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Autor Thema: Erneutes Suizid Hartz IV Opfer  (Gelesen 6657 mal)
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regenwurm


Beiträge: 3522



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« am: Juni 27, 2005, 07:43:27 »

Selbstmord und Erwerbslosigkeit in der BRD.....

1.Erneutes Suizid Hartz IV Opfer in Höxter (25.5.05)
"Kapitalismus tötet"


54 Jahre jung hat sich im Keller erhängt !
(Zettel bei der Leiche auf dem stand "HARTZ IV)
Sah keine Chance wieder in Arbeit zu kommen und zerbrach
an den seelischen Druck.
Er war Maurer, seit 4 Jahren Arbeitslos und Familienvater.
Er suchte ständig Arbeit.
Sein Antrag wurde abgelehnt.

Auf einer Demonstration gab es eine Schweigeminute um sich derer zu erinnern,
die auf tragische Weise durch das soziale Hartz Netzwerk fallen.
Angeprangert wurde  auch, daß durch die Sozialgesetzgebung der Regierung
immer mehr Menschen zu unüberlegten (oder vielleicht wohlüberlegten?) Verzweiflungstaten getrieben werden.
Zu den, auf der Demo angesprochenen Suiziden gibt es noch eine Dunkelziffer, die niemand benennen kann oder will.

Alle haben an dieser Gesetzgebung mitgearbeitet, alle haben diese Folgen gewusst, und niemand von ihnen kann behaupten, so habe er es nicht gewollt. Sie alle haben diese soziale Schieflage geschaffen und gewollt. Es fängt an eine Schade zu sein, wenn wir in diesem Land noch von Demokratie sprechen. Es wird Zeit, das Politiker für ihr tun haftbar gemacht werden können.

noch sonn Beispiel:
(Feuer und Flamme für diesen Staat)
Arbeitsloser hat sich bei einem Selbstmord-Attentat auf das Arbeitsamt Bietingen umgebracht .
Er hatte eine Propangasflasche auf dem Beifahrersitz seinesgestellt, den Hahn geöffnet und war dann mit dem Auto in den Haupteingang des Arbeitsamtes hineingefahren. Dabei ging das Auto in Flammen auf und er verbrannte.
Er hatte seit geraumer Zeit keine Bezüge mehr erhalten.
Die Verzweiflungstat wurde seitens der Arbeitsagentur heruntergespielt, wahrscheinlich aus Angst vor Nachahmungstätern und ansonsten wurde nur der Ruf nach mehr Sicherheit für die Arbeitsagenturen laut.
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Wilddieb Stuelpner


Beiträge: 8918


« Antworten #1 am: Juni 27, 2005, 18:26:31 »

Berliner Zeitung: Montagsdemo in Angermünde will der "Hartz-IV-Toten" gedenken

Dienstag, 14. Juni 2005

Organisatorin spricht von hoher Selbstmord-Dunkelziffer
Jens Blankennagel

ANGERMÜNDE. Die 43. Montagsdemo gestern in Angermünde (Uckermark) stand unter einem speziellen Motto. "Es ist diesmal eine Gedenkdemonstration für alle Suizidopfer von Hartz IV", sagte Organisatorin Birgit Kühr. Alle Teilnehmer wurden aufgerufen, Kerzen bei der Demo mitzuführen. "Außerdem legen wir für die Hartz-IV-Toten zwei Grabsträuße nieder: einmal vor dem Rathaus und einmal vor dem Grundsicherungsamt, der hiesigen Hartz-IV-Stelle", sagte sie. Zur ersten Montagsdemo kamen am 23. August 550 Teilnehmer. In der Vorwoche waren es ganze 50.
Anlass für die Gedenkkundgebung war für die Organisatorin, dass sich am 25. Mai ein 54-Jähriger im nordrhein-westfälischen Höxter erhängt hatte. Angeblich wegen Hartz IV. Bereits Ende Januar waren in Zerpenschleuse (Barnim) die Leichen eines Berliner Ehepaares gefunden worden, die für ihren Selbstmord die "soziale Kälte" nach Hartz IV verantwortlich machten. "Die Dunkelziffer wird hoch sein", sagt Birgit Kühr. Auch in Angermünde soll jemand einen Suizidversuch unternommen haben. "Im Internet habe ich viele Berichte von Leuten gelesen, die wegen ihrer Armut über Selbstmord nachdenken", sagt sie. Sie beteiligt sich auch an der Vorbereitung der landesweiten Montagsdemo am 2. Juli in Jüterbog.

Meist nicht Ursache für Suizid

Trotz Millionen Hartz VI-Betroffener gebe es nur eine Hand voll Selbstmorde, sagt Professor Armin Schmidtke, Vorsitzender der Initiativgruppe Nationales Suizidpräventionsprogramm. "Die meisten können mit den Veränderungen umgehen", sagt er. Wer einen Selbstmord versucht, sei oft sozial schwach, arbeitslos und lebe allein. "Doch von denen, die sich wirklich umbringen, sind 90 Prozent psychisch krank, der größte Teil von ihnen depressiv." Selbstmord stehe am Ende eines langen Prozesses, das Abrutschen in die Armut könne ein Auslöser sein, selten aber die Ursache. Gerade in Ostdeutschland sei die Suizidrate seit der Wende enorm gesunken. "Und das obwohl die Arbeitslosigkeit von 0 auf etwa 20 Prozent gestiegen ist", sagt er.
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aian19


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« Antworten #2 am: Juni 27, 2005, 23:14:17 »

Eben das, was ich die ganze Zeit sage: Das letzte Netz, das einen bisher vor Verelendung bewahrte, ist einfach zerschnitten und ersatzlos gestrichen worden - die Sozialhilfe.

Mit dem neuen System HARTZ IV können sich die Behörden einfach ständig den schwarzen Peter hin- & herschieben.
Aus irgendwelchen Gründen kein ALG II, also beantragt man Sozialgeld. Gibt´s nicht, weil ist ja 3 Std. arbeitsfähig.
Und so geht das Spiel dann immer weiter. Perfides System.
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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin
regenwurm


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« Antworten #3 am: Februar 24, 2007, 23:02:41 »

Angst um Arbeitsplatz Motiv für Familiendrama von Rhede

 Drei Tage nach dem Familiendrama im westfälischen Rhede mit zwei Toten ist das Motiv geklärt.
Der tatverdächtige Familienvater gab bei einer Vernehmung an, er habe befürchtet, gekündigt zu werde
Mit dieser Situation habe er weder leben noch diese seiner Familien zumuten wollen.

Der 44-Jährige sagte den weiteren Angaben zufolge aus, dass er daher seine ein Jahr jüngere Frau und seinen elfjährigen Sohn getötet habe.
Anschließend habe er sich in Berlin das Leben nehmen wollen.
 Der Mann war am Donnerstag nach einem Selbstmordversuch schwer verletzt in einem Hotel in der Hauptstadt gefunden worden.

Die beiden Leichen waren am Dienstag von Verwandten im Einfamilienhaus der Familie entdeckt worden.
 Die Obduktion ergab, dass Mutter und Sohn durch Schnitt- und Stichverletzungen getötet wurden. Am Tatort fanden die Ermittler ein Küchenmesser.
Quelle
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Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.
Pinnswin


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« Antworten #4 am: Februar 25, 2007, 20:07:57 »

was ist dieser Professor Armin Schmidtke denn für n Sozial-Hannes? Präventionsprogramm für Deutschland und der 1. Vorsitzende ist PHartz?  rolleyes
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Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski . <°)))o><
PREKARIAT


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« Antworten #5 am: Februar 26, 2007, 16:39:45 »

Unsere Pensionäre denken ebenso zunehmend daran, sich selbst das Licht auszuknipsen. Die Angst von der Altersarmut ergibt sich natlos aus den Folgen von Hartz IV.

Einmal Hartz, bleibt oft Hartz. Ob mit oder ohne Leistung der Bundesagentur, das Einkommensniveau bleibt das selbe.
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"Hurenspender Peter Hartz" - Song gratis als mp3 downloaden| www.prekariat.net
regenwurm


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« Antworten #6 am: April 26, 2007, 18:01:25 »

Selbstmorde bei Hartz IV

Auf immer mehr Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV, tauchen mittlerweile Briefe auf, in denen Mitsteiter dieser Demonstrationen wegen der Verarmung durch Hartz IV, Selbstmorde begangen haben sollen.
 Zur Zeit liege die geschätzte Selbstmordrate bei bisher 1.000 Personen im gesamten Bundesgebiet seid Einführung der Arbeitsmarktreformen durch die Herrschenden der SPD-Fraktion.

circa 1000 Selbsmorde - das macht 1000 mal Lebenslänglich für die Verursacher
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mlawrenz
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« Antworten #7 am: April 26, 2007, 19:59:30 »

Nachzulesen:

hier

und

hier
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"Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Reichen, die Krieg führt und wir sind dabei zu gewinnen'"
Warren Buffet, zweitreichster Mann der Welt

CubanNecktie


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« Antworten #8 am: April 26, 2007, 20:04:09 »

angry wie dem auch sei, Suizid etc. ist keine Lösung. Damit wird dieses menschenverachtende System auch nicht abgeschafft! Mit jedem Hartz-IV Suizid, stirbt ein Opfer dieses Systems, leider aber kein einziger Täter!!
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Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma?

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TagX


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« Antworten #9 am: April 26, 2007, 20:48:40 »

Zitat
Original von regenwurm
Selbstmordrate bei bisher 1.000 Personen

Das wird leider nur die Spitze des Eisbergs sein. Die Hartz-Klassen-Gesetze brechen die Menschen; so ist es gewollt.
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Grüße


Sozialismus!
Wilddieb Stuelpner


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« Antworten #10 am: April 26, 2007, 21:01:53 »

Es gibt einen feinen Unterschied zwischen Pensionären und Rentnern. Pensionäre sind Ex-Beamte im Ruhestand und Rentner sind Ex-AN im Ruhestand. Die Altersbezüge zwischen beiden Personengruppen sind erheblich verschieden.

Das Problem der sozialen Not dürfte bei Erwerbsminderungsrentnern, Behinderten, alleinstehenden Frauen im Rentenbezug besonders deutlich auftreten.

Pensionäre genießen den sozialen Naturschutz der Bundesregierung und ihre Pensionen wachsen Jahr für Jahr ohne Nullrunten munter weiter. Büttel der Regierung und des Staates muß man besonders pflegen und hegen. Pensionäre hatten im Erwerbsleben auch nie das Problem, den Hartz-IV-Gesetzen und Langzeitarbeitslosigkeit ausgesetzt zu sein.
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anti-hartz4


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« Antworten #11 am: April 26, 2007, 22:44:02 »

Es darf einfach nicht sein,dass Menschen an diesem Merkel-Regiem zerbrechen. Wo verdammt bleibt der Widerstand??? Es ist sicher nicht schwer,diese wenigen Kapitalparasiten und ihre Mittäter zu zerschlagen. Ganz wichtig:Traue niemals einem Beamten oder staatlich Angestellten!!!
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Widerstand dem Kapitalgesindel
Onkel Tom


Beiträge: 2270



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« Antworten #12 am: April 27, 2007, 09:43:29 »

Der schwarze Senat in Hamburg sieht Nachholbedarf darin, die Erwerbslosen existenziell
an die Wand zu stellen.
Das bizarre Gespann von ARGE und der HAB werden in Zukunft die Sanktionswelle
in Schwung bringen.. angry
Die Eingliederungsvereinbarungen in Verbindung mit der Datenschutzerklärung
der HAB, versetzen ALG II Bezieherinnen in einer Zwangsjacke der Leibeigenschaft und
totaler Schreibtischgewalt der Erwerbslosenindustrie.
Sollte im Sommer 07 zusätzlich die Verschärfungen zu Hartz 4 in Kraft treten, wandeln
sich die Ein Euro Job Betreiber in Seen, wo der Betroffene zum Dauerschwimmer
gezwungen ist und je nach Appetiit der Lohndumpingfirmen (PSA) wie von Haien
von unten gefressen wird.

Es wird Zeit, das Betroffene endlich wach werden und sich wehren, statt der
Bequemlichkeit zum Opfer zu fallen "Da kann mann sowiso nichts gegen machen"..

Ich sehe das gaaanz anders..
Das Potenzial der Betroffenen ist mächtiger, wie die Verursacher der Verhartzung.
"Außenstehende von Staatapparat und Erwerbslosenindustrie sind keine Mörder"

Soli.. Mut.. ist ne Sache, die nicht von selber kommt, sondern gefördert und gepflegt
werden muß

Naja, bin mal gespannt, wie sich zum 1.Mai der Volxwille zeigt.
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Lass Dich nicht verhartzen ! Jeden Montag ELSE..
monoma


Beiträge: 53


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« Antworten #13 am: April 27, 2007, 10:30:56 »

hallo erstmal in die runde hier,

ich lese schon längere zeit mit, und jetzt wurde es einfach mal zeit für die anmeldung  Cool

bin momentan prekär beschäftigt - teilzeitarbeiter mit lohn auf "h4"-niveau -, und widme ansonsten viel zeit der blogschreiberei. was mir speziell zum thema dieses threads gleich eine überleitung erlaubt:

sehr unvollständige liste von todesfällen im zusammenhang mit antisozialer politik...

ich bin nach wie vor wütend und auch erschrocken, was hier so alles medial nicht thematisiert wird - und entsprechend finde ich es nötig, dass solche geschichten an möglichst vielen stellen registriert und dokumentiert werden.

soviel vorläufig für den moment,
mo
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Ziggy


Beiträge: 4851



« Antworten #14 am: April 27, 2007, 11:05:32 »

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Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben!
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