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Autor Thema: EMMA: Vom Blatt der starken Frau, zum Blatt der Ausbeutung durch die Frau, für die Frau  (Gelesen 1969 mal)
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Klassenkampf


Beiträge: 622



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« am: April 27, 2006, 15:34:44 »

Die Emanzipation der Frau ist noch nicht beendet. Noch viele Schlachten gilt es zu schlagen, und Frau darf daran teilhaben:

Zitat
Der FrauenMediaTurm - eine Art Unterorganisation von EMMA und Alice Schwarzer - sucht „qualifizierte Mitarbeiterinnen für "1-Euro-Jobs" und Praktikantinnen“. Sollten Sie Bedenken haben wegen der Frage, ob durch solche 1-Euro-Jobs sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse ersetzt werden, dann sollten Sie immer daran denken, dass Sie die Ehre haben, für eine Unterstützerin unserer Bundeskanzlerin zu arbeiten. Ob diese Form der Ausbeutung von Frauen im Sinne von Jan Philipp Reemtsma ist, der für dieses Frauenarchiv eine Anschubfinanzierung geleistet hat? Ob das im Sinne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist, das dieses Projekt als Modellversuch gefördert hat? Gilt die Gewährung von 1-Euro-Jobs an Frauen durch emanzipierte Frauen als emanzipativer Akt?


Nicht nur dies, Ansprüche werden auch noch gestellt: Von wegen Kaffee kochen und kopieren...

Zitat
Der FrauenMediaTurm nimmt laufend Praktikantinnen für seine wissenschaftliche Bibliothek und Dokumentation zur Frauenbewegung. Wir erwarten fundierte EDV-Kenntnisse, Flexibilität und Engagement. Praktikumsdauer: nicht unter acht Wochen, gerne länger.


Soso, gegen das Patriachat wurde einst gekämpft. Die Unterdrückung der Frau, durch den Mann, mußte beendet werden. Nun treibt die Schwarzer dies Spiel eben mit ihresgleichen. Man darf sich aber sicher sein: Würde sie befragt, wäre es ihr ein Notwendiges, diese Tat als edles Motiv auszugeben - Nichtgebrauchten eine Stelle zu vermitteln, ihnen das Gefühl des Benötigtwerdens aufzuerlegen, ist doch wahrlich eine christliche Tat...

Quelle NachDenkSeiten
Quelle EMMA-Stellenmarkt
Quelle FrauenMediaTurm
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„Diese Verhältnisse sind nicht die von Individuum zu Individuum, sondern die von Arbeiter zu Kapitalist... Streicht diese Verhältnisse, und ihr habt die ganze Gesellschaft aufgehoben.“
--- Karl Marx, "Das Elend der Philosophie" ---
Carsten König
Gast
« Antworten #1 am: April 27, 2006, 17:18:47 »

Zitat
Der FrauenMediaTurm nimmt laufend Praktikantinnen für seine wissenschaftliche Bibliothek und Dokumentation zur Frauenbewegung. Wir erwarten fundierte EDV-Kenntnisse, Flexibilität und Engagement. Praktikumsdauer: nicht unter acht Wochen, gerne länger.

Die vormals Ausgebeuteten, vom einstmals edlen Willen beseelt, aus der Frauenfrage eine Klassenfrage zu machen, revolutionieren die Ausbeutung: Frauen werden nicht mehr von Männern ausgebeutet, unterdrückt, in Kirche und Küche reglementiert... sondern von ihren Geschlechtsgenosseninnen.

Ist das Emanzipation... Ausbeuter werden zu können unabhängig vom Geschlecht? Ha, dann hat sich das ganze bürgerliche Freiheitsprojekt ad absurdum geführt, wenn die Gleichheit der Chancen sich in gleichen Möglichkeiten zur Ausbeutung transformiert.

Und diese Ausbeutung ist unverschämter, scham- und gewissenloser, denn formal wird unter dem Deckmäntelchen einer oberflächlich betrachtet "guten Sache" das unappetitliche Spielchen getrieben.

Gern länger... sonst noch was? Die Chefin darf man dutzen, flache Hierarchien, aber knüppelharte Ausbeutung. Schande hoch zehn.
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Peperoni


Beiträge: 79


« Antworten #2 am: April 28, 2006, 16:00:23 »

Emanzipiert im Sinne von Emma, das bedeutet wohl, Frauen sind so emanzipiert, sich genauso ausbeuten zu lassen wie Männer.

Da sieht man's mal wieder: Diejenigen, die früher getreten wurden (oder das Gefühl hatten, getreten zu werden), die treten jetzt selber, aber so, das es auch richtig weh tut. Ein typisches Verhaltensmuster.
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Magnus


Beiträge: 539


« Antworten #3 am: Mai 01, 2006, 07:53:45 »

Wenn sie wenigsten aus Rache für die Unterdrückung in der Vergangenheit nur männliche Praktikanten suchen würden.... Wink
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Carsten König
Gast
« Antworten #4 am: Mai 01, 2006, 11:12:23 »

Zitat
die treten jetzt selber, aber so, das es auch richtig weh tut. Ein typisches Verhaltensmuster.

Was zeigt: es geht nicht um persönliche Verfehlungen Einzelner, sondern um das System, in dem Treten gefördert wird. Dies ist abzuschaffen.
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Gun Stick Onkle


Beiträge: 242


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« Antworten #5 am: Mai 01, 2006, 15:35:31 »

Originalzitat von Peperoni

Zitat
Da sieht man's mal wieder: Diejenigen, die früher getreten wurden (oder das Gefühl hatten, getreten zu werden), die treten jetzt selber, aber so, das es auch richtig weh tut. Ein typisches Verhaltensmuster.

Das nannten die Römer schon, das "Sklavensyndrom" (die Sklavenkrankheit). Sie hatten beobachtet, das die schlimmsten Sklavenantreiber, diejenigen waren, die früher selber Sklaven waren.

Das beobachtet man auch bei ehemaligen Ausländern. Ich habe oft ehemalige Ausländer getroffen, die waren dermaßen ausländerfeindlich, das es einem schon schlecht werden konnte.

Wer den Film kennt, " And Jimmy, goes to the rainbow", kann sich ansehen, wie ein Jude, der durch Tricks, zum Deutschen wurde, anschließend, zum 100%´en Nazi wurde, Führerverehrer, und sich freiwillig zur Waffen SS, gemeldet hatte, das dem Iniziator, der "Aretisierung", das Glas mit dem Sekt, aus der Hand gefallen ist.

Immer lachen, muss ich bei "Domian", wenn er über sexuelle Minderheiten herzieht, und dabei staatsanwaltlicher wird, als der Staatsanwalt, obwohl er selber homosexuell ist, und vor 40 Jahren, hier in Deutschland, dafür, nach § 175 StGB, ins Gefängnis gekommen wäre.

Das Sklavensyndrom, scheint eine durchaus bedenkliche Erscheinung zu sein, das ja offensichtlich, noch nichtmal, vor "emanzipierten Frauen", halt zu machen scheint?

Grüße, Rudi
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