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Autor Thema: 1€ Jobs in Kiel  (Gelesen 4925 mal)
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admin
Administrator

Beiträge: 1164


« am: September 17, 2005, 00:09:35 »

Der Kieler Chefduzen-Stammtisch versucht sich am Thema 1€ Jobs.

Es ist nicht verwunderlich, daß Firmen, die mit 1€ Jobs arbeiten sich bedeckt halten. Ebenso wird niemand sonderlich stolz darauf sein zu diesen Bedingungen zu arbeiten und verschweigt es lieber.

Um etwas gegen diese Form von Dumpinglohn zu unternehmen reicht keine vage Kritik, sondern man muß dort ansetzen, wo diese Schweinereien betrieben werden.

Wir brauchen Namen und Adressen von 1€ Jobanbietern in und um Kiel!
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BGS


Beiträge: 624



« Antworten #1 am: September 17, 2005, 22:05:26 »

Die Fa. NEULAND GmbH sei hier mal erwähnt. Die haben in Kooperation mit der ARGE in Heikendorf seit Monaten sog. "Strandranger" beschäftigt, als 1,- €-Jobber. Nun ist die Badesaison vorbei ind meines Wissens sollen die vorhaben,weitere € 1,- Jobber in Bussen als Begleitung und Ansprechpartner für Schülermitfahren lassen etc.

Die GmbH ist wie folgt aufgeteilt:
84% gehören Erich Wagner
8 % gehören dem Kreis Plön, repäsentiert durch Landrat Volkram Gebel
8 % gehören der Kreishandwerkerschaft, vertreten durch Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschko

Zitat
Neuland macht weiter
(12.07.2005)

Seit mehr als zehn Jahren steht der Begriff "Neuland" im Kreis Plön für die Vermittlung von Arbeitsuchenden. Im Blickpunkt standen vor allem die Qualifikation und die Integration von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt. Mit im Boot waren über all die Jahre der Kreis Plön als Mehrheitsgesellschafter der GmbH, die Kreishandwerkerschaft und die "Erich Wagner GmbH" (Mikropartner).

Mit der Hartz-IV-Reform haben sich die Aufgaben insoweit geändert, dass der Kreis nicht mehr unmittelbar dafür zuständig ist, Sozialhilfeempfänger in Arbeit zu vermitteln. Diese Aufgabe liegt jetzt bei der "arge". Und damit stellte sich auch die Frage, ob sich der Kreis weiterhin bei Neuland engagieren will. Gestern wurde vor der Presse in doppelter Hinsicht die Antwort gegeben. Erstens: Der Kreis zieht sich als Mehrheitsgesellschafter zurück und wird – wie die Kreishandwerkerschaft – der Beschäftigungsagentur mit einem Anteil von acht Prozent treu bleiben. Zweitens: Die reformbedingten Unsicherheiten des vergangenen halben Jahres hat Neuland genutzt, um ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Die jetzt mehrheitlich privatwirtschaftlich organisierte Agentur wird sich auf drei Feldern engagieren, wie Neuland-Geschäftsführer Torsten Kähler und Mehrheitsgesellschaft Erich Wagner erläuterten.

Ein wichtiges Arbeitsfeld wird die Begleitung und Vermittlung von Ein-Euro-Jobs sein. So arbeitet Neuland beispielsweise für die Gemeinden Mönkeberg, Heikendorf und Schönkirchen bei der Besetzung von Ein-Euro-Jobs zusammen. Ein zweites Standbein bleibt die klassische Arbeitsvermittlung (per Vermittlungsgutschein) von Arbeitssuchenden. Weitergeführt wird schließlich als drittes Standbein das Projekt "Soziale Zeitarbeit".

Arge-Geschäftsführer Gerhard Kerssen zeigte sich im Pressegespräch zufrieden über die Tatsache, dass Neuland weitermacht. Nicht ohne Grund: Die Agenturmitarbeiter kennen den Arbeitsmarkt und die Betriebe im Kreis Plön wie sonst kaum jemand und verfügen über zehn Jahre Erfahrungen in der Ansprache und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen. Allerdings: Im Gegensatz zu früher muss Neuland sich um öffentliche Maßnahmen und Projekte im Zuge von Ausschreibungen bemühen und bewähren. Von Vorteil ist im Gegenzug, dass die Plöner Agentur ihren Einzugsbereich über die Grenzen des Kreises hinaus öffnen kann.

Zufrieden mit der Entwicklung ist auch Landrat Volkram Gebel, der an die Neuland-Gründung im Jahr 1994 erinnerte. Damals war der Kreis Plön bundesweit der erste, der mit einer betreuenden Agentur Sozialhilfeempfänger in Erwerbstätigkeit brachte. Zwar habe der Kreis in all den Jahren rund zwölf Millionen Euro in Neuland investiert, im Gegenzug allerdings auch helfen können, erhebliche Sozialhilfeaufwendungen zu sparen.

Gebel, Kähler, Kerssen und Kreishandwerksmeister Ulrich Mietschke betonten gestern vor der Presse, dass sie mit Argusaugen darauf achten werden, dass die Ein-Euro-Jobber auf keinen Fall der heimischen Wirtschaft irgendwelche Aufträge wegnehmen. Und breit erörtert wurde die zentrale Erkenntnis, dass mit der Qualifizierung, Betreuung und Vermittlung Langzeitarbeitsloser kaum neue Jobs geschaffen werden. Aber der betroffene Personenkreis erhalte durch die Betreuung überhaupt erst die Chance, am Wettbewerb um Stellen teilnehmen zu können.
aus: Kieler Nachrichten Sad

Deren Homepage ist
[EMAIL]info@neuland.org [/email]
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