flipper
Beiträge: 3176
|
 |
« Antworten #30 am: November 04, 2007, 14:53:08 » |
|
Original von Wikinger weil in vielerlei hinsicht die Menschen sittenwidrig vergütet werden und man von der Arbeit nicht leben kann, ich finde es als eine Schande !!!!
Ich bin für Arbeit und nicht für totale Faulheit aber auf menschlichen und fairen Nivou. Dass heisst, ausbau des öffentlich geförderten Beschäftitungssektors und ggf Einstellung von Sozialarbeitern, die sich um einige Problemfamilien besser kümmern könnten. - menschen werden vergütet, aha. deutschkurse gibts an der vhs, kumpel. du forderst also nur eine existenssichernde (sklavereizustand) anstatt gewinnbringende vergütung ("schaffe und häuslebauen")? unglaublich was von der DKP übrig ist oder was die linkspartei alles aufnimmt - ich bin für "faulheit", d.h. ich fordere soviel geld wie möglich für sowenig arbeit wie möglich wie bei den kapitalisten, alles andere ist ungerecht  es lebe die freizeitkultur und 30h-woche bei vollem lohnausgleich!  "fair" ist SPD-sozialpartnerschaftsgeschwafel. wir wollen ned fair zu den kapitalisten sein. wir wollen die enteignen. und auf sozialarbeitergesockse können wir verzichten, diese brüder kennen wir aus sinnlosmassnahmen, was bitte sollten die eim beibringen? wie man "schufa"-gerecht konsumiert und (ungültige) mietschulden für den miethai abstottert? und du beleidigst proletarierfamilien also als "problemfamlien"? hinlänglich bekanntes bürgerliches geschwafel.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
"Voting did not bring us further, so we're done voting" (The "Caprica Six" Cylon Model, BSG)
|
|
|
|
ManOfConstantSorrow
Beiträge: 5650
|
 |
« Antworten #31 am: November 15, 2007, 16:55:56 » |
|
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
|
|
|
|
ManOfConstantSorrow
Beiträge: 5650
|
 |
« Antworten #32 am: November 21, 2007, 18:29:29 » |
|
Mit dem Kinderreport Deutschland 2007 hat das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) gerade erschreckende Zahlen vorgelegt. Nach dem von Sozialwissenschaftlern erarbeiteten Bericht leben derzeit 2,5 Millionen Kinder deutschlandweit in Armut - weitere 2,5 Millionen hart an der Grenze zu Armut und sozialem Abstieg. http://www.freitag.de/2007/47/07470301.php
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
|
|
|
|
Ratrace
|
 |
« Antworten #33 am: November 22, 2007, 14:24:48 » |
|
Bei dem Tod von Lea-Sophie handelt es sich aber nicht um einen Einzelfall (mehr...), sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Kinderhilfe Direkt, Georg Ehrmann. Der Fall sei "ein weiterer tragischer Beweis, dass unser in den vergangenen Jahren systematisch heruntergekürztes Kinder- und Jugendhilfesystem auf die Herausforderungen der wachsenden Kinderarmut und Überforderung von Eltern nicht mehr reagieren kann". Es gebe keine einheitlichen Qualitätsstandards in den Jugendämtern, kritisierte Ehrmann. Vielerorts werde etwa Alkoholismus der Eltern nicht abgefragt. Der ganze Horror hier.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
|
|
|
|
Wilddieb Stuelpner
Beiträge: 8918
|
 |
« Antworten #34 am: November 23, 2007, 13:00:36 » |
|
Newsletter 22.11.2007 - Die Linke: Kinderarmut verletzt Kinderrechte - auch in DeutschlandVor wenigen Tagen erst hat das Kinderhilfswerk seinen erschreckenden Bericht vorgelegt: Demnach gibt es in Deutschland 2,5 Millionen arme Kinder, d.h. 14% aller Kinder gelten als arm. Insgesamt leben 5,9 Millionen Kinder in Haushalten mit einem Jahreseinkommen unter 15.000 Euro. Fast zeitgleich kam heraus, dass der Koalitionsausschuss von SPD und CDU die geplante Erhöhung des Kindergelds zum 1. Januar verschieben will. Möglicherweise wird das Kindergeld als Wahlgeschenk kurz vor der Bundestagswahl erhöht, vielleicht aber auch erst später oder gar nicht. DIE LINKE meint: Eine Regierung, denen das Wohl der Kinder weniger wert ist als die Geldbeutel der Unternehmen, hat jedes Vertrauen verspielt. Presseerklärung von Klaus Ernst19.11.2007 – Klaus Ernst Bund will Haushalt auf Kosten der Familien sanierenMit scharfer Kritik reagierte der Vizechef der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst, auf die Weigerung der Bundesregierung, das Kindergeld im Jahr 2009 zu erhöhen, und erklärt:Diese Koalition kann sich immer nur dann einigen, wenn es gegen die Bürger geht. Peer Steinbrück saniert seinen Haushalt auf dem Rücken von Millionen Familien. Der Beschluss, die Kindergelderhöhung zu verschieben, reiht sich in eine traurige Abfolge von Entscheidungen der Bundesregierung ein. Dabei ist es doch so, dass die Bundesregierung den Familien eine ordentliche Anhebung des Kindergelds schuldet, wenn sie ihren verfassungsrechtlichen Verpflichtungen nachkommen will. Seit der letzten Anhebung hat das Kindergeld über 12 Prozent an Kaufkraft eingebüßt. Der Kinderfreibetrag hat längst nichts mehr mit dem tatsächlichen Existenzminimum von Kindern zu tun. Wer jetzt diese notwendige Anpassung mit der ebenfalls überfälligen Reform des Kinderzuschlags verknüpft, betreibt Augenwischerei. Das Kindergeld muss steigen. Eine Anhebung des Kindergelds auf 173 Euro würde jährlich etwa 4,5 Milliarden Euro kosten. Das ist sehr viel weniger als den öffentlichen Haushalten mit der schon beschlossenen Unternehmenssteuerreform entgeht. Einer Regierung, denen das Wohl der Kinder weniger wert ist als die Geldbeutel der Unternehmen, hat jedes Vertrauen verspielt. Presseserklärung von Diana Golze19.11.2007 – Diana Golze Kinderarmut verletzt Kinderrechte – auch in DeutschlandZum 18. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 2007 erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze:DIE LINKE wird nicht müde, auch an diesem Tag die Bundesregierung und ihre Familienministerin von der Leyen zu fragen, was sie bislang für Kinderrechte und gegen Kinderarmut unternommen haben. Der Krokodilstränen sind nun wahrlich genug vergossen worden. Für mehr als 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind nur ungenügende Hartz IV-Regelsatzleistungen für Ernährung, Schulsachen, Bildung und Gesundheit vorgesehen – von Sport- und Freizeitkosten nicht zu reden. Selbst der UN-Sonderberichterstatter Munoz kritisiert die mangelhafte Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem. Die UN-Kinderrechtskonvention steht in Deutschland noch immer unter ausländerrechtlichem Vorbehalt, damit jugendliche Flüchtlinge wie Erwachsene in Abschiebehaft genommen werden können und nicht der Schulpflicht unterliegen. Das ist eine Verhöhnung der Kinderrechte durch die Bundesregierung. Die Volljährigkeit der UN-Kinderrechtskonvention sollte Anlass sein, eigenständige Rechte und eigenständige Sicherung von Kindern zu bewerkstelligen. Statt eines bloßen Versprechens zu mehr Partizipation wären konkrete Mitbestimmungsrechte für Kinder und Jugendliche vorteilhafter. In diesem Zusammenhang ist der Gedanke an die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz sinnvoll. Aber soziale Absicherung ist die Grundvoraussetzung jeglicher Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen. DIE LINKE fordert daher eine bedarfsorientierte Kindergrundsicherung, die allen Kindern ein Existenzminimum von wenigstens 420 Euro absichert. Ein Ausbau des Kinderzuschlags für gering verdienende Familien wäre ein erster Schritt dahin. Die finanziellen Mittel dafür sind alleine durch den Verzicht auf Steuergeschenke an Konzerne und Banken schon vorhanden. Positionspapier der LinksfraktionKinderarmut in Deutschland – Eine soziale Herausforderung verlangt nach AntwortenKinderarmut in der Bundesrepublik hat viele Seiten. Sie manifestiert sich als Mangel an Bildung, Gesundheit, Mobilität, Freizeitgestaltungsmöglichkeiten, Kultur, ja sogar an gesunder Ernährung. Das verfügbare Einkommen ist dabei der entscheidende Faktor. Seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts beschleunigt sich der Anstieg der Kinderarmut. Jedes vierte Kind unter 5 Jahren lebt nach den Kriterien der EU in relativer Armut. Etwa 1,7 Millionen Kinder befinden sich im Bezug von Sozialgeld und leben damit auf einem Einkommensniveau, das sie von einer angemessenen sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe ausschließt. Das Armutsrisiko für Kinder ist dann noch höher, wenn sie in Ostdeutschland geboren werden, Eltern mit Migrationshintergrund haben oder bei einem allein erziehenden Elternteil aufwachsen. Kinderarmut ist eine der sozialen Herausforderungen des Jahrzehnts. Die bisherigen sozialstaatlichen Antworten sind alles andere als ausreichend. Insbesondere Kindergeld, Kinderfreibetrag und Kinderzuschlag sind in der gegenwärtigen Form als Leistungssystem zur Verhinderung von Kinderarmut völlig ungeeignet und dringend reformbedürftig. Die Bedarfsgemeinschaft ist in ihrer derzeitigen Ausgestaltung eine sozialpolitische Fehlkonstruktion, weil sie dem Anspruch, das Existenzminimum von Kindern eigenständig und unabhängig vom Familieneinkommen abzusichern, nicht gerecht wird und darüber hinaus ignoriert, dass Kinder eine eigenständige Bevölkerungsgruppe mit einem eigenständigen Anspruch auf einen Anteil an den gesellschaftlichen Ressourcen sind. Die Antwort auf die Kinderarmut kann aber nicht der weitere Abbau sondern muss ein Ausbau des Sozialstaats sein. DIE LINKE. fordert deshalb die Einführung einer individuellen und bedarfsorientierten Kindergrundsicherung als eigenständiges soziales Sicherungssystem für alle in der Bundesrepublik lebenden Kinder. In einem ersten Schritt müssen mit Hilfe der Instrumente Kindergeld und Kinderzuschlag alle Kinder aus dem Sozialgeldbezug herausgeholt werden. Kinder unter 18 Jahren sind nicht mehr als Teil von Bedarfsgemeinschaften für den Bezug von Regelleistungen nach dem SGB II zu behandeln. Der Kinderzuschlag wird ergänzend zum Kindergeld zu einer ergänzenden Leistung für Kinder von Eltern mit geringen Einkommen und Kinder von EmpfängerInnen von ALG II oder Sozialhilfe ausgebaut, der ihnen, in Abhängigkeit von der Höhe des Haushaltseinkommens den Zugang zu ihrem soziokulturellen Existenzminimum in Höhe von 420 Euro garantiert.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
ManOfConstantSorrow
Beiträge: 5650
|
 |
« Antworten #35 am: November 28, 2007, 14:51:13 » |
|
Nach einer Aufstellung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages gelten in Deutschland zwischen fünf bis zehn Prozent der Kinder unter 14 Jahre, das sind bis zu 70.000, als "vernachlässigt". Die Lebenswirklichkeit vernachlässigter Kinder sei von "chronischer Unterernährung, unzulänglicher Bekleidung, fehlender Gesundheitsversorgung, unbehandelten Krankheiten und gesteigerten Unfallgefahren geprägt". Die Ursachen dieser Entwicklung in der zunehmenden Verarmung ganzer Familien werden in der Studie jedoch allenfalls am Rande behandelt.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!
|
|
|
|
Kater
Beiträge: 7110
|
 |
« Antworten #36 am: November 28, 2007, 16:40:22 » |
|
ZDF: frontal21 Beitrag vom 27.11.2007 Immer weniger für Hartz IV-Empfänger Traurige Weihnachten von Anke Becker-Wenzel und Joe Sperling Butter, Brot, Milch - Lebensmittel sind bis zu 40 Prozent teurer geworden. Der Preisschub trifft Hartz-IV-Empfänger besonders. Laut Frontal21-Recherchen müsste der Hartz-IV-Regelsatz um 26 Euro steigen - allein, um den Kaufkraftverlust auszugleichen. Die siebenköpfige Familie Matz-Tiefenberg lebt seit über drei Jahren von Hartz-IV. Ronald Matz, 40, macht eine Umschulung zum LKW-Fahrer, nachdem seine Kneipe pleite ging. Martina Tiefenberg, 39, arbeitet nebenher als Reinigungskraft. Zusammen mit ihren Kindern Louis, 12, Luna, 9, Leni, 8, Laurine, 6, und Leo, 4, beziehen sie Hartz IV und Kindergeld in Höhe von 2.294 Euro monatlich, Zuschüsse für die Miete sind darin schon enthalten. Es sei schwierig, mit dem Geld auszukommen, sagt Matz. Wenn die Kinder auf Klassenfahrt fahren oder aus ihren Schuhen herauswachsen, wird das Geld knapp. Spielzeug, Kleider und Einrichtungsgegenstände kaufen die Eltern im Second-Hand-Laden. Trotzdem ist Joghurt zum "Luxusartikel" geworden, seitdem die Preise für Grundnahrungsmittel in diesem Jahr dramatisch gestiegen sind, so Matz. Höchstsatz neu berechnet Der Hartz-IV-Höchstsatz beträgt 347 Euro im Monat für den Ein-Personen-Haushalt, zuzüglich gedeckelter Kosten für die Miete. Dieser Regelsatz wurde aus der Einkommens- und Verbrauchs-stichprobe 2003 hergeleitet und ist an die Rentenentwicklung gekoppelt. Am 1. Juli 2007 stieg er um zwei Euro. Dabei sind die Lebenshaltungskosten von Hartz-IV-Empfängern weit dramatischer gestiegen, so Recherchen von Frontal21. Um den Lebensstandard zu halten, der der Kaufkraft von 345 Euro im Jahre 2003 entspricht, müsste ein Hartz-IV-Empfänger heutzutage 373 Euro im Monat erhalten, hat Prof. Brachinger für Frontal21 errechnet. Brachinger ist Professor an der Universität von Fribourg in der Schweiz. Er hat sich das Panel, das der Errechnung des Hartz-IV-Regelsatzes zu Grunde liegt, genau vorgenommen. Hier stehen die angenommenen Ausgaben eines Hartz-IV-Empfängers, beispielsweise 34,23 Euro für Bekleidung und Schuhe oder 12,61 Euro für Gesundheitspflege. Diese Einzelpositionen hat Brachinger mit dem offiziellen Preisindex verglichen. Kinderarmut bei Hartz-IV-Empfängern Sein Ergebnis: Die Lebenshaltungskosten von Hartz-IV-Empfängen haben sich seit 2003 um 7,5 Prozent verteuert. Das bedeutet - bezogen auf den Regelsatz - einen Kaufkraftverlust von 26 Euro. Damit hat sich die Lebenssituation von Hartz-IV-Empfängern noch dramatischer entwickelt als von den Sozialverbänden befürchtet. „Der enorme Preisschub vor allem bei Grundnahrungs-mitteln treibt die Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld immer tiefer in die Armut.“ Ulrich Schneider Der Paritätische Wohlfahrtsverband zum Beispiel ist bisher von einer Preissteigerung von rund fünf Prozent für Hartz-IV-Empfänger ausgegangen. Der Verband fordert, nicht nur den Kaufkraftverlust auszugleichen. Da der Regelsatz ohnehin zu niedrig sei, sollte er insgesamt um 25 Prozent erhöht werden, um gerade die Kinderarmut in Deutschland besser zu bekämpfen. "Der enorme Preisschub vor allem bei Grundnahrungsmitteln treibt die Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld immer tiefer in die Armut", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Sparen für die Weihnachtsgeschenke Ronald Matz erfährt das Tag für Tag. Besonders für die Berechnung des Hartz-IV-Satzes für Kinder hat er kein Verständnis. Während ihm und seiner Partnerin je 90 Prozent des Regelsatzes anerkannt werden, erhalten seine Kinder bis zum 14. Lebensjahr sogar nur 60 Prozent - und das, obwohl sie ständig aus Kleidungsstücken und Schuhen herauswachsen. So spart Matz, wo er kann. Neulich hat er sich ein Paar Schuhe für 15 Euro gekauft - vom Ersparten will er seinen Kindern Weihnachtsgeschenke kaufen. http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,7127684,00.html
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Ratrace
|
 |
« Antworten #37 am: November 29, 2007, 07:24:45 » |
|
Ich warte auf den nächsten Töffel, der - kinderlos und in einer WG lebend - hier wieder rumprollt, wie ach so ausreichend der ALG-II-Satz doch ist.
In was für iener kaputten Gesellschaft leben wir eigentlich?
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.
|
|
|
Pinnswin
Beiträge: 3865
|
 |
« Antworten #38 am: November 29, 2007, 13:54:16 » |
|
Leider leben wir in einer ziemlich kaputte und asozialen Gesellschaft. In einer ärmlichen und erbärmlichen Familien-Situation sind es immer zuerst die Alten und die Kinder, die sterben. Da nützt das geschreie nach Jugendamt und drangsalieren durch deren Mitarbeiter auch nichts.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein. Obwohl vieles darauf hin deutete, das es käme... A. Sapkowski .
|
|
|
|
Sektsauferle
|
 |
« Antworten #39 am: November 30, 2007, 17:17:06 » |
|
da kommt mit sicherheit bald wieder irgendein single daher, der mit der kohle auskommt. so n paar kenn ich auch, 100 qm altbau für 250 euro, ausgedrückte kippen noch auspopeln nach dem rest tabak usw. ich hab da den optimalen vergleich, als leihsklave und alleinerziehende. ich sitz regelmäßig zweimal im monat in der scheiße, weil die kröten absolut nicht reichen, aber wenn meine tochter drei wochen im urlaub ist, reicht die kohle hin. schon komisch  aber das kapieren unsere merkels und der rest des vereins nicht, was für tausend kleinigkeiten da auf einen zurollen. an sich selber kann man sparen aber wohl kaum an klassenkasse, uhu, hefte und lebensmittel fürs kind! an jedem scheiß eis muß man sparen und nein sagen, danke deutschland, ich bin froh , hier leben zu dürfen!
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
In Memory of Menschenrechte !!!
|
|
|
|
Stumme Ursel
|
 |
« Antworten #40 am: Dezember 01, 2007, 00:15:36 » |
|
Original von Pinnswin Leider leben wir in einer ziemlich kaputte und asozialen Gesellschaft. In einer ärmlichen und erbärmlichen Familien-Situation sind es immer zuerst die Alten und die Kinder, die sterben. Da nützt das geschreie nach Jugendamt und drangsalieren durch deren Mitarbeiter auch nichts. Sehe ich genau so wie du, vor allem sollte man die Jugendämter strenger überprüfen und die Mitarbeiter intensiv schulen (und beim Versagen in Haftung nehmen!), nur für so etwas ist kein Geld da in diesem Land.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Nichts im Universum ist ohne Wert, denn die Natur tut nichts vergeblich (Aristoteles) Ein böses Wort ist wie ein Stein, der in einen Brunnen geworfen wird: die Wellen mögen sich glätten, doch der Stein bleibt. (Konfuzius)
|
|
|
|
Germ
Beiträge: 1
|
 |
« Antworten #41 am: Dezember 01, 2007, 11:49:43 » |
|
Dieser Dreckskapitalisten-Ausbeuterstaat muss verändert werden, sonst geht's immer mehr den Bach runter. Natürlich wird sich zuerst an den Wehrlosen vergriffen. So war es schon immer.
Aber man kann ein Gesellschaftssystem auch verändern, z.B. mit einem Grundeinkommen für jeden Bürger. Zielvorgabe: 1500 Euro für jeden.
Darauf komme ich noch zu sprechen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Eivisskat
Beiträge: 118
|
 |
« Antworten #42 am: Dezember 07, 2007, 22:40:18 » |
|
...sondern auch krank. Psychische Probleme sind vor allem in der Unterschicht weit verbreitet. >> http://jungle-world.com/seiten/2007/49/11085.php"Vielen Kindern und Jugendlichen geht es schlecht. Richtig schlecht. In den einschlägigen Internetforen finden sich häufig Sätze wie »Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz« oder »Regen ist gut, weil man deine Tränen nicht sieht« unter den Usernamen. Es geht um ausgekotztes Essen, aufgeritzte Haut und Heulattacken in der Einsamkeit des Kinderzimmers. Kinder- und Jugendpsychologen machen schon lange darauf aufmerksam, dass ihre Klientel immer zahlreicher wird. Seit kurzem gibt es erstmals repräsentative Zahlen zu dem Thema. Das Gesundheitsministerium und das Bildungsministerium hatten das Robert-Koch-Institut mit der »Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland«, kurz KIGGS, beauftragt. Die Forscher tingelten drei Jahre lang durchs Land und untersuchten fast 18 000 Mädchen und Jungen. Für die Unterstudie »Bella« fragten sie in fast 3 000 Familien mit Kindern zwischen sieben und 17 Jahren gezielt nach seelischen Störungen. Ihr Ergebnis: Bei satten 22 Prozent der Kinder und Jugendlichen finden sich »Hinweise auf psychische Auffälligkeiten«. "... ..."Therapeuten für Kinder und Jugendliche gibt es keineswegs ausreichend. Sie »fehlen insbesondere dort, wo sie am Dringendsten gebraucht werden. Dramatisch ist die Lage in ländlichen Gebieten und sozialen Brennpunkten«, heißt es bei der Bundespsychotherapeutenkammer. Kinder und Jugendliche warteten »häufig wochen- und monatelang auf eine psychotherapeutische Behandlung«."... ...>>
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Wilddieb Stuelpner
Beiträge: 8918
|
 |
« Antworten #43 am: Mai 17, 2008, 10:18:12 » |
|
Die Welt, vom 5. Mai 2008
Berlin: Hartz IV- Kinder und Jugendliche sollen mehr Geld bekommen
Von Jens Anker
Berlin wird sich im Bundesrat für die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze für Kinder und Jugendliche einsetzen. Zusammen mit Bremen und Nordrhein-Westfalen strebt der Senat an, dass die Hartz-IV-Regelsätze für sie heraufgesetzt werden. Ein Antrag soll vor der Sommerpause eingebracht werden.
Bremen und Nordrhein-Westfalen hatten die Bundesratsinitiative gestartet, die mittlerweile eine breite und parteiübergreifende Unterstützung in den Bundesländern erfährt. Bislang erhalten Kinder bis 14 Jahre 60 Prozent und Jugendliche 80 Prozent des Hartz-IV-Regelsatzes. Das entspricht für Kinder 208 Euro im Monat, für Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre 278 Euro, wenn sie unverheiratet sind und im Haushalt der Eltern leben.
Bei dieser Berechnung sei der "entwicklungsspezifische Bedarf" von jungen Menschen nicht berücksichtigt, heißt es in der Begründung des Antrages der Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linksfraktion). Dazu gehöre eine besonders ausgewogene Ernährung, um gesundheitliche Probleme zu verhindern, "unberücksichtigt bleibt auch, dass sie besondere Aufwendungen bei der schulischen und beruflichen Bildung haben", heißt es weiter.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) bekamen im November des vergangenen Jahres 21,7 Prozent der Berliner zwischen 15 und 65 Jahren Leistungen der Grundsicherung. 346.000 Berliner leben demnach derzeit in Bedarfsgemeinschaften und 615.000 Menschen von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (unter anderem Hartz IV). Während die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sank, stieg die Zahl der Personen, die Hilfen zum Lebensunterhalt benötigen in den letzten Jahren.
Allein für die Unterkunft muss das Land Berlin jährlich 1,4 Milliarden Euro aufbringen. 400 Millionen Euro davon übernimmt der Bund.
Mit rund vier Milliarden Euro sind die Sozialausgaben in Berlin der größte Kostenfaktor des Haushalts. Danach folgt die Bildung (zwei Milliarden). Berlin lag damit unter allen Bundesländern an der Spitze.
Besonders betroffen von Armut in Berlin sind Kinder. Insgesamt hat die Zahl der Minderjährigen in Hartz-IV-Haushalten zugenommen.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sind 177.844 unter 18-Jährige davon betroffen. Damit lebt jeder dritte der halben Million Berliner Minderjährigen in finanziell sehr begrenzten Verhältnissen.
Vor allem Alleinerziehende sind auf Transfers angewiesen. Fast jedes zweite der von Armut betroffenen Berliner Kinder, 75.500, lebt mit nur einem Elternteil. Im Vergleich der Bezirke sind die unter Achtjährigen in Neukölln am ärmsten dran, ganz dicht gefolgt von Mitte; bei den Acht- bis 14-Jährigen ist es umgekehrt. In Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick ist die Kinderarmut am geringsten.
Zuletzt hatte die Berliner Linke auf ihrer Fraktionsklausur im brandenburgischen Templin ein umfangreiches Paket zur Bekämpfung der Kinderarmut in der Hauptstadt verabschiedet. Die Partei möchte in Berlin einen Sozialpass einführen. Diese Karte soll allen Beziehern von staatlichen Transfers verbilligten Eintritt zu Kulturveranstaltungen, Messen wie der Grünen Woche oder zu Sportereignissen ermöglichen. Für die von den Linken "Berlin-Pass" getaufte Karte, die 700.000 Menschen nutzen könnten, soll das bestehende Sozialticket der BVG ausgebaut, die bestehenden Vergünstigungen für sozial Schwache sollen gebündelt werden.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
Sektsauferle
|
 |
« Antworten #44 am: Mai 21, 2008, 11:48:44 » |
|
Anlässlich der im Entwurf der Bundesregierung zum Armuts- und Reichtumsbericht veröffentlichten Daten zur Kinderarmut erklärt Markus Kurth, sozialpolitischer Sprecher:
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz verharmlost die dramatische Entwicklung der Kinderarmut in Deutschland. Er versteckt die Ergebnisse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Armutsentwicklung von Kindern bis 15 Jahren im Anhang seines gestern bekannt gegebenen Entwurfs zum 3. Armuts- und Reichtumsbericht. Nach den DIW-Daten ist die Armutsquote für Kinder unter 15 Jahren von 16 Prozent in 1998 auf 26 Prozent in 2005 gestiegen. Auch der Armuts- und Reichtumsbericht von Nordrhein-Westfalen weist eine Kinderarmutsquote von 24,7 Prozent für 2005 in NRW aus.
Es ist vollkommen unverständlich, wie Scholz im 3. Armutsberichtes darauf kommt, dass die Kinderarmut im Jahr 2005 auf 12 Prozent zurückgegangen sein soll. Schon der 2. Armuts- und Reichtumsbericht wies einen Anstieg der Kinderarmutsquote von 13,8 Prozent in 1998 auf 15 Prozent in 2003 auf.
Seither ist die Zahl der Kinder, deren Eltern Sozialleistungen beziehen, deutlich gestiegen. Allein die Kinder im Hartz IV-Bezug sind von 1,4 Millionen im Januar 2005 auf rund 1.8 Millionen im Dezember 2007 gestiegen. Ganz zu schweigen von der wachsenden Zahl der Kinder, deren Eltern zu den Geringverdienern zählen.
Der dramatische Anstieg der Armutsquote für Kinder erfordert ein umfassendes Programm gegen Kinderarmut. Neben Investitionen in Bildung und Betreuung sind Existenz sichernde Kinderregelsätze für Familien, die Sozialleistungen beziehen, unerlässlich. Es ist zu vermuten, dass die Bundesregierung die Zahl der armen Kinder zu niedrig berechnet hat, weil sie außer kosmetischen Änderungen nichts gegen Kinderarmut unternimmt. Erst im vergangen Monat hat die große Koalition einen Antrag von uns im Bundestag abgelehnt, der wenigstens Sachleistungen wie Lernmaterial und Schulessen für arme Kinder vorsah.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen nur lügen, wo man hinsieht, kann man denn auch so abstumpfen 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
In Memory of Menschenrechte !!!
|
|
|
|