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Autor Thema: 4.) Magenschleimhautentzündung  (Gelesen 10876 mal)
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Dr.Mabuse


Beiträge: 29


« am: Januar 29, 2003, 19:57:24 »

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
 
Wie lange?
Mit einer Magenschleimhautentzündung, also einer Entzündung der Innenhaut des Magens, kannst du so 2-4 Wochen oder länger krankgeschrieben werden.
 
Wer wird krank?
Die Magenschleimhautentzündung (oder auch ein Magengeschwür) kann jeder mal bekommen. Ursachen sollen sei. Bakterien, unverträgliche Speisen, Alkohol oder Medikamente (z.B. wenn du Aspirin geschluckt hast). Arbeitest du in einem Betrieb, so besteht die Möglichkeit dort herrschende oder neu verwndete Gase oder Dämpfe als Ursache anzusehen.Die Magenschleimhautentzündung (und auch das Magengeschwür) ist das bekannteste Beispiel für eine Streßkrankheit, d.h. du wirst krank wegen der vielen Hektik und Aufregung, die in deinem Leben und insbesondere auf deiner Arbeit herrschen.
 
Beschwerden
Du kannst erzählen seid gestern oder 3 Tagen ist dir übel, du hast schon erbrochen und du rülpst ewig. Du hast keinen Appetit und du hast diesen dauernden Druck in der Magengegend, also zwischen Nabel und Rippen. Du kannst auch sagen das sich dieser Druck manchmal zu einem richtigen Schmerz steigert, dann aber auch wieder abschwillt.Überhaupt würde dir in der letzten Zeit oder auch schon länger, öfters Sachen auf den Magen schlagen, d.h. du erlebst irgenteinen Scheiß und bald darauf merkst du, daß du einen Magen im Bauch hast. Fragt er ob du früher schon mal was mit dem Magen hattest, sage ruhig "ja", aber du hast es nicht ernst genommen, es sei ja nie richtig schlimm gewesen.
 
Was wird untersucht?
Beim ersten Mal kann es sein, daß der praktische oder der Hausarzt gar nichts untersucht. Dich also nur befragt. Oder er drückt dir auf deinen Bauch und fragt wo es weh tut. Vielleicht macht er auch Laboruntersuchungen von deinem Blut. Er wird dich fragen, ob die Beschwerden nach dem Essen besser oder schlechter werden. Es ist ziemlich egal was du dannantwortest. zu späterer Zeit, so nach 2 bis 4 Wochen oder wenn der Gang zum Vertauensarzt ansteht, wird er dich wohl zum röntgen oder zum Magenspiegeln schicken wollen.Beim ersten Besuch beim Hausarzt solltest du beide Untersuchungen, wenn nötig, ablehnen. Willst du aber länger krank sein, so entscheide dich für die Spiegelung, die unangenehmer als das Röntgen, aber weniger belastend für den Körper ist. Da er diese Untersuchung nicht selber machen kann, mußt du dich um einen Termin beim Facharzt kümmern und das kann eine angenehme Verzögerung mit sich bringen.
 
Spiegelung
Womit mußt du rechnen?
Dumußt am Morgen der Untersuchung nüchtern bleiben. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird dir nur der Rachen mit einem Spray betäubt, oder er spritzt dir zudem Valium, was dich den ganzen Tag über drömelig machen würde. Kein Valium bedeutet mehr Würgen und elendfühlen beim (und darum gehts) schlucken des Schlauches (so dick wie dein Finger) durch den in deinen Magen geguckt wird. Das Ganze ist für einige sehr, für andere weniger unangenehm. Willst du das alles nicht in Kauf nehmen, so solltest du rechtzeitig wieder "gesund" werden.
 
Womit rechnet er?
Er wird bei den von dir beschriebenen Beschwerden erstmal an eine Magenschleimhautentzündung denken, weil häufig. Da kann er eine Diagnose stellen, ohne viel zu Untersuchen.Sprichst du von sich wiederholenden Schmerzen, wird er dich auf ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür abchecken. Zuerst wirst du mal für`ne Woche krankgeschrieben, in der Hoffnung, daß der Magen sich bis dahin wieder beruhigt hat. Je nach Arzt wirst du nochmal krankgeschrieben, oder er wird gleichzeitig noch weiter abklären wollen.
 
Behandlung
Zuerst gibt dir der Arzt ein paar Tabletten und empfiehlt dir wenig und nur leicht verdauliches zu essen. Du sollst dich ausruhen, ansonsten wird abgewartet. Der Witz bei der eventuell anstehenden Spiegelung ist folgender: Meist findet der Untersucher eh was, vor allem wenn er was erwartet (du sagst ja, daß du Schmerzen hast). Aber selbst wenn er nichts findet, heißt das noch lange nicht, daß du simulierst. Es wird als Tatsache angesehen, daß bei vielen Leuten mit Magenbeschwerden keine "Objektiven Befunde" vorhanden sind. Wie lange du darauf reiten kannst, hängt von deinem Durchhaltevermögen in diesen Untersuchungs- und Befragungssituationen ab.
 
Kontrollarzt
Um von ihm nicht gleich wieder gesundgeschrieben zu werden, kommst du wohl um das Röntgen oder die Spiegelung nicht herum.
 
Warnung
Denk daran, dich, wenn überhaupt, nur spiegeln zu lassen.
 
Hinweis
Weiß dein Arzt, daß du schon mal was mit dem Magen gehabt hast, ist das sehr, sehr gut für das nächste Mal.(Also wirklich schon sehr).
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seiko


Beiträge: 80


« Antworten #1 am: Juli 08, 2007, 12:17:45 »

hihi das mit dem Rülpsen hört sich ja lustig an!!
Hat das von euch schon mal einer gemacht bei nem termin oder so?
Weil ich hab in den nächsten Tagen ja einen termin mit meinem betreuer und weis da nie was ich sagen soll  :aggressiv> :aggressiv>
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bandita rossa


Beiträge: 7



« Antworten #2 am: Juni 17, 2008, 20:21:53 »

Also, meine Schwester hat eine mittlerweile wohl chronische Magenschleimhautentzündung.
Das ist alles andere als lustig! Sie rülpst auch nicht, sie kotzt ständig. Ernährt sich dann größtenteils nur noch von Zwieback und Tee, ist schwach und immer müde.
Die Spiegelung wurde bei ihr mit einer Dormikumspritze (Schlafnarkose) gemacht, sie hat also gar nichts mitbekommen. Aber dabei wird auch Gewebe entnommen,und daran kann der Arzt sehen, ob man wirklich eine Entzündung hat oder nicht.
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Ich habe es satt, die Menschen zu durchschauen.
Es ist so leicht und es führt zu nichts.
E. Canetti
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