Mal eine ganz gute Zusammenfassung aus Contraste:
REPRESSIONSSCHNIPSEL POLIZEI & JUSTIZ
Psychiatrisierung eines Angeklagten
Am 19. Maerz 2007 sollte vor dem Landgericht Tiergarten die
Berufsverhandlung gegen einen politischen Aktivisten stattfinden, der auf
einer Demonstration gegen Studiengebuehren einen Polizisten beleidigt
haben soll. Ohne dass es ueberhaupt zum Aufruf der Sache kam, endete die
Verhandlung mit einem Eklat: Richter Kiworr ordnete an, die Verhandlung
auszusetzen und den Angeklagten aus medizinisch-psychiatrischer Sicht auf
Verhandlungsfaehigkeit zu untersuchen. Der Betroffene und unabhaengige
ProzessbeobachterInnen sprechen von dem Versuch, politischen Protest und
offensive Verteidigung mit Psychiatrisierung zu ersticken.
Bericht unter
http://www.de.indymedia.org/2007/03/171351.shtml.Amtsgericht gibt klein bei
Waehrend des politischen Prozesses gegen einen Projektwerkstaettler im
Herbst 2006 wurden Aktivistis im Stadtgebiet Giessen staendig observiert.
Die gelangweilte Polizei nutzte das gleich, um vermeintliche
Kleinstdelikte minutioes zu notieren und zur Anzeige zu bringen: Strasse
ueberqueren bei roter Ampel usw. Nach Widerspruechen muesste es darueber
jetzt zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht kommen. Das hatte auch
schon einen Termin abgesetzt. "Nach erneuter Pruefung" zog das Gericht
jetzt den Termin zurueck und stellte alles ein. Offenbar war die Angst vor
einem neuen umfangreichen Prozess mit riesigem Sicherheitsaufgebot und mehr
wegen solcher Delikte groesser ...
Siehe unter
http://www.projektwerkstatt.de/prozess.Zweitauflage in Halle
Der am 28.9.2005 spektakulaer gescheiterte Prozess (schon etwas her ...
der Richter packte den Angeklagten in Ordnungshaft, weil er Akteneinsicht
forderte!) soll nun wiederholt werden. Inzwischen ist ein anderer Richter
zustaendig, weil der bisherige wegen seiner Aktionen fuer befangen
erklaert wurde. Sicherlich besteht die Gefahr, dass der naechste Richter
oder die Richterin wegen der rechtswidrigen Massnahmen umso haerter
agiert, um die Handlungsmoeglichkeiten des Angeklagten einzuschraenken.
Haeufige Erfahrung ist, dass der Richterberuf nicht dazu fuehrt, dass so
etwas wie Einsicht in eigene Fehler im Berufsalltag ueberhaupt noch
vorhanden ist. Auf jeden Fall ist das Ganze ein oeffentlicher Prozess und
daher sind alle eingeladen zu der neuen Verhandlung. Der Termin: Mittwoch,
23. Mai 2007, 13 Uhr, Amtsgericht Halle, Saal 2.048 (Thueringer Str. 16,
06112 Halle). Negativ kann sich auswirken, dass inzwischen sieben
ZeugInnen geladen sind, die offenbar alle zu Polizei, Bundespolizei und
BSG gehoeren. Die vom Angeklagten benannten (und beim letzten Mal
geladenen ZeugInnen) sind dagegen allesamt nicht geladen.
Mehr unter
http://www.projektwerkstatt.de/halle.Es sei gestattet:
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