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Autor Thema: buw Halle (Saale)  (Gelesen 31791 mal)
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aian19


Beiträge: 1497



« Antworten #75 am: März 23, 2007, 11:53:30 »

Hat jemand zufällig die RTL-Nachrichten gestern mittag verfolgt ?
Da ging´s darum, das nicht alle Arbeitgeber was gegen die Einstellung von Müttern haben, im Gegenteil, bei manchen Arbeitgebern wären sie geradezu beliebt.
Und dann kam die Einblendung eines Callcenters in Halle, wo eine Mutter sich gerade außerplanmäßig verabschiedete, weil sie ihr Kind abholen müsse oder so, und vom TL am dann "Ja klar, kein Problem,...usw.usw."
Und dann kam da so´n dicker mit Brille, Namenseinblendung "Benzenhöfer" oder so....ist das der, von dem hier immer gesprochen wird ?
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"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin
lbruehmann
Gast
« Antworten #76 am: März 23, 2007, 12:21:58 »

Das hier

http://www.buw.de/en-neu/geschaeftsleitung.php?Management=Daniel%20Benzenh%F6fer

ist Daniel Benzenhöfer. Der unterhalb des grinsenden Unternehmerduos.
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KatiKaiser


Beiträge: 52


« Antworten #77 am: März 23, 2007, 15:17:57 »

Tja, wenn man kein geeignetes Personal mehr findet, muss man notgedrungen auch Mütter mit Kindern nehmen.

Geschickt vermarktet, buw als kinderfreundlichste Firma.  Cheesy
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aian19


Beiträge: 1497



« Antworten #78 am: März 23, 2007, 23:43:41 »

Jo, wenn man bedenkt, das man für PR meist ein passendes Bild raussucht..ich denke, er wars.
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Mene mene tekel upharsin
Mobilistin


Beiträge: 2


« Antworten #79 am: März 24, 2007, 09:59:02 »

Hallo,

ich war bis vor einem Jahr bei buw in Osnabrück beschäftigt, bin selber Mutter mit Kind und kann sagen, dass zwar auf Arbeitszeitwünsche versucht wird Rücksicht zu nehmen, aber wenn was unvorhergesehenes eintritt, es oft schwer ist, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen. Wenn ich mir überlege, dass Termine in der Kita mal nicht eben 8-10 Wochen im voraus bekannt gegeben werden, ich meine Planung für den Folgemonat aber schon spätestens 6 Wochen vorher abgeben muss, bleibt da sicher mal was auf der Strecke. Und wenn man (Frau) seinen Job nicht verlieren will, und das ist ja der Tenor in manchen Fällen, die Friss oder Stirb-Mentalität, entscheidet man sich zwangsläufig für den Job. Ein gutes Team kann da manchmal helfen und einen retten. Ich war in so einem Team.

Letztendlich muss man aber in Vollzeit arbeiten, wenn man anderweitig keine Unterstützung finanzieller Art in Anspruch nimmt. Und damit wird es noch schwerer

Ich habe vor einem Jahr bei buw aufgehört, weil ich dachte, was besseres gefunden zu haben. Ich fiel von einem extrem ins andere. Das einzige, was bei dem Callcenter, bei dem ich danach genau 5 Wochen gearbeitet hab, gestimmt hat, war die pünktliche Auszahlung des Lohns. Das war aber tatsächlich alles, kein Teamzusammenhalt, Absprachen, die bei Einstellung getroffen wurden, sind nicht eingehalten worden etc. Nachdem ich dann von den 5 Wochen meiner Beschäftigung 4 Wochen krank war - das, was ich da machen sollte, konnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren - hat man mir nahe gelegt, zu kündigen. Ich hab selber gekündigt.

Und - noch schlimmer - in einem Callcenter gearbeitet, wo Lotto und NKL "verkauft" wurde. Teamwork war hier so lala, die Bezahlung ausgezeichnet. Aber als nach 6 Wochen die ersten Kollegen die Kündigung in die Hand gedrückt bekamen und man sich mal intensiver mit den "alten Hasen" unterhalten hat, kam raus, dass kaum einer die Probezeit überstanden hat. Wenn man dann noch gesehen hat, wer dort alles eingestellt wurde - kein Kommentar mehr zur Qualität der Gespräche. Die hier irgendwo hinterlegten Gesprächsargumente für Arcor werden von denen noch getoppt... Beste Drückerkolonnenmentalität.

Naja, 5 Monate hab ichs geschafft und für das Unternehmen war das schon ne ziemlich lange Zeit.

Jetzt bin ich beim rosa Riesen beschäftigt und siehe da - nicht alles ist toll.

In jedem Job gibts vor und nachteile, einer der Nachteile der bei buw ins Auge springt ist erstmal der Lohn. Der zweite ist die fehlende menschliche Kompetenz bei den meisten Teamleitern (den aus meinem letzten Team möchte ich da mal ausdrücklich ausschließen, der war nun wirklich ok!!!). Und der dritte, gravierende Nachteil ist die Möglichkeit, aufzusteigen. Man qualifiziert sich ausschließlich über die Seminare. Wer keinen Advanced macht, aus welchen Gründen auch immer, hat keine Chance als nur zu telefonieren. Bedenklich finde ich es dann aber immer wieder, wenn sich BO-ler an Agenten wenden, weil sie nicht verstehen, worum es geht.

Wie sähe die Lösung aus: mehr Lohn für alle, bessere Schichtzulagen und Bonifizierungen für gute Arbeit (wer glaubt an das Märchen, man bekäme von den Auftraggebern keine Bonifizierungen für gute Leistungen, in wessen Taschen die landen, ist doch wohl klar). Garderobenfächer für alle Agents, vernünftige Tische, Stühle, Rechner und vor allem Monitore. Und für die Gesundheit: Bildschirmpausen. Qualifizierung zum Aufstieg auch über gute Leistungen und nicht nur über theoretische Seminare. Vor dem Aufstieg zum TL einen "Menschlichkeitstest". Und die bitte an alle Kolleginnen und Kollegen, die Maulwurfmentalität ("Herr Lehrer ich weiß was") abzulegen. Aber so wie ich buw kennengelernt hab, wird dies alles ungehört verschallen.... Das finde ich sehr schade, denn ich kann sagen, ich hab in meinem Team grundsätzlich gerne gearbeitet - auch wenn ich mir nicht klar machen durfte, für welchen Lohn ich da gerade sitze.

In diesem Sinne - Kopf hoch

Mobi
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Trudchen


Beiträge: 12


« Antworten #80 am: März 27, 2007, 16:34:08 »

Hm? Kinderfreundlich!? Hab' ich da was verpasst!?
Na gut, Kinderfreundlich schon, Du konntest ja gehen, wenn die Kita angerufen hat. Aber die Zeit ging Dir flöten und die Bezahlung auch.
Gut in den anderen Branchen und Firmen ist dem auch so, aber da konnte man es nacharbeiten.
Ging bei buw eben schlecht, wenn man Dich ohnehin permanent nach Hause schickte, weil Quote oder/und PKU nicht stimmte.
Kinderfreundlich also in dem Sinne, dass die lieben Mamis den Herren Löhne einsparte!?

Ich habe persönlich folgendes erlebt. Aber mein Kind war da bereits 16 und zählte vielleicht nicht mehr als KIND schlechthin!?!
Nach einem Sportunfall rief sie an, ob ich eine Röntgenerlaubnis durchfaxen könne. War kein Problem, waren auch alle freundlich und halfen.Alles in allem dauerte die ganze Sache ca 25 Minuten
Doch diese Zeit wurde von der Pause abgezogen!!!!!!!!!!!!!
Ich hatte an dem Tag aber gerade erst angefangen, so dass ich dann ohne Pause, denn die gesetzliche Bildschirmpause gibts ja da auch nicht, gearbeitet habe.
Ein Nacharbeiten an diesem oder einem anderen Tag sei nicht möglich meinte man zu mir auf meine Frage.
Soviel zu meiner Erfahrung der Kinderfreundlichkeit.
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wer-bin-ich


Beiträge: 25


« Antworten #81 am: März 28, 2007, 08:16:50 »

Zitat
Original von Trudchen
Hm? Kinderfreundlich!? Hab' ich da was verpasst!?
Na gut, Kinderfreundlich schon, Du konntest ja gehen, wenn die Kita angerufen hat. Aber die Zeit ging Dir flöten und die Bezahlung auch.
Gut in den anderen Branchen und Firmen ist dem auch so, aber da konnte man es nacharbeiten.
Ging bei buw eben schlecht, wenn man Dich ohnehin permanent nach Hause schickte, weil Quote oder/und PKU nicht stimmte.
Kinderfreundlich also in dem Sinne, dass die lieben Mamis den Herren Löhne einsparte!?

Ich habe persönlich folgendes erlebt. Aber mein Kind war da bereits 16 und zählte vielleicht nicht mehr als KIND schlechthin!?!
Nach einem Sportunfall rief sie an, ob ich eine Röntgenerlaubnis durchfaxen könne. War kein Problem, waren auch alle freundlich und halfen.Alles in allem dauerte die ganze Sache ca 25 Minuten
Doch diese Zeit wurde von der Pause abgezogen!!!!!!!!!!!!!
Ich hatte an dem Tag aber gerade erst angefangen, so dass ich dann ohne Pause, denn die gesetzliche Bildschirmpause gibts ja da auch nicht, gearbeitet habe.
Ein Nacharbeiten an diesem oder einem anderen Tag sei nicht möglich meinte man zu mir auf meine Frage.
Soviel zu meiner Erfahrung der Kinderfreundlichkeit.

Hallo, waren wir wirklich im gleichen Unternehmen??? bei mir war es nie ein problem mit den stunden nach holen. du bist einfach länger geblieben und gut war es. zu den thema "Kind krank"es ist normal, dass du dann die Zeit nicht gut geschrieben bekommst- wäre ja auch unfähr den anderen gegenüber die auf arbeit sind. ich denke so was macht kein unternehmen.
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lbruehmann
Gast
« Antworten #82 am: März 28, 2007, 13:03:43 »

Ich weiß ja nicht, was für euch kinderfreundlich ist. Ein Beispiel: Ich arbeite zur Zeit ehrenamtlich in einem Betrieb, in dem die Mütter ihre Kinder (zur Zeit noch Säuglinge) mitnehmen dürfen. Die Mütter selber arbeiten freiwillig da. Im Betrieb gibt's Laufställe, sanitäre Einrichtungen. Wenn die Kinder gestillt / gefüttert werden müssen, wird das eben gemacht. Da wird nichts vom Lohn abgezogen, da wird nicht gedrängelt, da gibt es auch keinen PA oder TL, der herumspinnt. Und Kollegen, die sich dadurch benachteiligt fühlen würden, gibt's auch nicht, da das Klima generell stimmt. Maulwürfe gibt es ebenfalls nicht.
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Mobilistin


Beiträge: 2


« Antworten #83 am: März 29, 2007, 17:07:16 »

Bei mir war das zwar kein Problem, die Zeit nach- oder vorzuholen, einfach, das durchzusetzen war es aber auf keinen Fall. Es gab schon immer ein wenig herumgezicke deswegen, allein schon, weil sich auch der eine oder andere Kollege da benachteiligt fühlte, wenn er keine "Mehrstunden" machen durfte. Für mich war es aber einfach überlebenswichtig -bei dem Lohn sicher keine Wunder - und das habe ich auch immer so hereuasgestellt. Jetzt arbeite ich etwas mehr als die Hälfte der Zeit , allerdings zum gleichen Gehalt!

Maulwürfe wird es genauso wie Nörgler immer irgendwo geben.
Das du jetzt in einem Betrieb arbeitest, der so sozial ist, echt klasse. Aber meine Erfahrung als Mutter zeigt, diese Betriebe sind die absolute Ausnahme und als Alleinerziehende muss man da oft schon nehmen, was einem angeboten wird. Denn ne zweite Chance bekommt man nicht so schnell.

Leider ist es heute noch immer so: Arbeitgeber teilen Frauen nach Kategorien ein. Kategorie a) Frauen zwischen 18 - 25, Single bzw. keine Kinder
Kategorie b) Frauen zwischen 25 - 40, feste Partnerschaft und/oder Kinder und c) Frauen zwischen 40 - Rente.

Grundsätzlich werden alle 3 Kategorien nur ungern eingestellt. A weil sie ja schwanger werden könnten, B weil sie ja schwanger werden könnten und/oder das Kind krank werden könnte und C weil zu alt (mal ehrlich, wer fühlt sich mit 40 schon als zu alt???). Also sehen es die Unternehmen, die dann doch eine Frau einstellen, schon als sehr sozial an, dies überhaupt getan zu haben. Da muss man doch nicht noch mehr bieten?!(Ironisch gesagt!)

Ich kann nur sagen, in dem Unternehmen, in dem ich jetzt arbeite, gibt es sicher auch mehr als die Sozialleistung, überhaupt dort angestellt zu sein und ich bin sicher froh darüber, dennoch denke ich nicht mit Magenschmerzen an meine buw-Zeit zurück! Und ja, auch ich habe oft auf den Laden geflucht!!!!

In diesem Sinne....
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fingerwech


Beiträge: 6


« Antworten #84 am: März 29, 2007, 17:24:40 »

Von Kinderfreundlichkeit und Familienfreundlichkeit hier kann keine Rede sein!
Warum?
Weil man von den paar Ocken nichts bezahlen kann!

Wie sonst kann es sein das fast alle kleinen csa einen Nebenjob haben um sich und ihre Familie ernähren zu können!!!!

Aber Hauptsache wir haben soooo einen tollen "Fußballverein", das ist überlebenswichtig,überall Plakate, mir wird sooo schlecht wenn ich sehe was die dafür ausgeben.....


Demnächst müssen wir vielleicht alle noch diese kleinen putzigen Werbeaufkleber auf dem Auto haben , weil es geht der Fa ja sooo schlecht!!!

Schaut doch mal in den Schwerinthread
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