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Autor Thema: Scheinheiliger geht es wirklich nicht  (Gelesen 151754 mal)
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Troll
Abused Frog


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« Antworten #375 am: 14. Oktober 2017, 09:42:24 »

Beinahe alles was von der westlichen/kaptalistischen Welt mit Ruhm und Ehre bedacht wird sind bei genauerem hinsehen erfolgreiche Amokläufer die es geschafft haben nicht erwischt zu werden, ja, und dafür werden sie geehrt und verehrt.
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Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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« Antworten #376 am: 31. Oktober 2017, 19:24:48 »

Zitat
Verdient der Reaktionär und Antisemit Luther einen Feiertag?
https://www.heise.de/tp/features/Verdient-der-Reaktionaer-und-Antisemit-Luther-einen-Feiertag-3876395.html

Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Mich wundert in Doitschland gar nix mehr! Angry
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Jetzt können wir endlich rausfinden, was wir anstelle unserer Großeltern getan hätten!
dagobert


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« Antworten #377 am: 31. Oktober 2017, 20:31:21 »

Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Was hätten wir denn nächstes Jahr im Angebot:
80 Jahre Reichspogromnacht
85. Jahrestag von Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler

Als Feiertag in Deutschland eher unwahrscheinlich:
75 Jahre Niederlage der Wehrmacht in Stalingrad
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BGS
Polarlicht


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« Antworten #378 am: 31. Oktober 2017, 20:38:57 »

...
Mich wundert in Doitschland gar nix mehr! Angry

Dito. Meine nicht allzu hohen Erwartungen diesbezüglich werden konstant von der dortigen Realität übertroffen. Leider wallfahren auch aus Skandinavien etliche Irregeleitete und Hirngewaschene nach Wittenburg. Würg.

MfG

BGS
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"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)
Kuddel


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« Antworten #379 am: 31. Oktober 2017, 21:46:37 »

Zitat
Und für wen gibt es nächstest Jahr einen Feiertag? Rudolf Hess? Horst Wessel?
Was hätten wir denn nächstes Jahr im Angebot:
80 Jahre Reichspogromnacht
85. Jahrestag von Adolf Hitlers Ernennung zum Reichskanzler

Jaja, das ist keine Satire oder Schwarzseherei, sondern nah an der Wahrheit:
Zitat
Proteste gegen Wiederaufbau der Garnisonkirche

Mit einem Festgottesdienst hat die Stiftung Garnisonkirche den umstrittenen Wiederaufbau der einstigen Potsdamer Militärkirche gestartet.


"Nun soll der Turm ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Friedens und der Versöhnung werden", sagte der Kuratoriumsvorsitzende und Altbischof Wolfgang Huber in seiner Predigt auf der Baustelle. Etwa 50 Demonstranten protestierten mit einem Megafon und Trillerpfeifen lautstark gegen den Wiederaufbau. Zu den Kritikern zählen zahlreiche Initiativen auch von evangelischen Christen, die in der Garnisonkirche eine Stätte des preußischen Militarismus sehen.

Beim sogenannten "Tag von Potsdam" im März 1933 hatte Reichspräsident Paul von Hindenburg dem neuen Reichskanzler Adolf Hitler in der Kirche die Hand gegeben. Die Proteste richten sich zudem gegen den barocken Wiederaufbau in Potsdams Mitte. Den Befürwortern gilt der Turm dagegen als Wahrzeichen Potsdams, das im Stadtbild fehlt. Der im Krieg schwer zerstörte Turm war 1968 auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt worden. Vor dem Aufbau wird nun zunächst das Fundament geschaffen. Für einen sicheren Stand des hohen Turms werden 38 Betonpfähle 38 Meter tief in die Erde versenkt. Von Mai 2018 an soll der Turm dann wachsen.
http://www.deutschlandfunk.de/potsdam-proteste-gegen-wiederaufbau-der-garnisonkirche.2849.de.html?drn:news_id=809977
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Kuddel


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« Antworten #380 am: 03. November 2017, 17:00:21 »

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Rudolf Rocker
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« Antworten #381 am: 03. November 2017, 20:38:05 »

Boa, ist das gruselig!
Eine große evangelikale Sektenshow, finanziert aus GEZ- Gebühren!
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Kuddel


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« Antworten #382 am: 03. November 2017, 21:44:44 »

große evangelikale Sektenshow

Das ist eine der Säulen der Herrschenden Klasse.
Der letzte Leiter der Bundesagentur für Arbeit , Frank-Jürgen Weise  (2007-2017), war nicht nur aus dem Militär, sondern auch aus einer evangelikalen Kirche und Mitglied des Kuratoriums von ProChrist. Er wurde auch Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf). die Süddeutsche schrieb:
Zitat
Er leitet zwei Behörden, die über das Schicksal und die Zukunft von Flüchtlingen entscheiden. Dabei vertraut Frank-Jürgen Weise auf die Bundeswehr und die Bibel.
http://www.zeit.de/2016/25/frank-juergen-weise-fluechtlinge-bundeswehr

ProChrist: Im Mittelpunkt stehen mehrtägige christliche Evangelisations-Veranstaltungen mit evangelikaler Prägung, die seit 1993 in Deutschland stattfinden.
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Kuddel


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« Antworten #383 am: 04. November 2017, 12:01:34 »

Neonazis hatten lange Zeit versucht sich vom Christentum abzusetzen, propagierten Neuheidentum und versuchten es mit Germanischen Göttern.

Spätestens seit den wochenlangen Straßenschlachten in Frankreich gegen Schwulenrechte von Katholen, Spießern und Faschisten, erkannten sie das weitaus größere Potential in dem Kreuzsymbol.



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Rudolf Rocker
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« Antworten #384 am: 04. November 2017, 12:19:30 »

Es gab bei den Nazis schon immer mehr als nur eine Strömung!
Der Ku-Klux-Klan zum Beispiel hat sich schon immer als protestantisch verstanden.
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« Antworten #385 am: 04. November 2017, 12:56:04 »

Da hast du natürlich recht.
Ich wollte eher darauf hinaus, daß (christliche) Religion zunehmend zu einem Vehikel reaktionärer bis faschistischer Organisierung wird.
Ich bin da sehr empfindlich und mir fallen Dinge auf, wie, wenn Merkel sagt, "wir schließen die Opfer und ihre Familien in unsere Herzen und Gebete ein." So ein Scheiß war nur bei US Politkern üblich und vor 20 Jahren in Deutschland undenkbar.

Und Politiker und die Kirchenoberen machen mit bei dem Marsch nach Rechtsaußen:


7500 Teilnehmer bei dem Marsch für das Leben 2017.

In einem Grußwort dazu erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, an den Einsatz der Kirche mit dem Ziel, das Leben ungeborener wie geborener Kinder zu schützen.

„Das Lebensrecht und die Würde des Menschen sind unveräußerlich“, so Robert Antretter, ehemaliger Bundestagesabgeordneter der SPD und Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe, in seiner Ansprache.

In diesem Jahr wird der "Marsch für das Leben" neben der Deutschen Bischofskonferenz und dem Berliner Erzbischof Heiner Koch auch von mehreren Bundestagsabgeordneten unterstützt. So schickten der Kirchenbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Jung (CDU), der scheidende Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CSU) und der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach Grußbotschaften.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch bittet die Teilnehmer der Veranstaltung, ihren Einsatz für den Schutz des Lebens auch in Inhalten und Stil ihres Auftretens angemessen zu vertreten.

Der Schweigemarsch durch Berlin-Mitte endete mit einem ökumenischen Gottesdienst mit dem Vorsitzenden der Evangelischen Allianz in Deutschland, Präses Ekkehart Vetter sowie Bischof Dr. Rudolf Voderholzer.


Ich sehe in einigen bürgerlichen und biederen Bewegungen eine weitaus größere Gefahr, als in glatzköpfigen Stiefelfaschos.
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« Antworten #386 am: 04. November 2017, 15:02:29 »

Christentum und Faschismus sind ja auch kompatiebel!
Beides Führerkulte! Und beide beten Massenmörder an.
"Dein Reich komme, dein Wille geschehe!"
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« Antworten #387 am: 17. Dezember 2017, 14:10:25 »

Monty Python - Adventures of Martin Luther
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« Antworten #388 am: 25. Dezember 2017, 10:54:27 »

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« Antworten #389 am: 25. Dezember 2017, 12:04:35 »

Jehova! Jehova!

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« Antworten #390 am: 27. Dezember 2017, 16:44:51 »





Ah, Ausflug der geschlossenen Abteilung.
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Dieter Hildebrandt
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« Antworten #391 am: 27. Dezember 2017, 17:29:02 »

Hat jemand die 5. von links wiedererkannt? Grin

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« Antworten #392 am: 29. Dezember 2017, 17:56:03 »

Zitat

So langsam begehrt der festsitzende katholische Bodensatz auch schon gegen den Papst auf, der meint es zu Ernst mit seinem Willen zur Veränderung.
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« Antworten #393 am: 21. Februar 2018, 17:24:22 »

Bei den anderen Religionen isses auch nicht besser:
Zitat
Myanmar:
Buddhistischer Geistlicher rechtfertigt Angriffe auf Rohingya
http://www.zeit.de/politik/ausland/2018-02/myanmar-buddhistischer-abt-rolle-massaker-rohingya-islamismus
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Kuddel


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« Antworten #394 am: 19. März 2018, 12:25:53 »

Rechte Aufmärsche unter dem Kreuz:

Zitat


Als Anwälte für den Schutz des ungeborenen Lebens sehen sich indes die Teilnehmer des Gebetszugs, die an der Aegidiikirche ihre großen weißen Holzkreuze in Position bringen
http://www.muensterschezeitung.de/Lokales/Staedte/Muenster/3222082-Proteste-begleiten-Gebetszug-1000-Kreuze-fuer-Ungeborene
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Kuddel


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« Antworten #395 am: 30. März 2018, 20:28:28 »

Zitat
Trennung von Kirche und Staat - jetzt

An Ostern haben sich alle den religiösen Riten einer Glaubensgemeinschaft unterzuordnen.


Kaum ein christliches Fest greift so penetrant in den säkularen Alltag ein wie Ostern. Verlangt die Karwoche im Vorfeld die Haltung in Trauer und Stille nur von den Gläubigen, ist an Karfreitag gesamtgesellschaftlich Schluss mit lustig.

Den religiösen Riten ist sich gefälligst unterzuordnen, immerhin bringen es die Katholiken und Protestanten gemeinsam noch auf 45 505 000 eingetragene Mitglieder (2016). Da ist natürlich jeder Säugling und Entmündigte mitgezählt, und trotzdem verzeichnen beide statistisch beim Kirchenbesuch neue Tiefstände, wie die evangelische Nachrichtenagentur idea.de jammert. Macht nichts, was vor 200 Jahren richtig war, wird wohl in 2018 noch recht sein, weshalb sich auf Teufel komm raus die gesamten 82,8 Millionen anzupassen haben.

Umso irritierender, wenn die christlich-sozialen Vorturner aus dem Bayerischen dem Islam seine Existenzberechtigung in Deutschland absprechen, weil der Islam weder katholisch noch evangelisch ist. Das ist einigermaßen dreist, maßen sich doch die Seehofers eine übergriffige Religiosität an, die auf das Kreuz im Klassenzimmer besteht, die Erzieherin mit Kopftuch aber am liebsten nach Anatolien ausweisen würde. Es ist schlicht eine Scheindebatte, die mit dem populistischen Gezeter einer Sechs-Prozent-Partei von der eigentlichen Aufgabe ablenkt: der De-facto-Trennung von Kirche und Staat.
http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280
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Martin Mitchell


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« Antworten #396 am: 31. März 2018, 09:58:24 »

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Zitat
Kirche für strengere Kontrollen zum Tanzverbot

Karfreitag tanzen gehen könnte dieses Jahr problematisch werden. Eigentlich sind öffentliche Tanzveranstaltungen an den Ostertagen verboten. Doch lange hat das niemanden interessiert. Nun drängen die Kirchen auf die Durchsetzung des Verbots.
http://www.fr-online.de/rhein-main/kirche-fuer-strengere-kontrollen-zum-tanzverbot/-/1472796/8351804/-/index.html

Mit welchem Recht wollen diese Wichser auch Andersgläubigen und Atheisten verbieten zu tanzen? Die können sich gleich mit der Taliban zusammentun.


Die Piratenpartei ist beim Bundesverfassungsgericht mit dem Vorhaben gescheitert, doch noch Demonstrationen gegen das Tanzverbot durchzusetzen. Ein Formfehler ist der Grund. Dennoch soll es Flashmob-Aktionen geben.
http://www.fr-online.de/rhein-main/tanzverbot-in-hessen-piraten-scheitern-in-karlsruhe--,1472796,14687338.html


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FR - Frankfurter Rundschau, DONNERSTAG, 29. MÄRZ 2018

QUELLE: http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/ostern-und-religion-trennung-von-kirche-und-staat-jetzt-a-1476280

Jetzt hier in Bezug auf den Zwang uns gefälligst religiösen Riten christlicher Glaubensgemeinschaften unterzuordnen. Solch ein Zwang besteht weiterhin für alle Bürger in der Bundesrepublik Deutschland

Zitat
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Frankfurter-Rundschau

Ostern und Religion

Trennung von Kirche und Staat - jetzt

An Ostern haben sich alle den religiösen Riten einer Glaubensgemeinschaft unterzuordnen. Daher irritiert, wenn christlich-soziale Vorturner dem Islam die Existenzberechtigung in Deutschland absprechen. Die Kolumne.

29.03.2018 12:36 Uhr

Von Katja Thorwarth [ Siehe @ http://www.fr.de/autor.=ktho/ ]

[ Hier erst einmal ein großes Foto der über drei Meter hohen tragbaren "Prügel-Nonne" im Demonstrationszug der Ehemaligen Heimkinder, am 15. April 2010, for dem Reichstagsgebäude / Bundestagsgebäude, unter deutscher Flagge, in Berlin.

Direkt unter dem Foto die Beschriftung:

Welche Rolle spielt die Kirche in der Gesellschaft? Nicht immer eine gute.“ „Foto: imago]


[ Das Original dieses Fotos is hier zu finden @ https://in.reuters.com/article/idINIndia-47728120100415 ]

Kaum ein christliches Fest greift so penetrant in den säkularen Alltag ein wie Ostern. Verlangt die Karwoche im Vorfeld die Haltung in Trauer und Stille nur von den Gläubigen, ist an Karfreitag gesamtgesellschaftlich Schluss mit lustig.

Den religiösen Riten ist sich gefälligst unterzuordnen, immerhin bringen es die Katholiken und Protestanten gemeinsam noch auf 45 505 000 eingetragene Mitglieder (2016). Da ist natürlich jeder Säugling und Entmündigte mitgezählt, und trotzdem verzeichnen beide statistisch beim Kirchenbesuch neue Tiefstände, wie die evangelische Nachrichtenagentur idea.de jammert. Macht nichts, was vor 200 Jahren richtig war, wird wohl in 2018 noch recht sein, weshalb sich auf Teufel komm raus die gesamten 82,8 Millionen anzupassen haben.

Wofür zahlen die Gläubigen denn Kirchensteuer, wenn sie nicht regelmäßig demonstrieren können, wer hier nach wie vor die ethische Deutungshoheit besitzt. Und die bezieht sich eben nicht auf die rationale Handlungspraxis nach dem kategorischen Imperativ Immanuel Kants, die das eigene Handeln einer Prüfung der Allgemeingültigkeit unterzieht. Religionen rufen eine „göttliche“ Offenbarung als Quelle von Handlungsnormen auf, die sinnstiftend alleine deshalb ist, weil sie sich einer übergeordneten metaphysischen Geistlichkeit unterordnet.

Entsprechend erklären sich die zehn Gebote weniger aus dem gesunden Menschenverstand, als dass sie vielmehr als Rede „Gottes“ an die Schäfchen verkauft werden. Der duldet zunächst einmal keine anderen Götter neben sich, weshalb dem Verkünder den Rücken kehrt, wer auch nur eines seiner Gebote in Frage stellt. Dass es verwerflich ist, zu morden und zu stehlen, geschenkt. Hingegen den siebten Tag – und damit zwingend nach christlicher Lehre – den Sonntag als Ruhetag zum Gesetz zu erheben, ist so wenig rational fundiert wie das Tanzverbot an Karfreitag.

Pech: Islam ist weder evangelisch noch katholisch

Als Argument wird stets die Notwendigkeit der Ruhe postuliert, wobei die Kirche nach eigener Sinnstiftung den Rhythmus bestimmt. Für die innere Einkehr dürfte jedoch ein jeder für sich selbst Sorge tragen, solange er nicht unter dem Joch eines Sklaventreibers den göttlichen Zeigefinger für Freiräume benötigt. Wenn, wäre die Politik zuständig. Dann aber verbieten sich diesbezügliche religiöse Riten von selbst – und zwar sowohl christliche, islamische als auch scientologische.

„Es werden wohl noch zehntausend Jahre ins Land gehen, und das Märchen vom Jesus Christus wird immer noch dafür sorgen, daß keiner so richtig zu Verstande kommt“, hatte Goethe seiner und unserer Zeit voraus einst formuliert. Natürlich möge trotzdem derjenige, der eine sinnstiftende Göttlichkeit als Rahmen braucht, die eigene Handlungspraxis unterordnen – als Verhaltenszwang unter dem Deckmäntelchen einer moralischen Ethik ist sie dennoch untauglich.

Umso irritierender, wenn die christlich-sozialen Vorturner aus dem Bayerischen dem Islam seine Existenzberechtigung in Deutschland absprechen, weil der Islam weder katholisch noch evangelisch ist. Das ist einigermaßen dreist, maßen sich doch die Seehofers eine übergriffige Religiosität an, die auf das Kreuz im Klassenzimmer besteht, die Erzieherin mit Kopftuch aber am liebsten nach Anatolien ausweisen würde. Es ist schlicht eine Scheindebatte, die mit dem populistischen Gezeter einer Sechs-Prozent-Partei von der eigentlichen Aufgabe ablenkt: der De-facto-Trennung von Kirche und Staat.


Katja Thorwarth Redakteurin
Digitale Redaktion [ Siehe @ Zum Profil der Autorin [ Siehe @ http://www.fr.de/autor.=ktho/ ]

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« Letzte Änderung: 31. März 2018, 10:00:59 von Martin Mitchell » Gespeichert

Not only must justice be done; it must also be seen to be done.
Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND GESCHIEHT VIELFACH BEIDES NICHT.
Bowie


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« Antworten #397 am: 31. März 2018, 12:09:09 »

Die Macht der Kirche in Staat und Gesellschaft ist ein Unding.
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Kuddel


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« Antworten #398 am: 02. April 2018, 12:57:40 »

Zitat
Wie viel Geheimdienst steckt in der Frauenkirche?

Im Nordturm der Frauenkirche befinden sich eine Empfangs- und eine Sendeanlage des Bundesnachrichtendienstes.


Eine Empfangs- und Sendeanlage im Kirchturm ermöglichte Agenten im Einsatz dazu einen besseren Funkverkehr. Darüber hinaus nutzte womöglich noch eine zweite Behörde den Turm. Zudem wurde die Anlage wohl ausgerechnet von einer BND-Truppe verwendet, die illegale Überwachungen durchführte. Während die Kirche schweigt, fordern Katholikenverbände, die Apparate der Geheimdienste abzubauen.

Berichtet hatte über die BND-Funkanlage zuerst der Spiegel, aufgespürt hat sie der Geheimdienst-Experte Erich Schmidt-Eenboom aus Weilheim in Oberbayern. Er sei bei Vorarbeiten für die Performance-Kunstserie "Public Art Munich" darauf gestoßen, sagt er.

Die Kirche habe davon gewusst, ist sich der Geheimdienst-Experte sicher. Eine solche Anlage müsse regelmäßig gewartet und die Reichweite überprüft werden, sagt er. In den Nordturm gelange man aber nicht ohne Kenntnis der Kirche. Diese freilich schweigt.
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchner-dom-wie-viel-geheimdienst-steckt-in-der-frauenkirche-1.3913996
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Kuddel


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« Antworten #399 am: 24. April 2018, 19:42:19 »

Symbol des Reaktionären: Das Kreuz mit und ohne Haken.

Zitat
Bayern
In jeder Behörde muss künftig ein Kreuz hängen

"Symbol der kulturellen Identität": In allen bayerischen Behörden sollen künftig Kruzifixe hängen. Das hat die Landesregierung beschlossen.


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-in-jeder-behoerde-muss-kuenftig-ein-kreuz-haengen-a-1204523.html
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