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Autor Thema: Ob Lidl, Schlecker oder Aldi...  (Gelesen 33192 mal)
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Eivisskat


Beiträge: 132


« Antworten #90 am: Mai 26, 2009, 06:16:34 »

Zitat
Wo Arbeit weh tut

Günter Wallraff, der Undercover-Journalist, der bei BILD Hans Esser war und als Türke Ali das Leben „ganz unten kennenlernte, hat sich diesmal das Thema „Billigproduktion für Großdiscounter vorge-nommen. Unter anderer Identität heuerte er bei einer Großbäckerei im Rheinland an, die für die Großmarktkette Lidl produziert, und dokumentierte seine Arbeitsbedingungen mit versteckter Kamera. Vier Wochen lang schuftete er in Tag- und Nachtschichten für einen Stundenlohn von 7,66 Euro brutto bei Temperaturen von bis zu 50 Grad, verbrannte sich die Arme an heißen Backblechen, entdeckte unfallträchtige Sicherheitsmängel an den Transportbändern und dokumentierte Schimmelbildung an Wänden, Decken und Maschinen. Seine Kollegen klagten über nicht bezahlte Krankheits- und Feiertage und über als willkürlich empfundene Abmahnungen und Kündigungen.




siehe auch Teil 2 und 3!
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http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html

 „Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen." (Mahatma Gandhi)
klaus72


Beiträge: 691



« Antworten #91 am: Mai 27, 2009, 21:33:26 »

Zitat
Wo Arbeit weh tut


Dazu siehe  http://weinzheimer.de/  ( Pressemeldung )

Meiner Meinung nach ist dieser Brötchengeber heute noch unseriös.
Diese Brote sind heute noch beim Lidl zu beziehen. Muss schnell kotzen......
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Kuddel


Beiträge: 4012


« Antworten #92 am: Juli 05, 2010, 11:54:24 »

Zitat
Supermarktketten
Nadelöhr im Lebensmittelhandel

Von Jutta Maier

Sind die großen Supermarktketten in Deutschland zu mächtig? Mit dieser Frage beschäftigt sich heute der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bei einer öffentlichen Anhörung im Bundestag. Marktkritiker wie die internationale Hilfsorganisation Oxfam warnen vor der zunehmenden Konzentration im Lebensmittelhandel: So vereinen die sechs größten Supermarktketten laut Bundeskartellamt mittlerweile 90 Prozent der Marktanteile auf sich.

"Die Ketten sind das Nadelöhr im Lebensmittelhandel, an dem kein Lieferant vorbei kommt", sagt Oxfam-Agrarexpertin Marita Wiggerthale. Angesichts des immer härteren Wettbewerbs nutzten die großen Handelskonzerne ihre Marktmacht aus, um den Lieferanten ihre Konditionen zu diktieren und sie im Preis zu drücken. Die Folgen: schlechte Arbeitsbedingungen und Niedriglöhne bei den Beschäftigten, sinkende Produktauswahl und -Qualität - etwa wenn Früchte durch Aromastoffe ersetzt werden - und das Sterben mittlerer und kleiner Betriebe.

Zu den unfairen Einkaufspraktiken der großen Handelskonzerne zählen Listungsgebühren, Regalmieten und Änderungen bei den Konditionen, die rückwirkend gelten, schreiben Oxfam und die Initiative Supermarktmacht.de. Beispiel: Edeka und Rewe. Die Unternehmen hätten sich Kosten für die Übernahme der Plus-Märkte im Jahr 2008 "von den Lieferanten bezahlen lassen", rügt Wiggerthale. So habe Edeka zusätzlich zu dem sogenannten Hochzeitsbonus - Sonderrabattforderungen im Zusammenhang mit der Fusion - einen Distributions-, Partnerschafts- und Synergiebonus eingeführt. "Dabei ging es nicht um Kleckerbeträge, sondern um bis zu zehn Prozent des Umsatzes mit Edeka", so Wiggerthale.

Druck auf Lieferanten

Unter anderem sollten die Lieferanten von Edeka laut Lebensmittelzeitung für den Umbau der Plus-Filialen im Zuge der Übernahme eine Einmalzahlung von bis zu mehreren Hunderttausend Euro leisten. Die Lieferanten hätten kaum eine andere Wahl, als den Forderungen nachzukommen, so Wiggerthale, da ihnen der Handel mit Auslistung drohe. Mangels alternativer Absatzmärkte könne dies schnell das Aus für Lieferanten oder Hersteller bedeuten.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) wiegelt ab: "Es gibt keine allgemeine Marktmacht des Handels", stellt er in einem Papier fest und bezieht sich auf eine Studie des Instituts für Handelsforschung. Trotz vermeintlicher Konzentration im Lebensmittelhandel funktioniere der Wettbewerb, die Verbraucher profitierten von Angebotsvielfalt und den niedrigsten Lebensmittelpreisen in ganz Europa.

"Eine starke Verhandlungsposition des Handels oder der Industrie ist nicht zu verwechseln mit einer wettbewerbs-ökonomisch kritisch zu bewertenden Marktmacht", so der HDE. Überdies sei der Einzelhandel nicht der einzige Absatzkanal der Industrie: Immer mehr werde über den Export und den Außer-Haus-Verzehr abgesetzt.

Doch die Gegenseite lässt sich nicht beirren. Als weiteres Indiz für die Marktmacht der Ketten werten Oxfam und Co. die Ausbreitung der Eigenmarken der Supermärkte. Dies verschiebe die Kräfteverhältnisse in der Lieferkette zugunsten der Supermarktgruppen. Auch die Liberalisierung der Agrarmärkte und die Flexibilisierung der Arbeitsmärkte habe dazu geführt, dass die Arbeiter und Erzeuger als schwächste Glieder der Wertschöpfungskette zunehmend der Marktmacht der Industrie und des Lebensmittelhandels ausgesetzt seien, sagt Wiggerthale.



Die Kritiker sind sich einig, dass das Kartellamt die Marktteilnehmer nicht ausreichend vor Missbrauch der Nachfragemacht schützt. So würden Hersteller nur selten Anzeige gegen eine Handelskette erstatten, weil sie Repressalien fürchteten. Oxfam, Supermarktmacht, Markenverband und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sehen daher die Politik in der Pflicht. Sie fordern eine Untersuchung der Nachfragemacht des Handels, auch über Landesgrenzen hinaus.

Zudem setzen sie sich mit SPD-Unterstützung für die Einführung sozialer und ökologischer Mindeststandards in der Lieferkette ein. Die Verbraucherzentrale fordert zudem eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln, etwa zu deren Herkunft und Produktionsbedingungen.
http://www.fr-online.de/top_news/2814976_Supermarktketten-Nadeloehr-im-Lebensmittelhandel.html
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Sir Vival


Beiträge: 1491



« Antworten #93 am: Juli 05, 2010, 12:13:38 »

es gibt doch in fast jedem Kaff so einen Ausbeuterladen, oder?..........................
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"Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und stieg auf den Mähdrescher, denn es war Krieg!"
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen

Der eine ist tot, der andere hat auch nimmer lang´
Kuddel


Beiträge: 4012


« Antworten #94 am: Februar 18, 2011, 12:58:32 »

Zitat
Ketten wie Aldi und Penny liefern sich oft Preiskämpfe. Trotzdem hegt das Kartellamt den Verdacht, dass die Firmen sich absprechen - auf Kosten der Kunden.

Ob Aldi, Edeka, Rewe oder Metro - viele Lebensmittelhändler werden in den kommenden Wochen Post vom Bundeskartellamt bekommen.
(...)
Die Preiskämpfe, die Discounter und Supermärkte regelmäßig austragen, beschränken sich meist nur auf wenige Artikel.
(...)
Die großen vier unter den Lebensmittelverkäufern, Edeka, Rewe, Aldi sowie die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland, beherrschen 85 Prozent des Marktes. Sie geben den Ton an. Daneben schrumpfen selbst Unternehmen wie Metro oder Tengelmann zu bloßen Mitspielern.
(...)
Allerdings könnte die Befragung auch Indizien liefern für einen weiteren Verdacht, dem das Amt seit mehr als einem Jahr nachgeht: dass es verbotene Preisabsprachen gegeben hat zwischen Herstellern und Händlern. Aufgrund von entsprechenden Erkenntnissen aus anderen Verfahren hatte das Kartellamt im Januar vergangenen Jahres bei mehr als einem Dutzend Firmen, darunter Rewe, Edeka, Lidl, Metro, Mars und Fressnapf, Hausdurchsuchungen gestartet und umfangreiches Material sichergestellt. Seitdem ist in der Lebensmittelbranche nichts mehr, wie es war. Aus Furcht, sich eines Wettbewerbsverstoßes schuldig zu machen, besprechen beide Seiten nur noch das Nötigste.
(...)
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kartellamt-untersucht-aldi-co-die-legende-der-discounter-1.1061772
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Strombolli


Beiträge: 4500



« Antworten #95 am: Februar 19, 2011, 14:38:21 »

Wie heruntergekommen dieses Wirtschaftssystem/Gesellschaft schon ist, kann man daran ermessen, dass mittlerweile Menschen für eine Protestaktion zu finden sind, die für den Erhalt des (Ausbeuter-)Ladens in der Provinz auf die Strasse gehen.
Ich sehe vor meinem geistigen Auge immer noch die blau-weissen Annoncen: SUCHEN LADENLOKALE! - Aufwändig renoviert, um- oder gar neugebaut stehen sie jetzt zur Ehre des kapitalistischen Wirtschaftssystems leer.
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VERARSCHT IN DEUTSCHLAND!
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