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klaus72
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« Antworten #15 am: April 27, 2007, 11:18:30 » |
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@ manoma: Herzlich Willkommen ! Beim Lesen über die sog. unvollständige Liste hat mich schon fast vom Stuhl umgehauen.
Wo bleibt das garantiertes Recht auf das Wohnen ? Wir alle müssen doch Druck auf die Politiker ausüben !!!!! Weiss wer, warum die 2 Polizistinnen in Heilbronn erschossen wurden und welches Motiv ?
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Hartzhetzer
Beiträge: 598
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« Antworten #16 am: April 27, 2007, 11:46:09 » |
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Bin auch gerade am lesen @monoma, die Seite ist echt gut und auch von mir erst mal ein ganz liebes willkommen im Forum.  Bin über die Seite auf noch einen Interessanten Link gestoßen: http://www.vsp-vernetzt.de/soz-0705/070518.htmder sollte unbedingt auch gelesen werden. mfg
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Alles Gute, was geschieht, setzt das nächste in Bewegung. J. W.von Goethe
Ich übernehme für meine Beiträge selbst die Verantwortung, die Forenbetreiber distanzieren sich ausdrücklich!
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Strombolli
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« Antworten #17 am: April 27, 2007, 12:23:36 » |
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Auch ich habe seit meinem unternehmerischen Sündenfall: Konkurs/Gesamtvollstreckung*; anschließendem Berufsverbot durch das Finanzamt, Verlust des Familieneigentums/Elternhaus/Betriebsgrundstück und die daraus folgenden Ausgrenzungen und sozialen Genickschüsse dieses Systems schon oft schwer depressive Phasen gehabt, in denen ich mich hätte selbst umbringen mögen.
Etliche Szenarien habe ich theoretisch durchgespielt, aber ob des unklaren Erfolges verworfen. Mein Partner und meine Kinder waren aber letztlich entscheidend "es" nicht zu tun, denn es geht immer irgendwie weiter.
Mittlerweile fand ich dieses Forum mit Menschen, die ähnliche Einstellungen haben, wie ich. Aus diesem Grunde sehe ich nun überhaupt nicht mehr ein, zum Mittel des Suizid zu greifen.
Das hat dieses System nicht verdient, das ich kampflos aufgebe!
Die o.g. Liste habe ich nach 4 Fällen aufgegeben zu lesen - vor Wut! Denn diejenigen die das eigentlich zu verantworten haben, sitzen immer noch an ihren Schreibtischen und kassieren ihr Geld vom deutschen Volke!
Das Mass des Erträglichen ist für mich längst überschritten und es wird Zeit, das unsere "abartigen Ideen" ** Eingang in die allgemeine Öffentlichkeit finden!
* - Großkunde hat nicht bezahlt. Banken wollten kurzfristig Kredite zurück. Gesamtvollstreckung mit ca. 30% Erlös, Vertreibung aus Elternhaus usw. ** - wie H.-J. Vogel gerade gestern bspw. über die Grußbotschaft von Klar zur Januar Festveranstaltung äußerte .. der H.-J. Vogel, der Anfang der 90ger Jahre in einer MDR-Talkshow auf die Frage wie denn bitte ein gescheiterter Unternehmer/Selbstständiger im Alter versorgt wäre, sinngemäß antwortete: "Ein Unternehmer/Selbstständiger sollte doch während seiner unternehmerischen Tätigkeit schon soviel angespart haben, dass er davon im Alter leben kann." Angesichts der Tatsache, dass sich junge Unternehmer in 2-3 Jahren keine Rente ansparen können und das Rentenverträge im Konkursfall in die Verteil-Masse mit eingehen bzw. von der Bank gleich weggepfändet werden, ebenso Kleinerbschaften von verstorbenen Eltern, sind solche Aussagen eine Verspottung der Betroffenen. Spätestens damals hat H.-J. Vogel (SPD) bei mir jegliche Sympathie verspielt und ist zu einem Synonym für SPD Selbstgefälligkeit und Realitätsferne geworden. (Sorry, dieser Exkurs musste mal sein.)
Nochmal zu meiner Kernaussage:
Es geht immer weiter: Einen Selbstmord ist dieses System nicht wert! Jeder bekannte Fall wird den Machthabern eines Tages serviert und dank dieser Internetliste und den Cashes dieser IT-Welt geht sie auch nur bei Totalstausfall verloren...
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klaus72
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« Antworten #18 am: April 27, 2007, 12:27:01 » |
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Nur mal eine Frage: Wie wäre es, wenn wir uns zusammen schließen, und die Strafanzeige gegen die verantwortlichen Sozial-Politiker erstatten ? Eigentlich sollte die Politiker vor dem Europäischen Gerichtshof ( Den Haag ?) gestellt werden. Gegen gültiges garantiertes Menschenrechtskonvention, Sozialstaatprinzip und Grundgesetz wurden vorsätzlich verstoßen. Nach bekanntwerden vor dem Tod des wehrlosen Bürgers wurde nichts unternommen ( Einweisung ins Krankenhaus, Sozialberatung, sofortige Auszahlung der Sozialhilfe ) Zwangsräumung der Wohnung sollte eigentlich verboten werden, da das Wohnen ein Grundrecht ist. ( ich meine, Zwangsräumen erst dann, wenn Ersatz wohnung zur Verfügung steht, und nicht in den Obdachlosenasyl zuweisen ! ) Warum stand nur der Milosevic und der Sadam Husein vor dem Verbrechertribunal ? ( die Beiden haben die Menschen getötet ) Peter Hartz tötet auch die Menschen, wenn er einfach die Leistung ( ALG ) streicht oder drastisch kürzt. Das ist indirekter Mord ! Warum darf ein Jugendlicher wegen damaligen Vergehen nicht die Polizeiausbildung machen, wenn Peter Hartz das Gesetz machen kann, der er selbst ein Verbrecher ist  ?? Die DAX-Konzerne zahlen keine Steuern, bauen Arbeitsplätze ab trotz steiende Gewinne, und warum ? ( halte das auch für verbrecherisch !!! ) Kinderarmut ist eine bodenlose Schande für Deutschland, und das in einem relativ reiches Land. Frau von der Leyen soll sich mal über die Ursache der Kinderarmut auseinander setzen. Auf zum Aufstand, bevor es zu spät ist !!
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Wilddieb Stuelpner
Beiträge: 8918
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« Antworten #19 am: April 27, 2007, 13:02:17 » |
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In der BRD gibt es tätlich gewordene Mörder und asozial handelnde Schreibtischtäter in den Parlamenten, in den öffentlichen Verwaltungen und Unternehmer, die vor die Schranken eines Volkstribunals gehören und abgeurteilt werden müssen.
Mir wird speiübel, wenn ich heute früh in Phoenix wieder die kriminellen Spitzbuben auf den Abgeordnetenplätzen des Deutschen Bundestags in den Franktionen der CDU/CSU, FDP und der auf CDU-Schleimspur kriechenden SPD sehe. Die betreiben Selbstbeweihräucherung, Problemverschleppung im Interesse des Koalitionspartners (gemeint ist die SPD, die nach Kohlvorbild Probleme aussitzt, vertagt und sich der CDU/CSU anbiedert), Volksverdummung und erfüllen nicht das Mandat, daß ihnen die Wähler übertragen haben.
Man sollte dieses Pack mit Knüppeln, Dreschflegeln und Mistgabeln aus den Bundestag in die nächsten Steinbrüche jagen, damit sie am eigenen Leibe erkennen, was menschliche Arbeitskraft für objektive Maßstäbe festzulegenden Wert in der Welt hat, die auch mit existenzsichernden, leistungsgerechten, sv-pflichtigen Arbeitsverdiensten vergütet werden muß. Diese Arbeitsverdienste müssen den wahren Wert der Arbeitsanforderungen widerspiegeln, die in der Arbeitsaufgabe enthalten sind und von der beliebig austauschbaren Arbeitskraft Meyer, Schulze, Lehmann zu erfüllen sind. Die Bewertung der Arbeitsanforderungen müssen auch den Wert der erforderlichen Qualifikation und Berufserfahrung dokumentieren und nicht durch organisierte Langzeitarbeitslosigkeit gezielt vernichten, um bei einer späteren Jobvermittlung diese Fähigkeiten zu einen Appel und Ei als Unternehmer einkaufen zu können.
Es ist eine Schande, daß unter Bedingungen von Angebot und Nachfrage dieser verdorbenen, abnormalen Marktwirtschaft die Arbeitskraft zur Handelsware mit Verfallsdatum verkommt.
Das Grundübel liegt in den privaten Eigentumsverhältnissen an Produktionsmitteln, die es den Unternehmern in selbstherrlicher Art berechtigt, die Vergütungshöhe wie bei Feilschereien auf arabischen Basaren festzusetzen und zwar äußerst subjektiv wie grademal die Urinprobe des Unternehmers ausfällt. Unternehmer üben und mißbrauchen die ökonomische Macht in diesen Lande, wenn sich auf sie genügend Kapital und Produktion konzentriert. Wer die ökonomische Macht innehat, der mißbraucht auch die politische Macht, die Rechtsgewalt und organisiert Krieg, um noch mehr Macht auf sich zu konzentrieren.
Und das sind Merkmale für einen parasitären, faulenden und absterbenden Kapitalismus in seinem höchstem Stadium des Imperialismus (= richtiger Begriff für die niedliche, harmlos klingende Umschreibung als Globalisierung). In seiner aggressivsten Form ist der Imperialismus als Faschismus feststellbar.
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Strombolli
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« Antworten #21 am: April 27, 2007, 13:36:20 » |
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Hallo Joachim,
danke für den interessanten Link. 165 € sind zwar immer noch zu teuer, wenn die Einkünfte in manchen Monaten deutlich unter 1000 € liegen, aber es ist ein Anfang. Leider sind die Auftraggeber in meiner Branche nach wie vor sehr "sparsam", sicher zu einem Grossteil auch aufgrund anderer Belastungen und nicht nur wegen Profitgier... oder -zwang.
In meinem konkreten Fall ist ja auch noch das FA davor, weil ich aufgrund des damaligen Konkurses als "steuerlich unzuverlässig" eingestuft worden bin. Also weiter als "Geringfügig Beschäftigter" den Menschen gelegentlich im "Wellness-Bereich* Freude bringen, mit Wut im Bauch.
Seit 2006 erhalten wir monatlich ca. 400 € Unterstützung - also kanpp 7000 € bisher. Der geschätzte Schuldenbetrag gegenüber dem FA beträgt 6000 €, die Realität dürfte bei max. 3000 € liegen.
Wie rentabel war es also für den deutschen Staat mich "lahmzulegen"?
Beste Grüsse montag organisiere ich meiner Familie ne Mai-Nelke
Strombolli
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klaus72
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« Antworten #22 am: April 27, 2007, 13:50:48 » |
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Wie rentabel war es also für den deutschen Staat mich "lahmzulegen"? von Strombolli Das gilt auch für die Gläubiger, die die Schuldner zum Offenbarungseid zwingen, der Schuldner nach dem " Finger hochheben" schwupps das Bankkonto, die Kreditwürdigkeit und u.U. den Arbeitsplatz verlieren wird. Für die Anmietung einer Wohnung kann für den Schuldner recht sehr schwierig werden. Ohne Bankkonto gibt auch keinen Arbeitsvertrag ! ( ....ich weiß, dass die öffentlichen Banken sich auf freiw. Basis verpflichtet haben, den Guthabenkonto für Jeden anbieten müssen. Leider sieht die Realität aber anders aus ! ....) "lahmzulegen" ist in diesem Fall zu interpretieren, dass der Schuldner in die Perspektivlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Armut und gar zum Selbstmord getrieben wird. Muss sagen, dass oft die Gläubiger auch die Mitschuld haben, den Schuldner in die tiefere Misere treiben. ( Inkassokosten, Zinsen plus Zinsen, andere Mahnkostenarten und die fehlende Moral im Geschäft ) Nan erlebe heute die Selektion an den Menschen !
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BakuRock
Beiträge: 1637
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« Antworten #23 am: April 27, 2007, 20:19:06 » |
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Original von CubanNecktie wie dem auch sei, Suizid etc. ist keine Lösung. Damit wird dieses menschenverachtende System auch nicht abgeschafft! Mit jedem Hartz-IV Suizid, stirbt ein Opfer dieses Systems, .................................." Ganz im Gegenteil: Das System wird noch gestaerkt, denn der Betroffene kann keinen Aerger mehr machen. Ausserdem wird jeder einzelne bei einem tatsaechlichen Umbruch fehlen.
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--- Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein Wer sind wir FAUistas?
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Wilddieb Stuelpner
Beiträge: 8918
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« Antworten #24 am: April 29, 2007, 08:29:40 » |
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ZDF, Sendung "sonntags - tv fürs Leben" vom 29.04.2007, 09:02 Uhr: Auf der Strecke geblieben - Wie es zum Hungertod von Sascha K. in Speyer kam"Warum ist er nicht einfach zu uns gekommen?" fragen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Speyerer Tafel. Sie geben kostenlos Lebensmittel an Bedürftige ab. Und ihr Ladenlokal ist nur zwei Querstraßen entfernt von der Wohnung des 20-jährigen Arbeitslosen, der in der vergangenen Woche tot aufgefunden wurde: verhungert. Eine Tragödie, mitten in der idyllischen Kleinstadt. Die 48-jährige Mutter, infolge von Mangelernährung stark geschwächt, hatte an diesem Tag einen Bekannten angerufen. Der verständigte sofort einen Notarzt. Warum die Frau nicht schon viel früher um Hilfe bat, weiß niemand. Noch sei sie nicht vernehmungsfähig, und sie werde im Krankenhaus ärztlich behandelt, teilte die Polizei mit. Sie habe aber geäußert, dass sie und ihr Sohn kein Geld für Lebensmittel gehabt hätten. Erst Sozialhilfe dann Hartz IVDer junge Mann und seine Mutter waren bis Ende 2004 Sozialhilfeempfänger. Dann erhielten sie Leistungen nach Hartz IV und wurden von der Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration (GfA) in Ludwigshafen betreut. Als Mutter und Sohn im Oktober 2006 neue Anträge stellen sollten, hätten sie auf Anschreiben nicht mehr reagiert, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Auch die in diesem Fall gesetzlich vorgesehene Kürzung von Leistungen habe bei ihnen keine Reaktionen hervorgerufen. Ende 2006 seien die Zahlungen dann ganz gestrichen worden. "Das ist der vorgegebene Weg", erklärte ein Sprecher der GfA. Man habe vom Gesetzgeber aus nicht den Auftrag, Analyse der Lebenssituation gefordertDie Wohlfahrtsverbände in der Pfalz kritisieren dieses Vorgehen: "Bevor die komplette Streichung von Leistungen erfolgt, muss man sich ein Bild von der Lebenssituation des Menschen machen," fordert Caritas-Direktor Alfons Henrich. Aus der Beratungsarbeit weiß er, dass viele Arbeitslose mit ihrer Situation überfordert sind: "Auch der junge Mann hat auf seine Schwierigkeiten offenbar mit Rückzug reagiert. Es fehlte ihm entweder die Möglichkeit oder das Vertrauen, mit jemandem über seine Not zu sprechen und Hilfe zu suchen." Dass Menschen resignieren, sogar depressiv werden und unter massiven psychischen Störungen leiden, sei gerade bei Langzeitarbeitslosen keine Seltenheit, erklärte Henrich. Das bestätigen auch Untersuchungen. Thomas Lampert vom Berliner Robert-Koch-Institut verweist darauf, dass Langzeitarbeitslose zwei- bis dreimal häufiger krank werden, besonders Männer seien stark gefährdet. "Je länger die Situation andauert, um so gravierender sind die Folgen", sagt Lampert. Die Vermutung, dass auch der junge Mann und seine Mutter psychisch erkrankt waren, liegt nahe. Vier Monate lang saßen sie völlig mittellos und isoliert in ihrer Wohnung. Die Frau äußerte gegenüber der Polizei, dass ihr Sohn sehr deprimiert gewesen sei und auch gesagt habe, er wolle nicht mehr leben. Verbesserung der KommunikationIn Speyer will man nun die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hilfseinrichtungen verbessern. In jedem Fall, in dem ein Hartz-IV-Empfänger nicht mehr reagiert, soll die GfA die Sozialdienste in Speyer informieren. Niemand soll durch das soziale Netz fallen, nur weil er zu schwach ist. Diese Vorstellung von staatlicher Fürsorge erinnert an Zeiten der Sozialhilfe. Denn das Sozialhilfegesetz verpflichtete die Behörde, tätig zu werden, wenn ihr ein Tatbestand der Hilfebedürftigkeit, wie auch immer, bekannt wurde: "Die Sozialhilfe setzt ein, sobald dem Träger der Sozialhilfe oder den von ihm beauftragten Stellen bekannt wird, dass die Voraussetzungen für die Gewährung vorliegen", so der Gesetzestext. Anders als Hartz IV verkörperte die Sozialhilfe die Pflicht zur öffentlichen Fürsorge, zur Hilfeleistung. Auch dann, wenn niemand einen Antrag gestellt hatte. Das hat sich geändert: "Das Sozialgesetzbuch," betont Hans Grohe von der GfA, "sieht keine aufsuchende Arbeit vor." Einzelfall oder HandlungsbedarfIm rheinland-pfälzischen Sozialministerium sieht man keinen Handlungsbedarf. Der Fall sei tragisch, müsse aber vor Ort aufgearbeitet werden. Die Notwendigkeit, Gesetze zu ändern oder gar eine aufsuchende Hilfe verbindlich vorzuschreiben, sieht man im Ministerium nicht. Das Erwerbslosen Forum in Deutschland nimmt den Fall zum Anlass, seine Forderung nach einem professionellen Fallmanagement zu bekräftigen. "Mitarbeiter der Arbeitsagenturen müssen unbedingt Qualifikationen im psycho-sozialen Bereich haben, damit die individuellen Folgen bei eventuellen Sanktionen abgeschätzt werden können," erklärte ein Sprecher. Der vorliegende Fall mache deutlich, dass Behinderte und Kranke bei Hartz IV auf der Strecke blieben. Gerade bei psychisch kranken Menschen sei die Einstellung der Leistungen kein geeignetes Mittel zur Lösung existenzieller Probleme. Marion Mück-Raab
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Randalinsky
Beiträge: 268
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« Antworten #25 am: April 29, 2007, 10:48:24 » |
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Montagsdemo Köln – Offener Brief - einstimmig beschlossen Herr Minister Müntefering, sind Sie nun zufrieden? In Speyer wurden ein verhungerter 20-jähriger und dessen fast verhungerte Mutter in der gemeinsamen Wohnung aufgefunden. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“, zitierten Sie im Mai 2006 die Bibel falsch, denn bei Apostel Paulus im 2. Brief an die Thessalonicher steht: „So jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen“. Wollen wir mal dahingestellt lassen, wie sinnvoll es ist, für Hungerlöhne arbeiten zu „wollen“. Sie könnten jetzt sagen, Sie haben gar nicht die Bibel zitiert, sondern August Bebel, der in die „Frau und der Sozialismus“ schrieb: „Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ August Bebel, jedoch, schrieb über die sozialistische Gesellschaft, in der jeder nach seinen Fähigkeiten sich an den notwendigen Arbeiten beteiligen solle, wobei er sinnvolle Arbeiten meinte – keine Ein-Euro-Jobs. Mit den Müßiggängern in der bürgerlichen Gesellschaft hatte er die Minderheit von reichen Aktienbesitzern im Blick, die von den Renditen lebten, die Ihnen das Heer verarmter Arbeiter bescherte und nicht die Arbeitslosen jener Zeit, die es ebenfalls gab. Solche Aktienbesitzer gibt es auch heute noch. Sie haben Sie erst kürzlich mit großzügigen Steuergeschenken bedacht. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ Sie müssen damit wohl auch Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht arbeiten können gemeint haben. Sagen Sie, Herr Müntefering, jetzt nicht, dass Sie nicht wissen hätten können, dass spärliche oder gar keine Nahrungsaufnahme zum Tode führen kann. Sagen Sie auch nicht, dass die Leute sich ja an das Amt um Lebensmittelgutscheine wenden oder zu einer der Tafeln gehen hätten können. Es muss nämlich auch Ihnen klar sein, dass es Menschen gibt, deren psychische Verfasstheit das nicht hergibt. Wem der Verlust der Existenz droht und noch alle fünf Sinne beisammen hat, wird doch alles tun um den Anforderungen der ARGE zu genügen, wie sinnentleert und töricht diese auch sein mögen, nur um die Streichung der Mittel abzuwenden. Diese Anforderungen sind in der Tat nicht immer leicht zu erfüllen. Willkür regiert. Mitunter wird die Beibringung von Dokumenten verlangt, die nur schwer zu beschaffen sind. Aber das Ziel ist ja, Mittel einzusparen. Das geht am besten, wenn möglichst viele Menschen aus dem Leistungsbezug gedrängt werden. Wenn Sie dabei auch noch aus der Statistik verschwinden, ist es gut für das Klima im Land, sieht doch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fröhlicher aus. Nur, wie in diesem Fall, kann es passieren, dass die Menschen wieder auftauchen – als Leichen. Natürlich werden Sie jede Verantwortung weit von sich weisen. Sie können ja nichts dafür, wenn die Leute nicht mehr zur ARGE gehen. Die ARGE-Mitarbeiter sind natürlich auch unschuldig, machen Sie doch nur Hausbesuche solange die Menschen noch Leistungen beziehen, in der Absicht sie ihnen vielleicht streichen zu können. Wenn ein Mitarbeiter der ARGE einen ALGII-Bezieher zur psychiatrischen Begutachtung schickt, hat er möglicherweise psychische Probleme vermutet. Wenn der Hilfebezieher nicht da hin geht, und ihm dann die Mittel gestrichen werden, ist das verantwortungslos. Bei psychischen Problemen, das muss auch Ihnen klar sein, ist es wenig wahrscheinlich, dass sich der Zustand bessert, wenn die Existenzgrundlage weg fällt. Es ist auch wenig wahrscheinlich, dass ein Betroffener in dieser Situation ohne Hilfe von außen überleben kann. Herr Minister Müntefering, Sie sind nicht nur verantwortlich für die Ausgestaltung der menschenfeindlichen Hartz-Gesetze, sondern auch für eine beispiellose Hetze gegen Erwerbslose, die ein Klima erzeugt, in dem Tote in Kauf genommen werden. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie sich der Verantwortung stellen und zurücktreten. Mit freundlichen Grüßen Montagsdemo Köln http://linkszeitung.de/content/view/108654/1/
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Menschen sind mit einer Großen Koalition konfrontiert, die offensichtlich die Republik mit einem Metzgerladen verwechselt, in dem so tief ins soziale Fleisch geschnitten wird, dass das Blut nur so spritzt. "H.Geißler" http://infokrieg.tv/index.html
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klaus72
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« Antworten #26 am: April 29, 2007, 16:34:07 » |
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Montagsdemo Köln – Offener Brief - einstimmig beschlossen Gegen Arbeitsminister Müntefering sollte man zur Strafanzeige bringen ! Die sog. Steuergeschenke an Unternehmen muss wieder zurückgenommen werden ! Ich sehe es nicht ein, dass die Unternehmen die Steuergeschenke erhalten, und die verarmten Arbeitslosen in den Suizid getrieben werden, weil sie kein Geld mehr haben !!! Der Regelsatz aus ALG II i.H. von € 345,-- soll umgehend auf ( was weiss ich ) 500,-- erhöht werden, der Mindestlohn bei mindestens € 9,-- liegen sollte. Den vorgeschlagenen Mindestlohn € 7,50 ist auch wiederum zu wenig zum Leben.
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anti-hartz4
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« Antworten #27 am: November 25, 2009, 15:29:59 » |
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Hartz IV fordert erneut Todesopfer Aichach – Wie am vorgestrigen Totensonntag bekannt wurde, hat sich der 30-jährige Fabian Rappel aus Aichach am 31. Oktober das Leben genommen. Der als sensibel geltende junge Mann war nach einem Maschinenbaustudium arbeitslos geworden und zunehmend an dieser Situation verzweifelt. Er übte kurz vor seinem Tod heftige Kritik an der Sanktionspraxis bei Hartz IV, unterzeichnete eine Petition zu ihrer Abschaffung und sprach sich statt dessen für ein Grundeinkommen aus, dessen Einführung er aber aufgrund mangelnder Einsicht der Menschen in weiter Ferne sah.  Fabian Rappel (* 12.4.1979, † 31.10.2009) Es gibt deutliche Hinweise dafür, dass Rappel ohne die von ihm als demütigend empfundene Behandlung durch die Sozialbürokratie noch am Leben sein könnte. In einem Beitrag im Forum der Sterbehilfeorganisation Dignitas schrieb er: „Ich kann euch nur sagen, dass ich meinen Lebensinhalt schon immer in sinnvoller Beschäftigung gesehen habe, weder bin ich Alkoholiker, noch anderweitig drogenabhängig, weder körperlich in der geringsten Form beeinträchtigt, noch zu dumm für die Gesellschaft. Jetzt bin ich ausgestoßen, traue mich seit einer Ewigkeit nicht mehr unter Menschen, meide jeden vermeidbaren Kontakt und bin hier gelandet.“ Und in einem anderen Beitrag des Forums richtet er harte Vorwürfe an die Arbeitsagentur: „Ich wurde zu keinem Zeitpunkt beraten, ich wurde belogen, ich wurde gegängelt, mir wurde bei Anfrage Beratung verweigert, ich wurde abgewimmelt, ich wurde zu keinem Zeitpunkt ernst genommen, ich wurde bedroht, mir wurden Anträge vorenthalten, ich wurde bevormundet … Ich werde das nicht noch einmal durchmachen.“ Am 31. Oktober starb Fabian Rappel in seiner Wohnung an einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid, das er mithilfe einer selbstgebauten Vorrichtung erzeugt hatte. Nach Auskunft seiner Eltern haben sie seine Aufzeichnungen und Vorwürfe an die zuständige Arbeitsagentur weitergeleitet, aber bislang keine Reaktion darauf erhalten.
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Alex22
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« Antworten #28 am: November 26, 2009, 08:42:46 » |
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Tragisch
Ich versuchte im Internet die Quelle zu finden. Leider habe ich keine Erwähnung in den Lokalmedien finden können. Alle Googlesuchen kommen immer nur zu hartz IV Foren oder Bloggs.
Wer kann mir da helfen? Ist ja nur im Nachbarlandkreis von hier gewesen.
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anti-hartz4
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« Antworten #29 am: November 26, 2009, 14:10:13 » |
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Meine Quelle war ( http://meinemeinung.blog.de/). Und denen Vertraue ich 100% tig.
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Widerstand dem Kapitalgesindel
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