs Leben" vom 29.04.2007, 09:02 Uhr: Auf der Strecke geblieben - Wie es zum Hungertod von Sascha K. in Speyer kam

"Warum ist er nicht einfach zu uns gekommen?" fragen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Speyerer Tafel. Sie geben kostenlos Lebensmittel an Bedürftige ab. Und ihr Ladenlokal ist nur zwei Querstraßen entfernt von der Wohnung des 20-jährigen Arbeitslosen, der in der vergangenen Woche tot aufgefunden wurde: verhungert. Eine Tragödie, mitten in der idyllischen Kleinstadt.

Die 48-jährige Mutter, infolge von Mangelernährung stark geschwächt, hatte an diesem Tag einen Bekannten angerufen. Der verständigte sofort einen Notarzt. Warum die Frau nicht schon viel früher um Hilfe bat, weiß niemand. Noch sei sie nicht vernehmungsfähig, und sie werde im Krankenhaus ärztlich behandelt, teilte die Polizei mit. Sie habe aber geäußert, dass sie und ihr Sohn kein Geld für Lebensmittel gehabt hätten.

Erst Sozialhilfe dann Hartz IV

Der junge Mann und seine Mutter waren bis Ende 2004 Sozialhilfeempfänger. Dann erhielten sie Leistungen nach Hartz IV und wurden von der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration (GfA) in Ludwigshafen betreut. Als Mutter und Sohn im Oktober 2006 neue Anträge stellen sollten, hätten sie auf Anschreiben nicht mehr reagiert, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Auch die in diesem Fall gesetzlich vorgesehene Kürzung von Leistungen habe bei ihnen keine Reaktionen hervorgerufen.

Ende 2006 seien die Zahlungen dann ganz gestrichen worden. "Das ist der vorgegebene Weg", erklärte ein Sprecher der GfA. Man habe vom Gesetzgeber aus nicht den Auftrag,

Analyse der Lebenssituation gefordert

Die Wohlfahrtsverbände in der Pfalz kritisieren dieses Vorgehen: "Bevor die komplette Streichung von Leistungen erfolgt, muss man sich ein Bild von der Lebenssituation des Menschen machen," fordert Caritas-Direktor Alfons Henrich. Aus der Beratungsarbeit weiß er, dass viele Arbeitslose mit ihrer Situation überfordert sind: "Auch der junge Mann hat auf seine Schwierigkeiten offenbar mit Rückzug reagiert. Es fehlte ihm entweder die Möglichkeit oder das Vertrauen, mit jemandem über seine Not zu sprechen und Hilfe zu suchen." Dass Menschen resignieren, sogar depressiv werden und unter massiven psychischen Störungen leiden, sei gerade bei Langzeitarbeitslosen keine Seltenheit, erklärte Henrich.

Das bestätigen auch Untersuchungen. Thomas Lampert vom Berliner Robert-Koch-Institut verweist darauf, dass Langzeitarbeitslose zwei- bis dreimal häufiger krank werden, besonders Männer seien stark gefährdet. "Je länger die Situation andauert, um so gravierender sind die Folgen", sagt Lampert. Die Vermutung, dass auch der junge Mann und seine Mutter psychisch erkrankt waren, liegt nahe. Vier Monate lang saßen sie völlig mittellos und isoliert in ihrer Wohnung. Die Frau äußerte gegenüber der Polizei, dass ihr Sohn sehr deprimiert gewesen sei und auch gesagt habe, er wolle nicht mehr leben.

Verbesserung der Kommunikation

In Speyer will man nun die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hilfseinrichtungen verbessern. In jedem Fall, in dem ein Hartz-IV-Empfänger nicht mehr reagiert, soll die GfA die Sozialdienste in Speyer informieren. Niemand soll durch das soziale Netz fallen, nur weil er zu schwach ist. Diese Vorstellung von staatlicher Fürsorge erinnert an Zeiten der Sozialhilfe.

Denn das Sozialhilfegesetz verpflichtete die Behörde, tätig zu werden, wenn ihr ein Tatbestand der Hilfebedürftigkeit, wie auch immer, bekannt wurde: "Die Sozialhilfe setzt ein, sobald dem Träger der Sozialhilfe oder den von ihm beauftragten Stellen bekannt wird, dass die Voraussetzungen für die Gewährung vorliegen", so der Gesetzestext. Anders als Hartz IV verkörperte die Sozialhilfe die Pflicht zur öffentlichen Fürsorge, zur Hilfeleistung. Auch dann, wenn niemand einen Antrag gestellt hatte. Das hat sich geändert: "Das Sozialgesetzbuch," betont Hans Grohe von der GfA, "sieht keine aufsuchende Arbeit vor."

Einzelfall oder Handlungsbedarf

Im rheinland-pfälzischen Sozialministerium sieht man keinen Handlungsbedarf. Der Fall sei tragisch, müsse aber vor Ort aufgearbeitet werden. Die Notwendigkeit, Gesetze zu ändern oder gar eine aufsuchende Hilfe verbindlich vorzuschreiben, sieht man im Ministerium nicht.

Das Erwerbslosen Forum in Deutschland nimmt den Fall zum Anlass, seine Forderung nach einem professionellen Fallmanagement zu bekräftigen. "Mitarbeiter der Arbeitsagenturen müssen unbedingt Qualifikationen im psycho-sozialen Bereich haben, damit die individuellen Folgen bei eventuellen Sanktionen abgeschätzt werden können," erklärte ein Sprecher. Der vorliegende Fall mache deutlich, dass Behinderte und Kranke bei Hartz IV auf der Strecke blieben. Gerade bei psychisch kranken Menschen sei die Einstellung der Leistungen kein geeignetes Mittel zur Lösung existenzieller Probleme.

Marion Mück-Raab
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